Hallo und herzlichen Dank schonmal für die ersten Antworten!
Ich möchte auch gleich mal die Rückfragen beantworten:
- ständig im 3.5 t wohnen:
Ja, ist ambitioniert, aber ich wäre nicht der erste, der das macht.
Es wird ein Projekt sein, für 1-4 Jahre. "Ständig" heißt, dass ich mich sicher hin und wieder bei Freunden, Bekannten, Familie etc. einquartieren kann. Aber im Grunde soll es für die Zeit mein Lebensraum, Arbeitsraum (PC-Arbeitsplatz) und Rückzugsort werden.
- Wintertauglichkeit
Ich möchte gerne im Winter die Möglichkeit haben einige Wochen in den Bergen bei Schnee unterwegs zu sein. Daher dachte ich an umlaufend 32mm Armaflex AF und komm damit auf ca. 800 EUR für Isolierung. Ob man das Armaflex auch am Fußboden einsetzen kann, oder es dafür was besseres gibt ist mir noch nicht klar. Jedenfalls sollten die 32mm ja hoffentlich reichen, das AMterial ist ja schon ziemlcih leistungsfähig!?
- Leichtgewicht:
Jep, 3,5 t wegen Führerschein. Natürlich könnt ich einen für 7,5t machen, aber ich will, dass auch meine Freunde den Fahren können.
Klar, hier liegt das größte Problem. Ich habe vor bei der Möblierung erhebliche Abstriche zu machen. Es wird sehr wenig Holz geben - Innenverkleidung und Staufächer werden teils nur aus gespanntem Segeltuch (B1-imprägniert wegen Brandschutz) gebaut...
Wenn ich es damit schaffe, eine gute Isolation und auch noch mein Kleinklavier unterzubekommen, bin ich happy... Aber solang das Fahrzeug nicht feststeht kann ich meinen Gewichtsverbrauch noch nicht im Detail planen.
- Budget
Naja, wenn ich sehe, wie günstig perfekte fertige Wohnmobile im Vergleich zu guten 3,5-Tonnern mit Koffer zu haben sind, ist das schon frustrierend...
z.B.
http://www.truckscout24.de/search/ger/det…er&price_type=2
http://www.truckscout24.de/search/ger/det…er&price_type=2
Mir ist klar, dass ich da mit dem Selbstausbau draufzahlen werde. Aber zum drin leben gefällt mir die Joghurtbecher-Optik einfach garnicht..
Wenn ihr ernsthaft der Überzeugung seid, dass mein Selbstausbau mit 25.000 EUR GESAMT zum Scheitern verurteilt ist, würde ich mir das nochmal überlegen und doch so nen Joghurtbecher kaufen und daran noch bisschen rumbasteln. Aber dann sterben das Klavier und auch meine ganzen anderen Ideen... *heul* und die Isolierung der fertigen Womos wird wohl nicht besser sein als mein 32mm-Armaflex, oder?
- Laufleistung
Schwer zu sagen, da fehlt mir die Erfahrung. Ich beschreib mal ein Jahr, wie es aussehen könnte:
Im Spätherbst nach Spanien, dort in gaaanz langsamen Tempo einmal an die Südspize und wieder hoch, im Januar für ein paar Wochen heim zum Ski-Bergsteigen dann evtl. nochmal in den Süden (evtl. Greichenland), dann im Frühjahr nach Deutschland, Arbeiten in verschiedenen Deutschen Großstädten mit relativ wenig Bewegung, und wieder alles von vorne.
Wenn ich das mal mit dem Routenplaner meines Vertrauens berechne, komm ich auf 13.000 km. Jetzt nehmen wir mal das Doppelte davon an, denn es kommen ja noch Tagesfahrten dazu. Dann wär ich so bei ca. 26.000 km im Jahr. Denke das könnte hinkommen.
- Autarkie
(Planungsstand rudimentär!)
10 Tage autark im Sommer / 5 Tage autark im Winter unterwegs sein ohne Anschlüsse wäre toll.
Duschen und Kassettentoilette im Wagen: Ja!
Zeitweise zu zweit unterwegs sein: Ja, im Urlaub, ansonsten eher alleine.
Stellplätze: Meistens frei, dehalb solls auch eher nach LKW und nicht nach Womo aussehen. Hin und wieder für ein paar Wochen auf privaten Stellmöglichkeiten, oder zurnot Campingplatz (Ausnahme).
Strom: Meistens autakr, allerdings werd ich wenig Verbraucher haben - außer mein Arbeitsgerät (Laptop mit externem Monitor). Gehe von einer 200-300W Photovoltaik-Anlage aus.
Fossiler Energieträger: Aus Gewichtsgründen und zur Reduktion der Komplexität tendiere ich dazu, kein Gas einzusetzen, sondern komplett auf Diesel als Energieträger zu setzen und den Fahrzeugtank anzuzapfen. Also Dieselstandheizung mit Boiler, sowie Diesel-Ceranfeld (Wallas Ceramic Diesel-Einbaukocher 88DU oder Webasto X100) (Erfahrungen?).
Ich hoffe, ihr habt nun ein ganz gutes Bild davon, was ich vorhabe.
Wichtig ist mir, dass ihr versteht, dass ich trotz allem Realist bin!
Ich bin anpassungsfähig und werde halt ggf. im weiteren Planungsverlauf irgendwo Abstriche machen müssen, das ist mir klar. Am ehesten Verzichten kann ich auf Komfort und Optik beim Innenausbau...
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Ich wäre euch dankbar, wenn wir Detail-Diskussionen zum Ausbau etc. auf später verschieben könnten. Ich werde das Ding in einem 3D-Programm planen (mach sowas beruflich) und dann nochmal sehr viele Details zur Diskussions stellen. Aber um irgendwo anfangen zu können und auch damit die Motivation nicht sinkt, brauch ich erstmal mal ein passendes Fahrzeug in meinen Händen. ![]()
Also: Alle konkreten Fahrzeugtipps und Links sind herzlich willkommen!
Herzlichen Dank!
Matthias