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Beiträge von Picco

  • Heizleistungsbedarfsrechner für Luftheizungen

    • Picco
    • 15. November 2016 um 17:57

    Hoi Clerk

    Auf mich wirkt Dein letzter Beitrag etwas beleidigt...das war sicher nicht die Absicht der hier Schreibenden!
    Pelzerli und ich rechnen übrigens beruflich unter anderem beinahe täglich einen Wärmebedarf, wir können schon beurteilen ob Du weit daneben liegst oder nicht, was Du bei den kurzen Tests die ich gemacht habe nicht tust.
    Aber der Rechner ist halt etwas rudimentär und kann z.B. keine Alkovenkabine rechnen.
    Auch wenn die Unterschiede nicht weltbewegend sind, sie können (nicht 'müssen') ausmachen ob die Heizung passt oder nicht!
    Aber als erste Abschätzung reicht Dein Rechner sicherlich, wenns nicht eindeutig ist kann man immer noch mit meinem Rechner aus der Wissensbasis der Womobox (klick mich) genau rechnen.
    Hast Du den mit 'wissenschaftlichen Rechner' gemeint?
    Damit wurden schon einige Boxen von den Usern berechnet, auch wenns weniger einfach ist als Deiner und auch eine deutlich vereinfachte Version dessen was man als Profi rechnet. Aber er ist zugegebenermassen komplizierter, aber auch genauer.

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 15. November 2016 um 17:48

    Tag 9: Ab ins Kigali Genocide Memorial Centre

    Oben: Unsere heutige Etappe

    Lärm!
    Um 03:30 Uhr!
    Nachts!
    Grmpfl!
    Alles wälzen und umdrehen nützt nichts, der Lärm bleibt trotzdem!
    Ab etwa 05:45 hör ich wieder die singenden Soldaten die Strasse raufrennen, diesmal zwischen stinkenden Lastwagen und tuckernden Motorrädern, von den Fussgängern ganz zu schweigen!
    Es ist zwar Sonntag, aber offenbar arbeiten die Ruander auch heute!
    Und auch ich arbeite, denn in meinem Toilettenspühlkasten klemmt das Einlassventil...also wird da mal was rumgeschraubt bis es wieder brav seine Pflicht erfüllt!
    Um 08:00 Uhr treten Sven und ich gleichzeitig aus unseren Zimmern und machen uns auf den Weg zum Frühstück!
    Heute ist eine andere Bedienung dran, dafür sind die hilfreichen Zettel von gestern nicht mehr da!
    Nun müssen wir bei allen Speisen und Getränken raten was es sein könnte...
    Bei den Früchten ist's ja noch einfach, bei der Suppe wirds schon schwiriger, deshalb lassen wir die auch links liegen!
    Die Thermoskannen mit Milch, Wasser und Kaffee müssen per Nase erforscht werden um das richtige Getränk zu bekommen, schaade!
    Irgendwann kommen immerhin bei den Speisen wieder Zettel ran, es gibt heute Bananen, Mango, Spanish Omelette, Fleischeintopf, Pasta mit Tomatensauce, Fischsuppe, Erbsen, Bohnen, hartgekochte Eier und Knusperkekse...halt ein ausgewogenes Frühstück!
    Odrr so...
    Um 10:00 gehts zu Fuss in Richtung des Kigali Genocide Memorial Centre!
    Sven macht einen auf 'archaischer Afrikabezwinger' indem er seinen etwa 1,5m langen Wanderstock, den er am Nyiragongo gekauft hat, mit sich rumträgt.
    Wir verlassen das Hotel mit Wanderstock bei Sven und Rucksack inkl. Wasserflasche bei mir und latschen die KN-1-Road runter bis zur Kreuzung wo die KN-8-Avenue nach recht unten abzweigt...
    Namen haben die für ihre Strasse, tststs...
    Von dort gehts den Hügel runter, unten im Tal über die Brücke und dann bei der Abzweigung der KG-14-Avenue (auch wieder so ein toller und fantasievoller Name...tststs...) rechts wieder einen Hügel hoch...und ich merke schon dass erstmals meine Beine wieder ohne Muskelkater funktionieren!
    Es ist aber recht warm und so sind die Schweissdrüsen am Pumpen was nur zu pumpen geht!
    Zum Glück hab ich Wasser dabei!
    Auch wenn es nur 3,1 Kilometer vom Hotel zum Genocide Memorial Centre sind, in der Wärme ist das nicht zu unterschätzen!
    Das ist eine ganz andere Nummer als die gestrigen 800 Meter vom Milles Colines zum Okapi.
    Aber nach etwa 40 Minuten sind wir auch dank für afrikanische Verhältnisse sehr rücksichtsvollen Autofahrern schon da und können den Hügel auf dem wir wohnen auch mal fotografieren!

    Oben: Der Hügel mit unserem Hotel Okapi (ungefähr über dem 't' des Wortes 'Hotel' direkt rechts neben dem obersten orangen Gebäude unterhalb des aus der Siluette ganz rechts hochragenden blau-weissen Gebäudes) und dem Bankenviertel Kigalis.
    Oder, ums einfacher zu machen, schau auf dem nächsten Bild das ich von Sven geklaut habe... (Danke Sven)

    Oben: Unter dem roten Pfeil ist das Hotel Okapi

    Und nun gehts rein ins Genocide Memorial Centre, vorbei an Wachtleuten und dem Kassierer, die sich sehr für Svens Wanderstock interessieren.
    Könnt ja sein dass er damit alle anderen Besucher in Kampfsportmanier verdrischt...odrr so...
    Natürlich wird auch mein Rucksack untersucht und wir werden auch noch mittels Metalldetektoren unter die Lupe genommen, sind aber glücklicherweise clean.
    Also gehts weiter rein zum Bürogebäude, dort erklärt uns der Mann hinter dem Tresen auf englisch dass der Eintritt 11’500RWF oder 15$ kosten soll und dass wir entweder einen lebendigen Guide auf französisch oder englisch oder einen Elektroguide zum um den Hals hängen (was beim lebendigen Guide etwas schwer fallen würde) auch auf deutsch...
    Sven 'darf' seinen Wanderstab abgeben und wir werden belehrt dass das fotografieren in den Gebäuden strengstens verboten ist.
    Dann gehts in den Nebenraum, einem kleinen Kino!
    Aber nicht so ein Kino in das zwei Männer im Urlaub gehen, nein, eines in dem nur immer wieder ein und derselbe Film gezeigt wird!
    Nämlich eine Reportage über den ruandischen Genozid von 1994 und die Verarbeitung des Geschehenen!
    Und das in französisch und mit einer kompletten Hochschulklasse neben uns...
    Anschliessend gehts wieder raus, wo wir fotografieren dürfen und es natürlich auch tun:

    Oben: In jenem Gebäude befindet sich der grösste Teil der Ausstellung...da gehts bald für einige Stunden rein!
    Vorsicht: Harte Kost!!!

    Oben: Das ist das Gebäude mit dem Kinosaal und dem Empfang, wo man die Guides (elektronisch und in Bio-Ausführung) bekommt.

    Oben: Und das ist die Karte die man zum elektronischen Tourguide bekommt, darauf finden sich alle Ausstellungen.

    Und nun gehts rein in die Ausstellung zum Denkmal des Genozides von 1994!
    Nachdem wir bei der ersten Ruanda-Tour absichtlich den Genozid links liegen gelassen haben bin ich etwas nervös wegen dem das mich da wohl erwartet!
    Es wird sicher keine einfache Kost sein!
    Aber es gehört zu diesem wunderschönen Land leider dazu...
    Als erstes wird die Geschichte Ruandas bis 1994 erzählt und mit Bildern und Ausstellungsstücken untermauert, dann folgt der Genozid mit Bildern und Ausstellungsstücken die nicht jeder ansehen sollte da auch Fotos von schlimm zugerichteten, teilweise zerhackten Leichen und verletzten Menschen, auch Kindern, zu sehen sind.
    Anschliessend folgt eine Erklärung der Aufarbeitung des Geschehenen in Ruanda mittels 'Wiesengerichten' (Gacaca, klick mich) und Fotos der Opfer.
    Da Sven während ich unten noch die Fotos der Opfer betrachte schon weiter will wartet er draussen auf mich, der ich aber ohne das zu wissen (ich hab vermutet er hat schon alles angesehen) in den oberen Stock gehe und mir den Rest der Ausstellung anschaue.
    Dort folgen einige Fakten über andere Völkermorde, unter anderem in Nazideutschland, in Namibia, Kambodscha, Armenien und Ex-Jugoslavien.
    Als Letztes folgen einige Räume mit Bildern von Kindern bevor sie im Genozid getötet wurden, Bilder aus glücklichen Tagen halt.
    Auch wenn das Ganze auch etwas den Eindruck erweckt dass man die Hauptursache etwas zu stark von den Ruandern an die Belgier und auch die Deutschen, halt die zwei Kolonialmächte die die Unterscheidung zwischen Hutu und Tutsi vorantrieben, schieben will ist es eine wirklich eindrückliche Angelegenheit!
    Danach gehts raus aus dem Gebäude, wo Sven schon auf mich wartet uns sagt 'OK, gehen wir in den oberen Stock!'...
    ...was ich mit 'Von da komm ich ja...warst Du nicht schon oben?' beantworte...
    Und nein, Sven war noch nicht oben!
    Also setz ich mich auf eine Parkbank und warte während er den oberen Stock unsicher macht!
    Kaum ist er im Haus verschwunden kommt eine grosse Gruppe junger Ruander, so um die 30-40 Leute, und die setzen sich alle auf die wenigen Bänke dies hier hat.
    Es wird eng, aber ich bleib sitzhaft und schau mir an was da so läuft, denn einige etwas ältere Leute stellen sich in die Mitte
    und beginnen zu quasseln...
    Natürlich versteh ich kein Wort, aber da sich die Leute schon gegenseitig auf die Knie sitzen und mir das ganze irgendwie wie eine Schulklasse mit ihren Lehrern vorkommt steh ich auf und setz mich gegenüber auf die Treppe, mein Platz wird sofort von zwei Leuten perfekt ausgefüllt, während nun schon die vierte Person in der Mitte stehend eine Rede schwingt.
    Kaum ist Sven auch wieder draussen gehts weiter mit einigen Themengärten die zum Einen nicht mehr so sind wie sie beschrieben werden und zum Anderen doch eher eine andere Wahrnehmung erfordern als ich sie habe um einen Sinn zu ergeben...na ja...
    Erinnert mich etwas an abstrakte Kunst, aber da soll sich jeder selbst seine Meinung bilden, für mich sind sie zu weit vom Thema entfernt.
    Näher dran sind dann die 'Wall of Names', die die Namen der Bestatteten und identifizierten Gebeine auf drei Tafeln tragen.
    Am Erschreckensten find ich die geringe Anzahl Namen im Vergleich mit den bestatteten rund 250'000 Personen (so sagte es zumindest der elektronische Guide)...
    Anschliessend gehts in Restaurant des Centers wo wir einen kleinen Snack zu uns nehmen, ich Avocado mit Chiabatti plus Pancake mit Banane und Nutella, Sven einen Burger.

    Oben: Avocado mit Chiabatti...lecker!!!

    Frisch gestärkt gehts wieder auf Wanderschaft, Ziel ist wieder das Hügelchen wo wir herkamen...und es ist heiss!
    Sehr heiss!
    Unnötig heiss!!!
    Der Verkehr hat zugenommen, es sind mehr Leute unterwegs...und Sven hat endlich seinen Wanderstock wieder!
    Aber das Ding hat ein Problem: Es ist zu lang für das Fluggepäck!
    Und da es morgen wieder in den Flieger geht muss das Ding gekürzt werden!
    Am Weg gehen wir an einigen Geschäftern vorbei, es sieht beinahe so aus als wären einige Garagenboxen eines Trödlers nebeneinander
    geöffnet und die Ware zum Verkauf angeboten.
    Da Sven keine Anstalten macht da nachzufragen ob die seinen Stock zersägen können hau ich ihn mal auf das Thema an und weise ihn auf
    die Läden hin...
    Und er geht doch tatsächlich in den ersten rein!
    Nur um nach kurzer Zeit wieder rauszukommen und in den nächsten Laden zu gehen.
    Dort wird geredet und geredet, vor allem aber gestikuliert und mit Fingerzeigen usw. erklärt dass der Mann ihm doch mit der Säge
    die an der Wand hängt den Stock halbieren soll!
    Herrlich zuzuschauen!
    Aber er macht das als wärs nicht das erste Mal dass er so was in einem afrikanischen Laden machen würde!
    Und der Mann kapiert was er machen soll!
    Dem Gesichtsausdruck nach aber nicht weshalb... ;)
    Egal, Sven hat seinen Stock halbiert und der Mann etwas verdient!
    Win-Win!
    :D
    Uns so gehen wir weiter auf unserem Weg den Hügel rauf...
    ...hab ich schon erwähnt dass es schweinisch heiss ist? :-O
    Und dass es steil ist auch? :-O
    So keuchen wir beinahe so laut rauf wie die schwarze Wolken und Brocken statt Feinstaub rausblasenden Liefer- und Lastwagen...
    Um 15:15 Uhr sind wir zurück und eine Dusche und etwas relaxen sind fällig!
    Nach dem relaxen checke ich noch meinen morgigen Flug online ein und buche an der Rezeption den morgigen Flughafentransfer für den
    Fixpreis von 10'000 oder 12'000 RWF auf morgen früh um 06:00 Uhr.
    Um 18:00 Uhr treffe ich Sven im Restaurant und helfe ihm seinen Flug ebenfalls einzuchecken.
    Nun haben wir die Tickets also auf dem Computer und zumindest ich auch auf dem Handy, aber wir wollen es auch in Papierform...
    ...hmmm...
    Woher kriegen wir jetzt einen Drucker und wie geben wir das Ticket dem Drucker weiter?
    Also nochmals zur Rezeption, da sitzt wieder die die kaum englisch spricht.
    Mit Händen und Füssen und etwas französisch versuchen wir ihr zu erklären was wir wollen.
    Und wir schaffens auch!
    Aber sie hat keinen Drucker und schon gar keinen SD-Card-Reader...den hat nur der Chef und der kommt erst später wieder!
    Also sitzen wir wieder ins Restaurant und trinken mal wieder was.
    Plötzlich kommt die Rezeptionistin und ruft mich zu ihrem Chef ins Büro!
    Da sitzt er, stellt sich als 'Egide Ruzindana' vor und wir plaudern über unsere bisherige und noch folgende Reise, über Ruanda im Allgemeinen
    und den Völkermord im Speziellen, über die Schweiz (er war auch schon da, in Neuchâtel), über sein Hotel und warum ich hier gebucht habe
    und zu guter letzt sogar darüber ob er mir die Tickets von der SD-Karte ausdrucken kann.
    Und: er kann!
    Und nicht nur das: Er tut's auch!
    Freude herscht! :D
    Nach einigen weiteren spassigen Gesprächen bedanke und verabschiede ich mich von ihm und verlasse freudestrahlend das Büro.
    Einen Unkostenbeitrag lehnt er entschieden ab, dafür schmeiss ich etwas mehr in die Tippbox.
    Draussen steht auch schon ein Fahrer, der mir als der vorgestellt wird, der uns morgen früh abholt.
    Auf meine Bitte hin sicher nicht später als 06:00 Uhr hier zu sein verspricht er mir dass er sicher da sein wird!
    Schön!
    Da wir schon da stehen bezahlen wir auch gleich die Zimmer, 50$ pro Nacht und Nase inkl. Frühstück.
    Natürlich wird auch die Tippbox etwas gefüttert.
    Und so gehen Sven und ich, die wir beide keinen Hunger haben, noch auf einige Fanta orange ins Restaurant, wo wir dem nächtlichen
    Kigali zuschauen und die kühle Abendluft geniessen.
    Schon um 20:30 Uhr gehts in die Zimmer, denn wir müssen ja noch packen!
    Ich breite alle meine Sachen aus und packe alles so dass es vom Gewicht her wieder passt und ich im Handgepäck nicht zu viel schleppen muss.
    Dazu leg ich alles aufs Bett und kontrolliere ob wirklich alles da ist und da hinkommt wo es hin muss.
    Und nach der Kontrolle kommt alles dahin wo es vorgesehen war, so das sich morgen nur noch den Kulturbeutel einpacken muss!
    So kann man nichts falsch machen, würde man meinen!
    Würde man...
    Nach etwas Facebook und Fotos sichern schalt ich um 22:30 das Licht aus, gute Nacht!

  • Aufbau auf den Wolf

    • Picco
    • 15. November 2016 um 17:30

    Hoi Schriener und herzlich willkommen hier

    Schönes Projekt hast Du hier, leider muss ich aber schon als Mod eingreifen, da Du im Vorigen Beitrag ein Bild, bei dem ich vermute dass Du nicht über das Cppyright verfügst, eingesetzt hast. Das ist hier im Forum nicht erlaubt. Solchen Fotos können als Link mit dem URL-Befehl eingefügt werden, siehe unsere FAQ. Solltest Du wider Erwarten der Inhaber des Copyrights sein bitte ich Dich im eine entsprechende Bestätigung. Ansonsten bitte schnellstmöglich löschen, danke!

  • Heizleistungsbedarfsrechner für Luftheizungen

    • Picco
    • 15. November 2016 um 13:56

    Hoi clerk

    Schön einfach ist Dein Rechner ja (überprüft hab ich ihn nicht), aber bitte schreib auch dass er nur für Quaderförmige Kisten geeignet ist und den Luftwechsel nicht berücksichtigt (oder hab ich das übersehen?).
    Nicht dass einer mit Alkoven denkt er habe wenn er die Innenmasse angibt auch denselben Wärmebedarf.
    Auch wäre es meiner Meinung nach hilfreich wenn zumindest der gerechnete Lambdawert der Isolation dabei stehen würde.
    Aber im allgemeinen sicher für den normalen User besser geeignet (weil einfacher) als meine Wärmebedarfsabschätzung in der Wissensbasis.

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 14. November 2016 um 17:39

    Oben: Natürlich müssen die Gorillas auch in der Hauptstadt präsent sein, so wie auch die ruandischen Farben auf den Dächern der Strassenlampen sein müssen...

    Oben: Alle paar hundert Meter finden wir solche Trenn-Abfall-Behälter, sogar mit eigenem Batterieeinwurf!!!
    So etwas hab ich in Europa noch nicht gesehen...

    Eines der Ziele die ich mir für diesen Besuch von Kigali vorgenommen habe ist der Besuch im 'Hotel des Milles Colines', besser
    als 'Hotel Ruanda' aus dem gleichnamigen, absolut empfehlenswerten Film von Terry George aus dem Jahr 2004 bekannt.
    Und schon stehen wir davor, mehr zufällig als absichtlich, obwohl ich mich mittels Handy immer etwas über unseren Standort und den des Hotels informiert habe. Denn plötzlich sagt Sven so was wie 'Ist das nicht das Hotel das Du besuchen willst?'...
    Und ja, es ist!
    Wir befinden uns oberhalb des Hotels und umrunden das Gelände zur Hälfte bis wir die Einfahrt zum Parkplatz endlich finden.

    Oben: Hier ist es also, komplet anders aussehend als im Film...aber hier hat sich jene Geschichte zugetragen!

    Wir gehen also rein, vorbei am Wachhäuschen des Parkplatzes, aus dem uns der Wachmann freundlich grüsst, weiter zum überdeckten Eingang, wo wir wie im Flughafen durchsucht werden, inklusive Metalldetektor zum Durchgehen und Gepäckscanner.
    Aber nun sind wir drin!

    Oben: Dieser Pool hat damals als Trinkwasserreservoir hergehalten...heute baden wieder reiche Touristen und Geschäftsleute drin...

    Oben: Mitten in einem geschichtsträchtigen Ort...wenn man die Geschichte kennt wirkt das alles etwas sureal...zumindest auf mich!

    Oben: Schöne Maurerarbeiten im Treppenhaus

    Oben: Der gedeckte Sitzplatz des Gartenrestaurants.

    Oben: Blick aus dem Gartenrestaurant zu den Zimmern...

    Oben: ...und zur Bar, dahinter der Pool und die Massagehütte.

    Wir trinken Coke beziehungsweise Fanta orange und geniessen die schöne Atmosphäre hier im Gartenrestaurant.
    Es gefällt uns hier echt gut, sogar etwas heimisch fühlen können wir uns nachdem ich bemerkt habe dass der Kellner 'Jean Bosco' heisst...exact wie unser Touroperator aus der DR Congo! ;)
    Wobei 'Jean Bosco' hie rwohl etwa dasselbe ist wie bei uns 'Sepp Meier' odrr so...
    Nach einem leckeren Bananen-Juice und noch je einem Fanta orange zahlen wir 14'000RWF und gehen ins Okapi zurück.
    Auch wenn noch immer extrem wenig Fahrzeuge unterwegs sind so hat der Verkehr doch merklich zugenommen, man kann nicht mehr blind über die Strasse gehen ohne dass Gefahr besteht überfahren zu werden.
    Wobei mich wohl niemand freiwillig überfahren würde, denn ich muss riesig wirken mit meinem heute extrem aufgeblähten Bauch...
    Irgendwas hier bekommt mir nicht, irgendwas...

    Oben: Am Wegesrand...die meinen es ernst mit der Sauberkeit!

    Nachdem Sven und ich etwas relaxt haben treffen wir uns um 16:00Uhr wieder im Hotelrestaurant.
    Er lernt für seine Ausbildung zum Brandschutzfachmann, ich surfe etwas im Internet und sichere Fotos.
    Um etwa 17:30 machen wir uns auf den Weg um ein Restaurant für heute Abend zu suchen, absichtlich so früh, damit wir noch Tageslicht haben für die Suche.
    Wir sehen dabei wieder den üblichen Verkehr, aber auch auffallend viele behinderte Bettler und Polizisten mit Maschinengewehren...
    Überall!
    Warum auch immer...
    Auch werde ich von mehreren Leuten angesprochen, meist etwa so: 'Hello my friend, let me show You this or that!', was ich natürlich immer anständig, aber bestimmt ablehne.
    Einer ist aber ganz hartnäckig und hält sich für was weiss ich nicht was, will wissen ob ich Frau und Kinder habe, macht meiner
    Sonnenbrille Komplimente, fragt nach unserem Hotel usw...und das alles in nur schwer verständlichem Englisch, das er nicht wirklich beherscht...
    Nachdem ich ihm zum wiederholten Mal anständig und deutlich gesagt habe dass ich seine Begleitung und seine Hilfe nicht will muss ich etwas lauter und deutlicher werden, was er beleidigt mit 'Why don’t you are Ruanda-Style?’ komentiert...
    Depp!
    Wir gehen weiter auf unserer Suche nach einem Restaurant, finden aber keines in der Nähe unseres Hotels, was uns dazu bringt wieder im Hotel zu essen.
    Beide nehmen Beefburger mit Pommes Frites und Gemüse, und auch wenns besser ist als das klapprige Huhn von gestern, wirklich lecker ist es nicht.
    Um etwa 21:30 gehen wir in unsere Zimmer und nach einiger Zeit auf meinem Balkon geh ich um etwa 22:30 Uhr ins Bett.
    Gute Nacht!
    Ja, das wünscht man sich...denn der Nachtclub, vor dem uns Jean gewarnt hat, ist heute im Gegensatz zu gestern sehr gut zu hören!
    Aber er ist auch nicht viel lauter als der Verkehr und so schlafe ich dann doch noch ein...

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 12. November 2016 um 09:26

    Hoi Wolfgang

    Zitat von Leerkabinen-Wolfgang

    ... und wann geht der Picco jetzt mit Schnorchelmaske in den Lavasee?


    Gar nicht denn die Worte 'in' und 'zum' bedeuten nicht dasselbe! :wink:

    Zitat von Leerkabinen-Wolfgang

    Auch vermisse ich die Ecken, wo es so kalt ist, daß Du zum Auftauen in den Lavasee steigen mußtest!


    Oben wars so kalt, aber der Lavasee war zu weit weg für meine tiefgefrohrenen Beine... :lol:

    Zitat von Leerkabinen-Wolfgang

    doch Vorsicht: der Umuganda Day endet auch irgendwann wieder.


    Ja, schneller als ich gedacht habe!

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 11. November 2016 um 14:07

    Tag 8: Am 'Umuganda Day' ins 'Hotel Ruanda'

    Oben: Unsere heutige Etappe

    Singende Männer!
    Wie in einem amerikanischen Soldatenfilm wenn die zum Training in Formation rumrennen und 'singen'...
    Genau so!
    Und es wird immer lauter!
    Wo bin ich hier gelandet?
    Ich grabsche nach Brille und Handy und sehe dass es 05:30 Uhr ist, draussen beginnt der Morgen die Nacht zu vertreiben...
    Ich geh auf den Balkon, eine frische Brise weht mir entgegen und direkt vor mir seh ich die singenden und dabei in Reih und Glied rennenden Männer mitten auf der Hauptstrasse raufrennen...
    ...und sonst seh ich niemanden auf der Strasse!
    Oha!
    Bin ich wirklich in Afrika?
    Na ja, ich geh wieder rein, sichere meine Fotos, dusche und mach mich mittels Kamm, Rasierer, Deo, Zahnpaste und -Bürste wieder zu einem Menschen...
    Um 08:00 wollen sich Sven und ich zum Frühstück treffen.
    Und genau darum geh ich um 08:00 Uhr ins Restaurant!
    Schlau, gelle? ;)
    Aber seh ich einen Sven?
    Nein, nicht mal einen Klizekleinen!
    Ja pennt der denn noch?
    Na ja, ich setz mich mal hin und versuch mich zu orientieren als meine Ohren den Satz 'Du sitzt am falschen Tisch’ wahrnehmen...
    ...und das noch mit Sven's Stimme!
    Und Tatsächlich: Sven sitzt einen Tisch neben mir, aber, zu meiner Ehrrettung, er war am Buffet!
    Das Buffet ist nicht riesig, aber es bietet genug, natürlich auch frische Früchte!
    Wer mag kann auch Fischsuppe haben... :-O
    Na ja, am Morgen ist das zumindest für meinen Geschmack nicht das Richtige! ;)
    Da bleib ich lieber bei Kaffee, Passionsfruchtsaft, weissen Bohnen, Ananas und Bananen...
    Brot hätte es auch, aber das vertrag ich aktuell nicht, weshalb auch immer!
    Sven bestellt uns noch je ein spanish Omelette, was das Frühstück perfekt abrundet!
    Nach dem Frühstück lade ich mir vom nun wieder auch ohne Tethering funktionierenden Internet die Offline-Karten für Ruanda und Tansania aufs Handy und wir bemerken auch jetzt wieder dass wir niemanden auf der Strasse sehen...
    Um 10:00 Uhr machen wir uns auf den Weg, raus aus dem Hotel und rauf auf die völlig leere Strasse!
    Denn heute ist der letzte Samstag im Monat und an eben diesem letzten Samstag im Monat ist in Ruanda 'Umuganda Day'!
    Da ja jeder ganz genau weiss was 'Umuganda Day' bedeutet schreib ich hier nicht dass an diesem Tag die ruandische Bevölkerung von der Regierung dazu angehalten ist das Land zu säubern. ;)

    Oben: Das Okapi-Hotel von aussen

    Schon sehr speziell...
    Ohne grossartig links oder rechts zu schauen treten wir aus dem Hotel und überleben das ohne umgefahren zu werden...
    Und das in einer afrikanischen Hauptstadt!
    Die Strasse vor dem Hotel, die dem armen Sven mit ihrem Lärm den Schlaf geraubt hat (er hat sein Zimmer auf diese Seite, ich mein Neues zur anderen Seite hin...), ist menschenleer!
    Und noch besser: Sie ist auch Fahrzeugleer!
    Nur Stehzeuge stehen rum, aber nix was fährt, nix!
    Da unsere Portemonaies lautstark einen Geldautomaten verlangen gehen wir mal los und schon bald finden wir einen!
    Und gleich auch die ersten Menschen, nämlich Wachpersonal!
    Sonst ist nirgends jemand zu sehen, nur Wachpersonal und vereinzelte Touristen.
    Selbst die Geschäfte sind alle geschlossen!

    Oben: Geschäftskomplex unweit unseres Hotels, mitsammt funktionierendem Geldautomaten, Tageslimit 400'000RWF.

    Oben: Es wird geputzt bis die Strassen blitzen!

    Oben: ...oder die Besen aufgeben...

    Oben: Es ist beinahe unheimlich, man kommt sich vor wie in einer Geisterstadt!!!

    Oben: Wohin man schaut, keine Autos, nichts!

    Oben: Es ist unglaublich: Ich steh mitten auf einer Kreuzung und fotografiere gemütlich in alle Richtungen und nirgends ist ein fahrendes Fahrzeug zu sehen, höchstens stehende Stehzeuge!

    Oben: Sven auf der (ansonsten) vielbefahrenen Hauptstrasse!

    Oben: Hier an einem anderen Tag stehend wäre meine Lebenserwartung wohl in Minuten zu berechnen...

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 10. November 2016 um 18:03

    Oben: Von Sven (mit seiner Einwilligung) geklautes Foto das mich beim Filmen zeigt...

    Klick mich um zum Video auf Youtube zu gelangen!

    Oben: Ja, Video! Mit dem 7-14mm-Objektiv...dafür ohne Bildstabilisator, da ich nur die kleine Kamera vorne hatte...

    Es sind ein Weibchen und ein halbstarkes Männchen, und ich hab keine Zeit die gute Kamera und das geeignete Objektiv aus dem Rucksack zu nehmen!!!
    Nach kurzer Zeit kommt das Männchen noch etwas näher, setzt sich etwa einen Meter vor mich hin...
    Nicht nur Odile hatte Befürchtungen dass er Ärger sucht, nein, auch die Gorilladame hält ihn kurz zurück...
    Na ja, ich bin es ja so langsam gewohnt dass mir Gorilla-Männer zu nahe kommen...schluck...
    Nach einigen Minuten, in denen klar wird dass sie uns keinen Platz machen, gehen wir durchs Gebüsch...
    ...und natürlich muss hier das Gebüsch in erster Linie aus Brennnesseln bestehen...danke Gorillas, nett von Euch!!!
    Was tut man nicht alles damit es diesen Tieren gut geht...
    Von der anderen Seite filme ich noch etwas weiter, dabei versuche ich auch die anderen Gorillas dieser Gruppe (es ist die Umubano-Gruppe) zu filmen, was mit dem 7-14mm- Objektiv auch dann unmöglich wäre wenn man mehr sehen würde als sich bewegende Büsche und Pflanzen!
    Aber es ist schon faszinierend: Wir sind wieder umzingelt von einer Gorillagruppe, der dritten innerhalb von fünf Tagen!
    Und dabei fällt mir auf dass ich in allen Ländern, in denen Berggorillas leben, welche in der freien Natur gesehen habe!!! :D
    Aber wir werden gedrängt weiter zu gehen...verständlich!
    Kurz hinter den Gorillas verlassen wir den bekannten Weg und gehen auf neuen Pfaden runter bis wir wieder den Eingang zum Wald antreffen, durch den wir gekommen sind.
    Danach gibts wieder eine kleine Pause, in der Odile eine Ansprache betreffend Gorillas, der Menschen hier um den Nationalpark herum und die Arbeit der Ranger und des Militärs sowie der Besonderheit Gorillas auf dem Weg zu entdecken hält während wir die Aussicht geniessen.

    Oben: Aussicht direkt unterhalb des Waldeinganges

    Nach ihrer Ansprache gehen wir wieder zwischen den Feldern durch weiter runter, bald schon verabschieden sich die drei Soldaten, natürlich mit einem Trinkgeld in der Hand!
    Weiter gehts an Schafen vorbei zum Auto, während Odile uns bestätigt dass sie auch kaum mal Gorillas zu sehen bekommt und heute wirklich ein Sonderfall war, da wir zwei unterschiedliche Gruppen zu sehen bekamen.
    So etwas habe sie selbst noch nicht erlebt!
    Schon bald sind wir beim Auto wo Jean schon auf uns wartet...
    ...natürlich nicht nur er sondern auch Souvenierverkäufer, die wir erst mal abwimmeln müssen...
    Kaum sind wir im Auto gehts wieder über die Holperstrecke, wenn auch dank einer Einbahnregelung nicht über die welche wir auf dem Herweg befahren haben.
    Um die Strassenqualität mal aufzuzeigen hab ich versucht zu filmen...

    Klick mich um das Strassenzustandsvideo auf Youtube anzusehen!

    Oben: Schüttel-Schüttel...
    Wohlgemerkt: Das ist die offizielle Strasse vom bedeutensten Touristenort in Ruanda zurück in die Zivilisation und keine Offroad-Strecke!

    Durch eine Umleitung fahren wir wieder in Richtung Hauptstrasse, Odile fährt solange mit bis wir sie in ihrem Heimatdorf abladen können. Auf dem Weg sagt sie mir nochmals die Namen unserer Gorillagruppen, die sie sich extra notiert hat und gibt ihr Walkie-Talkie an einem Rangerposten am Strassenrand ab.
    Nachdem wir uns von dieser als Guide echt empfehlenswerten und sympatischen Frau verabschiedet haben gehts los in Richtung Kigali!
    Auf dem Weg kauft uns Jean noch je eine grosse Flasche Wasser, dann gehts weiter durch hügelige und grüne Landschaften, vorbei an Tälern, Flüssen, Dörfern, LKW-Unfällen usw über Top-Strassen in Richtung Hauptstadt!

    Oben: So sehen die Strassen Ruandas in den meisten Fällen aus...

    Jean fragt uns wo wir in Kigali genau hin müssen, was wir mit 'Hotel Okapi' (klick mich) beantworten können.
    Und zum Glück kennt er das Hotel!
    Aber er warnt uns schon mal wegen einem Nachtclub, denn er hat früher seine Gäste ebenfalls da untergebracht, da das Hotel sehr gut zwischen dem Banken- und Hotelviertel sowie dem Genocid-Center liegt. Als dann jedoch in unmittelbarer Nähe ein Nachtclub eröffnete wars vorbei mit der Nachtruhe...
    Seither bringt er seine Kunden im Gloria-Hotel unter, wo wir ja auch die erste Nacht verbracht haben.
    Kurz nach 16:00 Uhr seh ich das Hotel erstmals...
    ...aber das mit dem parkieren und ausladen gestaltet sich etwas schwirig, da alle Parkplätze besetzt sind und auch der fliessende Verkehr keinerlei Rücksicht nimmt sondern sich lieber durchquetscht wo's nur möglich ist.
    Irgendwann haben wir aber auch das hinter uns und schon gehts rein in die gute Stube!
    Ziemlich gespannt ob die Buchung mit booking.com auch geklappt hat stehen wir da und...
    ...werden schon erwartet!
    Top!
    OK, die Konversation ist nicht ganz so einfach, da die beiden Damen von der Rezeption zwar gut französisch aber nur eine davon so halbwegs englisch sprechen.
    Aber mit viel Hand und Gestikeinsatz schaffen wir auch das. ;)
    Während Jean sich mal in den Warteraum setzt checken wir ein, Sven bekommt Zimmer 21, ich gleich daneben Zimmer 22.
    Ein Sicherheitsmann packt unsere Taschen und versucht erst beide, danach nur Sven's Tasche hochzustemmen...
    ...und obwohl er offensichtlich Hilfe gebrauchen könnte will er die nicht...
    So führt er uns laut schnaubend rauf in den zweiten Stock, öffnet Svens Zimmer und lädt die Tasche dort ab.
    Danach gibt er mir den Schlüssel zu Zimmer 22 und geht wieder runter um meine Tasche zu holen.
    Ich nehm den Schlüssel, schieb ihn ins Schloss, öffne die Türe und staune!
    Haben die mir nun Socken auf den Boden gelegt und eine Wechselunterhose an den Schrankknauf gehängt?
    Im Ernst jetzt???
    Boa!
    Meine Meinung vom Hotel weiss im Moment nicht was sie meinen soll...
    Völlig verdattert geh ich rüber zu Sven und frag ob er auch Unterhose und Socken im Zimmer gefunden habe, was mir nur einen ungläubigen Blick beschert...
    Also gehen wir zu zweit ins andere Zimmer und schauen uns das an...
    Sven und ich staunen ruhig ins Zimmer rein, wortlos und mit grossen Augen!
    Denn offenbar ist das Zimmer besetzt!
    Kaum schliessen wir die Türe wieder kommt auch schon der Mann mit meiner Tasche rauf und will damit ins Zimmer.
    Ich erkläre es ihm und bemerke dass er nicht gut englisch spricht, also öffne ich die Türe und zeige es ihm...
    Auch seine Augen kullern beinahe aus den dafür vorgesehenen Höhlen und er stammelt was von 'wait here'...
    Kurz darauf erscheint er wieder mit dem Schlüssel des gegenüberliegenden Zimmers 207, das offensichtlich nicht schon besetzt ist.
    Gut so!
    Schnell alles im Zimmer abgeladen und dann so gut die vermuskelkaterten Beine mich tragen runter zu Jean, denn dem wollen wir noch ein Trinkgeld geben und uns von dem liebenswürdigen tollen Kerl verabschieden.
    Zumal er heute noch in den Kongo zurück muss.
    Die Verabschiedung ist recht herzlich, die Entschuldigung der Dame an der Rezeption für die Herausgabe des falschen Schlüssels ist dem Gesichtsausdruck zu folge auch ernst gemeint, die sah ziemlich schockiert aus!
    Und das liegt nicht an meinem Äusseren...hoff ich mal!
    Anschliessend geht rauf ins Zimmer, duschen, relaxen, Fotos sichern usw...

    Oben: Mein Zimmer

    Oben: Immer noch mein Zimmer...

    Oben: Auch das und...

    Oben: ...das gehört zu meinem Zimmer...schaut hier dreckiger aus als es war, denn auch wenn die Fugen verfärbt waren wars sauber!

    Oben: Aussicht vom Zimmer bei Tag

    Um 18:00 Uhr treffen sich Sven und ich (wer sonst?) an der Rezeption und versuchen zusammen mit der gar nicht englisch sprechenden Rezeptionistin unsere Geräte mit dem Internet zu verbinden.
    Aber irgendwas klappt da nicht, die verbinden sich zwar mit dem W-Lan, aber wir kommen trotzdem nicht ins Internet obwohl sie selbst über dasselbe W-Lan zugriff aufs Internet hat!
    Aber, wie schon vorher aufgefallen ist, die Angestellten tun alles was in ihrer Macht steht um dem Gästen was zu bieten!
    Und so bietet sie uns Tethering über ihr privates Smartphone an, was wir gerne annehmen!
    Schon toll dass die Smartphones in Afrika nicht nur verbreitet sind sondern die Leute damit auch wirklich umzugehen wissen!
    Anschliessend gehts ins hoteleigene Restaurant und wir setzen uns hin.
    Dummerweise genau unter den Fernseher, der kurz darauf seine Stille unterbricht und in einer afrikatypischen Lautstärke vor sich hindröhnt.
    Schnell suchen wir das Weite beziehungsweise einen anderen Platz!!!
    Die armen Trommelfelle mussten mal wieder was erleben... :-O
    Zum Essen bestellen wir Poulet Stroganov mit Reis, wobei das Fleisch wohl von einem 100jährigen Huhn stammt...
    Ernährung ist's, aber 'gut' ist anders...
    Um etwa 21:00 Uhr gehts rauf ins Zimmer und schon bald ins Bett.
    Gute Nacht!

    Oben: Aussicht vom Zimmer bei Nacht!

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 9. November 2016 um 20:03

    Oben: Links das Grabstein von Digit, rechts der von Dian.
    Dian wurde von den Einheimischen übrigens 'Nyiramachabelli' genannt, was sinngemäss etwa 'die Einsiedlerin im Wald' bedeutet.

    Oben und Unten: Das Haus der Arbeiter, weit weg von Dian's eigenem Haus...und klein für die bis zu 30 Menschen die hier auf engstem Raum schliefen.

    Oben, unten und doppelunten: Der Bergregenwald mit seinen Pflanzen ist einfach der Hammer!!! Ich könnt stundenlang hier rumlatschen!!!

    Odile erklärt uns auch hier oben alles ganz genau und um ein mehrfaches ausführlicher als der Guide, den wir letztes Mal dabei hatten!
    Wir sehen auch etliche Haus-Überreste die wir damals nicht gesehen haben!
    Echt, ich kann diese Frau als Guide echt empfehlen!
    Toll!
    Und erst nachdem sie Sven und mich gefragt hat ob wir noch was wissen wollen und wir ihr versicherten dass wir vollends zufrieden sind gehts wieder auf den Weg runter!

    Oben: Was sehen wir denn da auf dem Weg?
    Jawohl, Gorilla-Kacke, frisch!

    Oben: ...und Ameisen...die einem zum Tanzen bringen können!
    Selbst mich Tanzmuffel!!! :-O

    Plötzlich bleibt Odile und die zwei vorausgehenden Soldaten stehen und weisen uns an dasselbe zu tun...
    Irgendwoher höre ich das Wort 'Buffalo'...ob wir nun auch noch Büffeln begegnen?

    Oben: Hmmm...was lässt und da nicht passieren???

    Und plötzlich winkt mich einer der Soldaten zu sich und zeigt nach vorne...
    und was seh ich da?
    Na was wohl:

    Oben: Gorillas!!! Mitten auf dem Weg!!!

    Oben: Und ich hab nur das 7-14mm-Objektiv griffbereit!!! Zum Glück sind wir so nahe!!!

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 8. November 2016 um 20:01

    Tag 7: Über Dian Fossey nach Kigali!

    Oben: Unsere heutige Strecke

    02:20 Uhr zeigt das Handy!
    Damit selbst hab ich ja keine Probleme, aber dass ich um die Zeit schon fertig sein soll mit schlafen find ich eine Frechheit!
    Echt, das Sandmännchen ist auch nicht mehr das was es mal war! Grmpfl!!!
    Natürlich bleib ich demonstrativ liegen bi 04:30 Uhr, denn dann muss ich aufstehen, da Jean um 05:00 Uhr kommt und wir losfahren.
    Schnell noch alles Anstehende erledigt und den letzten Rest in die Tasche beziehungsweise den Rucksack gepackt und schon geh ich raus in die dunkle, kühle Nacht!
    Kurzer Blick zu Sven's Appartement und schon weiss ich dass er Licht an hat, also offenbar auch wach ist.
    Gut so, braver Sven! ;)
    Um so früh da zu sein hat Jean ja schon hier in Gisenyi, aber in einer anderen Lodge, übernachtet.
    Vom Kongo her wärs kaum möglich und sicher nicht sinnvoll!
    Ich schleppe also mein Zeugs am mir nicht helfenden Wachmann vorbei zum Parkplatz und treffe da schon Jean!
    Nach kurzer Zeit kommt auch Sven daher und nachdem wir dem Wachmann erklärt haben dass die Schlüssel in den Zimmerschlössern stecken fahren wir schon los, es ist 05:10 Uhr!
    Jean fährt auffallend gemütlich, aber das ist wohl auch besser so, denn viele Menschen sind schon auf der Strasse.
    Die Meisten zu Fuss, viele mit dem Fahrrad und nur wenige mit dem Auto, aber offenbar alle auf dem Weg zur Arbeit!
    Um die Zeit sieht man bei uns kaum jemanden auf den Strassen...
    Kurz nachdem wir Gisenyi hinter uns haben sehen wir im Dunst links von uns den Nyiragongo mit kaum wahrnehmbarem roten Leuchten über dem Kraterrand...
    ...aber schon bald ist der Vulkan vom Dunst wieder vollkommen verhüllt und nicht mehr zu sehen...

    Oben: Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt ist auch ans Fotografieren zu denken, wenn auch von der Rückbank durch die Frontscheibe:
    Frauen auf dem Weg zum Markt!

    Oben: Halb Ruanda war schon kurz nach 05:00 auf den Beinen, die andere Hälfte ist es wohl jetzt um 06:45 Uhr...

    Kaum in Ruhengeri angekommen kommt mir Jeans unsicheres Suchen des Kinigi Park Headquarters vor als wäre er erstmals hier...
    Na ja, egal, er gehört nicht zu denen die so was verstecken und er fragt nach, was uns auch sehr schnell zum Ziel bringt!
    Schon der zweite oder dritte Operator der auf einer meiner Reisen Neuland entdeckt, auch gut!
    Kaum auf dem vollen Parkplatz ausgestiegen gehen wir dahin wo offensichtlich die meisten Touroperators hingehen, dort fragt sich Jean auch wieder durch.
    Bald verlangt er unsere Pässe und geht damit ins Büro während wir der Tanzvorführung für uns Touristen zuschauen.
    Ich hol mir einen Tee, der dort gratis bereitsteht und esse mein Lunchpaket, das wir gestern Abend in der Paradise Malahide Lodge bekommen haben.
    Es ist recht kühl und beim Blick um uns herum frag ich mich schon bei einigen Leuten wie die ein Gorillatrecking hinter sich bringen wollen...zumal ich zwei Touristen mit Krücken und Rucksack sehe...
    Es ist erstaunlich wie schlecht einige schon hier auf der kaum abfallenden Wiese zu Fuss sind...hoffentlich schaffen die's ohne jemand Anderem oder den Gorillas zur Last zu fallen!
    Nach einiger Zeit ruft uns Jean zu sich, er steht mit einer kleinen Rangerin bei einem kleinen Schild auf einer Wiese.
    Die Rangerin stellt sich uns als 'Odile' vor und erklärt uns dass sie unser Guide ist und wir zwei die Einzigen sind die zu Dian Fossey's
    ehemaliger Forschungsstation rauf gehen werden.
    Oha, übersichtliche Gruppe heute!
    Odile beginnt mit dem Erzählen von Dian's Lebensgeschichte, und sie erzählt es wirklich sehr, sehr gewissenhaft und ausführlich!
    Von Geburt bis zum Tod, inklusive diverser Schulen und Freunden usw...
    Kenn ich so gar nicht vom letzten Mal!
    Sie ist zwar nicht so einfach zu verstehen aber so im grossen Ganzen bekomm ich doch mit dass Dian nicht wirklich eine einfache und sympatische Person war...
    Zumindest Menschen gegenüber hatte sie wohl so ihre Probleme...
    Na ja, das hatten ja offenbar einige mit ihr auch, sonst wäre sie wohl kaum am 27. Dezember 1985 im Karisoke Research Center, wo wir nun hingehen, abgeschlachtet worden.
    Bald gehts los, wir besteigen nun mit Odile Jean's Wagen und fahren zum Startpunkt des Treckings.
    Ich hatte den letzten Teil der Piste in schlechter Erinnerung, aber dass mich die Erinnerung so täuschen kann hätt ich nicht erwartet!!!
    Die Piste ist nicht schlecht, die ist grauenvoll!!!
    Am Startpunkt angekommen gehen wir gleich los, das Tempo ist von Anfang an etwas hoch, vieleicht etwas zu hoch für den Anfang!
    Auf dem Weg zwischen den Feldern hindurch treffen wir Soldaten, von denen uns drei begleiten werden.
    Im Gegensatz zu meiner Tour im 2013 sind diese Soldaten freundlich und lächeln uns an, damals warens wirklich Typen denen man nicht nachts begegnen will...
    Aber Kalaschnikovs haben auch die Drei hier dabei!
    Odile erklärt uns dass wir eventuell auf dem Weg nicht nur Gorillas, andere Affen oder Antilopen sehen würden sondern unter Umständen auch mies gelaunte Büffel uns zertrampeln könnten, was sie nicht so gerne sehen würde.
    ;)
    Die Nähe zur DR Congo und die immer wieder vorkommenden Grenzüberschreitungen (meist von ruandischer Seite...) haben natürlich nichts damit zu tun...nur die Büffel...logo...
    Mit den Soldaten zusammen gehts weiter, es wird steiler und steiler, das Tempo bleibt hoch, was meine Beine nicht wirklich freut!
    Denn da steckt noch immer der Nyiragongo drin, ja, der ganze Vulkan!!!
    Das macht meine Beine richtig schwer...und bringt meine Lunge dazu durch den Mund atmen zu müssen, was ein untrügliches Zeichen für mich ist langsamer gehen zu müssen!
    Schon sind wir am Waldrand und Odile schlägt die erste Pause vor, was ich nutze um ein japsend geringeres Tempo zu fordern!
    Sven hat offenbar keine Vulkane in seinen Beinen...
    Nach kurzer Rast gehts nun über eine Mauer rein in den Wald, in dem die Gorillas leben!
    Nach einem steilen Anstieg wirds bald flacher und ich seh einige hörnchenähnliche Tiere in den Bäumen rumtoben, aber krieg kein einziges brauchbares Foto davon hin...
    ...immer ist ein Ast oder ein Blatt im Weg...
    Es geht weiter bis zu einer Weggabelung von wo man eine Bergtour zu einem Kratersee beginnen kann, und machen die nächste kurze Rast.
    Mir fiel auch schon auf dass es jetzt im Gegensatz zu 2013 keine gefüllten Säcke mehr am Boden hat und man nun wie es ja zu erwarten wäre auf den nakten Boden geht.
    Odile erklärt mir dazu dass diese Säcke jeweils da sind wenn's zu matschig wird, damit die Gegend überhaupt bewandert werden kann.
    Macht Sinn...
    Wir gehen weiter, Büffel- und Gorillakot liegt faul auf dem Weg rum, beides recht frisch, Odile meint dass beide Haufen keine Stunde alt wären...
    ...einige Minuten später bleiben wir stehen weil wir ein Blöken hören das wir nach dem ersten Wunschgedanken ‘Gorilla’ einer Antilope zuordnen.
    Aber egal was es ist, irgendetwas ist hier im Busch!
    Und das mein ich wortwörtlich!
    Ich sehe eine Pflanze rechts von mir sich bewegen und schau genauer, da seh ich schwarze Haare...

    Oben: Was sehen denn da meine scharf belinsten Äuglein?
    Ein Busch mit schwarzem Fell?
    Ab in die Knie, damit ich unter den Blättern der Büsche durchschauen kann und dann...tatataaaaaa...

    Und tatsächlich seh ich zwei Gorillas als Erster!
    Halleluja!!!

    Oben: Hallo Frau Gorilla!!! Du bist entdeckt! :D

    Ich glaubs ja kaum!
    Wir treffen auf dem Weg zu Dian Fossey's Camp eine Gorillatruppe!
    Auch wenn wir nur zwei Tiere sehen ein absolutes Ausnameerlebniss!!!
    plötzlich höre ich Stimmen anderer Menschen...
    Hmmm...
    Odile und einer der Militärs beginnen mit denen zu sprechen ohne etwas von meiner Entdeckung mitbekommen zu haben!
    Noch hat nebst mir niemand die Gorillas bemerkt, so winke ich Sven leise zu mir ran und zeige ihm was ich gefunden habe!
    Wir schauen und fotografieren nur kurz bis Odile auffällt was wir tun...und sie sofort 'No Fotos' ruft!
    Denn das lässt sich Ruanda normalerweise fürstlich belohnen mit 750$ für eine Stunde Gorillas beobachten...
    OK, wir hören sofort auf zu fotografieren, zumal die Gorillas im dichten Gebüsch auch kaum zu sehen geschweige denn zu fotografieren sind...
    Odile schreibt sich währenddem den Namen der Gruppe in ihr Notizbuch: 'Ghiranesa-Group'!
    Zumindest liest sie mir das später so vor...
    Auch wenn ich beim nachträglichen Googeln weder bei den Touristengruppen noch bei den Forschungsgruppen eine mit so einem Namen
    finden kann freu ich mich enorm über die Sichtung!
    Und erst recht darüber dass ICH die Gorillas gesichtet habe!
    Welcher Tourist kann schon von sich behaupten Berggorillas gespottet zu haben?
    Stolz-Modus 'on'!!!
    Pha, was ist schon eine Serval-Spottung...tststs...nun kann mich nichts mehr beeindrucken! ;)
    Ohne weitere Pausen gehts nun rauf zur ehemaligen Forschungsstation.

    Oben: Grün, grüner, am grünsten!!! Halt Bergregenwald!

    Oben: Übersichtsschild mit Aufzählung aller Gebäude der Station.

    Oben: Überreste der 'Bottom Cabin', die auch nach Dian's Tod von etlichen Forschern als Kabine genutzt wurde.

    Oben: Die Überreste von Dian Fossey's Kabine, die sie selbst offenbar scherzhaft als 'das Mausoleum' bezeichnete...
    ...was angesichts der Tatsache dass sie in dieser Kabine abgeschlachtet wurde doch etwas speziell ist...

    Oben und unten: Das Grabfeld der Gorillas und Dian Fossey's Grab, direkt neben ihrem geliebten 'Digit'.
    Es gibt Leute die sagen sie hätte den Silberrücken 'Digit' so geliebt wie andere Frauen ihren Lebenspartner lieben...

  • Kabinenbau Nicky Mobil

    • Picco
    • 8. November 2016 um 07:33

    Hoi zämä

    Wenn Ihr wirklich nur Warmzeitnutzer seid brauchts keine Dampfsperre.
    Die bringt im Sommer keinen Vorteil.
    Ich würde aber über das Holz, und nur da, ein Kunststoffklebeband kleben, auf das XPS überlappend. Damit hast Du auch bei kälteren Tagen einen Schutz vor zu viel Feuchtigkeitseintrag ins Holz.

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 7. November 2016 um 19:35

    Und hier noch ein Video dieses Tages: (klick mich)

    Oben und Unten: Keine Ahnung was für eine Pflanze diese und die Nächste sind, aber es sind Pflanzen und sie sehen gut aus!

    Oben: Blick von der Lodge über den Landzugang zur Halbinsel wo sich die heissen Quellen befinden.

    Nach einem Abstecher in mein Zimmer um für die morgige Reise nach Kigali mit Zwischenstop bei Dian Fossey's ehemaliger Forschungsstation zu packen geh ich wieder in Richtung Rezeption und treffe auf dem Weg auf Jean.
    Gemeinsam gehen wir zu Sven und besprechen Gott und die Welt (NP mit Flachlandgorillas, NP mit Bonobos, Schnellboot das den Lake Kivu in 3 Stunden auf der ganzen Länge befährt, Rebellen usw.) und den morgigen Tag während die zwei je ein Bier und ich eine Coke trinken.
    Jean eröffnet uns dass es schon sehr früh, nämlich um 05:00 Uhr losgeht!
    Und dass wir das Frühstück als Lunchbox mitnehmen sollen!
    Gute Idee!

    Oben und Unten: Das Rezeptionsgebäude

    Oben: Schwarzmilan als Vegetarier...

    Nachdem er uns verlassen hat geniessen wir das Abendessen, bei Sven aus Thonsalat und Carlic-Steak und bei mir aus Avocado, Gemüsesuppe und vegetarischem Curry besteht.

    Oben: Meine Vorspeise: Avocado...

    Oben: Svens Vorspeise: Thonsalat...

    Oben: Unsere Hauptspeisen: Oben Sven's Carlic-Steak, unten mein vegetarisches Curry.

    Nach dem Essen und einigem Quasseln bestellen wir unser Frühstück, das wir schon bald perfekt eingepackt in Händen halten nachdem wir das Essen und Trinken bezahlt haben.
    Kurz darauf geht Sven ins Bett und ich für's Facebook in die Lobby, wo's W-Lan gibt.
    Aber auch schon um 22:00 Uhr hau ich mich ins Bett, gute Nacht!

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 7. November 2016 um 08:44
    Zitat von sasisust

    Ciao Picco ganz herzlichen Dank für die tollen Bilder und auf keinen Fall die Fotos vom Essen weglassen, es erinnert mich so sehr an meine Afrika Zeit :D die hoffentlich wieder kommt mit dem eigenen WOMO :roll:
    Herzliche Grüsse Stefan


    Hoi Stefan

    Gerne und danke!
    Freut mich wenn es Dich an Deine Afrika-Zeit erinnert! :D

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 6. November 2016 um 10:03

    Ein Haus mit grossem, ummauertem Garten auf der anderen Seite der Bucht!
    Sven und ich sind uns sofort einig, das MUSS eine Lodge oder so was sein!
    Also latschen wir weiter, noch immer von der auf dieser Höhe von knapp 1500müM. besonders starken afrikanischen Sonne in gleissendes Licht gehüllt, schwitzend und das Japsen nur mit Mühe zurückhaltend...odrr so...
    ;)
    Bei einer Strassenbaustelle erreichen wir endlich das besagte Haus, das sich aber aufgrund der Beschriftung und der Kleidung der dort zu sehenden Menschen nicht als Lodge sondern als Mission zu erkennen gibt...
    ...Kruzifix!!! :-O

    Oben: Mission, nicht Lodge! Frechheit!

    Also alles wieder durstig zurück!
    Trotzdem nehmen wir uns die Zeit dies und das zu fotografieren, von glitzernden Felswänden über Blumen, Vögel bis zu Fischzuchten!
    OK, Sven fotografiert zusätzlich noch jeden Holzpfahl, der auch nur im geringsten an ein Baugerüst erinnert...
    ...da ist der Beruf definitiv auch im Urlaub dabei... ;)

    Oben: Talapia-Fischzucht im Lake Kivu

    Oben: Nektarvogel auf Jacarana Baum...er wollte definitiv nicht posieren... :(

    Oben: wohl eine zentralamerikanische Einwandererpflanze...aber mehr weiss ich darüber nicht, ausser dass sie sehr gut gefällt...

    Oben: Einsam und verzweifelt daliegendes Boot... :(

    Oben: Wellen wie am Meer, wunderschön! :)

    Wieder bei der Abzweigung zu den heissen Quellen angekommen ist unser Möchtegern-Guide verschwunden, also gehen wir jenen Weg!
    Wollten wir ja ursprünglich schon machen...
    Zwischen den Häusern durch geht die schlechte Strasse runter, die Kinder winken uns zum Teil scheu zu, zum Teil hören wir auch 'Money' aus ihren Mündern, was wir natürlich sofort und ohne mit der Wimper zu zucken ignorieren!
    Unten angekommen sehen wir die heissen Quellen...
    ...
    ...nicht!!! :-O
    Denn irgend ein Heini hat einen Bretterzaun drum herum gebastelt und verlangt Eintritt!
    Aber da sie nun wirklich nicht soooooooo spektakulär sind verzichten wir...
    ...als Trost hier ein Bild von der 2013er Ruanda-Tour:

    Oben: Die heissen Quellen im 2013...definitiv nicht spektakulär genug um Eintritt zu bezahlen!

    Also wieder den Berg rauf und zurück zur Lodge!
    Auf dem Weg werden wir von einigen Kindern regelrecht verfolgt, natürlich mit dem 'give me money'-Spruch auf deren Lippen...
    ...wirklich durchs halbe Dorf!
    Kaum sind wir die los fällt mir, während ich über meine rechte Schulter schaue, im linken Augenwinkel auf dass ein Typ so etwas
    wie einen Ausfallschrit in meine Richtung macht!!!
    Ich bin selbst erschrocken wie schnell ich die um die Kamera geballte Faust oben hatte...
    ...und wie schnell er wieder verschwand!
    Keine Ahnung worauf er es abgesehen hatte, wohl auf mein Portemonaie oder mein Handy...
    Und da ich über meine rechte Schulter schaute und er links von mir war dachte er wohl ich wäre ein leichtes Opfer...
    So was hab ich selbst noch nie erlebt!
    :-O
    Aber wir sind ja schon bald bei der Lodge!

    Oben: Schon das Schild vermittelt paradiesische Erwartungen!

    Kaum zurück chillen wir wieder etwas im Garten rum, trinken dort ein Sprite (Sven) und zwei Fanta Orange (ich) und fotografieren wieder etwas vor uns hin.

    Oben: Aussicht vom Garten der Lodge in Richtung Dorf

    Oben: Aussicht von meinem Zimmerzugang in Grösse einer Terrasse...

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 5. November 2016 um 09:55

    Hallo meine Folteropfer! :twisted:

    Zitat von Leerkabinen-Wolfgang

    Du Sadist! Immer spannst Du andere auf die Folter!

    Trotzdem ein schönes Wochenende


    Na ja, ob wirklich ich der Sadist bin oder Du, der Du mir an einem bekannt regnerischen, kalten, grauen Wochenende so was wünschst, darüber lässt sich streiten! :wink:

    Zitat von WoMoG

    ... den Outlet der Brauerei ?


    Den haben wir definitiv mehrfach gesehen! :lol:

    Zitat von WoMoG

    Danke für die tollen Bilder


    Gerne, und danke für das Kompliment! :D

    Zitat von wiru

    Der picco weiss halt, was ein "cliffhanger" ist...;-)


    Ihr jetzt aber auch! :twisted:

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 4. November 2016 um 16:11

    OK, vieleicht übertreib ich's ja auch ein wenig, aber mein neues 100-400mm-Objektiv fasziniert mich halt!
    Und deshalb müsst Ihr nun weitere Bilder anschauen! ;)

    Oben: Kingfisher hats hier wie Sand am Meer, mal sitzend...

    Oben: ...und mal fliegend, aber immer ist einer irgendwo!

    Oben: Der fehlende Taktvorgeber an der Pauke wird durch Gesang ersetzt, den Typen mit der Peitsche hab ich auch nirgends
    gesehen...hat sich bei den Ruderbooten so einiges getan seit den römischen Galeeren... ;)

    Oben: Leider im Gegenlicht: Fliegender Hammerkopf...

    Oben: Blick vom Frühstückstisch zum Marktplatz der Ortschaft...

    Kurz vor zehn Uhr beschliessen wir etwas spazieren zu gehen, also noch kurz ins Zimmer um 12-50mm-Objektiv zu holen und das 100-400er dazulassen und schon gehts los, raus aus der Lodge!
    Wären da auf dem Weg zum Zimmer nur nicht so viele Tiere...

    Oben: Noch ganz scheu schauen sich Herr und Frau Eidechse erstmals tief in die Augen...

    Oben: ...aber da ich die schöne Zweisamkeit störe wirft er mir heldenhaft einen bösen Blick zu...also gehts endlich ins Zimmer und darauf raus aus der Lodge!

    Sven hat zur Sicherheit nur die kleine Kamera dabei, ich meine Älteste und ein Objektiv das ich auf Safari nicht benötige...
    ...sicher ist sicher!
    Ok, wir beide ziehen auch die Schultern zurück und setzen den grimmigen Blick auf... ;)
    ...auch hier: sicher ist sicher! :D
    Für Sven ist es das erste Mal dass er so durch ein Dorf geht, aber er strahlt auch eine ziemliche Gelassenheit aus.
    Nur beim Abbiegen auf den Markt merkt man ihm etwas an dass er das nicht täglich macht.
    Auffallend ist dass nebst Fisch vor allem Bananen verkauft werden...in rauhen Mengen, aber kaum was Anderes!
    Natürlich werden wir von allen Seiten angegafft, Weisse hier auf dem Markt gibts nicht alle Tage.
    Aber alles ist recht friedlich, sogar etwas ängstlich kommen mir einige Einheimische vor, weshalb auch immer!
    Lang dauerts nicht bis wir von jemandem angesprochen werden, der uns nach einigen Fragen was wir hier denn tun schnell mal erklärt wann und wie die Fischer rausfahren und die Fische fangen und dabei geschickt einflechtet dass man doch auch mit dem Boot zu den heissen Quellen und zur Talapia-Zucht fahren kann, für 'nur' 40'000.- ruandischer Franc oder 40 Dollar...
    Wir lehnen dankend ab, was den Preis sofort auf 30$ sinken lässt.
    Trotz der immer näher kommenden interessierten Menschentraube um uns herum lassen wir ihn wissen dass wir nicht interessiert sind, da er uns aber wirklich viel Spannendes erzählt hat geben wir ihm ein kleines Trinkgeld.
    Dabei hab ich den Eindruck dass sehr genau geschaut wird wo wir unser Geld aufbewahren...Vorsicht ist angesagt!
    Wir verlassen den Markt wieder und gehen an der Brauerei vorbei, der Typ vom Markt folgt uns in einigem Abstand...
    ...und noch zwei Männer die ich am Markt gesehen habe nehmen denselben Weg...
    Wir schauen etwas rum, dabei gehen die Zwei an uns vorbei ohne von uns Notiz zu nehmen, also wohl nur Zufall dass die auch hier entlang gingen.
    Aber unser Typ vom Markt quatscht uns an und preist sich als Guide an, was wir dankend ablehnen.
    Wir gehen weiter, aber er hängt an unseren Fersen und quatscht uns nochmals an, wir lehnen wieder dankend ab.

    Oben: Abzweig zum Congo-Nile-Trail

    Bei der Wegegabelung von welcher man entweder zum Congo-Nile-Trail oder zu den heissen Quellen gehen kann quatscht er mich nochmals an, aber nun werd ich sehr deutlich, was wirklich hilft!
    Ok, wir wollten zwar ursprünglich zu den heissen Quellen, aber nur schon um ihn nicht mehr bei uns zu haben gehen wir den 'Main Trail' des Congo-Nile-Trails statt zu den Quellen...
    Ist doch wahr, wir wollen nur etwas spazieren, und das ohne Guide!
    ;)
    Die Strecke ist breit genug dass zwei Lastwagen kreuzen können, aber uns kommen hauptsächlich FussgängerInnen und Velofahrer entgegen.
    Immer wieder haben wir Aussicht auf den wunderschönen Lake Kivu, trotz schon recht grosser Hitze geniessen wir den Spaziergang!
    Zumal vom See her immer wieder mal ein schön kühler Wind blässt.

    Oben: Einer der vielen Ausblicke auf den Lake Kivu...

    Oben: Nur aus der Hüfte fotografiert, deshalb nicht ganz getroffen: Farbenfroh gekleidete Frauen auf dem Weg zum Markt!

    Aber so langsam werden wir durstig und sehnen uns nach einem Restaurant, von denen es hier aber nicht alle paar Meter eines hat...
    ...aber...
    ...was sehen meine alten Äuglein?

  • Federung optimieren

    • Picco
    • 4. November 2016 um 06:54

    Hoi Urs

    Das erklärts vollständig!
    Die Hondas waren entweder tiefer oder zumindest mit nicht originalen Federn, der Alfa war vorne tiefer mit den originalen Drehstabfedern.
    Aber zurück zu Deinen Dämpfern.
    Soeben hab ich im Oldtimer Praxis 7/2016 (klick mich) einen Bericht gelesen betreffend Einzelanfertigung von Stossdämpfern. Dabei handelt es sich um diese (klick mich) Firma in Deutschland.
    Vieleicht kann der Dir weiterhelfen?

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 3. November 2016 um 18:59

    Tag 6: Chillen im Paradies!

    Schon um sechs bin ich wach und da Sven und ich erst um 08:00 zum Frühstück abgemacht haben geh ich schon mal mit der Kamera in den Garten, denn es bieten sich schon zwei, drei Motive!

    Oben: Nach einer Nacht auf dem See kehren die Fischer zurück in ihr Dorf!

    Oben: Die Fischer, die nachts nicht auf dem See waren haben wie dieser Kingfisher noch was zu tun...

    Oben: Der Spectacled Weaver - Brillenweber (Ploceus ocularis) hat sich sein Frühstück auch schon gekrallt!
    Ist übrigens eine nicht nur bei ihm sondern auch bei den Milanen beliebte Frucht!

    Oben: Und auch der Reed Cormorant - Riedscharbe (Microcarbo africanus (Synonym.: Phalacrocorax africanus))ist schon auf den Beinen, den roten Augen nach zu schliessen hatte er eine anstrengende Nacht!

    Oben: Wo man hinknippst fliegen Kingfischer rum, tststs...beinahe eine Plage!

    Oben: Und schon kommt der erste und wichtigste Teil des Frühstückes...der Kaffee!!!
    ...und ein Fruchtsalat dazu...

    Oben: Offenbar will der Schwarzmilan auch was von meinem Frühstück...

    Oben: ...zumindest schaut er ziemlich unverfrohren und auffordernd zu mir rüber!!!

    Oben: Frühstück mit House Gecko - Hausgecko...zum Glück neben dem und nicht im Teller...

    Oben: Unser Frühstücks-Gecko, der kurz mal Sven angesprungen hat bevor er zum Schirmständer ging...
    ...er scheitert erstaunlicherweise an diesem Schirmständer und rutscht immer wieder runter...
    ...aber er gibt nicht auf! :D

    Nach dem leckeren Frühstück chillen Sven und ich etwas, es ist ja auch unser Ruhetag hier im Paradies!
    Dabei dürfen wir den Fischern zuschauen wie sie sich rudernd abschuften, herrlich zu wissen dass wir nur zuschauen und nicht mitpaddeln werden...
    Aber nur rumhängen geht dann doch nicht, etwas fotografieren muss sein...
    ...wobei Sven 'etwas' wohl etwas anders definiert als ich, denn nur so kann ich seine Angst um den Platz auf meinen Speicherkarten nachvollziehen... ;)

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 3. November 2016 um 07:10

    Hoi Hans

    Zitat von Alter Hans

    Das Mineralbad in St.M. ist nun wieder geöffnet und ich vielleicht öfters in CH?


    Du kennst Dich in meiner Gegend offenbar besser aus als ich! :shock:
    Dass das wieder offen hat wusste ich nicht mal!!! :lol:
    Ja, meld Dich wenn Du nach St.M. kommst, wenn ich es mir einrichten kann können wir uns gerne treffen!
    Dir ebenfalls eine gute Zeit.

  • Reisebericht: Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

    • Picco
    • 2. November 2016 um 19:23

    Hoi Hans

    Freut mich dass Du auch dazugestiegen bist!
    Schon ewig nichts mehr von Dir gelesen...

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