Zitat von BaluHallo Wolfgang,
kontaktiere doch mal den "dare2go".
Der stammt doch von da unten. Vielleicht hat der ein paar Tips.Gruß
Herby
Well, im Moment bin ich eh hier in Dland, aber im generellen kann ich zu dem Thema auch nicht sooo viel beitragen.
Als ich für Freunde vor fast zwei Jahren sowas gesucht habe, da hatte ich auch eine harte Zeit was Passendes und Bezahlbares zu finden. Kurz nach deren Abreise, als ich das Auto dann verkaufen wollte, gab's dann plötzlich mengenweise ähnliche Fahrzeuge für wenig Geld (aber so ist das wohl fast immer).
Als Grundtipp: wenn die Mädels selbst nichts von Autos verstehen, dann ist's vermutlich wichtiger vorab Kontakt mit jemand herzustellen, der/die bei der Suche und Inspektion von Kandidaten behilflich sein kann. Kleine, oft schon ausgebaute Vans gibt's eigentlich (ja nach Saison) zuhauf, und werden von Backpacker zu Backpacker weitererkauft. Oft ist das Problem, dass jede/r die nur befristet benutzen will, also auch nicht viel Geld in Wartung steckt. Also: je mehr Backpacker-Vorbesitzer, um so runtergekommener ist das Auto meist. (Nun sind die Australier selbst auch nicht so pingelig wie die Deutschen wenn's um Fahrzeugpflege geht, trotzdem steht man sich fast immer besser von austr. Privatperson zu kaufen...). Der glücklichste Treffer ist, wenn man von Rentnern einen alten Campingbus ergattern kann. Die sind dann meist 20+ Jahre alt (oder gar 30+), aber gut gepflegt mit wenig Kilometern (soll heissen meist unter 250.000), oft erster Hand, und mit Glück für 6-8000 Dollar zu kriegen (inkl. Hubdach, Kocher, Kühlschrank, etc.).
Die o.g. hohen Kilometer sind in Australien eigentlich normal, ein Fahrzeug unter 200.000 km zu finden ist in dem Budget aussichtslos! Aber irgendwie halten Fahrzeuge in Australien auch länger... Einen Toyota selbst mit 350.000+ km würde ich meist ohne Bedenken kaufen, die häufig angebotenen Mitsubishi L300 sind bei 250/270.000 km meist schon hinüber, sobald die anfangen zu qualmen ist bald ein Motor fällig... VW T4 gibt's inzwischen oft zu angemessenen Preisen, aber E-Teile sind dafür teuer und im Outback selten! Mazda Vans sind eine oft übersehene Nische - die Dinger sind stabil, und preiswert im Vergleich zu Toyotas!
U.U. ist es wert, sich vor endgültiger Bezahlung ein REVS-Zertifikat*) vom Käufer zeigen zu lassen - das bestätigt, dass auf dem Fahrzeug keine Schulden sind (dazu gehören auch lang ausstehende Verkehrsstrafen!).
*) = das hat jetzt dummerweise einen neuen Namen, aber dieselbe Funktion...
Um einen Eindruck zu gewinnen, was so auf dem Markt ist, guckt doch mal ins GUMTREE und relevante Backpacker-Foren - dort wird immer was angeboten. Manchmal ist's sogar besser, vorab schon eine Übernahme zu arrangieren, obwohl die besten Preise gibt's halt meist bei "Notverkäufen", wenn der Flieger am nächsten Tag geht...
Rego (Registrierung) muss bei Backpackern nicht im Kaufstaat sein, kann auf auf Postweg gemacht werden, WA und SA sind die einfachsten und brauchen auch keinen Tüv (= Road Worthy Check - trotzdem eventuell bei ernsthaftem Interesse einen machen lassen, wenn Wagen komplett durchfällt, dann weiss man, dass man den nicht kauft). NSW ist der schwierigste Staat, denn Autos müssen jährlich zum Tüv (= Rego Check = Pink Slip - kann sein, das nun auch in NT), wenn man dann am anderern Ende des Landes ist wird's kompliziert.
Ab und an liest man, dass Backpacker Probleme haben Versicherung zu bekommen... U.U. Versicherungsnachweis (Schadenfreiheitsrabatt-Bescheinigung) in Englisch aus Dland mitbringen (schaden kann's nicht). ACHTUNG: die gesetzliche Versicherung (Green Slip) deckt nur Personenschäden, und sollte mit einer "Third Party Property" aufgestockt werden; die kostet oft nur $100-150/Jahr und deckt fremde SACHschäden!!
Als Abschluss: immer im Budget mindesten $1000 Dollar für Notfälle lassen - Australien ist inzwischen so teuer, dass 1000$ nicht mehr viel kaufen...