Beiträge von Canoe

    Ich habe über mehrere Jahre die Panam befahren. Da brauchst Du keinen Allrad. Ein robustes Auto mit Heckantrieb reicht völlig. Bei Deinen Anforderungen fällt mir ein älterer Sprinter Doka mit der 5 Zyl. Maschine oder ein älterer Transit Doka mit der 2,4 l Maschine ein (Finger weg vom neueren 2,2l). Beide noch ziemlich einfach, solide, ohne Abgastechnik und weltweit verkauft. Die halten auch 4 t Beladung aus. Ich hatte einen 2,4l Transit mit ehrlichen 3,8t Gewicht und hatte in 9 Jahren in Afrika und Lateinamerika keine wesentlichen Probleme. In Ländern ohne die 3,5t Grenze werden die auch mit diesem GG offiziell verkauft. Wenn Du leicht baust und nicht zuviel mitnimmst könntest Du mit 3,5t gerade so hinkommen, allerdings nur mit Festkabine und ohne Allrad. Die älteren Modelle sind leichter als die heutigen.

    Ich war und bin seit vielen Jahren in Afrika, Nord und Süd Amerika und NZ unterwegs. In Afrika brauchst du ein Fahrzeug, das mehr kann als ein serienmäßiger Sprinter Allrad eigentlich nur in einigen NP Botswanas (Achtung dort Begrenzung auf 3,5t), in Teilen von Zentral und Westafrika vor allem in der Regenzeit und in der der Sahara (große Teile bis auf Weiteres unzugänglich wegen Sicherheit). In den Amerikas nur in Teilen Amazoniens während der Regenzeit und auf einigen Spezialpisten in Südwest USA. In Europa fallen mir nur Pisten bei Offroad Rallys und vielleicht einige Pisten in Russland ein, da habe ich aber keine eigene Erfahrung.

    Also ist ein Unimog oder Prinz ein Hobby, aber zum Reisen sehr unpraktisch und teuer und höchstens emotional zu begründen.

    Danke für die Antworten. Ein Rahmenmodul hätte ich bei Queteinbau wegen der Dachbiegung auf jeder Seite mit mindestens 5 cm unterfüttern müssen. Das wäre ein ziemlicher Brocken auf dem Dach.

    Ich werde die Module also rundherum gegen Wasser abdichten. Wie ich das genau mache muss ich noch sehen. Dafür werde ich die Sicken nächste Woche genau ausmessen. Ich muß auch die Paneele erst sehen, wenn sie geliefert werden.

    Stefan

    Hallo,

    mein Umbau geht so langsam voran. Das größte Problem sind nicht lieferbare Teile. Reimo Möbelbauplatten und Eckprofile sind zum Beispiel mit viel Glück im Frühjahr wieder lieferbar.

    Als nächstes steht bei mir die Solaranlage an. Da mein Dach ziemlich gebogen ist und wegen der Dauchhauben nur ein Quereinbau möglich ist, habe ich mich für flexible Panele von Solarswiss entschieden.

    In dem Zusammenhang habe ich eine Frage an Euch: Zum Verkleben habe ich diametral unterschiedliche Ratschläge bekommen. Greenakku empfiehlt, die Panele mit 2-3 mm dicken Abstandshaltern mit einigen Sika"würsten" auf das Dach zu kleben, um wenigstens etwas Unterlüftung zu haben. Reimo rät dringend davon ab und empfiehlt vollflächig zu verkleben und die Ränder sorgfältig abzudichten, um zu vermeiden, daß Wasser unter die Panele eindringt. Wenn die Feuchtigkeit gefriert würde es die Panele absprengen. Außerdem würde ohne Randabdichtung Wasser in die Panele eindringen und sie zerstören. In dem Laden von Reimo hängt so ein Panel, an dem sich die Deckschicht abgelöst hat als warnendes Beispiel.

    Zumindest das Eindringen von Feuchtigkeit in das Panel darf eigentlich auch ohne sorgfältige zusätzliche Abdichtung mit Sika nicht sein und deutet auf Qualitätsprobleme beim Panel hin.

    Wie sind Eure Erfahrungen beim Verkleben? Welche der beiden Strategien empfiehlt Ihr? Ich wollte eigentlich die Sicken im Dach nicht abdichten (Die sind bei dem Transit etwa 10 mm hoch) um zumindest etwas Luft unter die Panele zu bekommen.

    Stefan

    Ich habe die Spannung der Lima in meinem F 150 gemessen. Bei bergab Fahrten ging sie auf bis zu 14,8V sonst nach unterschiedlicher Zeit bei Fahrt auf 13,5V und zwar auch, wenn die durch ein einfaches Trennrelais zugeschaltete AGM Aufbaubatterie nicht voll war. Das Ergebnis war, dass ich einen Ladebooster eingebaut habe und jetzt bekomme ich die Aufbaubatterie problemlos voll.

    In meinem neuen Transit plane ich Lifepo4 und da werde ich erst gar nicht rumexperimentieren. Da kommt ein Ladebooster rein, um in jeder Situation einen auf das Gesamtsystem abgestimmten und kontrollierten Ladestrom zu haben. Alles Andere ist mir zu gefährlich und ein Booster ist nicht sehr teuer.

    Ich plane so ungefähr 200 Wp. Wintercamping werden wir nicht machen. Dafür ist ein 6m Kastenwagen zu eng. Bilder vom Inneren würden derzeit nur Chaos zeigen. Im Augenblick habe ich den hinteren Teil weitgehend demontiert und versuche die Elektrik zu verstehen und Kabel zu beschriften. Natürlich hat bei einem gekauften Womo die Betriebsanleitung keine Strompläne. Was mich am meisten wundert ist, dass trotz Euro 6 die Aufbaubatterie ordentlich geladen wird, obwohl ich keinen Ladebooster gefunden habe. Möglicherweise hat Ford für die Camper ein besonderes Batteriemanagement.

    So jetzt habe ich den Transit zugelassen und die Inneneinrichtung schon teilweise demontiert. Derzeit versuche ich die Elektrik zu verstehen, um sie dann optimieren zu können.

    Ein Projekt, das ich jetzt angehen möchte ist die Umrüstung auf LiFePo4. Derzeit hat der Dexter eine 90 Ah AGM. Das reicht bei einer Diesel Truma und einem 90l Kompressorkühlschrank nie aus. Da ich aus Gewichtsgründen nicht 50 kg Blei möchte (das würden 200 Ah AGM etwa wiegen), werde ich auf LiFePü4 umrüsten. Ich bin da auf die Liontron mit 100 Ah gestoßen. Als Ladebooster möchte ich den Votronic 1212-30 nutzen. Mehr als 30 A möchte ich den Kabeln (16 mm) nicht zumuten. Was meint Ihr zu meinem Plan?

    Übrigens hat mir ein Forumsmitglied gestattet, seine Halle für den Umbau zu nutzen. Super nett und ein Zeichen, daß das Forum wirklich noch funktioniert.

    Wenn Dein Licht leuchtet ohne dass der Massepol der Aufbaubatterie angeschlossen ist, muss das Licht von der Starterbatterie versorgt werden. Also muss irgendwo eine Verbindung von den Plusleitungen des Lichtes zur Starterbatterie bestehen. Du kannst das kontrollieren, indem Du den Pluspol der Aufbaubatterie auch abnimmst und schaust, ob das Licht immer noch brennt.

    Wieder ein handwerklich perfekter Bau. Da wird man als Amateur neidisch. Aber dern Hinweis auf das Gewicht kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Schon auf schlechten Straßen zählt jedes Kilo.

    Habe ich versucht. War 3 Tage schneller. Ich habe jetzt einen Termin am 20.10. und meine alte Nummer ist auch noch da. Da muss ich mich im Alter nicht umgewöhnen.

    Der 570 hat Längsbetten. Bei 190 Größe war das wichtig für mich. Ich werde aber ein Ausziehbett bauen, da wir auch eine Dinette brauchen.

    Hallo Freunde,
    Wie Ihr wisst hatte ich seit 2010 einen Transit Allrad mit Ormocarkabine. Den habe ich im Frühjahr 2019 mit etwa 150.000 km verkauft, nachdem wir unsere Afrika- und Panamericanareise abgeschlossen haben. Eigentlich wollten wir in Europa kein neues Womo kaufen und uns auf Asien und Oceanien inkl. Australien und NZ im Winter und Nordamerika im Sommer konzentrieren. NZ hat noch geklappt, dann kam Corona. So wie es aussieht werden wir mehr Zeit in Europa verbringen als gedacht. Nach einem Trip nach Kroatien mit einem Miet-Ducato war klar, daß so etwas für unsere Art zu reisen nicht paßt. Ein neues Womo muß her und zwar ein zumindest schlechtwegetaugliches. Die erste Fahrt soll im April nächsten Jahres nach Griechenland gehen. Wegen dieser Zeitplanung ist der Ausbau einer Leerkabine bei den heutigen Lieferfristen illusorisch und der Ausbau eines neuen leeren Kastenwagens nur mit viel Glück möglich. Wir haben daher beschlossen, einen Karmann Dexter 570 zu kaufen und den nach unseren Vorstellungen bezüglich Qualität und Grundriss umzubauen. Der hat schon Allradantrieb, eine 170 PS Maschine und mit der Truma 6 Diesel, beheiztem Abwassertank, Druckwasserpumpe, Drehsitzen und einer ansprechenden Naßzelle gute Voraussetzungen. Er war mit knapp 54.000 € billiger, als ein "nackter" Sprinter Allrad. Den Grundriss werde ich umbauen und die Elektrik muß aufgerüstet werden. Viele meinen Ansprüchen an Qualität und Praxistauglichkeit nicht genügende Details werde ich ändern. Das werde ich problemlos bis April schaffen. Zusätzlich werde ich auf größere (wahrscheinlich 225/75 R16) Reifen umrüsten, einen Unterfahrschutz einbauen und zumindest an der Vorderachse die Bodenfreiheit etwas erhöhen. Das entspricht den Maßnahmen an meinem alten Transit, die sich bewährt haben.
    Ich werde ab- und an über den Fortschritt berichten. Erst einmal muß ich einen Termin zur Zulassung bekommen, das dauert in Frankfurt 2-3 Wochen, und irgendwo eine Schrauberhalle in Frankfurt oder Umgebung finden.
    Gruß Stefan

    Ich hatte eine Ormocarkabine auf einem Ford Transit Allrad. Die Kabine ist ohne Zwischenrahmen mit einigen Verstärkungen direkt auf den Rahmen verschraubt und an das Fahrerhaus angeklebt. Ich habe mit dem Auto von 2010 bis 2019 Teile Afrikas und bis auf Venezuela und Guyana alle Länder Lateinamerikas erkundet und zwar auch das Hinterland. Ich hatte zwar Schrammen und einige Reparaturstellen durch heftige Berührungen mit Wänden, Bäumen und anderen harten Gegenständen, die einfach nicht aus dem Weg gegangen sind, aber die Kabine hatte keinerlei Risse, auch nicht an der Verbindung zum Fahrerhaus. Ormocar weiss offensichtlich wirklich was sie tun.

    Hier meine Sichtweise. Es sind rein rationale Argumente, da Emotionen für mich als Jurist keine Kernkompetenz sind.
    Alte LKW sind laut, langsam, durstig und unbequem. Mit neuem Aufbau dürftest Du nach dem Buchstaben des Gesetzes kein H Kennzeichen bekommen. Du kannst aber Glück haben und einen laxen Gutachter finden, der Dir trotzdem das nötige Gutachten gibt. H Kennzeichen haben aber im Ausland keine Relevanz und befreien dort nicht von Einfahrbeschränkungen und ähnlichen an die Emissionsklasse gebundenen Gebühren und Regelungen.
    Wenn Du bereit bist damit zu leben und als Liebhaber trotzdem einen alten LKW auf- und auszubauen, dann ist solch eine Wahl sicher die subjektiv richtige für Dich.
    Grüße Stefan

    Ich hatte eine Tür von Ormocar. Die kann man nicht ins Schloß fallen lassen. Immer schön den Griff runterdrücken, zuziehen und dann verriegeln (Griff ganz hoch). Klebe doch einfach eine Metallplatte auf die Tür und schraube das Schloß dann auf die Platte. Dakann man es auch wieder abschrauben. Durchschrauben geht auch, dann müssen die Schrauben aber mit Dichtkleber abgedichtet werden. Die dann wieder aufzubekommen wird Arbeit.

    Du hast ja schon ein Womo gebaut und weißt daher was das kostet. Schau Dir mal die Preise für einen gebrauchten Teilintegrierten oder Van an und vergleiche den mit den Kosten für ein vergleichbares Fahrgestell plus neue, selbstausgebaute Kabine. Alleine ein Rücksitz mit Gurt und Isofix, der für den Personentransport zugelassen ist, kostet ein paar Tausend Euro. Ein gebrauchtes Womo hat dann schon die Zulassung für 4 Personen und gegebenenfalls Auflastung. Die Möbel kannst Du dann immer noch umbauen wie Du es willst. Heckantrieb wird aber schwierig zu finden sein.
    Grüße Stefan

    Der 2.7l Ford hat mehr als genug Power. Allerdings hat er eine geringere Zuladung. Nur mit dem Heavy Payload Package (nur mit 3.5 und 5l) hat der F 150 serienmäßig genug Zuladung. Ob und wie man einen F 150 ohne das Package in D auflasten kann weiß ich nicht. Der Transit 4x4 ist kein Ami. Gibt es bei jedem Ford Händler. Extrem macht nur eine Höherlegung. Nett, Muß aber nicht sein. Ich hatte auch keine. Ob ich aber mit einem aufgeblasen 2l Motor mit dem modernsten Euro 6 auf Fernreise gehen würde, wage ich zu bezweifeln. In Europa ist das ja ok, aber in der Mongolei? Übrigens das letzte Auto, das noch serienmäßig ohne DPF gebaut wurde mit Allrad war der Transit. Bis Ende 2012 glaube ich.

    Meine Erfahrungen bezüglich Basisfahrzeug decken sich 100% mit Piccos. Seit 2010 bin ich nunmehr mehr als 150.000 km in Afrika (Alles südlich der Linie Angola-Tansania) und in Lateinamerika (Mexiko und südlich) gereist. Das war mit einem Ford Transit Allrad, der nicht einmal liegen geblieben ist (außer Reifenpannen). Dazu noch fast 200.000 km in Nordamerika mit US Pick ups und im Rest der Welt mit Mietwagen. In allen Ländern mit Ausnahme Kubas, die ich gesehen habe, war die weit überwiegende Zahl der Autos ziemlich modern mit Common Rail Dieselmotoren, allerdings meist ohne Partikelfilter und AdBlue. Probleme mit den komplizierten europäischen nueren Abgasreinigungsanlagen der Dieselmotoren können lokale Mechaniker daher häufig nicht lösen. Sehr häufig waren Pick ups (natürlich außer Mercedes).Es gibt in jeder größeren Stadt Toyota, Mercedes, Nissan und Fordwerkstätten, die in der Ausstattung durchaus vergleichbar mit den europäischen sind. Andere Marken waren deutlich seltener flächendeckend vertreten, hatten aber regionale Schwerpunkte. Übrigends Landrover Service und Defender gibt es außer in Südafrika praktisch nirgends. Die LR Fahrer, die ich getroffen habe, hatten häufig technische Probleme und wochenlange Wartezeiten für Ersatzteile. Auch an einem Defender kann der berühmte Dorfschmied oder besser Dorfmechaniker die meisten Probleme nicht lösen. Der kennt die obengenannten häufigen Marken, LR hat er noch nie gesehen und hat auch keine Teile oder passende Altautos, die er als Spender nutzen kann. HZJ 78/79 sind übrigends in Nordamerika unbekannt und in Lateinamerika nur in einigen Ländern vertreten. Deren Revier ist Afrika, Australien und Arabien.
    Mechaniker mit Kenntnis der Womo Technik oder gar Teile für Womo Technik gibt es in der 3. Welt nicht. Ausnahmen sind Brasilien, Argentinien, Chile und Südafrika. Nutze also so viel wie möglich normale Kfz oder Haushaltstechnik. Ein Beispiel ist der Wasserhahn (richtig blöd, wenn der ausfällt). Campinghähne mit Mikroschalter gibt es nirgends, normale Grohe oder ähnlich in jedem der zahlreichen Baumärkte. Einen Solarcontroler oder einen normalen Inverter kannst Du nach einigem Suchen finden, da gerade in sonnigen Ländern mit nicht flächendeckender Stromversorgung Solar sehr populär ist. Ein womospezifisches Kombigerät gibt es nicht. AGM Batterien sind selten und teuer, aber es gibt sie, Lithium gibt es nicht, Blei-Säure Batterien an jeder Tankstelle für kleines Geld.
    Staub und Sand wird in jede Ritze, jedes Gelenk und jede Gleitfläche kriechen. Wenn die Stellen das nicht aushalten, hast Du ein Problem. Unterschätze die Vibrationen einer Wellblechpiste nicht. In der 3. Welt wirst Du Tausende KM Wellblech fahren, schon nach ein paar hundert weisst Du, welche Klebeflächen unterdimensioniert waren. Schraubverbindungen ohne Locktide oder selbstsichernde Muttern lösen sich.
    Das Design eines Womo für die 3. Welt folgt einer anderen Logik als ein Womo für Nordamerika und Europa.
    gruß Stefan