Guten Morgen mrmomba,
gerade eben an der Kaffeemaschine hatte ich einen vielleicht verwandten Gedanken, der mir schon öfter kam: Eigentlich würde ich ja gerne viel öfter, wenn nicht sogar dauerhaft das Gefühl des Campens haben. Nicht im vollgeräumten Reihenhaus mit Pflaster drumrum "aufbewahrt" sein, sondern mehr in Verbindung mit dem Außenraum mit Rückzugsmöglichkeit in funktionale Module, die sich am besten unterschiedlich verbinden und neu arrangieren lassen (nein, kein autonomer Wagenplatz).
Die Tiny House Idee geht ja schon ein bisschen in die Richtung. In einem früheren Leben hatte ich mal 'ne Weile Architektur studiert, da wurden gerne mal Projekte in der Richtung flexibler Module in- und außerhalb von festen Gebäuden ersponnen. Dabei das modulare, flexible auch im Innenraum weitgehend zu berücksichtigen, wäre natürlich konsequent. Aber ich fürchte das deutsche Baurecht wird das in unserer Lebensspanne nicht mehr ansatzweise zulassen. Schon ein Tinyhouse irgendwo aufzustellen scheint ja ein fast utopisches Projekt.
Wohnmobile sind (abgesehen von teils üblen Materialien) ja eigentlich schon einigermaßen modular und wiederverwendbar. Wenn man sich die Mühe machen will. Aus alt mach neu ist zumindest für Selbstausbauer ja durchaus ein praktiziertes Thema, innen wie außen. Auch das Wiederverwenden/Kombinieren von gebrauchten Fahrzeugen/Chassis mit gebrauchten Koffern, Kabinen, Ex-Wohnwagen. Aber das könnte man natürlich weiterspinnen und schon in der Produktion berücksichtigen/vereinfachen. Multifunktionalität, Reduktion, Kombinations- und Erweiterungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Langlebigkeit und - wenn es denn doch mal sein muss - Recyclebarkeit. Spannend aber in der Gesamtheit (noch) eher ein Nischenthema, eben für Selbstausbauer, Selbstoptimierer und/oder Spezialfirmen. Man will/muss ja gerne immer neu (ver)kaufen.
Gestern zufällig hierauf gestoßen, passt auch ins Thema, meine ich:
Schönen Tag!