Hallo Lothar,
ich hatte den 120 l mit Kältespeicher. Jedenfalls bei dem war die Rückseite und die Oberseite mit Kunststoffteilen abgedeckt, die wohl einen Luftkanal bilden sollten. Die Teile lassen sich relativ einfach demontieren. Das hat bei mir etwas die Leistung verbessert. Da ich sowohl einen Kühlschrank, als auch eine Box (in meinem 2. Womo) mit ähnlicher Größe nutze und die Box deutlich weniger verbraucht, habe ich mir (als Laie) überlegt, woran das liegen mag. Ich vermute, daß bei dem senkrecht stehenden Kühlschrank vor allem bei schlechten Straßen die Türe vibriert und dadurch trotz Dichtung immer ein wenig Kaltluft nach unten "herausfällt". Bei der nach oben öffnenden Box kann das nicht passieren. Wenn bei Dir jetzt die Dichtung nicht mehr optimal wirkt, würde dieser Effekt verstärkt. Wegen dieser Theorie habe ich bei meinem kanadischen Ausbau ja eine Box und keinen Kühlschrank eingebaut, mit verblüffendem Erfolg.
Nach fast 4 Jahren "on the road" (allerdings nur etwa 5 Monate im Jahr) komme ich zur gleichen Erkenntnis wie Du: 2 Boxen, eine kühl, eine kleine als Gefrierbox. Beides Kompressor, trotz des Stromverbrauches. Allein schon wegen der großen Lüftungsschlitze nach Außen ist auf staubiger Piste ein Absorber m.E. bei Pistenfahrten untauglich. Für Straßenbetrieb in Europa in der 1. Welt mit guter Gasinfrastruktur und wenig Staub sind Absorber allerdings vollkommen in Ordnung und erleichtern das leidige Strromthema enorm.
Gruß
Stefan
Beiträge von Canoe
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Hallo,
wie ich schon früher berichtet habe, kann ich die Berichte von Lothar und Restler nur bestätigen. Auch bei mir ist das Kühlfach stark vereist, der Kühlschrank ist bei hohen Temperaturen dauernd gelaufen, ohne den Kühlschrank unter 10c zu halten und Antworten auf meine Mails habe ich auch nie erhalten. Ein Grund für die mangelnde Leistungsfähigkeit ist vermutlich die gekapselte Konstruktion der Luftführung. Die Luft wird dabei durch Verkleidungen hinten und oben am Kühlschrank mit einem kleinen Lüfter durch ziemlich enge Luftkanäle am Kompressor und den sehr kleinen Kühlgittern vorbei geführt. Das ist einfach unterdimensioniert bei hohen Temperaturen. Nachdem ich in Afrika die Notbremse gezogen habe und anstelle des Kissmann einen Engel eingebaut habe, habe ich festgestellt, dass der mindestens die doppelte Fläche an Kühlrippen und einem viel stärkeren thermostat gesteuerten Ventilator hat. Da er hinten offen ist, konnte ich eine viel großzügigere Luftführung vorsehen. Jetzt kühlt es auch bei sehr hohen Temperaturen und die Abschaltung ist ok.
Allerdings würde ich beim nächsten Mal eine Kühlbox einbauen. In meinem kanadischen Womo habe ich eine 60 l Box und sie braucht deutlich weniger Strom bei vergleichbaren Temperaturen als mein Kühlschrank. Sie ist dazu noch deutlich leiser.
Gruß Stefan -
Beeindruckende Technik.
Ich habe einen ganz ähnlichen Grundriß, nur meine Lösung ist lowtech. Bei Sport Berger habe ich einen Lattenrost gefunden, den man von 100 x 200 cm auf 180x200 cm ausziehen kann. Tagsüber habe ich das Bett auch hinten quer mit eingeschobenem Lattenrost. Meine 2 handelsüblichen 80x200 cm Kaltschaummatratzen liegen aufeinander. Darauf das Bettzeug. Zum Schlafen wird einfach der Lattenrost ausgezogen. Er liegt dann auf der Beifahrerseite auf der Küche auf und auf der Fahrerseite auf einer Leiste, die an der Wand über dem Dinettetisch befestigt ist. Die Matratzen lege ich dann nebeneinander. Ich ziehe einfach händisch die obere Matratze runter. Morgens das gleiche retour, indem ich die vordere Matratze auf die hintere lege und den Rost zusammenschiebe. Da Kaltschaummatratzen ziemlich leicht sind, geht das problemlos und schnell, vor allem, da wir Spannbetttücher verwenden.
Gruß Stefan -
Das ist wohl das ultimative Hightech-Mobil. http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/ar…hter-world.html
Gruß
Stefan -
Hallo Martina und Lothar,
Stimmt, Adblue und Euro 6 ist die nächste Hürde. Die aktuellen Sprinter brauchen schon Adblue. Das macht das Rückrüsten auf Euro 3 sicher nicht leichter.
Vielen Dank für Euren Superblog. Wir lesen ihn mit großem Vergnügen und er ist eine große Hilfe bei der Planung (derzeit die Mexiko Etappe).Viel Spaß noch.
Gruß Christa und Stefan -
Wie immer eine super Ausführung. Sind die Module begehbar oder hast du genug Platz zwischen den Modulen, um dich zu bewegen? Ich frage, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich die Module in sehr staubiger Umgebung alle paar Tage reinigen musste.
Gruß Stefan -
Hallo Herby,
ich fahre in Kanada normalerweise 110-120 km, mit dem Transit in Deutschland 110 km. Darüber fangen beide an zu saufen. Für Europa würde ich auch keinen Benziner kaufen. Nur wenn ich jetzt ein Fahrzeug für Fernreisen ausrüsten würde und abwägen müßte, zwischen dem Umrüsten eines Euro 5/6 auf Euro 3 oder Benzin.
Gruß Stefan -
Es gibt praktisch weltweit nur noch bleifreies Benzin (http://www.unep.org/transport/pcfv…rt-brochure.pdf). Der Mehrverbrauch hält sich in Grenzen. Ich habe in Kanada einen 5,6 l V8 Pickup mit Hubdachkabine, der mit Kabine zwischen 14 und 16, auf einer rauen Logging Road in den Rockies vielleicht auch einmal 17l/100 verbraucht. Meiner ist Bj. 2006, die heutigen Pickups haben verschiedene Spritspar-Technologien und verbrauchen etwa 2 l weniger. Das sind konservativ gerechnet 4l mehr als ein Diesel. Bei 1,50 € pro liter Benzinkosten sind das 600 € pro 10.000 km. Ein neuer Pick up mit allen Schikanen kostet in Kanada zwischen 30-35.000 €.
Gruß Stefan -
Hallo Peter,
herzlichen Dank für Deine profunden Erklärungen. Das Szenario wird durch Euro 6 sicher nicht einfacher. Ich werfe noch einmal in die Runde: Was spricht gegen Benzinmotor?
Gruß
Stefan -
Zitat von Picco
Hoi Stefan
'Klugscheissermodus on'
Das ist nicht der Venturi-Effekt, denn dieser beschreibt die Geschwindigkeitsänderung von inkompressiblen Flüssigkeiten bei sich verengenden Querschnitten, ganz salopp gesagt, siehe auch hier: Venturi-Effekt und Gesetz von Bernoulli.
'Klugscheissermodus off'Aber die Aussage zur Funktion von Fenster unten und Dachfenster ist logischerweise völlig richtig, aber das weist Du ja!
So, und nun steig ich mal vom hohen Ross wieder runter...

Hallo Picco,
Du hast natürlich völlig recht. Wenn ein Jurist sich in der Physik versucht...
Gruß Stefan -
Nach meiner Erfahrung ist die Dachluke das entscheidende Element für die Durchlüftung im warmen Klima. Wenn "unten" in der Kabine ein Fenster auf ist, sorgt die Dachluke dafür, daß die warme Luft nach außen abzieht, besonders wenn es draußen kühler ist (Venturi Effekt). Ohne Luke staut sich die warme Luft an der Decke.
Gruß Stefan -
Hallo RioPlata,
Danke für Dein Angebot. Wir sprechen einigermaßen Spanisch und lesen ist kein Problem. Wir machen uns auch für unsere Reise keine Sorgen wegen der Dieselqualität, da wir keinen DPF haben. Selbst afrikanischer Diesel (bis zu 5.000 ppm) hat uns nur den Dieselfilter verschmutzt, sonst aber auf 35.000 km keine Probleme gemacht. Ich hatte die Recherche für einen Freund gemacht, der derzeit dabei ist, sich für ein neues (oder "neues altes") Weitreise-Fahrzeug zu entscheiden. Die Ergebnisse wollte ich dann dem Forum zeigen.
Gruß Stefan -
Ob Euro 4 oder 5 ist nach meiner Kenntnis nicht das entscheidende Kriterium. Entscheidend ist, ob das Auto einen geregelten Dieselpartikelfilter hat. Den haben alle Euro 5 Motoren und die meisten Euro 4. Glücklicherweise hat mein Baujahr 2010 Euro 4 Ford Motor (auch verbaut in einigen Landrovermodellen) keinen Filter. Ab nächstes Jahr (in der Schweiz schon dieses Jahr) gilt für Neuzulassungen Euro 6. Da haben die meisten Autos neben einer weiteren Ladung an Sensoren auch AbBlue.
Die Karte zeigt die gesetzlichen Anforderungen an die Dieselqualität. Insbesondere in städtischen Gebieten bieten offenbar Tankstellen in einigen lateinamerikanischen Ländern freiwillig bessere Qualitäten an. Wie flächendeckend das insbesondere in den kritischen Hochlagen der Anden ist, weiß ich nicht.
Gruß Stefan -
Daher würde ich, wenn ich heute ein neues Expeditionsmobil bauen würde, entweder ein gebrauchtes, maximal Euro 3 Fahrzeug kaufen (schwierig in der "kleinen" Klasse bis 3,5 oder 7,5 t) oder einen Benzinmotor nehmen. Sooo viel mehr verbrauchen die auch nicht mehr. Mein V8 Pick up mit Hubdachkabine, den ich in Kanada habe, verbraucht 1-3 l mehr pro 100 km als mein Transit Diesel.
Gruß Stefan -
Hallo,
bei der Vorbereitung meiner Reise nach Lateinamerika bin ich auf folgende Information gestoßen, die alle Besitzer mit Fahrzeugen mit Dieselpartikelfilter interessieren könnte. http://www.unep.org/Transport/PCFV…ecember2013.pdf. Bei dem Link handelt es sich um eine Karte der UNO vom Dezember 2013 mit dem Schwefelgehalt im Diesel in diesen Ländern. Fazit: Immer noch nur ganz selten flächendeckend schwefelfreier Diesel zu bekommen.
Gruß Stefan -
Zitat von haklAlles anzeigen
"Erwachsene"
1x Balu (Herby) DO, FR, SA
1x Banane (Claudia) DO, FR, SA
2x Holzbock (klaus und Renate) DO,FR,SA
2x Krabbe (Astrid und Krabbe) Fr, SA
2x Urologe (Ralf und Sonny ) Do,Fr,Sa (kann mit Messer umgehen für Brotschneiden..bitte einfach einteilen)
1x VWBusman ( Angelika ) Do, Fr, Sa
1x Picco Fr, Sa (Freitag frühestens ab 18:00)
2x Tiffy (Andrea und Joachim) Sa
2x hakl (Hannes und Karin) Do, Fr, Sa
1x canoe (Stefan) Do. Fr. (Sa?)
"Kinder"
2x chris ( Ralf und Christian) Do,Fr,Sa
1x VWBusman ( Christopher ) Do, Fr, Sa -
Hallo
auch von mir ein herzliches Willkommen. Nach meiner Kenntnis von Thailand und den Nachbarländern (bin da seit 28 Jahren immer mal wieder unterwegs) braucht man 4x4 nur in der Regenzeit, da allerdings haben wir sogar die Winde gebraucht. Die Naturstraßen sind nämlich aus rotem Laterit und der wird wie Schmierseife wenn er nass wird. In der Trockenzeit reicht ein stabiler, hochbeiniger 4x2.
Ein Auto möchte ich noch zu der Liste hinzufügen: den Ford Ranger, der in Thailand gebaut wird. An sich halte ich alle von Dir genannten Autos für tauglich (den Commuter mit Einschränkung, da ihm die Bodenfreiheit fehlt), da sie stabil sind und lokal E-Teile etc. verfügbar sein sollten. Letztendlich hängt die Entscheidung von Eurem Platzanspruch ab. Der Canter oder vergleichbare Klein-LKW von Toyota (Dyna), Isuzu oder Hyundai haben deutlich mehr Ladefläche und Zuladung, sind aber Frontlenker und damit ziemlich rustikal. Die Pick-ups sind komfortabler, erlauben aber nur eine ziemlich kompakte Kabine, bei der Ihr auch mit jedem Gramm geizen müßt. Nach meiner Erfahrung sind die lokalen Karosseriebauer geschickt und findig, Leichtbau ist aber nicht deren Kernkompetenz. Ich persönlich würde daher den Canter o.ä. nehmen und mir von einem lokalen Karosseriebauer eine Box auf die serienmäßige Ladefläche bauen lassen. Gute Isolationswerte einer GfK Sandwichkabine sind ja bei Euch nicht so nötig.
Gruß Stefan -
Hallo,
3 mm GfK Innen und Außen ist wirklich viel und sehr schwer. Das ist ja schon beinahe kugelsicher. 1,5-2 mm sind üblich und voll ausreichend.
Gruß Stefan -
Bei mir ist das Trennrelais bereits serienmäßig verbaut. So steht es jedenfalls in der Betriebsanleitung. Gibt es da 2 Versionen?
Gruß Stefan -
Ich habe bei mir die die Batterie unter dem Beifahrersitz durch eine zweite ergänzt und daran die gesamte Stromversorgung des Aufbaus angeschlossen. Ich nutze damit das serienmäßig schon in die Elektronik integrierte Trennrelais und habe kurze Wege von Starterbatterie und Lichtmaschine zu den Aufbaubatterien. Die Aufbauelektrik habe ich nicht über den von Ford für Aufbauelektrik vorgesehenen Abgriffpunkt hinter dem Fahrersitz angeschlossen (hauptsächlich, da ich ehrlicherweise gar nicht wußte, daß es ihn gibt), sondern konventionell direkt an den Polen der Batterien unter dem Fahrersitz. Die ganze Elektrik (Solarregler, Sicherungen etc.) habe ich an die Trennwand zur Kabine hinter den Beifahrersitz montiert (da ist unten Platz, da die Sitzlehne sich nach hinten neigt). Das 110/220V Ladegerät habe ich hinter den Fahrersitz montiert. Damit ist Alles schön kompakt mit kurzen Leitungswegen, dort wo hohe Ströme fließen. Ich habe es so einfach wie möglich gehalten, damit ich es,wenn nötig, auch als Laie (ich bin Jurist) selbst reparieren kann. Bisher (fast 3 Jahre, knapp 60.000km unter z.T. harten Bedingungen) störungsfrei funktioniert.
Gruß Stefan