Beiträge von Ronny

    Hallo Zugvogel,
    nachdem Du nun Deine Transportaufgaben konkretisiert hast, tu ich mir auch leichter Dir einen Rat zu geben.


    Bei dem was Du vorhast reicht meiner Meinung nach ein normaler Eurotransporter Kasten lang evtl MAXI völlig aus.
    Ich baue mir derzeit selber einen solchen aus, weil mit die fertigen nicht gefallen, wegen:
    1. die Isolierung ist schlecht bis garnicht vorhanden (z.B. Pössl & Globecar isoliert die Türen nicht)
    2. Wir brauchen kein Bad, jeder verbaut ein Bad und Änderungen sind nicht möglich
    3. der Möbelbau ist mir zu schlampig


    Im Prinzip wir mein Fahrzeug von der Inneneinteilung wie der Pössl 2Win, nur statt Bad ein Kleiderschrank, das gibt mehr Bewegungfreiraum im Küchenbereich und höherem Bett. Bei mir ist die Matrazenoberkante auf 110cm Höhe. Dadurch habe ich unterm Bett 75x140x100cm Stauraum. Hätte ich vorne unterm Bett keine Schränke wäre der Stauraum 120cm tief. Macht man dann noch den Lattenrost und Matraze zum hochklappen oder rausnehmen, hat man 140x120x180cm Stauraum. Da ich meine Garten/Hausbaustoffe mit Hänger transportiere brauche ich nicht so viel Stauraum im Womo.
    Du kannst Dir das Auto gerne mal anschauen, bin auch aus München.


    Gruß,
    Ronny

    Hallo Zugvogel,
    ich reihe hier mal auf die Schnelle meine Tipps aneinander:


    1. Für die Baustoffe und Schutt kaufst Du Dir besser einen Anhänger, denn das Zeugs zerrümpelt Dir Deinen schönen Womoausbau ganz schön schnell, da sprech ich aus Erfahrung. Ausserdem hat ein vernünftiger Hänger mehr Zuladung als Dein ausgebautes Womo.


    2. Zu Deinen Anforderungen:
    Sitzplätze:
    4-6 Sitzplätze wird im Womo schwierig, wenn Deine Passagiere sicher sitzen sollen. Aus diesem Grund rate ich von Sitzen quer zur Fahrtrichtung ab, da auch bei neuen Fahrzeugen diese Sitze noch immer keine Rückhalteeinrichtung benötigen. Dafür sind diese Sitze billigst zu bauen. Sollen Deine Passagiere sicher sitzen (soweit das im Womo möglich ist) dann brauchst Du 4 Sitze mit 3-Punktgurten, was anderes wird nicht mehr zugelassen.


    3. Allrad:
    Die Eurotransporter (Fiat/Citroen/Paugeot) haben den Dangel Allrad. Dieser ist bis zu einer Geschwindigkeit von 65km/h zuschaltbar, man darf aber mit zugeschaltetem Allrad natürlich auch schneller fahren. Das Zuschalten bewirkt die Aktivierung einer Viscokupplung zwischen Vorder- und Hinterachse, die jedoch wesentlich härter ausgelegt ist als beim VW-Bus. Als Option gibt es noch ein Untersetzungsgetriebe von ca. 0,6 (Geländewagen oder auch Iglhaut haben ca. 2,5). Weiters gibt es eine 100% Hinterachssperre.
    Wie Du schon sicher gemerkt hast wird es schwer einen vernünftigen gebrauchten Allrad Kastenwagen zu bekommen.


    4. Gewicht:
    Ein Ausbau wiegt ungefähr 500-700kg, dazu kommen 6 Personen a 75kg=450kg, dazu 1 Roller 80kg, 2 Surfausrüstungen 60kg, jetzt bist scho bei 1200kg, hast aber noch kein Essen Campingzubehör etc dabei. Also eher doch ne Nummer größer als 3,5to.


    Noch Fragen?


    Gruß,
    Ronny

    Hallo Hermi,
    ich hatte vorher Skepsis bei den 4x4 Umbauten auf Euro Transporter Basis.
    Mittlerweile haben wir einen Fiat Ducato Kastenwagen als 4x4. Der Allradantrieb unterscheidet sich kaum vom VW syncro, nur dass die Hinterachse elektrisch zugeschaltet werden kann und dann über eine recht hart eingestellte Viskokupplung angetrieben wird. Beim VW ist die Visco Kupplung immer aktiv, weshalb diese in der Anfangszeit auch recht häufig defekt war. Beim Dangel Allrad (das ist der Hersteller des Allradantriebs) schieben die Hinterräder auch schon bei ganz geringem Schlupf der Vorderräder, d.h. man kommt damit schon recht nah an einen klassischen Allrad mit Zentraldifferenzial ran.
    Einen weiteren Vorteil vom Dangel Allrad sehe ich im Untersetzungsgetriebe (was es bei VW garnicht gibt). Eine 100% ige hintere Diffsperre gibts auch.
    Eine Umrüstung auf Reifen der Größe 245/75R16 ist auch mit geringem Flexaufwand an den hinteren Radhäusern möglich.


    Viele Grüße,
    Ronny

    Hallo Uwe,
    bei jeder TÜV Stelle gibt es Broschüren über Anhänger Eigenbau. Da steht zumindest das über die Elektrische Ausrüstung und Beleuchtung drin. Bezüglich Material gibt es auf der Seite von Wolfis Womowahnsinn ein älteres TÜV Merkblatt zum Eigenbau von Wohnmobilen, welches aber immer noch gültig ist.


    Ich würde auf Standardmaterialien aus dem Fahrzeug/Womobau zurückgreifen, also Siebdruckplatten/Betonschalungsplatten oder Multiplexsperrholz oder Alublech oder GFK-Sandwich.
    Da Du keinen hochgelegten Anhänger (für den Offroadeinsatz) baust, ist das Thema unterfahrschutz kein Thema. Generell sollte man drauf achten, dass alle Ecken leicht abgerundet sind bzw nicht scharfkantig sind.


    Ich bilde mir sogar ein, dass Du nicht mal Fenster mit ECE Zulassung brauchst, da im Wohnwagen ja keine Personen während der Fahrt sitzen dürfen.


    Gruß,
    Ronny

    Hallo Freewheeler,
    letztendlich ist jede Entscheidung welches Fahrzeug man nimmt sehr individuell. Du wirst also vermutlich keine allgemeingültige Antwort oder Rat bekommen.
    Wir standen auch vor kurzem vor einer ähnlichen Entscheidung wie Du.
    Wir hatten vorher einen Toyota HZJ mit Wohnkabine. Das Fahrzeug war toll aber auch schwer, laut und durstig. Die Offroadfähigkeiten haben wir nie genutzt. Ausserdem brauchen wir bald mehr Platz im Wohnmobil.
    Auch bei uns standen Bremach, SCAM, Iglhaut Sprinter, Achleitner Mantra zur Auswahl. Allein aus Sympathie und wegen des guten Konatkts und Service von Erich Christ schieden Iglhaut und Mantra schnell aus, auch wegen deren Preis. Leider kosten Bremach und SCAM immer noch (für unsere Verhältnisse) recht viel. Nach Absteckung unserer geplanten Reiseziele (Skandinavien, Island, Osteuropa, UK) waren wir uns darüber klar, dass wir mit einem Bremach oder SCAM wieder übers Ziel hinausschiessen würden, obwohl wir diese Fahrzeuge doch "sehr geil" finden (man verzeihe die Wortwahl).
    Ferner wollten wir einen Kastenwagen, den man zwar nicht so gut isolieren kann wie eine Kabine, der aber mal im Windkanal war und die Karrosserie vielleicht doch auf Windgeräusche optimiert wurde. Jaja, wir sind auch bequemer geworden.
    Lange Rede kurzer Sinn, bei uns ist es ein FIAT Ducato 4x4 mit Untersetzungsgetriebe geworden, mit langem Radstand (370cm) und Hochdach (188cm Stehhöhe).
    Für uns ist dieses Fahrzeug ein Kompromiss aus Kosten/Schlechtwegetauglichkeit/Fahrkomfort/Platz.
    Der Ducato hat die gleiche Bodenfreiheit unter den Achsen wie der HZJ (mit Serienreifen), nur die Bauchfreiheit ist schlechter (da wird evtl eine Luftfeder an der Hinterachse für abhilfe schaffen).
    Dass mit diesem Fahrzeug keine Dünen- oder Trialfahrten möglich sind ist klar, aber auch nicht gewollt.


    Viele Grüße,
    Ronny

    Hallo Heiko,
    grundsätzlich ist es erstmal nicht egal, welches Solarmodul man kauft. Es gibt Solarmodule in 3 verschiedenen Klassen. Diese Klassifizierung gibt Auskunft über den Energieertrag der Modul bei bedecktem oder bewölktem Himmel.
    Aus meiner Sicht ist es im Womo nur Sinnvoll Klasse 1 Module zu nehmen, da ich bei Sonnenschein weniger Strom (z.B. Licht) brauche als wenn bedeckt und düster ist.
    Ich bin erschreckt von den Zellenpreisen der Womozubehörhändler, gibt es doch die Solarmodule von Kyocera bei ebay sehr viel billiger. Und die Kyocera Module sind Klasse 1 Module (im Gegensatz zu Siemens, Sunline, ...).


    Ein sehr maßgebliches Teil bei der Stromgewinnung mit Solarzellen ist der Laderegler. Hier sind nur die MPP, PPT oder MPT Laderegler sinnvoll. Diese sind zwar auch teurer als die billigen Shuntregler, holen aber auch mehr Leistung aus der Solarzelle raus.
    In meinem früheren Womo (PichUp mit Wohnkabine) hatte ich ein 120Ah Gelbatterie, die nur von einem 60W Modul und einem PPT Regler geladen wurde (keine Verbindung zur Lichtmaschine). Auch im Winter hatten wir nie Stromprobleme, solange man den Schnee von der Zelle entfernt hat.
    Als Laderegler kann ich die von reusolar.de empfehlen.


    Viele Grüße,
    Ronny