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Tag 8:
Heute passt alles.
Zwar haben wir weiterhin starken Wind und es sieht danach aus, dass wir die Pläne für den heutigen Tag wieder Mal verwerfen müssen. Nachdem uns aber Tom, der Mann der Betreiberin vom "Jostedal Camping" in Gjerde, ermutigt bzw. die Angst nimmt, beschließen wir es uns aus der Nähe anzusehen: den Gletschersee vom Nigardsbreen.
Es ist nicht wie am Gjendesee vor drei Tagen. Keine so starken Wellen. Aufgewühlt ja, auch ordentlich Gegenwind, aber definitiv nicht gefährlich. Also baue ich das Kajak auf während Christin alle Klamotten wie Schwimmwesten, Neoprensocken und -Shorties zusammensucht.
Die Fahrt zum Gletscher wird trotz massivem Gegenwind und eiskaltem Wasser unsere schönste Kajaktour der letzten Jahre. Der Nigardsbreen erstrahlt in der Sonne, genau wie die grün bewachsenen Felsen am Ufer und die steilen, kahlen Hänge der Berge.
Als die Strömung stärker wird suchen wir uns einen Platz zum Anlanden.
Nachdem wir uns unserer Shorties entledigt und die Wanderstiefel an haben, geht es zu Fuß weiter zum Gletscher. Er ist so schön wie er sich dort zwischen den Felswänden herunterschlängelt. Genauso schön wie schon vor 10 Jahren.
Wir haben Glück die letzten Sonnenstrahlen genießen zu dürfen, bevor der Schatten der Berge auf das Eis und den rauschenden Gletscherfluss fällt.
Das Video dazu solltet ihr euch nicht entgehen lassen ![]()
Wenn alles klappt, nehmen wir uns morgen den nächsten Gletschersee vor.
Bis dahin Grüße aus dem Sprinter
Einstein, Michael & Christin