Holger: sehr schöne Kabine, die Du da verlinkt hast. Das könnte ja ein Monocoque-Aufbau sein. Sehr edel - würde sich (etwas modifiziert) gut auf meinem T5 machen...
surferphotos: ich fahre jetzt seit 4 Monaten einen T5 DoKa 4motion mit 174PS - der Wagen macht echt Spaß! Bei den derzeitig verschneiten Staßen habe ich auch erstmals die Vorteile eines Allradantriebs auskosten können. So ein 4x4 hilft beim Vortrieb schon erheblich.
Aaaaber: der T5 ist und bleibt ein Transporter mit verbesserter Traktion und kein Geländewagen. In unebenem Dünengelände würde der Wagen definitiv an seine Grenzen stoßen. Außerdem wiegt mein T5 knappe 2250 kg - abzüglich Pritsche dafür aber mit Kabine dürfte ich die 3t zulässiges Gesamtgewicht erreichen. Mit Urlaubsgepäck, Wasser und Passagieren wird das Gesamtgewicht in Richtung der magischen 3.5t-Grenze bewegen. Der Wagen muß entsprechend aufgelastet werden, aber ich bewege mich damit eigentlich ausserhalb des Bereiches, für den VW das Fahrwerk ausgelegt hat. Ob diese Überlastung und solches Gelände die Lebensdauer eines T5 unbeeinflußt läßt, wage ich sehr zu bezweifeln.
Du hast zwar den T4 angesprochen, aber ich nehme an, daß sich meine T5-Einschätzungen auf den T4 übertragen lassen. Ein als Geländewagen geborenes Fahrzeug düfte da die bessere Wahl sein, allerdings haben die wahrscheinlich nicht die relative Zuladung wie ein T5, so daß gewichtsoptimierter Kabinenbau noch wichtiger wird.
Auf der anderen Seite: auf einem T4/T5 hast Du einen relativ niedrigen Rahmen, so daß das Gesamtfahrzeug trotz voller Stehhöhe in der Kabine relativ niedrig bleiben kann. Wir werden in dieser Beziehung einen etwas anderen Weg gehen: die Urlaubskabine wird einen relativ hohen Alkoven bekommen, weil wir uns in Niedrigalkoven einfach nicht wohl fühlen. Die gewonnene Höhe werden wir für einen doppelten Boden nutzen, in dem die ganze Technik untergebracht wird, so daß wir einen niedrigen Schwerpunkt behalten.
Die Länge unserer Kabine (auf der DoKa) wird etwa 2,75m werden, so daß der Hecküberhang die erlaubten 60% des Radstandes gut ausnutzt. So ein großer Hecküberhang hat natürlich den Nachteil, daß die Geländegängigkeit wieder eingeschränkt wird, aber wir werden mit dem Wagen wohl kaum jemals in 'richtiges' Gelände fahren, da ist das vertretbar.
Ach ja: wir werden die Kabine als Absetzkabine auslegen, da wir auch in Länder mit Campingplatzzwang wollen und auch dort mobil bleiben wollen. Das hat natürlich zur Folge, daß die Fahrerhausrückwand nicht heruasgeschnitten werden kann. Da man aber in einer Einzelkabine einfach nicht bequem fahren kann, haben wir uns für die DoKa entschieden. Wenn wir zu zweit unterwegs sind, wird der Platz der zweiten Sitzreihe als Stauraum genutzt. Nebenbei ermöglicht die Doka einen längeren Alkoven, so daß man darin längs schlafen kann - unseres Erachtens ein ganz gravierender Vorteil!
So, daß waren jetzt die Hintergrundüberlegungen zu unserem Kabinenbau - entnimm Dir davon, was Du brauchen kannst...
Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang