hallo Martin,
da hast Du Dir aber viel vorgenommen
(weil´s auch noch schön aussehen soll
)
Woelcke hat Dir ja eine wunderbare Vorlage gegeben .
Ich würde so vorgehen.
Erst Rundleisten Gerade Teile anlegen wie sie endgültig verklebt werden sollen bis hart an den Beginn der Rundung -vorsichtshalber mit Bleistift markieren , damit Du nicht unregelmäßig stark an manchen Stellen die Leisten tiefer eindrückst und so eine wellenförmige Verklebung bekommst ! Jede Unregelmäßigkeit siehst Du später. Deshalb nochmal zunächst eine Rechteckwinkel vorne und hinten an der Außenwand anlegen und auf dem Dach eine Linie mit der Schlagschnur in dem richtigen Abstand schlagen - nach der Linie richtest Du Dich dann beim Verkleben - Wenn die Kabine exact im rechten Winkel gebaut ist , müssen die senkrechten Schenkel auch perfekt anliegen.
Ich würde zunächst alle geraden Stücke zuschneiden und kennzeichnen -
dann hast Du weniger Abfall - sind ja teuer genug.
Die jeweiligen Reststücke würde ich dann mit einer feinzähnigen Kappsäge oder Flex in 1cm Stücke oder kleiner salamieren.
Dann würde ich sowohl auf der Dachfläche als auch Seitenwand mit dem Blei-oder Filzstift die Markierungslinie von den geraden Stücken fortsetzen , damit Du da auch die gleichen Abstände und damit Konturen erhälst.
Dann jeweils auf beiden Rundungsenden die ersten "Reiter" mit Sika 252 oder wenn´s schnell gehen soll mit Heißkleber oder Pattex im Abstand von wenigen Milimetern fixieren - die ersten 5 oder 6 würde ich bewußt
um 1-2 mm tiefer eindrücken als es der vorgezeichneten Linie entspricht ,
damit Du beim Anlaminieren an die geraden Stücke den Übergang kaschieren kannst.
Wenn die ganzen Reiter absolut fest sind , würde ich - nachdem Dach und Wand mit Zeitung abgeklebt sind - mit Brunnenschaum die Rundung vorsichtig ausschäumen - nur soviel das im Endstadium gerade eben der Schaum in den Zwischenrippen hervorquillt - wenn Du zuviel reingibst , siehst Du später Deine Reiter nicht mehr !
reichlich mit Wasser aus der Blumenspritze besprühen ! ( oder im Herbstnebel draußen arbeiten
)
Das muß mindestens über Nacht richtig fest werden ! nicht reinstochern oder verschmieren , da der Schaum dann ungleichmäßig zusammenfällt.
Wenn das richtig durchgehärtet ist nehme ich mein einziges teures Qualitätswerkzeug - den Multimaster von Fein mit der breiten flexiblen Spatel und fahre vorsichtig über die Reiter und trage den herausgequollenen Schaum in der gleichen Rundungskontur wie die Reiter ab - wenn Du es gut machst , hast Du eine perfekte Grundlage zur späteren Laminierung.
Dazu zunächst mit Epoxyharz und vielleicht 10% Thixotropierpulver die
Raupe satt einstreichen und sobald es handtrocken ist eine 2. Schicht drüberpinseln. nur die Raupe - nicht auf den geraden Leistenanfang, da der Teil schlank bleiben soll.
Wenn das komplett durchgehärtet ist - schleifen bis keine Wellen mehr da sind falls vorhanden.
Schleifstaub wegwischen mit Verdünnung.
Da die Rundung nicht so sehr viel ausmachen würde ich die Maßnahme eher als Kosmetik ansehen und glaube , daß 1 dünne Lage Gewebe reicht - wenn es stabiler sein soll mußt Du mehrere Lagen auflaminieren -
aber dann wird´s wirklich schwierig nachher eine glatte Abschlußkontur an der Außenwand zu bekommen ! (auf dem Dach sieht man es ja nicht).
Für das Laminat würde ich Glas (oder Carbon) Gelege 45/45 nehmen - und dünn 100 - 200 Gramm/qm . es kann sein , daß Du es etwas einschneiden mußt , damit es sich faltenfrei legt. Dazu wieder erst einstreichen mit etwas Thixo damit es an der Senkrechten runterläuft ,dann die Matte entlang der Kontur einlegen und sobald es handtrocken ist erneut einstreichen. Das Gelege muß jetzt natürlich über die Enden der geraden Stücke laminiert werden - dann wieder schleifen und schleifen. Je nachdem ob Du lackierst muß UV-stabiler Gelcoat drüber oder verträglicher Lack. Alleine mit weißem Pulver das Harz einfärben hat zumindest bei mir miserable Farbergebnisse gegeben.
Aus Festigkeitsgründen würde ich auf dem Dach die Matte 5cm über die Dachfläche hineinlaminieren. Das sieht man nicht und gibt zusätzliche Sicherheit,daß es an den Kanten dicht bleibt.
so oder so ähnlich würd ich es machen ( oder bei Woelcke vorbeifahren und fragen
)
war aber jetzt nicht gerade die Kurzanleitung ![]()