Hallo zusammen,
der von mir verwendete Heizlack ist auf einer PU Basis aufgebaut und für eine Temperatur bis 120°C ausgelegt. Ob dieser Lack an private Abnehmer abgegeben wird kann ich nicht sagen, ich habe diesen hauptsächlich beruflich verwendet.
Für ein autarkes Fahrzeug ist dieser Lack auf Grund des hohen Energieverbrauches nicht optimal, sicherlich kommt es darauf an was man vorhat. Auch spielt die zu beheizende Fläche, Temperatur und Strom eine nicht unerhebliche Rolle.
Möchte man beispielsweise eine Wand damit beheizen so nehmen wir einmal folgende Parameter an:
Höhe: 1800 mm
Breite: 500 mm
Spannung 12V / 24V
Temperatur: 41°C
Bei dieser Auslegung werden bei 12 V ein Strom von 24,78 A benötigt, bei 24 V "nur" noch 12,38 A. Für ein Fahrzeug welches irgendwo in der Pampa stehen möchte schlicht und ergreifend unmöglich. Auch ist dieser Lack derzeit noch sehr teuer.
Für mein Fahrzeug habe ich eine sehr kleine (200 x 150 mm) Fläche auf 80°C eingestellt. Damit wird während der Fahrt ein kleiner, mit 20 mm Trocellen isolierter Kasten in dem sich die Abwasserpumpe Unterflur unter dem Kofferboden befindet, aufgeheizt. Durch die hohe Oberflächentemperatur erwärmt sich der Raum bei einer Außentemperatur von - 12°C innerhalb von 45 Minuten auf 8°C. So erreiche ich, dass die Pumpe bei Bedarf immer aufgetaut ist und ich nicht wieder den Grauwassertank entleeren möchte und die Pumpe ist eingefroren. Das erwärmen der Pumpe geschieht dabei während der Fahrt und benötigt gerade mal 2 A.
Auf leitenden Flächen kann dieser Lack nur durch entsprechende Vorbehandlung appliziert werden. ich habe bei dem von mir verwendeten Alublech simplen Platinen Schutzlack verwendet. Aber es gibt auch von 3m entsprechende Lacke wie der 1601. Der Schutzlack wird vor dem Heizlack aufgetragen. Es muss sichergestellt sein, dass kein leitender Kontakt der Trägerplatte zum Lack besteht.
Wenn noch Fragen offen sind, einfach stellen.
Wolfgang