Tag 11: Mit dem Auto in die Karibik!
Guten Morgähn!
Heute ist die Megaetappe dran!
Vor dieser Etappe wurden wir gewarnt, wegen Nebel in den Bergen, wegen langsamen Lastwagen, die man kaum überholen kann, wegen der Stadt Puerto Limón und ihren Verbrechern und natürlich auch wegen der 321km Distanz!
Aber all die Warnungen in den nicht vorhandenen Wind schiessend packen wir nicht nur das Gepäck, sondern auch die Gelegenheit diese Strecke heute hinter uns zu bringen!
Doch zuvor werden wieder mal die Haare zusammengesetzt, die Augen angezogen und die Kleider gekämmt...und das am frühen Morgen um 06:00 Uhr!
Draussen sind schon wieder einige Vögel unterwegs, die ich meiner Kamera nicht vorenthalten will:
Oben: Ein Halsbandarassari (Pteroglossus torquatus) dessen Wecker offenbar schon früher geweckt hat als unserer...
Oben: Wieder mal ein ungekämmter (liegt das in der Familie oder machen die das absichtlich???) Langschwanzhäher
(Calocitta formosa), den ich bald mal in 'Wuschelfrisurhäher' umbenennen lassen werde!
Oben: Fischertukan (Ramphastos sulfuratus), auch Regenbogentukan genannt, besitzt einen Baum.
Um 06:45 Uhr gehen wir zum Frühstück, denn wir wollen um 07:00 Uhr losfahren...was jetzt schon klar ersichtlich nicht klappen wird!
Das meiste Gepäck hab ich zwar schon ins Auto geladen und bezahlt haben wir gestern schon, aber ein Gehetze beim Frühstück
brauchen wir deswegen trotzdem nicht!
Und so ist es 07:15 bis wir uns vom Frühstückstisch erheben und noch ein letztes Mal das Klo besuchen, denn auf der langen
Fahrt wollen wir nicht von irgendwelchen Ex-Speisen gequält werden!
Jawohl!
Um 07:35 fahren wir dann endlich los, adee Tenorio Lodge, wir werden Dich trotz dem Patzer in der Küche weiterempfehlen!
Oben: Das ist die Strecke die nun vor uns liegt! Und natürlich nehmen wir die blaue Variante.
Was soll man von so einer Fahrt schon gross schreiben, wir fressen halt Kilometer auf recht guten Strassen!
Hier und da mal ein langsamer Lastwagen, der sich aber meist ganz gut überholen lässt, aber sonst nichts Weltbewegendes!
Oben: Vollbeladen mit herrlichen Früchten!!! So einen müsste man bei uns bestellen können! Mit so schmackhaften Früchten
wie hier!
Irgendwann werden es mehr Lastwagen, immer mehr!
Dann treffen wir mit unserer Route 4 auf die Route 32, östlich des Parque Nacional Braulio Carrillo.
Und dort hats auch Stau, wenn auch nur einen Kleinen.
Apropos Kleinen: Unser Kleiner hat auch Durst und genehmigt sich an einer Tankstelle einige Liter Benzin!
Ich geh mal in den Shop etwas zu trinken zu kaufen das nicht nur Wasser ist (davon haben wir genug) und als ich zurückkomme ist das Auto weg!
Und Sabine auch! :-O
Shit!
Was mach ich denn jetzt mit den zweiten Getränk???
Da ertönt von der Seite eine bekannte Stimme die mir einflüstert 'Hier bin ich!'!!!
Ich schau und was seh ich da?
Sabine und der Kleine!
Also doch keine Entführung, sondern nur ein 'aus dem Weg gehen' nach dem Tanken!
Und somit ist auch Sabine mal in Costa Rica selbst Auto gefahren!
OK, wenn ich nicht mehr mag dann übernimmt sie sowieso sofort und klaglos, aber das war bisher ja noch nicht der Fall.
Und so düsen wir weiter in Richtung Atlantikküste beziehungsweise in Richtung Karibik.
Der Verkehr auf der Route 32 ist massiv mehr als bisher, und die Geschwindigkeitsunterschiede der Lastwagen sind hier wieder
besonders gross!
Wenn es auch nur minim aufwärts geht, was es kaum tut, dann bleiben sie mit röhrenden Motoren beinahe stehen, sobald es jedoch nur minim abwärts geht, was meistens der Fall ist, dann rasen sie mit teilweise über 100 Sachen an uns vorbei!
Na ja...
Je näher wir Puerto Limón kommen umso mehr Lastwagenparkplätze und Containerumschlagplätze hats da!
Irgendwann kurz vor der Stadt lotst uns unser Google Maps-Navi scharf nach rechts oben, und ich tu wie mir befohlen!
Wir sind nun auf einer Nebenstrasse und fahren an Einfamilienhäusern vorbei, es scheint so als wäre das eine Stadtumfahrung.
Und tatsächlich kommen wir irgendwann mal ans Meer und haben keine Stadt durchfahren!
Toll!
Nun nur noch dem Meer entlang bis wir in Cahuita ankommen!
Und da ist schon das Schild nach Cahuita!
Da biegen wir, mit der Navistimme natürlich abgesprochen, nach links ab und fahren in einem doch erschreckend abgefuckt wirkenden Dorf rum!
Sabine gefällts gar nicht, mir ebenfalls nicht...da sind ja selbst afrikanische Dörfer in der Pampa Ostafrikas schöner!
Ich versuch sie zu beruhigen indem ich sage dass wir bestimmt den scheusslichsten Weg zu unserer Unterkunft erwischt haben.
Und schon sehen wir sie, direkt neben der Polizeistation stehend!
Es ist nun etwa 13:40 Uhr, also haben wir sechs Stunden und fünf Minuten benötigt!
Aber ich bin schon etwas kaputt...
Wärs noch weiter gegangen hätte Sabine übernehmen müssen!
Ich stell mal das Auto hin und so gehen wir rein, vorbei an Bauarbeitern und über Bretter, die nicht die Welt bedeuten sondern
Löcher überbrücken.
Shit, sind wir echt auf einer Baustelle gelandet???
Bisher konnte Cahuita nicht überzeugen...und dank der Baustelle das Cahuita Inn (klick mich um die FB-Seite zu sehen!) auch (noch) nicht.
In der Rezeption angekommen ruft die anwesende und nur spanisch sprechende Dame die Chefin daher.
Diese stellt sich als Elisa vor und fragt ob wir lieber spanisch oder italienisch sprechen wollen, was ich mit 'english, please'
beantworte da mein italienisch sich irgendwo in den hinteren Hirnwindungen befindet.
Ich brauch da jeweils einige Zeit bis ich italienisch quasseln kann...kein Wunder wenn man in der Familie schon seit Generationen nicht mehr italienisch spricht!
Zuerst entschuldigt sich Elisa dass sie nicht so toll englisch spricht, aber wir schaffen es mit den diversten Brocken der
verschiedensten Sprachen ![]()
Sie zeigt uns unser Zimmer, das echt erstaunlich geräumig ist, neben dem Pool liegt und durch die grossen Scheiben direkte
Sicht aufs Meer bietet!
Oben: Das Zimmer mit den zwei Betten...gross, modern und sauber!
Oben: Blick durchs Zimmer zum Meer!
Oben: Blick von der Terasse zum Meer, herrlich! Und die Terasse bietet grosszügige Sitzmöbel, sehr schön!
Oben: Der kleine aber tiefe und saubere, angenehm kühle Pool mit dem kleinen Wasserspiel.
Elisa entschuldigt sich noch wegen der Baustelle, die wäre nur heute, morgen wäre wieder Ruhe.
Ihr Mann Giuseppe grüsst uns noch von der Baustelle während wir unser Gepäck aus dem nun im umzäunten Parkplatz stehenden Auto holen und ins Zimmer verfrachten.
Und dann muss ich raus und das Meer anschauen!!!
Ich muss!!!
Und darum tu ichs auch!
Oben: Das ist die Karibik! Und wenn ich hier noch reingehüpft bin dann hab ich sozusagen schon Weltumspannend in den Ozeanen gebadet! Den Indischen Ozean kenn ich von Kenya und Tansania/Sansibar her, den Pazifischen Ozean von Montezuma und den Atlantischen Ozean lern ich hier kennen!