Hallo Walter,
mit der Gewichtsproblematik bei T5/T6 hast Du recht. Das Fahrgestell ist deutlich schwerer, als das vom T4. Und die ganzen modernen Extras wiegen auch.
Deshalb funktioniert ein Alkovenaufbau auf T5/T6 vom Gewicht her wenn, dann nur knapp. Und die ach so beliebten Alkoven-Aufbauten auf T5/T6 4Motion fahren eigentlich alle überladen durch die Gegend.
Da wiegt das Fahrgestell ca. 2.000 kg und die haben bei 3.500 kg zgM oft nur noch 300 - 350 kg Zuladung. Auf dem Papier.
Wenn da mehr steht, dann ist meist mit wenig Wasser gerechnet, das Fahrzeug hat nur 1x 5 kg Gas o. ä.
Und das sind Aufbauten von Profis, die einen entsprechenden Maschinenpark haben und leichte Hölzer verbauen.
Ich habe ja selber versucht mir so etwas schön zu rechnen, einen T6 4M mit Alkovenkabine, ähnlich wie ich sie auf dem Crafter habe. Ich war schon dabei mich selbst zu belügen: „Im Sommer brauchst Du ja nur eine Gasflasche, und im Winter können Campingstühle und -tisch zuhause bleiben…“
Und ein Anbieter hat mich noch ermuntert noch das ein oder andere Extra einzubauen. Das dann auf dem Papier keine Zuladung mehr übrig bleibt wurde abgetan mit: „Ach, so fahren alle rum, das Fahrzeug hält das aus…“.
Ich bin froh, auf den Crafter gewechselt zu haben. Zugegeben mit einigen Extras und gut ausgestattet, hat das Fahrzeug nun ein Leergewicht ( inkl. vollem Wassertank, 2x 11 kg Gas, …) von gut 3.700 kg. Das Fahrgestell wiegt aber nackt auch nur gut 2.000 kg…
Zum Thema Stabi: Auf keinen Fall drauf verzichten. Ohne ist eine Alkovenkabine auf T4 m. M. und meiner Erfahrung nach unfahrbar. Ich habe es bei der ersten Ausfahrt damals ausprobiert. War keine wirklich gute Idee.
Und zum Thema Überhang: Da kann man meist mit dem Prüfer reden. Die Hersteller gehen dabei ja von einem Kofferaufbau eines LKW aus, wo die Beladung und Lastverteilung wechselt. Beim Wohnmobil ist die Lastverteilung ja recht fix. Und wenn hinten nicht übermäßig viel Gewicht ist, sind auch 60 % Überhang fahrdynamisch egal.