Fragen zu geländegängigen WoMos

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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jens voshage
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Re: Fragen zu geländegängigen WoMos - hubkabine

#16 Beitrag von jens voshage » Di 03 Sep 2002 01:25

> > zweites problem: unauffällig stehen ist auch nicht möglich, da das hochgefahrene dach immer gleich zeigt: da wohnt jemand drin.
> Das ist es so oder so nicht, als WoMo wird es immer erkannt.

generell kann man das nicht sagen. wenn wir mit unserem alkoven in der stadt übernachten, erkennt niemand auf den ersten blick, ob da ein womo parkt oder ob da jemand im womo übernachtet. klar, dass ist in der natur anders. wenn irgendwo an einem see ein womo steht, liegt es nahe, dass da jemand übernachtet. aber anders herum mit der aufstellbaren kabine: die fällt in der stadt mega-mäßig auf.

ach ja und noch was zum "hubalkoven": ich denke, eine keilförmige variante des hubdaches bringt nichts - außer noch mehr mechanische schwierigkeiten. warum? nun, wenn du die flache seite des keils beim alkoven hast, fehlt dir im alkoven die notwendige höhe zum schlafen und auch mal umdrehen - dafür könntest du hinten in der küche auch trampolin springen. und wenn du die hohe seite beim alkoven einplanst, siehst du während der fahrt als fahrer nichts mehr - weil dir das dach vor der frontscheibe sitzt. das gleiche problem gibt es mit den fahrerhaustüren. ein keilförmiges aufstelldach bringt aus meiner sicht nur was, wenn du einen teilintegriertes womo oder ein reine kabine damit ausrüstest. denn das hohe an einem alkovenwomo ist der alkoven. dort ist die basishöhe durch das dach des fahrerhauses definiert und darauf aufbauen brauchst du nochmal 80 bis 100 cm. selbst wenn du nur 10 cm überlappung der wand mit der dachschale im ausgefahrenen zustand annimmst (das finde ich eher wenig), kannst du maximal 40 cm in der höhe einsparen (100 - 10überlappung - 10 dachaufbau= 80 und davon die hälfte sind 40). und das bei dem hohen aufwand und dem zusatzgewicht.
jens

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos - hubkabine

#17 Beitrag von Gast » Di 03 Sep 2002 21:32

> generell kann man das nicht sagen. wenn wir mit unserem alkoven in der stadt übernachten, erkennt niemand auf den ersten blick, ob da ein womo parkt oder ob da jemand im womo übernachtet. klar, dass ist in der natur anders. wenn irgendwo an einem see ein womo steht, liegt es nahe, dass da jemand übernachtet. aber anders herum mit der aufstellbaren kabine: die fällt in der stadt mega-mäßig auf.


Und wo ist nun das Problem? Ich schlafe halt im Auto und der vorbeifahrende sieht es. Schlimm?
Vielleicht fährt er ja weiter. Wenn ich nicht drin schlafe versucht er ja gegebenenfalls einzusteigen.
Ich verstehe den Sinn nicht.

> ach ja und noch was zum "hubalkoven": ich denke, eine keilförmige variante des hubdaches bringt nichts - außer noch mehr mechanische schwierigkeiten. warum? nun, wenn du die flache seite des keils beim alkoven hast, fehlt dir im alkoven die notwendige höhe zum schlafen und auch mal umdrehen - dafür könntest du hinten in der küche auch trampolin springen. und wenn du die hohe seite beim alkoven einplanst, siehst du während der fahrt als fahrer nichts mehr - weil dir das dach vor der frontscheibe sitzt. das gleiche problem gibt es mit den fahrerhaustüren. ein keilförmiges aufstelldach bringt aus meiner sicht nur was, wenn du einen teilintegriertes womo oder ein reine kabine damit ausrüstest. denn das hohe an einem alkovenwomo ist der alkoven. dort ist die basishöhe durch das dach des fahrerhauses definiert und darauf aufbauen brauchst du nochmal 80 bis 100 cm. selbst wenn du nur 10 cm überlappung der wand mit der dachschale im ausgefahrenen zustand annimmst (das finde ich eher wenig), kannst du maximal 40 cm in der höhe einsparen (100 - 10überlappung - 10 dachaufbau= 80 und davon die hälfte sind 40). und das bei dem hohen aufwand und dem zusatzgewicht.
> jens


Das magst du so sehen. Andere, vor allem diejenigen die sich sowas zulegen, haben andere Prioritäten.
Niedriges Fahrzeug kann ja wichtig sein, dafür etwas weniger Platz beim Umdrehen im Bett. Ein Problem?

Siehe den Ausgangspunkt dieser Diskussion. Der Dieter will sein Auto so wie er geplant hat, so hoch und so breit. Er kennt seine Bedürfnisse, seine Reiseziele, hat seine Erfahrungen gemacht. Ich habe andere Erfahrungen, Bedürfnisse, Reisegewohnheiten. Deswegen ein anderes Auto.

Wichtig erscheint mir nur: Vorher ist klar wo die Kompromisse gemacht werden. Ansonsten kommt Frust auf und (als Beispiel), das sehr komfortable WoMo mit 8 m bis 10 m bekommt einen Anhänger mit einem PKW drauf. Man will ja auch mal in die Stadt.

Gruß

Fritz
Wichtig

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos - Fenster

#18 Beitrag von Gast » Mi 04 Sep 2002 21:19

Hallo Jens,
heute war ich in Düsseldorf und habe mir u.a. auch die Fenster dort angeschaut.
Die Seitzfenster (Rollo) gingen - aber bei 7 Fenstern? (Preis). Mir ist übrigens aufgefallen, daß die sehr teuren WoMos fast ausschließlich Schiebefenster haben. Ich werde noch weiter recherchieren.
Gruß Dieter

Gast

zum tüv

#19 Beitrag von Gast » Di 10 Sep 2002 15:03

Hallo Jens,
Deinenm Vorschlag, den TÜF aufzusuchen, bin ich nachgegangen. Der leitende Ingenieur sah keine Probleme wg. fehlender Tür im Aufbau.
Die 2. Tür hinten (Doppelkabine) wäre absolut ausreichend. Die anderen
Aspkete bin ich ebenfalls mit ihm durchgegangen, ebenfalls ohne irgendwelche Einwände.
Bei der Gelegenheit habe ich das Fahrzeug achsweise wiegen lassen und festgestellt, daß die Vorderachse nicht mehr viel Gewicht dazubekommen darf, die Hinterachse, dagegen noch über 4 to Nutzlast. Da heißt es aufpassen!
Gleichzeitig werde ich versuchen, über DB meine eingetragene Achslast Vorderachse zu erhöhen (z.Zt. 2500 kg).
Gruß Dieter



> auch wenn ich bislang noch kein komplettes womo ausgebaut habe, eine empfehlung habe ich mir gemerkt: direkten kontakt mit dem tüv-prüfer halten. es ist sinnvoll, umbaumaßnahmen etc. vorab mit einem tüv-prüfer (nein, mit dem, der das womo später abnehmen soll) zu besprechen. da bei womo viel ermessensspielraum vorhanden ist, solltest du ein gutes verhältnis zu dem prüfer haben. und wenn du gute ideen hast und er das gefühl bekommt, dass du vernünftig vorgehst, kannst du sicherlich auch das eine oder andere durchbekommen, was nicht akzeptiert werden muss.
> zur höhe: da der vario doch einiges an platz unter der kabine hat, würd ich mir überlegen, ob du nicht etwas technik/stauraum aus dem doppelten boden nach unten auslagern kannst und dafür den doppelten boden nicht so hoch machst. das hätte den vorteil, dass nicht nur schwerpunkt und höhe sinken würden, auch deine treppe wird nicht so platzraubend. und für die geländegängigkeit dürfte es keine wesentlichen einschränkungen geben. da werden dir die differentiale eher mal aufsetzen.
> jens

jens voshage
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gewichtsverlagerung bei vario 4x4 doka

#20 Beitrag von jens voshage » Do 12 Sep 2002 00:47

> Bei der Gelegenheit habe ich das Fahrzeug achsweise wiegen lassen und festgestellt, daß die Vorderachse nicht mehr viel Gewicht dazubekommen darf, die Hinterachse, dagegen noch über 4 to Nutzlast. Da heißt es aufpassen!
> Gleichzeitig werde ich versuchen, über DB meine eingetragene Achslast Vorderachse zu erhöhen (z.Zt. 2500 kg).

schön, dass das mit dem tüv gut geklappt hat. mit dem gewicht auf der vorderachse: wenn du zum beispiel den gastank/die gasflaschen oder auch die akkus hinter die hinterachse baust, entlastest du damit ja automatisch die vorderachse.

jens

Gast

Re: gewichtsverlagerung bei vario 4x4 doka

#21 Beitrag von Gast » Do 12 Sep 2002 01:28

Hallo Jens,
beim TÜF, die waren wirklich hilfsbereit, danke noch mal für den Tip. Zu den Lasten nochmal.

Natürlich würde ich ohne Änderung der vorderen Achslast entsprechend
meine Tanks/etc. umplanen - aber noch mehr Freiheiten hätte ich bei
Erhöhung der vorderen Achslast im Brief oder lt. Testat DB.

- zumal ich mein Vehicel (z.Zt. mit Hoch-Pritsche) ausgiebig unter Last und unter versch. Lastbedingungen mit ruckartigen Ausweichmanövern getestet habe mit der subjektiven Feststellung, daß das Fahrverhalten am besten ist, wenn die Vorderachse ca. 1/4 des Aufbau-Gewichts mitträgt.

Die Nutzfahrzeugabt. der hiesigen DB-Vertretung ist übrigens sehr
hilfsbereit und klärt diese Dinge für mich ab, genauso ob es möglich
ist, noch einen Kompressor für Klimaanlage am Motor anzuflanschen und
versch. andere Dinge, die ich hier nicht näher beschreiben möchte.

Über die Fahrgestellnr. gibt´s Auskünfte des kompletten
Auslieferungszustandes des Fahrzeuges, genauso wie über sämtliche
durchgeführte Reparaturen bei DB.

Ich habe übrigens einen sehr einfachen Test zur Verschränkung des Rahmens durchgeführt - und zwar habe ich mit nem Stapler jedes Rad so weit angehoben bis das gegenüberliegende Rad an der gleichen Achse keine Bodenhaftung mehr hatte (bei mir ca. 40cm). Dann sämtliche relevanten Höhen (Führerhaus + Rahmen) ausnivelliert. Insofern kenne ich jetzt alle Variablen. Nach der Verlängerung des Rahmens werde ich das noch einmal wiederholen.

Gruß Dieter

Gast

Re: gewichtsverlagerung bei vario 4x4 doka

#22 Beitrag von Gast » Do 12 Sep 2002 20:35

> > Bei der Gelegenheit habe ich das Fahrzeug achsweise wiegen lassen und festgestellt, daß die Vorderachse nicht mehr viel Gewicht dazubekommen darf, die Hinterachse, dagegen noch über 4 to Nutzlast. Da heißt es aufpassen!
> > Gleichzeitig werde ich versuchen, über DB meine eingetragene Achslast Vorderachse zu erhöhen (z.Zt. 2500 kg).
>
> schön, dass das mit dem tüv gut geklappt hat. mit dem gewicht auf der vorderachse: wenn du zum beispiel den gastank/die gasflaschen oder auch die akkus hinter die hinterachse baust, entlastest du damit ja automatisch die vorderachse.
>
> jens
hallo jens,
das macht doch keinen sinn-die akkus hinter der hinterachse bedeutet irre lange wege von der lichtmaschine mit entsprechendem spannungsabfall-oder nicht? ganz zu schweigen von dem unnötigen kabelgewicht.
kommt zufällig jemand aus dem forum auf die iaa morgen? ich wäre sehr an einem meinungsaustausch interessiert.
viele gfruesse
der urologe

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Leerkabinen-Wolfgang
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Position Batterien

#23 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 13 Sep 2002 15:13

Hi, Urologe,

mit den Spannungsabfällen an den Kabeln, da kann ich nur zustimmen. Außerdem bedeutet Gewicht _hinter_ der Hinterachse immer auch eine gewisse Instabilität - die Sportwagen mit der besten Bodenhaftung sind deshalb auch in aller Regel Mittelmotorfahrzeuge.

Die Idee mit der IAA ist super - nur kommt die Anregung zu spät; schade, hätte gerne einmal etwas persönlichen Kontakt aufgebaut. Aber dafür gibt es ja hier in Bodenheim jetzt Stellplätze...

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
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04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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