Nach einer kurzen Pause geht es dann weiter am Skógafoss vorbei zum Sólheimajökul, einer Gletscherzunge, zu der man laufen kann. Doch was ist denn das am Himmel über dem Gletscher? Irgend so ein graues Farblöschmittel hängt da rum:
Und was heißt da Gletscher? Die sind doch weiß! Der hier ist aber noch viel dunkler als die Wolken - der ist SCHWARZ!
Nun, der nahegelegene Vulkan - ich meine, daß wäre der Eierblablabla - ist ja vor nicht allzu langer Zeit ausgebrochen und hat das ganze Umland mal wieder mit einer dicken Ascheschicht überzogen. Und da es in den Jahren danach keine Niederschläge gegeben hat, die zu einer neuen, dauerhaften Schnee- und Eisdecke geführt hat, ist halt alles, was man oben sieht, schwarz. Das führt natürlich zu einem beschleunigten Abschmelzen, weil das Sonnenlicht nicht mehr reflektiert, sondern in Wärme umgesetzt wird - die Folgen sieht man hier:
Das Schild steht dort, wo 2010 die Gletscherzunge endete. Heute muß man gut 20min über Geröll und Asche laufen, um zum schwarzen Eis zu gelangen... Also wer bei solchen Bildern nicht begreift, daß wir mitten in einem heftigen Klimawandel stecken, der glaubt bestimmt auch daran, daß Trump ein Gutmensch und Segen für die Menschheit ist...
Aber weg von der Abschweifung. Anja und ich sind irgendwie doch Glückskinder. Kaum kommen wir an, treten diese häßlichen grauen Dinger am Himmel den Rückzug an. Als wir den Rückweg antreten, haben die Wolken mehr oder minder komplett reißaus genommen und wir erleben den Sólheimajökul auch noch einmal anders:
Wegen Campingplatzzwang kämpfen wir uns danach noch bis Vik, wo Sardinenparken angesagt ist. Aber zum Schlafen ist's ok, und mehr machen wir auf einem Campingplatz sowieso nicht.