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Beiträge von Picco

  • LED Scheinwerfer, aber welche ?

    • Picco
    • 21. November 2015 um 07:04

    Hoi zämä

    Auf Seite 2 des von nunmachmal verlinkten PDF's ist folgendes zu lesen:

    Nur vorgeschriebene oder ausdrücklich erlaubte „lichttechnische
    Einrichtungen“ dürfen montiert werden.

    Die von 'landcruiser' als Arbeitsleuchten beschriebenen Leuchten sind in dem Blatt nicht erwähnt und somit nicht ausdrücklich erlaubt, also verboten.
    Ein Arbeitsscheinwerfer muss nicht als verboten erwähnt sein um verboten zu sein...
    Aber auf Seite 4 steht was zum Thema 'Suchscheinwerfer', was hier ja auch gelten könnte:

    Suchscheinwerfer
    Farbe: Weiß
    Zulässig ist ein Suchscheinwerfer am Pkw (höchstens
    35 Watt).
    Eine Bauartgenehmigung für Suchscheinwerfer wird
    nicht gefordert; auch Maße für die Montage sind nicht
    vorgegeben.
    Ein eigener Schalter für Suchscheinwerfer ist erforderlich; beim Einschalten
    müssen auch die Schluss- und Kennzeichenleuchten brennen.
    Suchscheinwerfer dürfen nur kurzzeitig – etwa zum Aufhellen eines Wegweisers –
    und nicht zum Ausleuchten der Fahrbahn benutzt werden.

    Meiner Meinung nach ein klarer Fall: Maximal ein zusätzlicher Scheinwerfer mit maximal 35W ist erlaubt sofern er nur kurzzeitig und nicht zum Ausleuchten der Fahrbahn benutzt wird, er über einen eigenen Schalter bedient wird sowie gleichzeitig Schluss- und Kennzeichenleuchten eingeschaltet werden
    Der Montageort darf überall sein.

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 20. November 2015 um 20:41

    Hoi zämä

    Zitat von Balu

    Müsste das nicht PieselCam heißen? :wink::lol:


    Nein, denn die Pieselei fand immer ausserhalb des Bildausschnittes statt...nur von hinten oder nur der Oberkörper, nichts weiter... :wink:

    Zitat von Balu

    Die Vermutung liegt jedenfalls nahe, wenn man so liest, was du so "einfängst" über Nacht! :mrgreen:


    Keine Angst, die wirklichen 'Fänge' kommen noch...und was für welche!!! :shock:

    Zitat von Balu

    (Gott sei Dank Camfrei)... :oops:


    Das haben alle gedacht... :twisted:

    Zitat von Alter Hans

    das mit dem schmerzhaften Hintern ist vielleicht ähnlich wie wenn man einen mehrstündigen Dromedarritt hinter sich hat?
    Man schimpft halt und läuft seltsam, aber missen möchte man die Ursache der Schmerzen denn doch nicht.


    Wahrscheinlich schon...habs noch nie gemacht!

    Zitat von Alter Hans

    Musst ihn halt salben und schonen (den A....) :( Alles Gute!


    :lol: Ja, meine Arschbacken wurden auch schon gesalbt! :lol:

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 20. November 2015 um 14:46

    Oben: Mit meinen Füssen voraus stochern wir den Anderen hinterher...

    Oben: Zwei Hagedash-Ibisse, und ob Du's glaubst oder nicht, die hüpfen nicht nur, nein, die fliegen!!!

    Oben: Silberreiher auf Grünbaum...

    Oben: Wie man sieht ist es für die Poler von Vorteil nach vorne zu schauen um nicht von einem Ast aus den Mokoro geschmissen
    zu werden...und auch die Touris sollten manchmal den Kopf einziehen...

    Oben: Hier sieht man sogar dass die Mokoro's so ruhig durchs Wasser gleiten dass kaum Wellen entstehen...Geräusche
    schon gar nicht!

    Oben: Wieder mal Zeit den Kopf einzuziehen...

    Schon bald kommen wir an eine Insel, wo Vista Corinne und Manuel bittet auszusteigen.
    Wir anderen müssen sitzen bleiben, was meinem Arsch ganz und gar nicht gefällt, denn das Blut bestreikt mal wieder die zu ihm
    führenden Blutgefässe auf's Schärfste!
    Aber das, was Vista hier mit den Beiden abzieht lohnt sich wirklich anzuschauen!
    Er zeigt uns nämlich am Beispiel dieses hübschen Pärchens wie sein Volk früher eine Hochzeit feierte!
    Da ich mit meiner Aufgabe, nämlich die beiden mit ihren Kameras zu fotografieren und dabei nicht aus dem Mokoro zu fallen, völlig
    ausgelastet bin hab ich selbst keine Fotos gemacht...
    Und somit seht Ihr hier auch keine!
    Nach der etwa halbstündigen Zeremonie mit Hut aus Wasserrosen und Schmuck aus Blüten und Papyrus gehts ohne das Mokoro mal
    zu verlassen (mein armer Arsch!!!) langsam wieder zurück.

    Oben: Da ist offenbar die Sonne ins Wasser gefallen...

    Oben: Endlich wieder eine Tiersichtung: Vogel fliegt vor bewölkter Sonne durch...

    Oben: Und nochmals die bewölkte Sonne, diesmal ohne Vogel, aber mit Papyrus.

    Wieder beinahe komplett Tierfrei stochern wir zurück zu unserem Stützpunkt-Inselchen...
    Es ist noch nicht ganz dunkel, aber für uns passt's.
    Langsam hab ich eine Ahnung weshalb uns Alessandra und Fabio nicht auf die Mokoro-Tour begleitet haben...
    Hat was vom Everest Base Camp: Einmal muss man's gemacht haben, ein zweites Mal brauch ich das aber nicht mehr...

    Oben: Badiri zaubert Maccheroni mit einer Fleischkäse-Sauce...und es schmeckt wieder mal sehr gut!

    An diesem Abend überbieten sich Badiri und Vista wieder mit ihren Erzählungen, vor allem Vista mischt dazu immer wieder lustige
    oder auch interessante Rätsel rein, wobei man die wenn man nicht wirklich gut englisch spricht kaum lösen kann, da es teilweise
    auch um Wortwitz geht.
    So sind es immer Lisa und Andy, die die Lösung finden...halt unsere Briten...die können halt Englisch!
    So vergeht ein lustiger Abend, den wir kurz nach 21:00 Uhr beenden indem wir ins Bett hüpfen...
    ...nein, nicht alle zusammen, sondern jeder in seins, ich ganz allein...
    Vorher wird natürlich die WildlifeCam scharf gestellt, und dann heisst's gute Nacht!
    :)

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 19. November 2015 um 07:05
    Zitat von ThomasFF

    ...wenn er den Film früher gesehen hätte, wäre ein Taucheranzug im Gepäck gewesen,.... Sch.... was auf die Krokos....hihi


    :lol: Genau!!! :lol:

    Dass wir aber so wenig Tiere gesehen haben war schlicht Pech, es hat schon sehr viele Tiere, wie Du schon bald sehen wirst... :wink:8)

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 18. November 2015 um 20:02

    Oben: Leberwurst als Blüte und als fertige Wurst, bereit für den Leberwurst-Grosshandel!

    Irgendwo auf dem Weg liegt ein Hippo rum, minim abgemagert, könnte auch als Skelett bezeichnet werden.
    Offenbar hat sich das faule Ding schon im 2011 hingelegt und es liegt noch immer da, tatenlos!
    Trotzdem war das einer der Höhepunkte auf der Insel...
    Denn die Wanderung hat niemanden von uns aus den Socken gehauen, zum Einen weil nicht viel Neues erklärt werden konnte, zum
    Anderen weil Vista und die Poler nach dem Termitenhügel uns eher desinteressiert vorkamen.
    Es wurde alles korrekt und immer mit einem Lächeln vorgetragen, aber Begeisterung war nicht rauszuspüren.
    Das gewisse Extra fehlte...
    So kam es uns halt auch nicht sehr interessant rüber...aber der Empfänger macht halt die Botschaft!
    Manchmal sind halt geringe Dinge, wie ein kurzes Blinzeln, eine Änderung der Tonlage usw ausschlaggebend ob etwas gut ankommt
    oder eben nicht.
    Gegen halb zwölf entern wir wieder unsere Mokoros und stochern zurück, diesmal auf direktem Weg zum Camp.

    Oben: Zwischendurch hat's auch ganz seichte Stellen mit kaum 10cm Wasser, wo die Mokoros am Grund kratzen und man das
    Wasser relativ schnell fliessen sieht.
    Gut zu erkennen an der hellen Farbe des Sandes, der sich vom sonst eher dunklen Untergrund abhebt.

    Oben: Schön, leise, kippelig und trotzdem beruhigend sind die Mokorofahrten schon, aber Tiere sehen wir nicht und das
    Fotografieren mit langen Brennweiten ist wegen der Schauklerei kaum möglich.

    Oben: Wegen der Kipperei aus dem Fokus geschlüpfter Silberreiher...

    Oben: Kaum am Camp angekommen schmeisst sich Badiri in die Küche und kocht uns Spiegeleier, Würstchen, Bohnen an
    Tomatensauce usw...
    Halt ein English Breakfast!
    Mittags kurz vor eins!
    Und es schmeckt!!! ;)

    Um die Zeit zwischen Mittagessen und dem nachmittäglichen Mokoro-Ausflug zu überbrücken sichere ich mal die Fotos auf den LapTop
    und sortier schon mal die Ersten aus, vor allem die extrem Überbelichteten der OM-D E-M10.
    Einige sind brauchbar, die Meisten jedoch 'för d Füxxs'... :(
    Anschliessend treibt mich meine Abenteuerlust um die Insel...
    ....zumindest soweit es geht...
    ...und da sprechen wir auf der einen Seite von 20 Metern, auf der Anderen von vieleicht 40Metern...dann gehts nicht mehr weiter!
    Auf der Kurzen Seite weil das Wasser bis zum dichten Wald/Gebüsch bei unserem Klo reicht und ich keine Lust auf Bekanntschaft
    mit Krokodilen und Hippo's hab (von beiden entdecke ich recht frische Spuren), auf der Langen Seite gehts an einem Termitenhügel
    nur weiter wenn ich durch die Hinterlassenschaften unserer Poler hinter einem Termitenhügel durchlatschen will...
    ...und nein, ich will das nicht!
    Also geh ich zu meiner WildlifeCam, die so viele nächtliche Besucher unserer Toilette erfasst hat dass ich mich frage weshalb
    das Loch unter dem Donnerbalken noch ein Loch und kein Haufen ist...
    Na ja...
    Da ich damit aber lieber Tiere als Scheisserchen aufzeichnen will häng ich das Teil um...
    ...was Patrick und Claudine zu Stirnrunzeln zwingt, da die Cam nun genau auf dem Weg aufzeichnet, den die beiden zu ihrem
    persönlichen Pinkelplatz benutzen...
    ...sie und den Spuren nach ein Hippo...
    Aber schon bald sind die beiden mit der Platzierung einverstanden, zumal der Pinkelplatz selbst nicht erfasst wird und die Chance
    auf ein Hippo im Camp fotografisch festzuhalten an der Stelle doch recht gross ist...wenn's denn auch diese Nacht zu uns will!
    Anschliessend geh ich mal unter die Dusche, alle anderen Touris waren schon vor mir da, nach mir schmeissen sich auch Obby und
    Badiri unter die fallenden Wassermassen.

    Oben: Corinne und Manuel vor ihrem Zelt, rechts mit grünem Badetuch mein Zelt und vorne Badiri's Herd...

    Oben: Unsere Mokoro-Hafenanlagen mit den beiden Zelten von Badiri und Obby.

    Oben: Die Küche (ein altes Mokoro) mit dem Herd im Vordergrund.

    Oben: Rechts Manuel's Knie, dann nach links sein und Corinne's Zelt, dahinter Patrick und Claudine's Zelt, ein Busch,
    das Zelt von Andy und Lisa, auf dem Weg Andy und links die mit viel Eis kalt gehaltene Kühltruhe.

    Es ist heiss, die Zeit vergeht trotzdem träge...
    ...und endlich ist's Zeit in die Mokoro's zu steigen, hoffend, Hippo's, Krokodile oder wenigstens irgendein Tier zu sehen!!!

    Oben: Ja!!!! Mission erfüllt!!! EIN TIER!!! :D

  • Trocken-Trenn-Toilette

    • Picco
    • 18. November 2015 um 16:37

    Hoi Christopher

    Zitat von VWBusman

    verstehe ich das richtig das man möglichst immer etwas wärmeres Wasser nachleeren sollte damit das Wasser im Tank nicht eingefriert?
    Also abends nochmal einen Liter kochendes Wasser durch die Leitung sollte dann ausreichen?


    Hmmm...da kann ich weder ja noch nein sagen...denn es hängt von so vielen Faktoren ab...ein Halbvoller Tank ist was ganz anderes als ein leerer Tank usw.
    Warmes Wasser nachschütten hilft wohl die Zeit bis zum Einfrieren zu dehnen ausser vieleicht wenn man damit den Salzgehalt verringert und somit den Gefriepunkt anhebt, warmes Wasser mit Salz drin hilft sicher noch mehr...aber 1 Liter auf 5 Liter giessen ist was ganz anderes als 1Liter auf 50 Liter giessen, Du verstehst sicher :wink::wink:

  • Trocken-Trenn-Toilette

    • Picco
    • 18. November 2015 um 07:38

    Hoi Thomas

    Ich vermute das irgendwoher Wärme zu Stefans Tank fliesst, denn Isolation verlangsamt den Auskühlungsprozess nur, sie stoppt ihn nicht.
    Abgesehen davon reicht es bei Flüssigleiten nicht die Temperatur des sich Verfestigens zu erreichen, es muss dann noch viel Energie weggezogen werden bis es sich verfestigt.
    Anders gesagt: Wenn Du Wasser auf 0°C abkühlst ist es beim Erreichen von 0°C noch immer Wasser, wenn Du dann noch mehr Wärme entziehst wandelt es sich Stück für Stück in Eis, bleibt aber über lange Zeit bei 0°C und wird nicht kälter. Wenn in dieser Zeit die Wärmeabgabe endet indem es draussen ev. wieder wärmer wird dann merkst Du nicht dass es schon zu gefrieren begonnen hat.
    Dazu kommt dass sobald etwas Wärme von oben dazu kommt das wärmere Wasser (sofern es unter rund 4°C ist) nach unten fällt und das kältere Wasser, erst recht das Eis nach oben geht und sich an der Wärmequelle erwärmt, dabei schwerer wird (bis 4°C) und dadurch absinkt udn sich mit dem kälteren Wasser vermischt. Dies dauert an bis alles Wasser bei 4°C angekommen ist, darüber dreht sich der Prozess um.

    Aber um zu meinem Tipp für Dich zu kommen: Isolier den Tank etwas und bau ein billiges Elektroheizregister 230V ein, wenige hundert Watt reichen völlig, dann kannst Du immer wenn Du Landstrom hast allfällig Eingefrohrenes auftauen. Kostet nicht viel, braucht nur ein passendes Gewinde.

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 17. November 2015 um 17:45

    Wir landen um zehn nach Neun bei unserer Ziel-Insel an...ich kann kaum mehr aussteigen, mein Arsch hat wohl seit 30 Minuten
    kein Blut mehr bekommen... :-O
    Dies ist eine der grossen Inseln in der Gegend, wir machen hier einen Walk und lassen uns vom Leberwurstbaum über den
    Termitenhügel bis zum Hippo-Skelett so einiges erklären während wir so rumlaufen...

    Oben: Brav folgen wir Vista im Gänsemarsch über die Insel.

    Oben: Leberwurstbaum...und nein, die Leberwürste schmecken nicht gleich wie die bei uns...

    Oben: Leberwürste...irgendwie werd ich die Vermutung nicht los dass der Leberanteil dieser Würste den Namen nicht rechtfertigt...

    Oben: Nicht nur rechts ist der Termitenhügel, sondern auch unter uns! RIESIG!!!

    Oben: Auch wieder mit Zoom am Anschlag: Ein Graulärmvogel unheimlich weit weg...

    Oben: Auch unter den Bäumen auf der Insel hat's echt schräge Typen...

    Oben: Ein Hammerkopf-Nest...kleiner Vogel (etwa wie eine kleine Ente) braucht grosses Nest (etwa 2m breit)...

    Oben: Wir sehen ziemlich vile Libellen...wunderschön!
    Der Tigerschwanz bzw. Tigertail (Ictinogomphus ferox) ist eine der auffallendsten Libellen.
    Er gehört zur Familie der Gomphidaen bzw. Flussjungfern und ist weit verbreitet in Afrika.

    Oben: Offenbar hats hier auch Meeresfrüchte...nur in unseren Tellern landen sie leider nicht...

    Oben: Im Gänsemarsch pirschen wir uns an einen Leberwurstbau an...pssst...

    Der Boden ist karg, sandig und salzig, nur wenig und sehr spezielles Gras wächst.
    Dafür bilden sich am Boden Salzkrusten vom verdunstenden Wasser...
    ...wir habens probiert: Reinstes Salz!
    Das braucht man also nicht vom Supermarkt her mitzunehmen, gut zu wissen!

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 15. November 2015 um 15:43

    Tag 8: Die Hochzeit!

    Nach einer herrlich durchschlafenen Nacht hör ich mit dem Schlafen auf indem ich erwache...knallhart und konsequent!
    Ja, so kann ich schon am frühen Morgen sein!!! ;)
    Es ist 04:30 Uhr, Zeit, die Erinnerungen des gestrigen Tages ins iPhone zu hacken.
    Und da es sich dazu passend perfekt reimt geh ich um 05:00 kacken.
    Natürlich gehts wieder vorsichtig aus dem Zelt raus, zumal ich ein Nilpferd ganz nah gehört habe.
    Die Luft ist rein, feucht und frisch, aber nicht kalt.
    Und so gehts rüber zum Klo-Zelt, das unter Palmen steht und oben offen ist.
    Herrliche Aussicht auf den Sternenhimmel über mir, mit die Aussicht begrenzenden Palmwedeln!
    So lässt sich's geschäftig sitzen! ;)
    Dank Ventilbewehrtem Wassersack an einer Palme und dazugehörender Seife mitsammt Handtuch ist auch die Hygiene gewährleistet!
    Und seit Jahren schon benutze ich ein desinfizierendes Gel um allfällige Keime abzutöten.
    Meine Chancen diesen Vormittag zu überleben sind spätestens dadurch hoch bis sehr hoch... ;)
    Also rein ins Zelt und die Augen zusammensetzen und die Fotos zu sichern.
    Zähne putzen ist natürlich auch noch dran, aber draussen, mit der wunderschönen Landschaft und der aufgehenden Sonne im Blick!
    Noch schnell die WildlifeCam kontrollieren und dabei bemerken dass reger nächtlicher Verkehr zum Klozelt war!
    Aber nur Menschen, keine Tiere...die Fotos hab ich natürlich alle gelöscht...
    ...auch wenn nichts für irgendjemand peinliches dabei war...
    Um 06:30 Uhr treffen wir uns zum Frühstück, Corinne ist auch wieder dabei!
    Zum Glück geht es ihr besser!
    Offensichtlich hat die viele Flüssigkeit in der das Medikament gelöst war geholfen!
    So um 07:00 platzen wir uns wieder in unsere Mokoros und die Poler stochern los...
    Ja, Poler und nicht Ruderer, und sie stossen sich vom Grund ab, rudern würde mit den Holzstangen auch gar nicht funktionieren.

    Oben: Wohl eine Kreuzung aus Wasser und Lilie: Wasserlilie!

    Oben: Das Wetter verschont uns vor zu viel Sonne... :-/

    Oben: ...und obwohl wir auch vor zu viel Tieren verschont werden sehen wir einige, wenn auch sehr weit weg...
    ...510mm Brennweite (KB-Aequivalent = 1020mm)...Ein Schreiseeadler und seine Freunde, die Sporengänse...

    Oben: Was wir aber immer und überall sehen: Papyrus!

    Oben: ...und Wasserlilien hats natürlich auch im Wasser, wo denn sonst!?

    Oben: Die Landschaft ist wirklich wunderschön!!!

    Oben: Ebenfalls herrlich anzuschauen ist der Grund den man durch das glasklare Wasser, das die Poler direkt aus dem Fluss
    in den Mund schöpfen, gut sehen kann...
    Er da vorne hat soeben getrunken, deshalb die von seiner Hand fallenden Wassertropfen.

    Oben: Immer wieder kommt die Sonne kurz durch...

    Oben: Es ist soooooo ruhig...wunderschön, entspannend, aber...
    ...nach nun gut 90 Minuten im Mokoro beginnt der Arsch zu schmerzen...denn wirklich bequem ist's da drinn nicht!
    Und bewegen geht auch nicht wirklich...

    Oben: Auch in diesem Kanal finden wir so viele Tiere wie in allen Anderen: Keine!

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 14. November 2015 um 08:32

    Oben: Ich verfolge meine Tasche mit Argusaugen...und zur Sicherheit knippse ich auch noch den Mann, den ich im Falle eines
    Verlustes ersäufen müsste!!! ;)
    Aber, um's vorweg zu nehmen, er wurde nicht ersäuft! ;)

    Oben: Eine ziemlich wackelige Angelegenheit, vor allem bei Andy und Lisa, die wohl einen Trainee erwischt haben...
    ...deren Mokoro wackelt obwohl sie beide wirklich ruhig drinnsitzen so stark dass mehrmals nur noch wenige Zentimeter
    fehlen bis das Wasser ins Boot schwappt...aber sie nehmens mit Humor... ;)

    Oben: Die Kanäle werden enger, das eine oder andere Mal muss ich nasses Papyrus wegräumen um's nicht ins Gesicht zu kriegen.

    Oben: Obby hinter mir pennt in einer Seelenruhe, wohl auch weils schaukelt wie in einer Kinderkrippe... ;)

    Oben: Kurz nach 16 Uhr erreichen wir unsere Insel!

    Kaum auf unserer Insel angekommen gehts schon daran die Zelte aufzubauen.
    Da am vorgesehenen Ort der eine oder andere frische Elefantenhaufen rumliegt (nein, kein Haufen Elefanten, ein Elefantenhaufen!!!
    Das ist nicht dasselbe!!!) stellen wir die Zelte so unter die Bäume und ins Gebüsch rein dass sie den Elis nicht im Weg
    rumstehen, denn wer will schon von einem Elefanten, der ihm auf dem Gesicht steht, geweckt werden...
    ...ich zumindest nicht...
    Währenddem baut Badiri die Küche und das Klo, Obby die Schlafzelte der Zwei und die Dusche auf.
    Es ist heiss und feucht, ich schwitze bei der kleinsten Bewegung wie ein Gelati im Backofen!
    Deswegen bleiben wir anschliessend im Schatten des Wäldchens sitzen, trinken Tee und warten ab bis die Ruderer eingerichtet
    sind, was um 17:00 Uhr der Fall ist.
    Nun gehts also los auf unsere erste kurze Mokoro-Tour!
    Ich freu mich schon enorm drauf beinahe geräuschlos durch die Stille der Natur gleitend Tiere Beobachten zu können... :D

    Oben: Los gehts! Genauer gesagt EreignissLos gehts...keine Tiere...aber eine schon tief stehende Sonne!

    Und plötzlich ruft uns Vista flüsternd zu: 'There's a Elephant on the Island there!'
    ...lange seh ich nichts, zumal ein Elefant ja nicht ganz sooooo klein ist dass man ihn nicht sehen würde...
    ...aber das Grünzeug ist eben auch nicht ganz soooooo klein...
    ...aber die Insel ist weit entfernt...
    ...und plötzlich seh ich einen Rüssel...knipps...und mit einem Foto ist der Beweis dass es Tiere im Delta hat gesichtert!

    Oben: Der Beweis: es hat Tiere im Okavango-Delta!!! Auch wenn wir kaum eins sehen... :(

    Kurz nach dem Elefanten legen die Mokoropadler die Mokoros mitsammt uns Touris und Obby drin so ins Wasser dass wir den Sonnenuntergang
    beobachten und fotografieren können...nicht ohne beim sich ausrichten noch einen Zusammenstoss zu verursachen, der meinen
    Einbaum beängstigend schräg kippt!!! :-O
    Aber gerade noch ohne ausgekippt zu werden schaffen sie's uns auf die Sonne ausgerichtet zu platzieren!
    Die Mokoro-Treiber setzen sich und beginnen miteinander zu flüstern...und dabei bewegen sie sich immer wieder mal!
    Dadurch schwanken die Mokoros und das Fotografieren wird beinahe verunmöglicht...schaade...

    Oben: Es reicht nicht dass die Mokoros schwanken, nein, bösartige Papyruspflanzen wachsen in Windeseile empor um den
    Autofokus zu behindern!!! :-O

    Oben: Eigentlich noch zu früh für ein Sunndowner-Bild, aber die Folgenden sind durch das Schaukeln nichts geworden...

    Zurück zum Camp!
    Kaum da angekommen gehts Corinne schlecht...sie leidet unter Übelkeit und Kopfweh, ist ganz heiss (nein, nicht sexuell
    sondern rein thermisch gemeint...tststs), legt sich ins Zelt und wird von Manuel betreut.
    Wir vermuten bald mal dass es ein Sonnenstich ist und/oder sie zu wenig getrunken hat...
    Vista und Badiri durchsuchen ihre Medizinköfferchen und finden da etwas zum mit Wasser anrühren, was sie ihr dann mit der
    Aufforderung das alles zu trinken geben.
    Zum Essen erscheint sie nicht, es geht ihr zu schlecht...
    Während wir mit den Tellern auf unseren Knien dasitzen und uns Badiris sensationelles Chili con Carne schmecken lassen liegt
    sie im Zelt und muss leiden...
    ...wahrlich kein guter Einstieg in die erste Safari-Reise!
    Obby, Vista und Badiri sorgen anschliessend fürs Unterhaltungsprogramm, indem sie uns auf wirklich interessante und auch lustige Weise
    die Geschichte Botsuana's erzählen, wobei jeder alles etwas besser weiss als der Andere, herrlich!
    Um 21:30 Uhr gehen wir dann ins Bett, vorher stell ich natürlich meine Wildlife-Cam scharf, in der Hoffnung auf Elefanten
    im Camp!
    Gute Nacht!

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 11. November 2015 um 22:20

    Hoi zämä

    Axel hat das wohl schon richtig bemerkt: Es sind keine echten Einbäume, die aus einem Stamm geschnitzt und mit Wasser und Feuer in Form gezwungen wurden (Wie Thomas schrieb).
    Ursprünglich waren sie natürlich schon aus Holz, auch am Kavango-Fluss und somit auch im Okovango-Becken.
    Diese sind aber aus GFK und Schaum, wohl als Schaumform hergestellt und dann aussen drauf laminiert.

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 11. November 2015 um 19:05

    Oben: Wie überall im Afrika südlich des Sahels sind auch hier die Termitenbauten nicht zu übersehen!

    Oben: Das dürfte eine Frau des Volkes der Herero (klick mich) mit typischem Kopfschmuck sein.

    Oben: Immer wieder sehen wir Pferde! Was die Anderen der Gruppe einfach nur schön finden lässt mir beim Gedanken an ein
    'Mostbröckli' (klick mich) das Wasser im Mund zusammenlaufen!!!
    Kein Wunder, ist ja schon Mittag!!!

    Nachdem wir um etwa 10:00 Uhr am Wegesrand unsere Obst-Pause und natürlich auch die Mittagspause gemacht haben erreichen wir nach
    etwa einem Kilometer Sandpiste um 13:45 die Bootsanlagestelle an der Guma Lagoon, wo wir das Auto entladen und unser Gepäck
    so umpacken, dass wir nur das Nötigste dabei haben, der Rest bleibt im verschlossenen Anhänger am Bootsanlegeplatz!
    Da auch die Getränke für drei Tage in die Tasche müssen ist sie dann doch recht schwer und auch voll.
    Dann heisst es warten...
    Bald kommen die Boote und gleichzeitig die 'Parallel-Gruppe', deren Fahrer sein Fahrzeug etwas ungeschickt parkiert, so dass
    die andere Gruppe ihr Zeug nur da umpacken kann wo wir mit unserem Gepäck durchgehen müssen...
    ...unnötig...
    Um 14:20 haben wir alles verpackt und verladen und können das Boot besteigen:
    Und los gehts: Bootstour auf dem Okavango! :D

    Oben: Ohne Worte, aber mit Okavango und Palmen!

    Oben: Schreiseeadler... ...leider zu scheu um uns näher ran zu lassen...

    Oben: ...und tschüss!!!

    Oben: Wir düsen durch die Kanäle...

    Oben: ...und wie man sieht ist das Wort 'düsen' nicht mal so verkehrt...etwas langsamer wäre genussvoller!

    Plötzlich zwingt uns ein anderes Boot beinahe in einen Zusammenstoss!!!
    Der Bootsführer des anderen Bootes schaut ins Schilf am Rande des Kanals, was wir natürlich auch sofort tun...
    ..und was sehen wir da???

    Oben: Ein kleines Krokodil versucht sich als Vegetarier!

    Oben: Plötzlich zweigen wir in einen kleinen Seitenkanal ab...die Zufahrt zur Mokoro-Station!

    Bei der Mokorostation angekommen heisst es aussteigen und uns von unserem Chef-Mokoro-Ruderer namens Vista begrüssen zu lassen!
    Anschliessend müssen wir mit unserem Handgepäck über die gesammte Insel latschen!!! :-O
    OK, bei den gut 100m Länge gerade noch zu verkraften! ;)
    Unser Gepäck ist schon rübergetragen worden und liegt grösstenteils in den Mokoro's.
    Mit Argusaugen such und beobachte ich meine Tasche, nicht dass mir die nochmals abhanden kommt!
    Ich glaub ich würd Amok laufen, mich (oder alle Anderen) ersäufen oder noch Schlimmeres... ;)

    Oben: Um 15:10 Uhr erreichen wir die Insel mit der Mokoro-Station, um 15:22 'mokoroern' wir los!
    Meine rote Tasche ist nicht zu übersehen...gut so!!!

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 10. November 2015 um 17:26

    Hoi Thomas

    Hab ich natürlich gesehen, was denkst Du denn!
    Aber glaub mir: Im Okavango-Delta zu sein fühlt sich einfach besser an als vor dem Fernsehen zu sitzen, zumal mich nicht eine Mücke gestochen hat am Okavango...vor dem Fernseher hat's jedoch eine geschafft! :lol:

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 10. November 2015 um 13:21

    Tag 7: Frischfleisch!!! :D

    Ist das bequem und herrlich auf MEINER Matratze und in MEINEM Schlafsack!!!
    Auch wenn der Boden unter dem Zelt etwas schräg ist: Ich hab geschlafen wie ein Baby!!!
    :D
    Ganz was Anderes als in den Nächten ohne meine geliebte, warme und bequeme Exped DownMat und mit fremdem Schlafsack!
    Es ist 05:15 und ich geh mal gemütlich zum Klo und geniesse es für einige Tage letzte Mal auf einer bequemen Kloschüssel zu sitzen.
    Zurück beim Zelt sind alle Anderen auch schon am Zusammenpacken, obwohl noch nicht mal die besprochene Aufstehzeit erreicht ist.
    Also auch die Luft aus der DownMat, den Schlafsack und alles Andere in die Tasche, Sand rausfegen und Zelt abbrechen.
    Halt die morgendliche Routine!
    Anschliessend und sogar zur Tageszeit passend frühstücken wir wieder mal.
    Heute gehts rein ins eigentliche Okavango-Delta, dorthin wo's richtig viel Wasser hat, um mit Mokoro's (Einbäumen) rumzupaddeln!
    Nach dem Abwasch fahren wir los, einmal quer durch Maun, über den Fluss zur Island Safari Lodge, die Luftlinie nur etwa 750m
    vom Audi Camp entfernt liegt, aber eine Fahrstrecke von 5,8km ergibt... ;)
    Und nein, diesmal hab ich keine Decke um mich gewickelt, denn ich hab ja nun meine Jacke! :D
    Nicht nur Freude, nein, auch Wärme herrscht! ;)

    Oben: Endlich mal die Route! Start in Kasane, runter in den Nxai Pan NP, westlich nach Maun, rein ins Okavango-Delta,
    zurück nach Maun, rüber in den Moremi, rein in den Savuti im Chobe NP, rüber nach Sambia zu den Victoria Falls.
    Die übliche Botsuana-Sambia-Anfänger-Tour halt.

    Oben: Auf dem Weg zur Island Safari Lodge überqueren wir den Thamalakane River...wunderschön!
    Und mitten in der Stadt Maun!

    Irgendwie hab ich da was nicht mitbekommen, auf jeden Fall hab ich gehört dass wir jemanden abholen.
    Natürlich denke ich da an Alessandra und Fabio und frage mich nach dem Sinn der Sache, da die beiden doch gesagt haben dass
    sie die Mokoro-Tour nicht mitmachen...
    Na ja...
    Obby geht rein und ich steig ebenfalls aus, vertrete mir die Beine und schau in die Lodge rein, wo Obby mit einer hübschen jungen
    Frau und einem ebenso jungen Mann spricht.
    Nur Alessandra und Fabio seh ich nirgends...
    Und plötzlich kommt Obby mit dem jungen Paar daher und stellt sie uns als neue Mitreisende vor!
    Ich staune!
    Noch mehr staun ich als sie sich uns vorstellen, denn das für die erweiterte Region Zürich typisch ausgesprochene 'A' hör ich
    selbst im ansonnsten sauberen Englisch von Corinne raus!
    Erst recht hör ich's bei Manuel, der nicht so gut englisch spricht wie seine Freundin!
    Natürlich werden die beiden sofort in Schweizerdeutsch mit 'Wohär chömäd denn er?' angesprochen...
    Mit meiner Vermutung Zürich liege ich nicht mal so falsch, zumal die Beiden im Aargau wohnen und davor in Zürich lebten oder arbeiteten.
    Es ist ihre erste Reise nach Afrika, aber zumindest Corinne ist als Tierpflegerin eines Zoo's minim vorbelastet...
    ;)
    Aber auch Manuel hat gute Grundlagen, als selbstständiger Baumpfleger hat er sicher den Blick für Dinge, die da wo sie sind nicht
    zwangsläufig hingehören, wie zum Beispiel einen Leoparden auf dem Ast odrr so... ;)
    ...vermute ich mal!
    Eigentlich wären sie der anderen Gruppe, die parallel mit uns unterwegs ist, zugeteilt worden.
    Aus irgendwelchen Gründen hat man sie dann aber umgeteilt...
    Ich könnte mir vorstellen dass es daran liegt dass man in der anderen Gruppe zwei weitere Schweizer dabei hatte und die Schweizer
    zusammen haben wollte...
    ...ohne zu merken dass die Einen französisch und die Anderen deutsch sprechen...
    ...und mich aufgrund meines italienischen Namens zu den Italienern tat...
    ...und nun, da klar ist dass ich deutsch spreche und die beiden auch und die anderen Schweizer französisch hat man kurz umdisponiert...
    Aber wie gesagt, ist bestenfalls eine Vermutung!
    An der Gruppengrösse kann's nicht gelegen haben, denn die Gruppe mit den Zweien ist spätestens wenn die Italos wieder dabei sind
    jeweils eine Person grösser als die Andere.
    Aber egal, Platz haben wir ja genug!
    Und sympatisch sind die Beiden auch!
    Während wir uns noch immer vorstellen fährt Obby schon mal los auf die 313km lange Fahrt zur Bootsanlegestelle bei der
    Nguma Island Lodge, von der aus wir per Boot zur Mokoro-Station fahren.
    Immerhin ist die Strecke nicht ganz so langweilig wie die von Nxai Pan NP nach Maun...aber aus den Socken haut mich die Landschaft
    auch hier nicht.

    Oben: Eine erstaunlich gute Teerstrasse, wie sie in Ostafrika kaum zu finden ist, führt uns ins Delta.

    Oben: Zur Abwechslung mal ein Fluss...

    Oben: ...mit typischen Bewohnern...wobei man hier offensichtlich noch nie was von 'wireless' gehört hat... ;)

    Oben: Nicht jeder braucht ein Auto...der Herr macht auch auf dem Pferd einen glücklichen Eindruck!

    Oben: Wie geschrieben, die Landschaft haut einem nicht aus den Socken, nicht mal vom Hocker...

    Oben: Wer braucht schon ein Pferd wenn er einen Esel hat?

    Oben: Obwohl es hier viel grüner ist als an der Strecke vom Nxai Pan NP nach Maun ist doch klar zu sehen dass es ein
    trockenes Land ist.

    Plötzlich hält Obby an und deutet nach links...
    Und was wuselt da am Boden rum????

    Oben: Mein erstes Gestreiftes Borstenhörnchen (Xerus erythropus), auch Gestreiftes Erdhörnchen, Tschadziesel-Hörnchen oder
    West-Hörnchen genannt.
    Und ich bin wohl sein erster, wenn auch ungestreifter Claudio Comolli, auch Picco genannt...

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 7. November 2015 um 22:24

    Hoi Herby

    Ja, gibts!
    Und nein, man pustet da nicht rein und man füllt auch keine Daunen ein, denn die sind schon drinn!
    Genauso wie die Pumpe schon drin ist, damit man nicht feuchte Atemluft einbläst, die die Daunen verkleben lassen würde.
    Die Matratze ist eigentlich dafür gemacht z.B. direkt auf einem Gletscher zu schlafen, da sie nach unten, wo der Schlafsack durch die Komprimierung des Draufliegens ja kaum Isolationswirkung hat, isoliert wie ein 7cm dicker Daunenschlafsack nach oben isolieren tut!
    Ich hab sie mir für die Mt.Everest-Reise gekauft und auf Eis, das -20°C oder weniger (der Thermometer ging nur bis -20°C) hatte, perfekt und warm geschlafen.
    Wirklich sehr bequem und man schwitzt nicht.
    Auch bei hohen Temperaturen (+30° und mehr) nicht...
    Nicht ganz billig, ich hab meine in den USA gekauft und in die CH liefern lassen, das war etwa sFr.60.- billiger als wenn ich das Schweizer Produkt (das soweit ich weiss in Taiwan odrr so gefertigt wird) in der Schweiz gekauft hätte...
    Schau sie Dir hier (klick mich) mal an!

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 7. November 2015 um 19:25

    Oben: ...und wieder Zebrastreifen neben dem Asphalt...

    Die Landschaft ist echt zum Gähnen, links und rechts nur einige Büsche und Bäume, nichts anderes!
    Selbst ein Strommast ist schon ein Ereigniss! :(
    So schön flaches Land sein kann, hier ist's schlicht uninteressant, einem Vergleich zu den Landschaften Ostafrika's
    kann diese Strecke beim besten Willen nicht standhalten.
    Bisher kann ich die vielen Lobeshymnen auf Botsuana (noch) nicht nachvollziehen!
    Auch auf dieser Strecke gibt's wieder eine Desinfektions-Station, diesmal müssen wir aber nicht aussteigen...nicht mal
    durchfahren müssen wir...die Gefahr gilt wohl nur von einer Seite...
    Einige Zeit später hält Obby rechts der Strasse bei einem Baum an und verkündet dass es Zeit für's Mittagessen ist!
    Oha!
    Wie die Zeit vergeht!!!
    Ich hätte gedacht es ist spätestens elf Uhr!!!
    Na ja, steigen wir aus und stellen wir die Stühle raus!
    Zum Glück gibt der Baum auch wirklich Schatten, denn es ist heiss...und die Sonne brennt!

    Oben: Essen in karger Landschaft...wenigstens im Schatten!

    Wir strecken unsere eingerosteten Glieder und ich mach einige Versuche mit der überbelichtenden Kamera...
    ...die nun schon so stark überbelichtet dass ich durch das Abblenden der Bilder bei kürzest möglicher Belichtungszeit und
    tiefstmöglicher ISO auf dem Bildschirm schon kaum mehr was erkennen kann und das Bild dann doch viel zu hell wird...
    Also entschliesse ich mich das 14-150mm-Objektiv (KB= 28-300mm) an die PEN mini PM2 zu tun, auch wenn ich da nur mittels
    Touch-Screen bedienen kann, was schon etwas umständlicher ist als mit den Tasten und Einstellrädern der OM-D E-M10...
    ...und auch wenn in all meinen Kameras derselbe Sensor drin steckt so hat halt die PEN nicht den Bildstabi den die M10 zu
    bieten hat.
    Und: für Weitwinkelaufnamen mit dem 9-18mm-Objektiv (KB=18-36mm) muss ich nun einen Objektiv-Wechsel machen...
    ...genau das wollte ich doch vermeiden!!!
    Immerhin hab ich bei jenen Fotos Zeit, denn Landschaft rennt selten weg...
    Somit kommt der Akku und die Speicherkarte aus der defekten M10 raus und steht nun der PEN als Ersatz zur Verfügung!
    Der M10-Body landet stosssicher verpackt im Handgepäck, damit ich in der engen Fototasche etwas mehr Platz habe.
    Wobei das auch nicht viel bringt, zumal der Body wirklich klein ist!
    Aber immerhin!
    Bald ist Badiri so weit und wir fassen unser Essen!
    Diesmal bin ich der Letzte, obwohl keine Regenwolke am Himmel steht, aber sicher ist sicher...
    ...ich möchte nicht nochmals den Teller vollregnen lassen!!! ;)
    Wir essen Salate, Brote mit Schinken und Wurst und Obby gibt mir nochmals durch dass wir bald einen Boten mit der Tasche
    treffen werden, noch wäre sie aber auf dem Weg zum Bushways-Büro in Maun.
    Bald schon fahren wir weiter und kurz nach den ersten Häusern von Boseja Ward, einem Vorort von Maun, fahren wir an einer
    Kreuzung an den Strassenrand.
    Ein weisser junger Mann steigt aus einem Auto aus, öffnet die hintere Türe und zieht was raus...
    ...eine Tasche...
    ...
    MEINE TASCHE!!! :D :D :-D!!!
    Ein Schrei: 'Jajaja, that's my bag, you're my hero!!! Yeah!!! Woohoo!!!' schallt durch die Gegend!
    Vor lauter Freude spring ich beinahe aus dem Auto, das noch immer fährt!!!
    Applaus und auch einige 'Woohoo's' kommen von den Mitreisenden, der junge Mann (wie mir später gesagt wird der Chef
    des Bushways-Büros in Maun) schaut erstaunt und erfreut zugleich und, schlaues Kerlchen, erkennt sofort dass ich der
    Besitzer der Tasche bin!!!
    Freude herrscht!!! :D

    Oben: Komm zu Papa, mein Täschchen!!! :D

    Schon bald fahren wir weiter, der junge Mann hat keine Zeit für ein Freudestänzchen... ;)
    Den ersten Häusern folgen weitere und die Gegend wird immer grüner!
    Brücken führen über Flüsse und kleine Seen...dabei sind wir doch eigentlich in einer Stadt!
    Zumindest auf dem Weg vom Vorort in die eigentliche Stadt Maun...
    OK, es ist nicht gerade wie in Venedig, dafür hats dann doch etwas zu viel Land und zu wenig Wasser, aber im Vergleich zur
    trostlosen Landschaft die wir auf der Fahrt hatten eine Wohltat für die Augen!!!
    Schön!!! :)

    Oben: Es grünt so grün!

    Oben: Immer wieder Wasser, so herrlich!!!

    Die Stadt wird nun immer städtischer, bald erreichen wir ein Gebiet mit einigen Einkaufszentern, wo uns Obby aussteigen lässt.
    Er selbst wird in die Werkstatt von Bushways fahren, da das Auto zwei, drei Problemchen hat und die erst repariert werden müssen.
    Natürlich erklärt er uns erst mal was wo ist, was man wo kaufen kann und welche Bancomaten man meiden, welche benutzen soll.
    Die Stadt wirkt auf mich so gar nicht afrikansich, alles ist so geordnet, selbst der Verkehr!
    Schön, aber anders als ich es gewohnt bin!
    Nachdem Obby und Badiri abgefahren sind machen wir uns auf den Weg zum Wimpy im Engen Shopping Centre und genemigen uns
    erstmal einen Kaffe bzw. eine Coke!
    Patrick und Claudine verlassen uns aber schon bevor sie was bestellen, Andy, Lisa und ich bleiben weiter sitzen und geniessen
    die klimatisierte Luft und die Getränke!
    Nach der Coke genemige ich mir noch einen Fruchtsaft und schon bald machen wir uns auf um die Getränke einzukaufen, denn
    Obby will uns um 14:30 Uhr abholen kommen und es ist ja schon nach 14 Uhr...also rein in den Einkaufsladen!
    Wieder kauf ich mir viel Wasser, Tangawizi- und Cola-Dosen und Savannah
    Pro Tag 2l Wasser, 2 0,33l-Dosen und zwei 0,33l-Flaschen!
    Also über 3 Liter pro Tag...müsste reichen! ;)
    Pünktlich stehen wir dort wo uns Obby abgesetzt hat, und warten auf unser Auto...
    ...und des kunt ned!!!
    Da fällt mir wieder mal das Lied 'Taxi' von DÖF (klick mich) ein...in minim abgeänderter Version passt's auch hierher:
    I steh in der Hiz'n und woart auf n Obby abrr der kummt ned, kummt ned, kummt ned, i woart auf das Brummen vo ma
    Land-Rover-Diesel abrr s brummt net, brummt ned, brummt ned...
    ;)
    Lange stehen wir da, kein Obby, kein Auto, kein Badiri, nur Sonne und Leute die uns Schmuck andrehen wollen!
    Erst eine Stunde nach dem abgesprochenen Zeitpunkt erscheint er, sich heftig entschuldigend weil er ein grösseres Problem
    mit dem Auto hatte und nun ein anderes, aber baugleiches dabei hat!
    ...Auto, nicht Problem...
    Na ja, kann mal passieren, solange man nicht terminlich oder von der Situation her in Probleme kommt hab ich damit auch
    wenig Mühe, und eine Telefonnummer hatten wir ja nicht ausgetauscht.
    Es hat uns auch nicht genügend gestresst um bei Bushways anzurufen, wobei wir das kurz bevor Obby kam schon drüber diskutierten.
    Weiter gehts, etwa 15-20 Minuten fahren wir zu unserer Unterkunft, dem Audi-Camp in Maun (klick mich)!
    Und erstmals in meinem Leben muss ich in einem Audi sagen: Schön hier!!!
    ;)
    Der Name des Camps hat übrigens nichts mit den Autos dieses Namens zu tun sondern ist die örtliche Bezeichnung für den
    afrikanischen Schreiseeadler.
    Die Zelte müssen noch aufgebaut werden, vorher müssen wir jeweils noch suchen welches wessen Zelt ist, denn die sind wie
    auch die Matretzen den Touristen persönlich zugeteilt und durch die Nummerierung zu erkennen!
    Anschliessend gehts erstmal duschen!!!
    Welche Wohltat!
    Warmes Wasser, und flüssig ist's auch noch!!!
    Herrlich!!!
    Und ich kann ENDLICH mit meinen Sachen duschen!
    Meine Sachen zum Abtrocknen benutzen!!
    Meine frischen Sachen anziehen!!!
    Meine...nein, Andy's Badetuch mit Claudine's Handwaschmittel waschen und zum trocknen aufhängen!!!
    Echt, ich bin so dankbar dass so tolle Leute mitreisen!!!
    Ist nicht selbstverständlich, hat her aber perfekt geklappt! :)
    Dann gehts in die Badehose und runter zum Pool, wo die anderen Vier schon sind!
    Das Wasser im Pool ist nicht nur sauber und nass sondern auch schweinekalt!!!
    Zumindest kommt es uns mit seinen rund 20° so vor...keine Ahnung weshalb es so kalt ist...
    Entsprechend gehen nur die Männer schimmen...wenn auch das reingehen vor allem beim Eintauchen des Bauches seeeeeeehr langsam
    vonstatten geht...brrr...
    Lisa ist nur kurz rein und gleich wieder raus, Claudine stellt nur die Füsse rein...und Patrick macht den Helden des Pools!
    Er springt trocken Kopf voran rein!!!
    Ob das zu überleben ist sei mal dahingestellt, er lässt zumindest sehr sonderbare Geräusche von sich als er (sofort!)
    wieder auftaucht!!! ;)
    Wir geniessen noch ein Weilchen den Ausblick vom Pool auf den direkt am Camp vorbeifliessenden Thamalakane River...
    Herrlich!

    Oben: Mein Zelt mit Andy's blauem und meinem grünen Tuch! Hinten links die grosszügigen und sauberen Nassräume

    Oben: Links die Bar, in der Mitte das Restaurant, dann der Durchgang zum Pool und rechts eine kleine Sitzecke.

    Oben: Der Pool steht natürlich nur VIP's wie uns zur Verfügung! ;)

    Oben: Links das Restaurant, in der Mitte der Pool und im Hintergrund der Thamalakane River

    Oben: Der Campingplatz des Camps...direkt neben den Nassräumen (links hinter dem Auto zu erkennen)!

    Anschliessend, weils so schön ist, nochmals unter die Dusche, etwas zusammensitzen, quatschen und lachen, die Fotos
    sichern und am LapTop sichten.
    Dabei ein oder zwei Savannah schlürfen, rüber zur Bar für noch 1-2 Savannah und dabei im Facebook schweifen, Mails runterladen
    (erstmals seit wir in Kasane abgefahren sind hab ich Internet) und schauen weshalb ich nirgends Telefonempfang habe...
    ...mein Provider hat offenbar kein Roomingabkommen mit einer botsuanischen Telefongesellschaft...
    Hmmm, nicht so toll!
    Ich hab allen gesagt und geschrieben dass ich per SMS erreichbar bin...was ich hier in Botsuana im Gegensatz zu Ostafrika
    offenbar auch in der Nähe der Zivilisation nicht bin...
    Nicht ganz so toll wenn man ein Einmannbetrieb ist wie ich es 'bin'...
    Na ja, wird schon schiefgehen auf den Baustellen in der Schweiz...
    Kaum bin ich wieder zurück gibts auch schon das Abendessen, es ist ja schon 19:15 Uhr!
    Badiri hat heute Nachmittag natürlich auch eingekauft und so werden wir mit einer Art Ugali (Maisbrei) und leckerer Bratwurst,
    ähnlich wie toskanische Salsiccia, sowei etwas Gemüse verwöhnt!
    Dessert gibt's wie immer auch noch, ich verzichte aber.
    Danach machen wir noch den Abwasch im Schein meiner LED-Power-Leuchte (5000Lux...steht zumindest auf der Verpackung und es
    ist wirklich sehr sehr hell!).
    Danach setzen wir uns nochmals hin und beginnen Obby daran zu erinnern dass er uns bisher keinen Pangolin gezeigt hat und wir
    darüber doch sehr enttäuscht sind!!!
    Schon lange hat er bemerkt dass wir ihn nur auf die Schippe nehmen und er macht mit!
    Wieder ein sehr, sehr lustiger Abend, und um etwa 10:30 gehts ab in die Heia, heute erstmals in meinem neuen Schlafsack
    mit meiner geliebten daunengefüllten Luftmatratze!!!
    Ich werd schlafen wie ein Baby!!!
    Gute Nacht!

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 5. November 2015 um 18:50

    Tag 6: Ist das meine Tasche???

    Oh Gott!!!
    Die Blase ist so was von voll!!!
    Na ja, wird auch schon bald Zeit zum Aufstehen sein...
    ...obwohl...
    ...es ist verdächtig ruhig da draussen!
    Ein Blick auf's iPhone lässt mir beinahe die Augen rauskullern!
    Mitternacht!!!
    :-O
    Na ja, die Blase muss entleert werden, also raus in die Wildniss und die Dunkelheit der afrikanischen Nacht im Wald!!!
    Ungern, denn im Vergleich dazu ist's in einer Kuh taghell!!!
    Und im Gegensatz zum Innern einer Kuh hats da draussen nachtaktive Raubtiere...
    Also aus dem Schlafsack raus, Stirnlampe montiert, Reissverschluss auf, die Umgebung ableuchten und aus dem Zelt schlüpfen!
    Raus und sich eventuell von Löwen, Hyänen, Leoparden und was da sonst noch so um mein Zelt keucht und fleucht beim pinkeln
    anknabbern lassen...
    Weit getrau ich mich nicht von den Zelten weg, der erste Baum muss als Ziel herhalten!
    Ob er will oder nicht!
    Während des Geschäfts leuchte ich mit der Stirnlampe 360° der Umgebung ab, immer und immer wieder...und plötzlich bewegt sich was!!!
    Nichts im Scheinwerferkegel, sondern was dahinter, in meinem Kopf!
    Ein einsames Zahnrädchen, dass rotiert und mir klar werden lässt dass ich direkt im Fokus meiner Wildlife-Cam pinkle...
    :-/
    Bravo!!!
    Nach überlebter Blasenentlastung leg ich mich wieder in den Schlafsack und versuch dem Namen dieses Sackes alle Ehre zu machen...
    ...aber...
    ...ich schlaf nicht!
    Dass nun der Schlafsack nur ein Liegesack ist ist das Eine, dass ich nach nicht mal 3 Stunden Schlaf nicht mehr einschlafe das
    Andere, und zweiteres beschäftigt mich doch etwas mehr als Ersteres...
    Irgendwann, wohl morgens um halb sechs ist's 05:30 Uhr und ich halt's nicht mehr aus im Zelt!
    RAUS!!!
    Natürlich mit Stirnlampe bewafnet und gaaaaaanz vorsichtig, alles um mich herum ableuchtend entschlüpfe ich meinem Zelt und
    geh gleich mal bevor die anderen erwachen rüber ins Klo-Zelt, eine wichtige Sitzung muss abgehalten werden!
    Anschliessend gehts noch immer ungefressen zurück ins Zelt, bemerkend, dass alle in den anderen Zelten schon wach sind...
    War ich etwa auf dem Donnerbalken zu laut??? :-O
    Na ja, ich werds wohl nie erfahren und beginne meine Augen zusammenzusetzen, das bisschen Gepäck zusammenzupacken, den Liegesack
    in seine Tasche zu stopfen und die Zähne zu putzen, während von draussen immer mehr Geräusche meiner Mitreisenden in mein
    Zelt dringen.
    Trotz geschlossenem Reissverschluss!!! :-O
    Um 06:20 sind schon alle Zelte abgebaut und neben dem Anhänger auf der ausgelegten Plane neben dem ebenfalls schon reisefertigen
    Gepäck platziert und wir beginnen mit dem Frühstück!
    Wie üblich nehme ich mir Cornflakes und einen Tee, mehr bring ich eh nicht runter um die Zeit.
    Offenbar sind alle, aber wirklich alle die halbe Nacht wach gelegen...nicht nur ich, weshalb auch immer...
    Unweit des Frühstücktisches liegt Elefantendung, was jemanden die Frage ob jemand das Klozelt nicht gefunden hat in die Runde
    werfen lässt...
    Und schon sind die ruhigen, weil unausgeschlafenen Touristen schallend am Lachen und ein Spruch jagt den Anderen!:-D
    Herrliche Party am frühen Morgen! :D
    Nach dem Frühstück wartet noch eine besondere Attraktion auf uns Männer, denn während die Frauen mit Obby die 'Küche' reinigen
    und die Stühle in den Anhänger verfrachten gehen wir vier Männer mit Badiri zum Klozelt und brechen das ab...
    ...zumindest beginnen wir mal damit...
    Jemand hat die tolle Idee das Zelt über den Donnerbalken zu heben, damit nichts beim Abbruch in die Grube fällt.
    Also heben wir das Zelt an allen vier Ecken an und gehen einen Meter weg...
    ...
    ...was mich und Patrick direkt neben der Grube stehen lässt...
    Ich frage mit gerümpfter Nase und entsetzt aufgerissenen Augen ob wir vieleicht noch etwas weiter weg sollten, so zehn oder
    zwanzig Meter, was Fabio so zum lachen bringt dass er sich kaum mehr auf den Beinen halten kann...
    ...und damit bringt er UNS anderen so zum lachen dass wir und das Zelt wirklich beinahe in die Grube fallen!!! :D
    Herrlich, wie in einem Monty-Python-Film!!!
    Wir lachen uns sicher zwei Minuten kaputt und können uns kaum mehr auf den Beinen halten!!!
    Selbst die Frauen und Obby lachen schon als wir uns endlich wieder so weit zusammenreissen können das Zelt von der Fäkalgrube
    wegzutragen! ;)
    Der Rest geht dann schnell und während Badiri die Grube zuschüttet verstauen wir noch immer lachend das Zelt und den
    Donnerbalken in ihren Tschen und diese sowie das Gepäck, die Zelte und die Matratzen im bzw. auf dem Anhänger.
    Was für ein geiler Morgen! :D
    Selten so gelacht!!!
    Um 06:40 fahren wir ab, wieder in Decken gehüllt, weil kalt...
    Natürlich fahren wir am (wieder tierlosen) Wasserloch und am (nun auch tierlosen) Gepardenbusch vorbei...
    Aber heute sehen wir Tiere!!!
    Wenige, aber wir sehen welche!!!

    Oben: Jajaja, kaum sind die Löffelhunde entdeckt rennen sie davon, die Feiglinge!!!

    Oben: Der Herr Strauss (wie er wohl zum Vornamen heisst?) hat seinen Kopf auch schon aus dem Sand gezogen!

    Wenige hundert Meter nach dem gestrigen Gepardenbusch sehen wir links der Strasse ein Auto das gestern auch bei den Geparden
    war, und was soll ich sagen...
    ...es ist immer noch (oder schon wieder?) bei den Geparden!!!
    Freude herrscht!!! :D

    Oben: Eins, zwei, drei, alle da! :D

    Oben: ...und gleich wieder so faul wie gestern schon!

    Nach einer guten Viertelstunde Geparden beim liegen beobachten raffen wenigstens wir uns auf und fahren weiter, denn heute müssen
    wir ja um 10:00 am Gate sein, da Alessandra und Fabio uns für die Zeit, die wir mit Mokoro's (Einbäumen) im Okavangodelta
    rumstochern verlassen um in den Makgadikgadi Pans National Park (klick mich) gefahren zu werden.
    Weshalb sie das tun wollen sie uns (noch) nicht sagen...
    Wir fahren also weiter, halten kurz beim Ranger-Posten und hoppsen dann wieder über übelste Tiefsandpisten weiter, sehen aber
    vor dem Tiefsand noch einige Gnu's!
    Ist ja klar dass wir innert der letzten Stunde im Park beinahe so viele Tiere sehen wie in den Tagen davor zusammen...
    ;)

    Oben: Farb in Farb, Ton in Ton!!! Schon erstaunlich wie sehr sich die Farben gleichen!

    Oben: Die Drei waren aber offenbar mehr an der Sonne als das Gnu auf der vorherigen Foto...die hier sind viel brauner!

    Oben: Und tschüss,Nxai Pan National Park (klick mich)!
    Tierarm, schüttelig, sandig, aber trotzdem schön warst Du!

    Am Gate checkt uns Obby aus während wir die tägliche Früchtepause machen.
    Die Toiletten des Gate's haben sich der Landschaft angepasst und sind so trocken dass wohl nicht mal im Spühlkasten ein Tropfen
    Wasser zu finden ist!
    Konsequenterweise hat man die Türen zu den Toiletten verschlossen...
    Na ja, Büsche hat's ja genug in der Gegend.
    Wir sind um halb zehn Uhr am Gate und um zehn Uhr sollte der Bus für Alessandra und Fabio mit den Zweien abfahren,
    aber, wie jedem Afrikareisenden auch ohne Erwähnung klar ist, der Bus ist um zehn Uhr natürlich nicht da.
    Also ruft Obby mal ins Büro an und promt gibt's News:
    -Der Bus ist soeben abgefahren und wird in etwa 10 Minuten da sein.
    -Eine Tasche, auf die die Beschreibung meiner Tasche passt wurde in Johannisburg gefunden, nach Kasane geflogen, ist nun zu uns
    unterwegs und wird uns wohl irgendwann am Mittag oder am Nachmittag erreichen!
    Aber man könne die Tasche nicht genau identifizieren!
    Hm...
    Meine Tasche ist mit mehreren Adressanhängern versehen, hat ein Fach mit meiner Visitenkarte drin und die sind sich nicht sicher
    ob das meine Tasche ist... :-/
    Das bringt mich eher zur Annahme dass sie es nicht ist als dass sie es ist! :(
    Ich rechne zumindest nicht damit meine Tasche je wieder zu sehen! :(
    Um zehn nach zehn kommt doch tatsächlich der Bus für die beiden Italo's.
    Wir alle verabschieden uns herzlich von den Zweien, es tut beinahe etwas weh...
    Wir hatten's so lustig zusammen...
    Aber sie wollen nicht mit uns ins Okavangodelta, warum auch immer...
    Kaum sind sie weg fahren auch wir weiter, wir haben ja auch noch etwas Strecke vor uns bis Maun!
    Die Teerstrasse ist wieder in einem Top-Zustand, wir düsen mit hoher Geschwindigkeit durch die karge Landschaft!
    Links Busch, rechts Busch, sonst nichts...

    Oben: Abwechslung zur monotonen Buschlandschaft an der Strasse: Zebrastreifen im Busch!
    Ist aber ok, denn auf der Strasse würden sie ja auch nichts nützen, hier hat's nun mal keine Fussgänger...

    Oben: Einsamer kleiner Strommast, auf seine Krücke abgestützt...steht tapfer seinen Mann!!!

    Oben: Offenbar wurden in der Gegend einige Strommasten ausgesetzt, hier wieder so ein einsames Kerlchen...

  • Holzkofferneubau der 2.

    • Picco
    • 5. November 2015 um 07:31

    Hoi Anton

    N E I D ! ! !

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 5. November 2015 um 07:30

    Hoi Herby

    Zitat von Balu

    Soso, in Europa warst du also schon mal! Wie ist's denn da so? :mrgreen:


    Tierlos...ausser in bella Italia, da hats sehr viele (meeres)Tiere (für kurze Zeit auf meinem Teller)...

    Zitat von Balu

    ...die Panamericana bereisen.


    OK, Damit hast Du ja Nordamerika auch schon drin, dann nach Südamerika nach Australien rüberschippern und schon hast Du genug Infos zum Reisebericht schreiben! :twisted:

    Zitat von Balu

    Aber ob meine Schreibe so witzig und die Bilder so gut wie bei dir werden?


    Versuch und Irrtum helfen...war bei mir nicht anders! 8)

    Zitat von Balu

    Du hast ja die Messlatte ziemlich hoch gelegt. 8):wink:


    Huch! Nun fühlt sich mein Bauch aber gepinselt!!! :wink:
    Danke!

  • Reisebericht: Picco schaukelt durch Botswana...

    • Picco
    • 5. November 2015 um 07:25
    Zitat von Alter Hans

    Auf die Fotos von den gepardentauglichen Elefanten freue ich mich besonders lieber Picco!


    :lol: Ich auch, ich auch!!! :lol:

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