Zitat von Lumar
Kann es vielleicht sein, das es sich bei Diesel oder Gas nicht vielleicht doch nur um eine Glaubensfrage handelt?
Denn wenn jetzt nur mit den Maximalwerten und Dauerbeitrieb rechnet braucht die Webasto in 24 Stunden auch 10 Liter Diesel. Die Truma S3004 dagegen rund 7 Kg Gas. Bei dem höheren Gaspreis dürften die Kosten für beide Heizungsarten nahezu gleich sein. Oder hab ich noch irgendwas nicht bedacht?
Du hast schon recht, der Verbrauch bzw. die Kosten sind am Ende ähnlich (je nach Diesel- oder Gaspreis).
Der Nachteil der Dieselheizungen sind der höhere Stromverbrauch und evtl. eine höhere Empfindlichkeit bei größeren Höhenlagen. Geruchsbelästigung ist wohl bei den modernen Modellen zu vernachlässigen, die Lautstärke aber gerade beim Anlauf höher als bei einer Gasheizung.
Ich bezog meine Empfehlung einer Dieselheizung generell erstmal für den Winterbetrieb, da eben i.d.R. mehr und einfacher Diesel gebunkert werden kann, als Gas.
Das Austauschen von 11 kg Stahl-Gasflaschen einen ganzen Winter lang könnte gerade dann lästig sein, wenn du keinen direkten Baumarkt etc. in der Nähe hast. Wenn du auf dem Campingplatz stehst, ist das natürlich weniger ein Problem.
Eine Alternative wäre ein Gastank bzw. betankbare Gasflaschen. z.B. ein Unterflur montierter Gastank hätte große Kapazitäten und wäre Innen "aus den Füßen". Was jedoch ab und zu berichtet wird, ist, dass bei einem höheren Mischungsverhältnis von Butan zu Propan es zu Problemen bei der Entnahme bei sehr niedrigen Temperaturen kommen kann. Abhilfe: Manche Tankstellen bietet aber im Winter sogar reines Propan an, zudem gibt es eine Art Heizdecke für einen Gastank.
Ich hatte in meinen Kastenwagen eine betankbare Alugasflasche, die auch ihren Dienst getan hat.
Die Preise für 2 solcher Flaschen sind jedoch über die Jahre regelrecht explodiert. Für diese Summe kann ich mir auch nun eine Dieselheizung kaufen und aus Platzgründen nur zwei kleine Gasflaschen zum Kochen nutzen. Was mir beim Vergleich von Webasto AirTop und Eberspächer Airtronic aufgefallen ist, ist dass letztere Modell D3 erheblich weniger Strom braucht (laut Datenblatt). Dafür ist diese Baureihe ohne Nachrüstung für geringere Höhen ausgelegt AirTop. Zudem gibt es laut Telefongespräch mit einem Eberspächer-Techniker dort immer noch 10-jährigen Prüfrhythmus.
Zumindest steht fest: Auch hier gibt es keine perfekte Lösung, egal was man nun wählt...
Zitat von Lumar
Als Solarzellen hab ich mir 2 große 200 - 250 Watt-Module wie auf einem Hausdach vor gestellt. [...] Die Dach-Module bieten meiner Meinung den Vorteil, das sie die doppelte Leerlaufspannung wie die Campingsolarmodule liefern. Dann wird die Batterie auch schon bei weniger Sonne geladen.
Leider sind die in Glas gefassten Mono- und Polykristallinen Hausdach-Module sehr schwer und haben oft ungünstige große Maße.
Zwar bieten sie eine höhere Leerlaufspannung und liefern auch bei ungünstigen Wetterverhältnissen somit noch Strom, aber dafür fließen bei guten Wetter eben weniger Ampere als eine Anlage mit niedrigerer Leerlaufspannung.
Ein Ausrichten der Solarmodule mit festem Winkel würde ich nicht vornehmen, denn anders als auf dem Hausdach möchtest du doch flexibel bleiben.
Was es aber gibt, sind Halte-Gestellte, die man vor Ort ausrichten kann. Während der Fahrt bleiben die Solarzellen ungewinkelt, z.B. gibt es diesen Anbieter:
http://www.solarmaxipower.de
Laut Herrn Büttner (Büttner Electronics), der übrigens auch eine automatisch nachgeführte Anlage verkauft, bringt eine manuelle Nachführung aber nur etwas, wenn man dies konsequent durchhält. Sonst zieht die Sonne weiter und bescheint die Panels weniger, als wenn sie ganz flach auf dem Dach liegen würden.
Gruß
Jürgen