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  2. Kasti_B

Beiträge von Kasti_B

  • Kompakte Eigenbaukabine auf Toyota Hilux Doka

    • Kasti_B
    • 8. April 2021 um 21:20

    Moin!

    Die Pritsche zu demontieren empfinde ich als nervige Qual. Durchs Radhaus (am besten die Räder dazu abnehmen) mit einem Ratschenschlüssel mit nur geschätzten 30° Weg... Aber wie gesagt, das lässt sich auch so umbauen, dass man die Pritsche von oben verschrauben kann. Dann bedarf es nur ein paar Stopfen, damit die Löcher auf dem Pritschenboden nicht von oben zuschmocken. Und mit dem Akkuschrauber gehts ratzfatz... Abheben kann ich die Pritsche mit einem 400kg Deckenkran im Carport.

    Zum Tankstutzen: Ist 'ne super Idee, einen zweiten an die Kabinenstirnwand zu setzen! Stefan: könntest du sagen, welchen Durchmesser das Rohr mit Deckel hat? Bzw. wie stark dein selbstgedrehter Halter ist? Ich kenne Hydraulikkupplungen mit ID 2". Die bräuchte es wohl für den Tankstutzen. Die sind aber sowas von massiv und schwer, dass ich wahrscheinlich Zuladungsprobleme bekommen könnte :D

    Ansonsten vielen Dank für das Excelsheet und den Beladungsrechner! Da möchte ich mich in Ruhe einfuchsen, wird also nicht langweilig!


    Schönen Gruß,

    Bastian

  • Kompakte Eigenbaukabine auf Toyota Hilux Doka

    • Kasti_B
    • 8. April 2021 um 13:38

    Moin!

    Fein, rege Beteiligung hier! :)

    @MrMombatou,

    picr.de ist ein eher privates Projekt des Betreibers vom offroadforum.de, der zuverlässigste Bilderhost, den ich kenne. Bilder die ich vor über 10 Jahren via picr.de hochgeladen habe, sind immer noch da und erreichbar! Aber ich werde es mal mit der Uploadfunktion hier versuchen...

    Das mit der Schwerpunktberechnung blicke ich noch nicht ganz, werde mir dies nochmal in Ruhe zu Gemüte führen. Allgemein habe ich noch ein Verständnisproblem mit auf/vor/hinter der Achse. Denn die hängt ja rahmenseits an vier Blattfederaufnahmen. Also müsste es doch (ohne jetzt an Fahrdynamik zu denken) relativ Wurst sein, wo das Gewicht über der Achse ist, solange das Gewicht innerhalb der Blattfederaufnahmen sitzt?

    Zum Hilux allgemein: Ich habe für knapp 150.00km beruflich einen N25 Extracab geknechtet, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Permanent an der Grenze des zGg, oft auch ein paar 100kg darüber. Und das im Gelände getreu dem Motto "Mal gucken, was da geht" und darüber hinaus (juveniler Leichtsinn...) Die Kiste hat im Serientrim mit etwas größeren Rädern) alles klaglos weggesteckt, einzig die Federn hinten waren völlig fertig. Somit ist das Bedenken hinstlich Haltbarkeit klein, das Vertrauen groß. Fahrdynamik ist natürlich 'ne andere Geschichte, da fehlen mir Erfahrungen mit so einem großen Aufbau.

    Bezüglich Gewichtsverteilung und Wasserkapazität habe ich einen interessanten Impuls aus dem Wohnkabinenforum erhalten. Kleinere Kanister vorne (2x 19L) gingen auch (2 weitere würden ins Fahrerhaus passen), dafür müsste ich die Tiefe der "Anrichte / des Schranks" an der Stirnwand von 25cm auf 30cm erhöhen. Hätte dann den Vorteil, dass ich den Boiler auch von hinten nach vorne verlegen könnte. Das sähe dann in etwa so aus, siehe Bild:



    Links bleibt hinter der Kühlbox ein Freiraum zum "atmen" der Kühlbox, daneben zwei Kanister 19L, rechts daneben der 6L-Boiler, rechts daneben in Blau der 100Ah-Akku. Die flachen weißen Kästen links und rechts sind die Radhäuser, die Elektrik soll über dem Akku an der Stirnwand befestigt werden. Die kanister wären von innen zugänglich. Gibt es Anmerkungen dazu? ...So geht es doch schön voran! :)

    Schönen Gruß,

    Bastian

  • Kompakte Eigenbaukabine auf Toyota Hilux Doka

    • Kasti_B
    • 7. April 2021 um 20:56

    Moin Picco,

    Soweit geplant befindet sich alles richtig schwere wie Batterie, Elektrikmodule und Wassertanks (2x25L) tatsächlich an der Stirnwand / unter der Bettverlängerung. Hinten ist 'nur' der Boiler (gefüllt ca. 8kg) und der (sicher nicht immer volle) Abwasserkanister mit 15L, für den Boiler finde ich allerdings kaum noch sinnvoll Platz weiter vorne. Zudem steht die Kühlbox quasi auf der Achse. Ich weiß zwar nicht, wie man eine Schwerpunktberechnung macht, aber "gefühlt" sollte der Schwerpunkt des ganzen Konstrukts auf, bzw. leicht vor der Achse liegen.

    Nachtrag: rechnerisch soll der gesamte Möbelausbau konservativ geschätzt inkl. Oberflächenbehandlung, Beschläge usw. bei max. 90kg liegen. Die Möbel werden ohne Rückwände an Holzleisten (Esche) befestigt, welche an die Kabinenwände geklebt werden.

    Schönen Gruß,

    Bastian

  • Vorstellung Bastian mit Selbstbaukabine auf Hilux

    • Kasti_B
    • 7. April 2021 um 20:35

    Ich denke, der originale Tankstutzen wird verbleiben und evtl. leichter "trennbar" gemacht. Analog bei Wechsel "schnell" ein Tankstutzen an die Rückwand des Fahrerhaus geschraubt. In etwa so wie du, Stefan, es gemacht hast (ich kenne deine Beiträge aus dem Buschtaxiforum, ich schätze mal, wir sind uns bestimmt mal beim BTT über den Weg gelaufen ;) )

    Fotos sind hoffentlich bald online, mein Beitrag im "Bautagebuch" muss wohl noch freigeschaltet werden. Zur Winter-/Sommersaison: Mein jetziges Auto reift gerade stolz zum Youngtimer und hat sich redlich das Saisonkennzeichen verdient und darf im Winter ruhen. Da kann es lieber der Hilux tun!

    Schönen Gruß,

    Bastian

  • Vorstellung Bastian mit Selbstbaukabine auf Hilux

    • Kasti_B
    • 7. April 2021 um 19:27

    Danke für die Willkommensgrüße! :)

    Eine Flachpritsche scheidet für mich aus, klar, der Nutzwert ist hoch, noch höher als bei der Serienpritsche, und mach das Aufsetzen leicht. Allerdings ist es optisch nicht mein Ding. Der Plan ist, die Serienpritsche ein klein wenig zu modifizieren, um sie leichter und schneller abnehmen zu können. Die Verschraubungen sollen so umgebaut werden, dass ich die Serienpritsche von oben mit dem Akkuschrauber abschrauben kann. Das spart die ekligste Arbeit. Der Kabelstrang zu den Leuchten wird steckbar gemacht. Der Tankstutzen wird 'ne Kopfnuss... Im Sommer, also von Ostern bis Oktober soll die Woka montiert bleiben, dafür habe ich noch ein altes Cabrio mit Saisonkennzeichen. In der Zwischenzeit soll es möglich sein, innerhalb von ~2h umzubauen. Absatteln während des Urlaubs ist nicht geplant, da wir uns selten länger als 2, max 3 Tage an einem Ort aufhalten werden. Der Weg ist das Ziel... :D

    Schönen Gruß,

    Bastian

  • Kompakte Eigenbaukabine auf Toyota Hilux Doka

    • Kasti_B
    • 7. April 2021 um 19:17

    Nachdem die Rahmenbedingungen abgesteckt waren (Hilux Doppelkabiner) und Kabinengröße (so kompakt, wie es irgendwie nur geht) sowie Gewicht der Kabine (max 550kg ausgebaut um bei demontierter Serienpritsche innerhalb des zGg zu bleiben) habe ich mich an die Zeichnung der Kabine gemacht. Nach dem Verbrauch des Papiers eines knapp halben Collegeblocks habe ich mich dann mit Sketchup angefreundet. Ein supper Tool, auch für Digital-Dummies wie mich!

    Mit meinen Skizzen habe ich telefonisch an die 20 Kabinenbauer per Mail und Telefon abgeklappert, aber das sollte wohl nichts werden. 15 bemühten sich tatsächlich zu antworten haben aber Lieferzeiten zwischen 1 und 2.5 Jahren. Einige davon waren preislich in Regionen, die mich schwindeln ließen. 15K€ wären der günstigste Preis gewesen, okay, für mich aber am oberen Ende für eine Leerkabine, aber 35K€ wurden auch aufgerufen. Hui. Letztendlich bin ich über einen Bericht gestolpert, wie sich jemand eine Bausatzkabine von Nomadcampers im Carport zusammengebaut hat. Das war doch mal eine Inspiration!

    So habe ich mich mit Alexander Mehlers von Nomadcampers Kontakt aufgenommen und bin nach einer top Beratung samt detaillierter und transparenter Angebote schnell mit ihm einig geworden. So ist mein bisher größter Bausatz (Lego, Ikeaschrank, Wohnkabine, welch Evolution!) nun in Auftrag gegeben und wird Anfang Juni abholbereit sein.

    Zur Kabine, diese wird in 33mm GFK-Sandwich (Seiten, vorne, hinten, Dach, Schrägen, Alkoven), sowie einem 46mm GFK/Multiplex/Hartschaumeinleger-Sandwich gefertigt sein. Dazu gibt es an strategischen Stellen einlaminierte Einleger für Airlineschienen. Generell habe ich die Kabine so „konzipiert“, dass sie so kompakt wie möglich ist um den (Doka)Rahmen nicht zu überstrapazieren und die Geländetauglichkeit des Grundfahrzeugs (kein Schnickschnack, nur Höherlegung und 265/75/16 Räder) zu erhalten. Von Leichtbau zu sprechen, wäre übertrieben. „Richtiger“ Leichtbau ist mir zur asketisch, ein wenig kuschelig darf es in der Kabine schon sein, wenn man sich bei unhübschen äußeren Bedingungen mal länger in der Kabine aufhalten möchte. Aber den totalen Luxus brauche ich auch nicht, so verzichte ich auf große Elektroinstallation (kein 230V), Gaseinbau (nur Kartuschenkocher), WC (außer TTT als Not-WC), Duschkabine und große Wasserinstallation (2x 25L Kanister samt Tauchpumpe soll reichen). Dies um Platz und Gewicht einzusparen. Geplant sind alle Einbauten so, dass alles zugänglich ist und die Kabine voll genutzt werden kann, auch wenn das Bett ausgezogen ist.

    Ich lasse mal einige Bilder sprechen…

     


    Zum Grundriss, stellen wir uns vor, wir stehen in der Tür. Linkerhand an der Rückwand befindet sich die Küchenzeile, 80cm breit, 45cm tief. Unter der Spüle befindet sich ein 6L Boiler sowie ein 15L-Abwasserkanister. Darunter ist ein offenes Schuhfach. In der rechten Hälfte der Küchenzeile ist oben eine Schublade, darunter ein Schrank für Pötte und Pannen etc. Das untere Drittel zur Schräge ist durchgängig bis zur gegenüberliegenden Seitenwand / unter der Sitzbank, als Fach für lange Sachen wie Klappstühle, Tisch, etc. Zugänglich von außen via Klappe in der Heckschräge. Die Sitzbank ist 90cm breit, 57cm tief und hat einen cirka 25cm tiefen Stauraum. Sitzbank und ggü-liegender Sitz stehen auf einem 17cm hohen Podest, darunter kommt die Dieselheizung (Planar 2d) und ein großes Fach für Sonstiges.

    Der Tisch wird verschieb/klapp/ausziehbar und dient als Zwischenstück zischen den Sitzen, sodass damit ein Notbett für die Kurze gebaut werden kann, die ansonsten gerne draßen im Zelt schläft. Der einzelne Sitz ist 60cm breit und 57cm tief, darunter soll die TTT eingebaut werden. Zwischen Rückseite des Sitzes und Kabinenstirnwand kommt die Elektrikabteilung samt 100Ah Lifepo-Akku. Zugänglich über eine Serviceklappe von außen. An der Kabinenstirnwand kommt eine „Anrichte“, 90cm hoch, 25cm tief, bestehend aus links einem kleinen Schrank, oben Schubladen und rechts Schrank mit 2x25L Wasserkanister.

    Rechts neben der Tür befindet sich die 40L Kühlbox in einem Schrank mit Auszug (sodass die Kühlbox zur Tür hin rausgezogen werden kann), darauf noch mal eine große Schublade. Darüber, sowie über der Küche gibt’s je einen Hängeschrank. Geplant ist der Möbelbau übrigens mit birkefurniertem 10mm Balsa/Albasiasperrholz und Escheleisten. Ich wohne ja neben einer Tischlerei… :D

    Das Bett misst 140cm x 160cm und soll ausziehbar auf 140 x 200 sein. Daneben kommen 15cm schmale Kästen für Kleinkram, Unterwäsche, Socken, T-Shirts etc.

    Das Leergewicht der Kabine ist mit cirka 260KG angepeilt, komplett fertig ausgebaut sollten 550kg auf die Waage gebracht sein. Ich habe mir eine Excel-Liste für sämtliche Komponenten angelegt (erstaunlich was dabei zusammenkommt!) und die Gewichte konservativ leicht aufgerundet, sollte also durchaus möglich sein… Befestigt werden soll die Kabine über einen mit dem Kabinboden verklebten Rahmen aus Vierkantrohr (Maße noch nicht fix), der an den originalen Aufnahmepunkten der Serienpritsche mit dem Fahrzeugrahmen verschraubt wird.

    So darf das Ganze dann aussehen (Okay, nicht mit den Reifen...):

     


    Wenn ihr werten Lesenden nun bis hier wacker durchgehalten habt, dann würde ich mich sehr über Anmerkungen, Fragen und Kritik freuen! ?


    Schönen Gruß,

    Bastian


  • Vorstellung Bastian mit Selbstbaukabine auf Hilux

    • Kasti_B
    • 7. April 2021 um 18:01

    Moin miteinander!


    Mein Name ist Bastian, bin solide 44 Jahre alt und wohnhaft im Ostwestfälischen nahe des Osnabrücker Landes. Vor knapp 20 Jahren wurde ich mit dem Offroadvirus infiziert, schraubte viel an Hiluxen und 4Runnern rum, sodass es nicht lange dauerte, zu bestimmten Veranstaltungen auch ein Dachzelt als Bodenzeltalternative mit sich zu führen. Und wenn man schon ein geländegängiges Auto mit Dachzelt hat, dann kann man damit ja auch mal weiter verreisen… So kam es, dass die 4x4 Reiselust geweckt und ausgelebt wurde. Aber nach persönlichen und beruflichen Veränderungen wieder in den Hintergrund trat und samt Schrauberhobbyfast vergessen wurde. Da einige „Bekloppte“ in meinem Freundeskreis aber wacker bei den Hobbys blieben, wurde ich nun auch wieder angefixt. Also muss wieder ein reisetaugliches Gefährt her! Da dies aber gleichzeitig auch als Alltagsauto herhalten muss, kommt ein kompromissloses 4x4 Reiseauto leider nicht in Frage. Also was tun, fragte ich mich so vor einem Jahr…

    Kriterien / Bedingungen / Ausgangslagen waren / sind:

    Auto unter 3,5to mit Dieselmotor ohne DPF

    alltagstauglich bezüglich Außenmaße und Verbrauch

    4wd mit Untersetzung und Sperre hinten

    3 – 4 Sitzplätze für Herzensdame, mich und gelegentlich die Tochter (10J., wird nicht immer mitreisen)

    max. Reisezeit 4 Wochen am Stück

    max. 3-4 Tage autark / freistehend, danach auf CP

    Reiseziele: Skandinavien, Baltikum, Balkan


    So ging die Ideenfindung über Landcruiser J95 mit Klappdach, Hiace und Starex mit Klappdach dann doch zu Pickup mit Kabine. Hilux natürlich, insbesondere KUN25/26, die kenne ich, da weiß ich, was ich denen zumuten kann. Also Pickup und Absetzkabine… So schaute ich mir zunächst Hardtopvarianten mit Klappdach an (AluCab, ExKab etc). War mir aber zu spartanisch und zu klein. Also eine feste Kabine. Mit Alkoven. War mir aber auch alles nix. Zu groß, zu schwer, zu ungünstig geschnitten. Die Willy 180 von Multi4 fand ich aber doch ganz interessant, recht simpel und kompakt gehalten, und dann auch noch preisgünstig als Leerkabine! Bock auf Selbstausbau hätte ich ja, bin handwerklich nicht ganz unbegabt und wohne zudem noch einer Tischlerei mit deren Besitzer ich gut kann. Aber auf einem Doppelkabiner, der es nun mal aus Gründen der Alltagstauglichkeit werden sollte, ist so eine lange Kabine aus Schwerpunkt- und optischen Gründen auch nichts. Zudem missfallen mir an allen Absetzkabinen die eingezogenen Seiten / der eingezogene Boden und der damit verbundene Heckeinstieg. Da wird doch irgendwie Platz und Gewicht verschenkt.

    Nun denn, der langen Rede kurzer Sinn, dann muss halt auf die Pritsche verzichtet werden, diese also zu Reisezeiten weichen, und eine nach meinen Vorstellungen gestaltete Kabine her! Für das ganze Vorhaben habe ich nun Ewigkeiten recherchiert, geplant und diverse Foren rauf und runter gelesen. Deshalb soll es nicht wundern, dass ich noch in einem anderen Forum poste. Aber hier wie dort konnte ich so viel theoretischen Input sammeln, dass ich meine Erfahrungen gerne auch eben hier wie dort teilen möchte und die Menschen kennenlernen und mit Fragen nerven möchte :) So werde ich im Bautagebuch mal das zukünftige Projekt vorstellen....


    Bis dahin,

    Bastian

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