Es ist ja auch eine frage der rentabilität. Wahrscheinlich reichen die ölvorkommen sehr viel länger als 20 jahre, es werden ja immer neue ölfelder erschlossen. Nur wann hört die förderung auf rentabel zu sein, wenn man dafür in immer kompliziertere und kleinere gebiete vorstossen muss.
Ich denke die strom-infrastruktur wird sich nach und nach dem gestiegenen bedarf anpassen. Die politik schafft ja momentan die grundlagen dafür. Ob man dafür auf atomstrom als reservefaktor setzen sollte, kann man zum heutigen zeitpunkt kaum sagen. Vielleicht wäre es wirklich klug 1 oder 2 kernkraftwerke zu eventuellen pufferzwecken noch nicht abzureissen. Wenn man aber vom rasanten ausbau der erneuerbaren energien in den letzten jahren ausgeht, ist atom wahrscheinlich überflüssig. Wir sind ja da sozusagen noch in der anlaufphase, der wirkliche boom steht noch bevor.
Für meinen teil stehe ich der entwicklung eher optimistisch und wohlwollend gegenüber, als kritisch oder ängstlich, und würde sagen es ist längst überfällig. In bezug auf die verfeuerung des erdöls im verkehr ist es doch eigentlich schade drum, so bedenkenlos damit umzugehen. Wieviele plastiktüten man davon herstellen könnte
.... oder medikamente ...
Schön am e-antrieb ist auch der viel höhere wirkungsgrad, gegenüber erdöl, wo maximal 20% der im energieträger enthaltenen energie auch in bewegung umgesetzt werden. Ein e-antrieb kommt da immerhin auf ca 65%. Das ist doch ein nicht unerheblicher vorteil. OK, die energie muss auch erzeugt werden, aber auch erdöl muss gefördert, transportiert und raffiniert werden.
Auf dauer wäre wasserstoff als antrieb aber sicher sinnvoller. Gerade für uns hier, so ein wohnmöbil fährt ja auch mal sehr lange strecken am stück und braucht durch das hohe gewicht viel mehr energie. Da ist ein e-antrieb eigentlich das falsche. Aber fürs tägliche vor und nach der arbeit im stau herumstehen ists dagegen perfekt ;-.)
Michi