Verbindung Fahrerhaus / Kabine, Dreipunktlagerung

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Berti

Re: Verbindung Fahrerhaus / Kabine, Dreipunktlagerung

#16 Beitrag von Berti » Fr 13 Sep 2002 20:09

Wirklich Interessante Diskussion!

Habe selber einen U416. Bei mir ist die Kofferboden als Hilfsrahmen ausgelegt und auf besagter 3 Punktbasis montiert. Eine interessante Variante meines Fahrzeuges ist die starre Verbindung zwischen koffer und Fahrerhaus (welches ja ebenfalls an 3 Punkten mit dem Rahmen verbunden ist). Diese Konstruktion hat einer der Vorbesitzer des UMogs gebaut. Was haltet Ihr davon??? Ich habe den Wagen noch nicht im Gelände mit starker Verschränkung bewegt. Ich bin mir nicht sicher ob Verbindung oder Rahmen zu brechen droht oder der Gesamtaufbau komplett schwingt. Es gint auf Island Unimogs mit Busaufbauten, wäre interessant wie die den gesamten Aufbau montiert haben.

Berti

Ein paar Bilder des MOGs gibt es unter www.selbstfahrer.de
oder direkt unter http://www.selbstfahrer.de/u-mog.htm

> An Fritz, Jens und wen es sonst noch interessiert
>
> Liebe Leute,
>
> auch ich bin der Meinung, dass die Verbindung des Aufbaus zum Fahrerhaus unbedingt elastisch sein muss. Der Faltenbalg wäre eine Möglichkeit, es geht aber auch einfacher.
> In USA hatte ich einen Chevy - Pickup mit Kabine in der Ladefläche.
> Diese hatte vorne ein großes Schiebefenster. Ein weiteres solches Fenster war im Führerhaus.
> So konnte man eine Verbindung herstellen, und beide Fahrzeugteile waren voneinander getrennt.
> Wenn man diesen Gedanken weiterverfolgt, könnte man zwei sich gegenüberliegende Türen oder Klappen bauen. Ein anderer Aspekt ist nämlich die Tatsache, dass bei extremer Verwindung die Kabine an das Fahrerhaus anschlagen kann, so gesehen sollte man einigen Abstand lassen.
>
> Dreipunktlagerung
>
> Nach meinem Kenntnisstand ist eine Lagerung im dreidimensionalen Raum dann, und nur dann statisch eindeutig bestimmt, wenn sie genau drei Auflager besitzt. Ich kann mir daher die doppelte
> Dreipunktlagerung überhaupt nicht vorstellen. Wie ist die Anordnung, welche Vorteile hat sie.
>
> Viel Spaß und Erfolg mit eueren Projekten.
>
> Reiner

Gast

Die Bilder direkt

#17 Beitrag von Gast » Fr 13 Sep 2002 23:54

Wolfgang hat zwar beschrieben, wie man die sehen kann, aber trotzdem hier noch mal Roberts Bilder für eine Woche auf meine Homepage geladen zum kopieren.
Gruß Dieter

<img src=http://www.pader-online.de/jurgelucks/b ... ipunkt.jpg>
<img src=http://www.pader-online.de/jurgelucks/b ... ahmen1.jpg>
<img src=http://www.pader-online.de/jurgelucks/b ... ahmen2.jpg>

jens voshage
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doppelte 3-punkt-lagerung

#18 Beitrag von jens voshage » Mo 16 Sep 2002 21:56

ich bin heute auf der IAA nutzfahrzeuge extra unter einen unimog gekrabelt. vor ihm stand ein schild, auf dem auf die doppelte drei-punkt-lagerung hingewiesen wurde. nun meine erkenntnisse (ich bin LT-fahrer - vielleicht habe ich was wichtiges übersehen):
der rahmen der doppelten drei-punkt-lagerung sah wie eine raute (so wie die haribo salinos) aus. die spitzen ecken waren vorne mittig und hinten mittig am leiterrahmen angeschlagen. die stumpfen ecken gingen auf halber länge außen an den rahmen. das ganze passt ja auch gut zu den überlegungen, die hier schon gemacht wurden (das es in diesen punkten beim verschränken der achsen keine verwindung gibt). also nicht zwei drei-punkt-lagerungen in einander, sondern die jeweilige basis des dreiecks "zusammen".
ach ja noch etwas, nur der vollständigkeit halber: der unimog-rahmen sieht völlig anders als der rahmen vom vario 4x4 aus. der leiterrahmen des vario ist ja oben "glatt" oder gerade. der rahmen hat jedoch eine "tallie". das bestätigt wohl meine sicht, dass der unimog-rahmen verwinden soll (um die bodenhaftung der räder zu erhöhen) während der leiterrahmen des vario möglichst stabilität bringen soll. wenn er sich verzieht, sind das wohl die kräfte, die der rahmen nicht bändigen kann, nicht jedoch ein gewünschter effekt.
jens

Gast

Re: doppelte 3-punkt-lagerung

#19 Beitrag von Gast » Di 17 Sep 2002 00:08

Hallo Jens,
besten Dank für Deine Schilderung incl. Deiner exakten Beobachtungen.

Vorab: Der Rahmen beim neuen Vario ist gerade (ohne Buckel), bei meinem Allrad Bj 1993 allerdings nicht (mit Erhöhung über der Hinterachse), deshalb meine Vermutung, daß damals Unimog+Vario-Allrad-Rahmen identisch oder ähnlich waren. Bei meinen Tests konnte ich 1 Rad um ca. 40 cm anheben, ohne daß die anderen 3 Räder den Bodenkontakt verloren und das trotz sehr kurzer Federwege.

Deine Schilderung zum Unimog-Rahmen war eindeutig und deckte sich mit den Besprechungen hier. Dazu noch eine wichtige Verständnisfrage für mich:
Bezieht sich die von Dir beschriebene Karo-4Punkt-Aufhängung nur auf den Aufbau oder war das Fahrerhaus ebenfalls mit einbezogen.

Beste Grüße, Dieter


> ich bin heute auf der IAA nutzfahrzeuge extra unter einen unimog gekrabelt. vor ihm stand ein schild, auf dem auf die doppelte drei-punkt-lagerung hingewiesen wurde. nun meine erkenntnisse (ich bin LT-fahrer - vielleicht habe ich was wichtiges übersehen):
> der rahmen der doppelten drei-punkt-lagerung sah wie eine raute (so wie die haribo salinos) aus. die spitzen ecken waren vorne mittig und hinten mittig am leiterrahmen angeschlagen. die stumpfen ecken gingen auf halber länge außen an den rahmen. das ganze passt ja auch gut zu den überlegungen, die hier schon gemacht wurden (das es in diesen punkten beim verschränken der achsen keine verwindung gibt). also nicht zwei drei-punkt-lagerungen in einander, sondern die jeweilige basis des dreiecks "zusammen".
> ach ja noch etwas, nur der vollständigkeit halber: der unimog-rahmen sieht völlig anders als der rahmen vom vario 4x4 aus. der leiterrahmen des vario ist ja oben "glatt" oder gerade. der rahmen hat jedoch eine "tallie". das bestätigt wohl meine sicht, dass der unimog-rahmen verwinden soll (um die bodenhaftung der räder zu erhöhen) während der leiterrahmen des vario möglichst stabilität bringen soll. wenn er sich verzieht, sind das wohl die kräfte, die der rahmen nicht bändigen kann, nicht jedoch ein gewünschter effekt.
> jens

jens voshage
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Re: doppelte 3-punkt-lagerung

#20 Beitrag von jens voshage » Di 17 Sep 2002 10:00

> Bezieht sich die von Dir beschriebene Karo-4Punkt-Aufhängung nur auf den Aufbau oder war das Fahrerhaus ebenfalls mit einbezogen.

ne, das bezieht sich nur auf den aufbau (war in dem falle eine pritsche). das fahrerhaus ist beim unimog doch immer getrennt (aus meiner sicht gibt es drei teile: fahrgestell/rahmen, aufbau und fahrerhaus).
jens

Gast

Re: doppelte 3-punkt-lagerung

#21 Beitrag von Gast » Di 17 Sep 2002 15:50

Hallo Dieter!

Normalerweise ist das Fahrerhaus einzeln gelagert. Beim Mog zB. sitzt es auf einer eigenen Lagerung mit 2 Punkten vorne und einem hinten in der Mitte.

Robert

Gast

danke für die Antworten

#22 Beitrag von Gast » Di 17 Sep 2002 16:59

zumal ich so langsam in die Detailplanung für den Hilfsrahmen mit komb. Aufnahme für diverse Tanks gehe (niedriger Schwerpunkt).

Parallel zu Euren Informationen habe ich noch die Aufbauvorschriften des Herstellers angefordert - allerdings noch nicht erhalten.

Ich habe auch schon mal daran gedacht, den Rahmen einer alten Kipperbrücke mit Aufnahmen (nur komplett umgedreht) zu verwenden. Das wäre eine variable 3-Punkt-Befestigung (natürlich ohne Hubzylinder), bin mir aber noch nicht sicher, ob die Statik des Leiterrahmens das so verträgt.

Die Doppelkabine meines älteren Vario Allrad ist übrigens nur vorne an 2 Punkten mit Gummipuffern befestigt. Mittig und hinten liegt es nur auf je 2 Gummipuffern auf, die in den Kabinenboden hineinlaufen, bei größerer Verwindung aber komplett frei sind.

Gruß Dieter

dj
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ein paar Fotos

#23 Beitrag von dj » Do 14 Aug 2003 09:49

zur Dreipunkt-Lagerung

Gruß Dieter

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