Fragen zu geländegängigen WoMos

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Gast

Fragen zu geländegängigen WoMos

#1 Beitrag von Gast » Mo 26 Aug 2002 01:40

Vorhin bin ich erst auf dieses Forum gestoßen - das Durchstöbern Eurer Beiträge war sehr anregend.

Vor kurzem habe ich mir einen Allrad-DB/Vario, 7,5 to mit 2 Sperren, Doppelkabiner gebr. zugelegt, den ich im Laufe der nächsten 12-18 Monate mit Hilfe anderer zum WoMo umbauen möchte. Das Nutzungs- und Raumkonzept steht. Leider fängt die Arbeit mit elementareren Dingen an.
Das Fahrzeug hat einen Rahmen, der dem großen Unimog ähnelt, soll heißen, zur Geländetauglichkeit ist die Verwindungsmöglichkeit des Rahmens notwendig. Meine 1. Tests zeigten eine Verwindung (auf volle Rahmen-Länge bezogen) von ca. 10-14 cm (geschätzt).
Ich stelle mir vor, einen verwindugsfreien Alu-Zwischenrahmen zu bauen, der als Träger des weiteren Aufbaus dient.
Kann mir jemand sagen, wie die Profis einen derartigen Zwischenrahmen am Haupt-Fahrzeugrahmen befestigen, welche Puffer, Federn, 3 oder 4 Auflagepunkte, etc.?
Für Eure Beobachtungen wäre ich dankbar.

Beste Grüße, Dieter

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos

#2 Beitrag von Gast » Mo 26 Aug 2002 16:06

Hallo Dieter!

Wenn du dein Auto dafuer nutzen willst, wofuer es gebaut wurde, also ins Gelaende willst, dann must du die Kabine vom Rahmen ´abkoppeln´. Das macht man am Sinnvollsten uber eine ´schwimmende´ Lagerung des Zwischenrahmens. Das koennte zum Beispiel so aussehen, das du den Zwischenrahmen nur in der Mitte der Querstreben des Fahrzeugrahmens festmachst. Dann kann sich der Fahrzeugrahmen verwinden wie er will, der Zwischenrahmen bleibt immer in der ´neutralen´ Zone. An einer Stelle musst du dann natuerlich noch abfangen, damit der Hilfsrahmen nicht umkippt.
Oder du befestigst den Hilfsrahmen auf beiden Rahmenprofilen des Fahrzeugrahmens, etwa in Fahrzeugmitte. Vorne und Hinten gibts dann nur noch eine Verbindung, jewils in der Mitte zwischen den Rahmenprofilen.
Nimm fuer die Befestigung lange Schrauben mit Dehnhuelsen. Das halte ich fuer sicherer und dauerhafter als irgendwelche Gummibefestigungen.

Gibt es dein Fahrzeug auch mit Pritsche? Dann schau doch mal nach wie das ab werk gemacht ist. Es gibt allerdings einen Unterschied, ob ich Kies transportiere oder einen Wohnaufbau.... :-)

Robert

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos

#3 Beitrag von Gast » Di 27 Aug 2002 00:41

Hallo Robert,
Besten Dank für Deine Gedanken.
Mein WoMo soll als Zwitter eingesetzt werden (Wohnkomfort mit Geländetauglichkeit) mit den damit verbundenen Kompromissen.

Zur Zeit ist der Wagen ein Pritschenwagen, die Pritsche ist werksmäßig fest montiert auf Zwischenrahmen, verwindet sich also im gleichen Maße wie der Hauptrahmen. Genauso verhält es sich mit dem Führerhaus, zwar auf Gummischeiben befestigt, aber trotzdem mit Verwindungen, die das Führerhaus mitmacht.

Deine Überlegungen entsprechen in etwa meinen Überlegungen, soll heißen, ich dachte daran, direkt hinter der Doppelkabine (in etwa Fahrgestellmitte) eine 2-Punkt Befestigung am Hauptrahmen vorzunehmen, und kurz hinter der Hinterachse in Rahmenmitte einen dritten, mittigen Befestigungspunkt.
Mein Hauptproblem besteht in meinem Wunsch, das Führerhaus fest mit dem Aufbau (mit Alkoven) zu verbinden.
Wahrscheinlich wird es dann notwendig sein, die vorhandene Führerhausbefestigung (mind. 4 Stellen) umzuändern analog meines Aufbaus (Kabine mit Alkoven), wobei auch das Führerhaus einen quasi Hilfsrahmen bekäme - am besten einen einheitlichen für Führerhaus und Aufbau. Leider würde das recht viel Arbeit bedeuten.

Die Sache mit den Dehnhülsen ist mir noch nicht klar. Ich werde mich informieren, wie die funktionieren.

Hab noch mal Dank für Deine Anregungen,
Dieter

jens voshage
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verwindungen vario 4x4

#4 Beitrag von jens voshage » Di 27 Aug 2002 11:58

zur einordnung vorab: ich hab weder einen vario noch einen unimog - finde aber beide toll und hab mich daher etwas mit den beiden beschäftigt.
wenn ich es richtig sehe, ist beim unimog die verwindung des rahmens ein bewusstes konstruktionsmerkmal um die geländegängigkeit zu erhöhen. der rahmen ist also an den richtigen stellen "extra weich gemacht".
anders beim vario. der leiterrahmen des varios steht für verwindungssteifheit - das wird so auch extra in den verkaufsunterlagen gepriesen. der vario 4x4 ist auch nicht als geländefahrzeug entwickelt, sondern soll den einsatzbereich des groß-transporters vario zum beispiel für baustelleneinsätze oder auch hilfsdienste erweitern.jedoch nicht mit dem anspruch, den ein expeditionsausrüster beispielsweise an die 4x4-versionen der leichten man-baureihe stellen. wenn sich der rahmen des vario verwindet, ist das schlecht und nicht gewollt. daher kann es doch nicht ziel sein, das verwinden weiter zu unterstützen. ziel des hilfsrahmens ist in deinem falle doch nur, die verwindungen des rahmens möglichst von der kabine fernzuhalten (oder den rahmen so zu versteifen, dass der kabine nichts passiert - aber das wird wohl nicht gehen).
jens

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos

#5 Beitrag von Gast » Di 27 Aug 2002 14:35

Hallo Dieter!

Mit dem Fuehrerhaus sehe ich ein Problem. Lass es lieber separat und mach nur einen Durchgang. Keine komplette Offnung. Das vereifacht die Sache ungemein. Ein ´kleiner´ Durchstieg ist auch besser abzusichern (gegen kaelte/waerme und ungebetene Besucher). Lass entsprechend Platz zwischen Koffer und Fuehrerhaus und dichte den Spalt mit Dichtlippen oder Faltenbalg ab. Faltenbaelge kann man machen lassen, sind aber sauteuer! Ich werde es bei mir mit gleitenden Dichtlippen machen.

Gruesse!
Robert

Gast

Re: verwindungen vario 4x4

#6 Beitrag von Gast » Di 27 Aug 2002 17:04

Hallo Jens,
vorab, ich finde es toll, daß Ihr Euch mit meinem Problem auseinandersetzt:
Mein Vario ist Bj 1993.
Ich habe den leisen Verdacht, daß DB damals die Vario Allrad-Baureihe auf einen Unimog-Rahmen gesetzt hat.
Die Rahmen der neuen Baureihe sehen anders aus. Die von mir getesteten
Geländeeigenschaften sind sehr gut, und werden eigentlich nur durch
die Bodenfreiheit und die Reifengröße (Profil) und ggf. eine zu geringe Untersetzung eingeschränkt.
Ich werde bei Daimler-Benz nachfragen und die um techn. Unterstützung bitten.
Falls die ebenfalls von einem verwindungssteifen Leiterrahmen bei Bj
93 ausgehen, werde ich ihn so aussteifen, daß meine Probleme beim
Aufbau sekundär werden.

Beste Grüße, Dieter

> zur einordnung vorab: ich hab weder einen vario noch einen unimog - finde aber beide toll und hab mich daher etwas mit den beiden beschäftigt.
> wenn ich es richtig sehe, ist beim unimog die verwindung des rahmens ein bewusstes konstruktionsmerkmal um die geländegängigkeit zu erhöhen. der rahmen ist also an den richtigen stellen "extra weich gemacht".
> anders beim vario. der leiterrahmen des varios steht für verwindungssteifheit - das wird so auch extra in den verkaufsunterlagen gepriesen. der vario 4x4 ist auch nicht als geländefahrzeug entwickelt, sondern soll den einsatzbereich des groß-transporters vario zum beispiel für baustelleneinsätze oder auch hilfsdienste erweitern.jedoch nicht mit dem anspruch, den ein expeditionsausrüster beispielsweise an die 4x4-versionen der leichten man-baureihe stellen. wenn sich der rahmen des vario verwindet, ist das schlecht und nicht gewollt. daher kann es doch nicht ziel sein, das verwinden weiter zu unterstützen. ziel des hilfsrahmens ist in deinem falle doch nur, die verwindungen des rahmens möglichst von der kabine fernzuhalten (oder den rahmen so zu versteifen, dass der kabine nichts passiert - aber das wird wohl nicht gehen).
> jens

Gast

Zusatz: grafische Darstellung des Vorhabens

#7 Beitrag von Gast » Mi 28 Aug 2002 16:59

Nur zur Ergänzung und zur Visualisierung meines prinzipiellen Vorhabens, nur mein Voreintwurf auf Basis Vario-Doppelkabine. Es werden sich bei der weiteren Planungsphase sicherlich noch etliche Änderungen ergeben.
Jetzt mal schauen, wie ich hier eine Grafik einbinden kann.

<img src=http://www.pader-online.de/jurgelucks/b ... lkoven.gif>

Wenn keine Grafik erscheint, dann ist hier eine Addresse:
http://www.pader-online.de/jurgelucks/b ... lkoven.gif

Gruß Dieter

jens voshage
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Vario-Doka: das wird wohl nichts

#8 Beitrag von jens voshage » Mi 28 Aug 2002 23:31

ob das mit der radstandsverlängerung so ohne weiteres geht, weiß ich nicht. zumindest wird es nicht ganz einfach, eine längere kurbelwelle da reinzubekommen. und am rahmen rummachen, dürfen sicherlich auch nur fachleute.
aber bestimmt bekommst du probleme, da dein womo im wohnbereich keine ausgänge hat. es sei denn, du machst die fenster auf beiden seiten so groß, dass sie als notausstieg anerkannt werden.
und bist du dir sicher, dass du mit einem 3,8 meter hohen vario durch die gegend schaukeln willst? mit einem so hohen schwerpunkt?
jens

Gast

Re: Vario-Doka: das wird wohl nichts

#9 Beitrag von Gast » Do 29 Aug 2002 00:48

Hallo Jens,
gut, daß ich die Grafik reingestellt habe, so bekomme ich wenigstens
sinnige Kritik.

Zum Radstand:
natürlich soll das ein Fachbetrieb machen einschl. Kurbelwelle, Gutachten, Brief, ich kann das nicht.

Zur Tür:
Kannst Du mir eine Addresse nennen, wo ich die Bestimmungen erfahren kann?
Ich hatte angenommen, daß der hintere Teil der Doppelkabine (mein
Arbeitszimmerchen) ebenfalls als Wohnraum zählt, der eine Ausgangstür
hat, die auch benutzt werden sollte. Wenn ich da falsch liege, muß
ich komplett umplanen.

zur Höhe:
die 3,80 sind wirklich kritisch. Weil ich mir selber hierbei recht
unsicher war, hatte ich den Vario zu Testzwecken etwas ungewöhnlich
mit 2,5 to beladen und zwar mit Schwerpunkt auf gut 2,0 m Höhe und
zusätzlich noch mit Schwerpunkt leicht hinter die Hinterachse. Das
Fahrverhalten war auch bei plötzlichen Ausweichmanövern erstaunlich
gut. (der Wagen hat allerdings auch verstärkte Federn und
Stabilisatoren) Zur Zeit fahre ich einen James Cook auf
Sprinter-Basis. Der Wagen hat ein Verhältnis von Höhe zu Breite von
1,6 und ist ebenfalls sehr gutmütig bezügl. Fahrverhalten. Das gleiche
Verhältnis vorausgesetzt käme ich beim Vario übrigens auf 3,7m Höhe.

Ich glaube schon, daß Deine Anmerkung bezügl. 380 seine Berechtigung
hat, ich hoffe allerdings die Probleme mit einer guten Planung bezügl.
Gewichtsverteilung (Schwerpunkt) von großem Wasser/Abwassertank sowie
Batterien in den Griff zu bekommen.

Beste Grüße, Dieter

jens voshage
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Vario-Doka: kontakt zum tüv

#10 Beitrag von jens voshage » Do 29 Aug 2002 09:30

auch wenn ich bislang noch kein komplettes womo ausgebaut habe, eine empfehlung habe ich mir gemerkt: direkten kontakt mit dem tüv-prüfer halten. es ist sinnvoll, umbaumaßnahmen etc. vorab mit einem tüv-prüfer (nein, mit dem, der das womo später abnehmen soll) zu besprechen. da bei womo viel ermessensspielraum vorhanden ist, solltest du ein gutes verhältnis zu dem prüfer haben. und wenn du gute ideen hast und er das gefühl bekommt, dass du vernünftig vorgehst, kannst du sicherlich auch das eine oder andere durchbekommen, was nicht akzeptiert werden muss.
zur höhe: da der vario doch einiges an platz unter der kabine hat, würd ich mir überlegen, ob du nicht etwas technik/stauraum aus dem doppelten boden nach unten auslagern kannst und dafür den doppelten boden nicht so hoch machst. das hätte den vorteil, dass nicht nur schwerpunkt und höhe sinken würden, auch deine treppe wird nicht so platzraubend. und für die geländegängigkeit dürfte es keine wesentlichen einschränkungen geben. da werden dir die differentiale eher mal aufsetzen.
jens

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos

#11 Beitrag von Gast » So 01 Sep 2002 18:18

Hallo Dieter!

Habe gerade die ganzen Beiträge gelesen. In Stichworten will ich auch noch einiges Sagen/Wiederholen.

Mögliche Rahmenverlängerung wird ein Fahrzeugbaubetrieb durchführen. Die sind hinsichtlich Verwindung sicherlich auch nicht gerade inkompetent.

Bezüglich zu hohem Schwerpunkt habe ich nicht die großen Bedenken. Bei der Wasser- und Dieselmasse im unteren Bereich dürfte das nicht so kritisch werden, vor allem kaum gefährlich. Meine Erfahrung: Bei Seitenneigung ist die Angst des Fahrers vor dem Umkippen seines (teuren) Mobils erheblich größer als die wirkliche Instabilität. Ich habe einen Landrover schon mehr oder weniger fluchtartig verlassen, weit vorm Umkippen.

Vor dem Hintergrund der folgenden Erfahrung (3 Jahre Landrover 109 als Camper eingerichtet und mehr als 100 Tage genutzt und ca. 400 Tage Nutzung eines 4x4 WoMo`s) ist mir dein Auto zu unhandlich. Dies gilt aus meiner Sicht sowohl für Fahrten in Europa (4x4 ja doch eher entbehrlich, Ausnahme einige Strecken in Island und anderswo) auf kleineren Landstraßen, aber auch für Touren abseits der befestigten Wege in anderen Teilen der Welt. Nur in Nordamerika würdest du wenig Probleme haben, in manchen Nationalparks aber auch.
2,45 m Breite, das ist zu viel. In Südeuropa wirst du durch manches Dorf nicht durchkommen. 3,80 m Höhe, das ist viel zu viel. Mein Auto ist 3 m hoch, 2, 18 m breit. Ich habe schon extra eine Metallgallerie zum Abweisen der Äste aufgebaut, trotzdem muss meine Frau mitunter aufs Dach und größeren Schaden zu verhindern. Bei knapp 2,2 m Breite schrappen schon oft genug Äste und Buschwerk am Auto lang, wie ist das erst bei 2,45 m? Im Busch sind die Pfade nicht bis in 4 m Höhe auf 2,5 m Breite freigeschnitten.

Darüber hinaus kostet Volumen bei der Verschiffung des Autos auch nicht wenig Geld. Auch ein Argument für Maßbegrenzung.


Wenn es bei der Höhe bleiben soll, dann überleg dir doch mal den Bau einer Hubkabine. Oberteil hydraulisch anheben. Fenster sind geschützt vor Schrammen, Einbruch schwierig bis unmöglich, Auto ist niedrig während der Fahrt.
Schau mal unter http://www.lt-4x4.de/ nach, da ist bei den Bildern so eine Kabine, habe ich auf Unimog auch schon gesehen.

Eine Tür vom Wohnteil nach draußen verändert zwar die Raumkonzeption zum Nachteil, hat trotzdem einen großen Vorteil. Du stehst bei schönem Wetter in der Pampas, sitzt in deinem Stuhl unter der Markise oder einem Baum. Was meinst du, wie oft du an einem Tag ins Auto krabbelst um was zu holen? Hoffentlich ist der Durchstieg dann bequem genug.



Warum willst du den Alkoven mit der Kabine fest verbinden. Ist er dir zu schwer?
Du kannst dann auch dazu kommen, den ganzen Aufbau samt Fahrerhaus sehr verwindungssteif zu bauen, also Verschränkung eher einschränken als maximal ermöglichen. Für den Vortrieb beim Anheben eine Rades dann die Diffsperren nutzen. Dies gilt vor allem dann, wenn du als Ziele deiner Reisen keine wirklich extremen Routen im Auge hast. Die meisten „Expeditionsmobile“ bleiben auf mehr oder weniger befahrbaren Pisten ohne extreme Beanspruchung


Gruß

Fritz

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos

#12 Beitrag von Gast » So 01 Sep 2002 21:36

Hallo Fritz,
besten Dank für Deine Einschätzung und Erfahrungsbericht.

Also vorab: ich wollte 4x4 nicht nutzen für Expeditionszwecke, sondern
das Mobil soll eigentlich nur Aufenthaltsort und Arbeitsplatz für ein
paar Monate im Jahr sein (vorwiegend Südeuropa im Winter). Zur Zeit
mache ich es ähnlich im James Cook (310 hoch), ist mir aber zu eng
und muß den Wagen oft mühsam aus´m Schlamm holen oder kann
verschiedene Wege nicht fahren, da zu steil mit Geröll, zu uneben, zu sandig, oder durch Extremschauer z.T. abgetragene Wege - halt Feldwege. Erfahrungen mit Ästen habe ich laufend, macht mir aber nichts - der James Cook ist ja nur ein Gebrauchsgegenstand. Das einzig störende sind die beschissenen Iso-Fenster, die laufend zerkratzen, sodaß die Sicht getrübt ist und ansonsten auch keinen normalen Umgang zulassen. Beim nächten Womo gibt es wieder Schiebe-Glasfenster!!!

Es ist ein Kompromiß (ggf.fauler): Meine derzeitigen 310 cm sind
teilweise schon zu hoch (unter Bäumen, tiefe Balkone in Ortschaften,
niedrige Stromleitungen, Brücken). Jeder Zentimeter mehr bedeutet
natürlich ein mehr an Einschränkungen, ganauso wie beim Wenderadius
(perm. Allrad, Radstand) wie auch bei der Fahrzeugbreite. Ich kenn
genüngend Ortschaften, bei denen ich mit meinem jetzigen Sprinter
rückwärts wieder raus bin, weil vorwärts nichts mehr ging (Breite,
Wenderadius). Es würde natürlich noch schlimmer. Das wäre der Preis für den Komfort-Gewinn (Höhe-Breite), den ich haben möchte, da das Winterwetter in Südeuropa auch oft tage/wochenlang sehr ungemütlich sein kann.

Ich wollte Dich mit dem zuvor gesagten nicht langweilen, sondern nur
den Hintergrund vermitteln, wieso ich ansich so unpassende Dinge wie
Allrad und hohe Höhe und große Breite kombinieren wollte. Es ist, wie
gesagt ein Kompromiss. 4 Wochen im Regen sitzen, dazu noch 2 große
nasse Hunde, alles auf engem Raum, sind halt auch Erfahrungen, die in
meine Sichtweise einfließen. Meine derzeitige Klimaanlage habe ich
übrigens meistens eingesetzt, um die Luftfeuchtigkeit aus´m Wagen zu
kriegen, zum Kühlen brauchte ich sie sehr selten. (Im Sommer ist es es bei mir zuhause viel zu schön um wegzufahren)

Wie oben schon gesagt, Deine Überlegungen sind berechtigt. Nach Abwägung meiner pers. Wünsche und vor allem bei der Rückschau auf meine Gewohnheiten bei ca. 150.000 km James Cook, ca. 150.000 km VW-California bin ich bei dem dargestellten Wohn-Fahr-Konzept hängen geblieben.

Zum derzeitigen Stand der Planung:
Aufgrund versch. Infos und Anregungen hier aus dem Forum, plane ich
einen verwindungssteifen Zwischenrahmen (3-Punkt-Lagerung), den ich
gleichzeitig für die Tanks nutze (Wasser ca. 500 l, Abwasser ca. 200
l, Fäkalien ca. 150 l). Mein Zwischenrahmen wird somit zu 80% aus Edelstahl hergestellt (1-2 mm Blech). Die eingeschweißten Längstrohre (für den Rahmen) wollte ich für die Heizung nutzen.
In ein paar Wochen werde ich die Fertigungszeichnungen erstellt haben (nach Abklärung versch. anderer Aspekte) und sie hier mal reinstellen.

Bei meiner angedachten Rahmenkonstruktion erwarte ich keinen Verlust an Nutzlast, einen extrem niedrigen Schwerpunkt (in Höhe des jetzigen Hauptrahmens), optimalste Raumausnutzung. Durch konische Tankform in Kombination mit Heizung wäre auch ein Winterbetrieb ohne Isolierung nach unten möglich. Außerdem wären alle Tanks jederzeit bequem zu erreichen.
Den eingesparten Platz könnte ich dann noch für einen großen
Luftkessel zur Erweiterung der vorh. Luftdruckanlage nutzen
(Kompressor für Werkzeuge) (mache gerne Bildhauer-Arbeiten so
nebenbei, wenn ich passende Steine sehe).

Den Alkoven werde ich nicht mit dem Fahrerhaus verbinden, sondern nur
einen schmalen Durchgang vom Führerhaus zum Aufbau mit flex.
Abdichtung schaffen (Leder oder Gummi).

Zur Zeit denke ich über die Fenster nach, die ich mir wie oben schon
mal geschrieben nur in Glas vorstellen kann. Jetzt muß ich nur noch
eine Lösung finden, wie ich eine Außen!-Schalusie integrieren kann.
Ein Rollo innen nützt ja kaum (wäre auch zu einfach). Ich hoffe, ich
kann da etwas kreiren.

Mit der Tür-Problematik - bin ich gedanklich noch nicht fertig, ebenso
mit der Überlegung des Klappdaches für den Schlafteil. Derartige
Konstruktionen hatte ich schon gesehen.

Soweit erst mal,
Beste Grüße, Dieter

jens voshage
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Re: Fragen zu geländegängigen WoMos - Fenster

#13 Beitrag von jens voshage » Mo 02 Sep 2002 10:11

> Zur Zeit denke ich über die Fenster nach, die ich mir wie oben schon
> mal geschrieben nur in Glas vorstellen kann. Jetzt muß ich nur noch
> eine Lösung finden, wie ich eine Außen!-Schalusie integrieren kann.
> Ein Rollo innen nützt ja kaum (wäre auch zu einfach). Ich hoffe, ich
> kann da etwas kreiren.

auf dem caravan-salon stehen zur zeit in halle 16 ja zwei expeditionsmobile: ein action-mobil auf man 8x8 und ein unicat auf unimog 6x6 (für 1,2 mio. euro!). beiden gemeinsam ist neben der wahnsinnigen höhe, der tierischen breite und wendekreisen, in denen stadtbusse wahrscheinlich slalöm fahren können, dass sie besondere fensterkonstruktionen haben - aus echtglas, aber keine schiebefenster. wie sieht es denn bei schiebefenstern mit der isolierung aus?
ich habe eine andere idee für dich: warum nimmst du nicht rolf? das seitzfenster mit integriertem außenrollo. da bei dir ja hinten keiner während der fahrt sitzt, kannst du die rollos zumachen und äste und diebische kumpane haben schlechte karten. isolier-eigenschaften sind top und auch die funktion wird bei seitz wohl vernünftig sein.
jens

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Re: Fragen zu geländegängigen WoMos - hubkabine

#14 Beitrag von jens voshage » Mo 02 Sep 2002 10:16

> Wenn es bei der Höhe bleiben soll, dann überleg dir doch mal den Bau einer Hubkabine. Oberteil hydraulisch anheben. Fenster sind geschützt vor Schrammen, Einbruch schwierig bis unmöglich, Auto ist niedrig während der Fahrt.
> Schau mal unter http://www.lt-4x4.de/ nach, da ist bei den Bildern so eine Kabine, habe ich auf Unimog auch schon gesehen.

das problem ist nur, dass du das nicht mit einem alkoven kombinieren kannst. und dann fehlt dieter das bett.
zweites problem: unauffällig stehen ist auch nicht möglich, da das hochgefahrene dach immer gleich zeigt: da wohnt jemand drin.
jens

Gast

Re: Fragen zu geländegängigen WoMos - hubkabine

#15 Beitrag von Gast » Mo 02 Sep 2002 16:08

> > Wenn es bei der Höhe bleiben soll, dann überleg dir doch mal den Bau einer Hubkabine. Oberteil hydraulisch anheben. Fenster sind geschützt vor Schrammen, Einbruch schwierig bis unmöglich, Auto ist niedrig während der Fahrt.
> > Schau mal unter http://www.lt-4x4.de/ nach, da ist bei den Bildern so eine Kabine, habe ich auf Unimog auch schon gesehen.
>
> das problem ist nur, dass du das nicht mit einem alkoven kombinieren kannst. und dann fehlt dieter das bett.


Lösbar wäre das, das Hubdach nicht parallel hochfahren, eine keilförmige Variante
habe ich schon gesehen. (sieht aus wie ein Tortenstück von der Seite)
Auch parallel fahrende Hubdächer für Autos mit Alkoven habe ich schon gesehen, dann aber Hubdächer mit Zeltplane an der Seite.

> zweites problem: unauffällig stehen ist auch nicht möglich, da das hochgefahrene dach immer gleich zeigt: da wohnt jemand drin.


Das ist es so oder so nicht, als WoMo wird es immer erkannt.




Fritz

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