Hallo Nunmachmal
Wenn ich das jetzt richtig verfolgt habe, dann hast du dich mittlerweile in mehrere Voraussetzungen "verbissen"
1. Ich möchte nicht mehr solch einen Frontkratzer wie ich jetzt habe.
2. Mein Radstand soll ziemlich genau 3,40 haben
3. Ohne Waschmaschine läuft gar nichts.
Zu 1: Du hattest in deiner Antwort auf meinen letzten Beitrag ausführlich erklärt, warum du keinen 4x4 möchtest. Verstehe gar nicht, warum. Ich hatte nichts von 4x4 oder Allrad erwähnt...
Aber 2 Dinge zur Traktion. Ich bin ziemlich sicher, dass dein nächstes Fahrzeug mehr Gewicht auf die Vorderachse bekommt als dein jetziges. Du selbst befürchtst ja, dass es (bei längerem Radstand) vorne eher zu viel wird. Der Fronttriebler ist ja insbesondere solch eine schlechte Lösung bei zu wenig Vorderachslast (also z.B.nasse Wiese und schöne lange Heckgarage).
Noch ein Beispiel: Ich saß mal fest mit einem Heckgetriebenen (Vorgänger vom Sprinter) und habe mir in der Situation sehnlichst einen Frontgetriebenen gewünscht. Warum? Weil ich mit voll eingeschlagenen Rädern raus fahren musste! Und der (schwache) Vortrieb der Hinterräder schubste das Fahrzeug leider so gar nicht in die Richtung, in die die Vorderräder zeigten. Da nützte mir auch meine 100 %-Sperre nichts.
Zu 2: Ich habe bisher 2 Begründungen für deinen Radstand gehört. Das eine ist der größere Wendekreis. Aber der ist vielleicht gar nicht mehr so entscheidend, wenn du mit deinem "Rentnerfahrzeug" nicht mehr jeden Tag in die engen Parklücken vor deinem Haus rangieren musst. Außerdem denke ich, die Fahrzeuglänge ist wichtiger dafür. Nach meiner Schätzung wirst du mit dem nächsten allein wegen der größeren Länge nicht dort stehen, wo du heute rein passt. Du schreibst, dass bei 3,65 der Wendekreis 1 m größer ist zum kürzeren Radstand. Ja, zum Serienradstand. Wenn du die 3,4 m haben möchtest, schrumpft dein Argument von einem Meter auf etwa die Hälfte.
Dein zweites Argument für deine exakt passenden 3,40 m ist die "optimale Gewichtsverteilung". Das kann ich nicht nachvollziehen. Das ist ein wichtiges Kriterium im Grenzbereich oder bei hochdynamischen Fahrzuständen. Und zwar besonders bei Fahrzeugen, die eher wegrutschen bzw. ausbrechen möchten. Aber nicht bei den Fahrzeugen, die kippen möchten. Bei "wohnmobiler Fahrweise" findest du durch Fahren nicht heraus, ob der Schwerpunkt 20 cm weiter vorn oder hinten liegt.
Es kommt mir vor, als ob du dich um eine Stelle HINTER dem Komma kümmerst und dafür in Betracht ziehst, dein neues Fahrzeug zu zersägen.
Für die Stelle VOR dem Komma halte ich deine Fahrwerkabstimmung. Dein Fahrzeug - egal welches es wird - hat in keinem Fall eine OPTIMALE Fahrwerkabstimmung für das maximal zulässige Gesamtgewicht, mit dem du voraussichtlich unterwegs sein wirst. Die Abstimmung von Federn, Dämpfern, Stabilisatoren, Reifen, Luftdrücken und von Vorder- zu Hinterachse sind ein Kompromiss zwischen voller und keiner Beladung. Und selbst wenn du als Perfektionist hier nichts dran verändern würdest, könntest du dennoch fahren - so wie hunderttausende andere auch.
Eigentlich wollte ich die Sache mit dem eventuellen Zersägen nur nochmals relativieren, das tut doch weh
.
Zu 3. Wer eine Waschmaschine mitnehmen möchte, der möge das tun. Ich denke, die kann ich nicht wegdiskutieren :D.
Weinachtlicher Gruß Restler