Erfahrungen mit Dustdevil?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Frank

Erfahrungen mit Dustdevil?

#1 Beitrag von Frank » Di 09 Apr 2002 08:16

Hallo Gemeinde,

Ich zerbreche mir gerade den Kopf über die Planung einer Kabine für meinen T4 DoKa.
Sie soll hoch belastbar sein und expeditionstauglich.
Ich muß sie geschäftlich als Lieferwagen nutzen, möchte aber an Wochenenden und im Urlaub damit auf Reisen gehen.
Hohe Ansprüche an den Komfort habe ich nicht.

Jetzt habe ich schon oft bei dustdevil nachgelesen und glaube, dass diese Art von Kabine meinen Wünschen und meinem Geldbeutel am nächsten kommt.

Hat einer von Euch Erfahrungen mit dieser Aufbauart?
Die Begründungen auf der Seite von denen bezügöich des Materials sind doch eigentlich nachvollziebar oder?
Welche Nachteile hat den der Aufbau aus Alu-vierkantrohr->Sperrholz mit Alu beklebt ?

Wenn ich die Kosten für PU-GFK-Platten anschaue und mit den Kosten für Sperrholz vergleiche bin ich doch günstiger oder? Zumal ich mir eher zutraue damit zu arbeiten.

Ich hoffe Ihr könnt mich aus der Ratlosigkeit befreien!

viele Grüße und Dank im Voraus

Frank

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Leerkabinen-Wolfgang
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Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK

#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Di 09 Apr 2002 09:21

Hi, Frank,

DustDevil kenne ich zwar nicht aus eigener Erfahrung, aber für ´Hardcore-Mobilisten´ bestimmt eine gute Adresse.

> Welche Nachteile hat den der Aufbau aus Alu-vierkantrohr->Sperrholz mit Alu beklebt ?
> Wenn ich die Kosten für PU-GFK-Platten anschaue ...
Die Kombination Alu-Vierkantkahmen/Sperrholz/Alu hat gegenüber PU-/GfK-Sandwich zwei massive Nachteile: mangelnde bis keine Wärme-Isolation und Lochfraßgefahr.
Allein schon bei Wochenendtouren um diese Jahreszeit (März/April) mit sonnigen Tagen aber Nächten um 0°C drückt die Kälte wohl kräftig durch die Sperrholzwand, da hilft auch Heizen kaum, da dann die Luft gleich sehr trocken wird. Selbst bei 2,3cm Schaum wie in meinem alten Karmann hat man das deutlich gespürt. Für Saharareisen ist das wohl nicht so tragisch, aber für ein Wochenende in die Sahara....?!?
Ein Problem, insbesondere bei unsachgemäßer Verarbeitung, könnte Alulochfraß werden - allerdings traue ich Dustdevil ohne weiteres zu das ordenlich zu machen...

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
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erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
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Sven Strumann
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Re: Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK

#3 Beitrag von Sven Strumann » Do 11 Apr 2002 21:56

Nicht vergessen sollte man, das die Nächte in der Sahara oft sehr kalt, teilweise unter 0°C werden. Und was vor Kälte schützt hilft auch gegen Hitze. Ich habe mir die Konstruktion von Dust-Devil mal genauer angeschaut und ich habe mir mit meinen 17 Jahren Wohnmobil-Erfahrung das Urteil gebildet das diese Aufbaukonstruktion weniger geignet ist. Ein großes Problem bei Rahmenaufbauten sind immer die Kältebrücken, mein erstes Kabinenfahrzeug hatte auch einen Stahlrahmen der mit 50 mm Isolierung ausgefacht war. Morgens konnte man immer sehr schon den Verlauf des Rahmen unter der Innenverkleidung erkennen, da tropfte nämlich immer das reichlich vorhandene Kondeswasser runter.
Meiner Meinung nach geht nichts über eine GFK Kabine mit PU Isolierung. Achte nur darauf das das Dach aus einer GFK-Platte gefertigt werden, bei meinem Aufbau haben die Idioten (sorry, aber anders kann ich die nicht nennen) von Ormocar das Dach aus 3 Platten zusammengesetzt und die Verbindungsstellen sind chronisch undicht :-(.
Wenn es um Island geht, einfach mich fragen.
www.kria-tours.de

Gast

Re: Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK

#4 Beitrag von Gast » Fr 12 Apr 2002 08:41

Hey Leute,
DustDevil hat keinen Alu oder Stahlrahmen!!! Das was man auf den Bildern an Alu sieht, sind umlaufende Deckwinkel und Bleche aus Alu, also gibts auch keine Kältebrücke.
Lest doch mal den Text auf den Seiten, da wird die Bauweise doch erklärt. Ich hab mir die Aufbauten im Rohbau angesehen, weiß also wovon ich rede.

Viele Grüße,
Ronny

Gast

Re: Erfahrungen mit Dustdevil?

#5 Beitrag von Gast » Fr 12 Apr 2002 20:24

> Hallo Gemeinde,
>
> Ich zerbreche mir gerade den Kopf über die Planung einer Kabine für meinen T4 DoKa.
> Sie soll hoch belastbar sein und expeditionstauglich.

Hallo!

Entschuldige die bissige Bemerkung, aber wieso willst Du für einen T4 eine Expeditionskabine? Die Basis eignet sich gut für eine WoMo, als Syncro wohl auch füe eine feuchte Wiese, aber doch nicht für ein Expeditionsmobil.
Hatte selber mal einen T3 Syncro 16", der wird ja durchaus gelobt (abgesehen vom schwachen Motor), war auch gut, mir hat aber doch mitunter der kurze Gang für gaaaanz laaaangsame Fahrweise gefehlt. Das habe ich nun zwar im LT 40 4x4, hier aber nicht mehr den Fahrkomfort des T3.

Fritz

Gast

Re: Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK

#6 Beitrag von Gast » Sa 13 Apr 2002 11:39

Die Erfahrungen von Sven kann ich so nur bestätigen,

ich denke aber, dass gerade für den Geländeeinsatz alle Platten, also Dach und Wände und Boden einteilig sein sollten. Verklebung erfolgt nur an den Kanten mit Winkelprofilen. Das ist nicht nur dicht, sondern erhöht auch die mechanische Festigkeit erheblich. Die Platten können bis zu einer Länge von ca. 12 m aus einem Stück gefertigt werden, also was spricht dagegen.
Bei Sven wollten die wohl ihre Reste verarbeiten.

Meine Kiste ist jetzt schon acht Jahre alt, ohne jedes Problem.

Ich würde immer wieder das GFK - Sandwich verwenden, und entweder selbst verarbeiten, oder von einem guten Hersteller bauen lassen.

Euch Allen Viele Grüße


Reiner






Viele Grüße

Frank

Re: Erfahrungen mit Dustdevil?Re: Beitrag von Fritz

#7 Beitrag von Frank » Sa 13 Apr 2002 19:01

Hallo Fritz!


> Entschuldige die bissige Bemerkung, aber wieso willst Du für einen T4 eine Expeditionskabine? Die Basis eignet sich gut für eine WoMo, als Syncro wohl auch füe eine feuchte Wiese, aber doch nicht für ein Expeditionsmobil.

Deine Aussage kann ich nicht ganz bestätigen.
Ich bin mit dem T4 ( er ist ein Syncro mit HA-Sperre) schon seit 3 Jahren unterwegs und er bekommt sehr oft richtiges saftiges Gelände unter die Räder. Im täglichen Baustelleneinsatz (abseits der angelegten Wege), mit Hänger und voller Beladung bin ich noch nie stecken geblieben. Ich bin der Meinung: ein Auto ist nur so gut wie sein Fahrer und spreche damit aus jahrelangen Geländewagentrialerfahrung. Auch bei einem viermonatigen Somaliaeinsatz hat sich der BW T4 ( ohne Allrad) in der Wüste bestens bewehrt. Ich hab es selbst getestet.
In der Wüste zählt ja auch die Auswahl der Fahrstrecke um gut durchzukommen.

> Hatte selber mal einen T3 Syncro 16", der wird ja durchaus gelobt (abgesehen vom schwachen Motor), war auch gut, mir hat aber doch mitunter der kurze Gang für gaaaanz laaaangsame Fahrweise gefehlt. Das habe ich nun zwar im LT 40 4x4, hier aber nicht mehr den Fahrkomfort des T3.
>

Der kurze Gang hat mir auch gefehlt. Hab ich aber geändert. Ist auch kein großes Problem. Jetzt hat er einen. Nur der Sprung zum 2. ist jetzt etwas gewöhnungsbedürftig aber auch in Ordnung


Frank

Matze

Re: Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK

#8 Beitrag von Matze » Mo 15 Apr 2002 13:58

Ronny hat recht, da gibt es keinen Alurahmen.
Alerdings haben die DD Aufbauten ME 2 grosse Nachteile:
1. Die Kabinengrösse wird durch die Plattengrösse auf ca. 1,5 x 3,0 Meter begrenzt, denn wenn angestückelt wird ist mit Expeditionstauglichkeit Ende.
2. Das Gewicht. Eine 3 Meter Kabine voll ausgebaut (wie auf den Abbildungen) wiegt bei DD ca 1400 Kg !!
Und da macht der T4 sicherlich dicke Backen
Wenn Du mit dem T4 sowas vorhast, musst Du stark auf´s Gewicht achten !!

Gruss Matze

Frank

Re: Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK

#9 Beitrag von Frank » Di 16 Apr 2002 08:06

> Ronny hat recht, da gibt es keinen Alurahmen.
> Alerdings haben die DD Aufbauten ME 2 grosse Nachteile:
> 1. Die Kabinengrösse wird durch die Plattengrösse auf ca. 1,5 x 3,0 Meter begrenzt, denn wenn angestückelt wird ist mit Expeditionstauglichkeit Ende.
> 2. Das Gewicht. Eine 3 Meter Kabine voll ausgebaut (wie auf den Abbildungen) wiegt bei DD ca 1400 Kg !!
> Und da macht der T4 sicherlich dicke Backen
> Wenn Du mit dem T4 sowas vorhast, musst Du stark auf´s Gewicht achten !!
>
Hi Matze,

hab mal nachgerechnet!
nach den Angaben von DD komme ich mit meinem Vorhaben auf ca. 650 kg Kabinengewicht. Da ja auch die Orginalpritsche mindestens 250kg wiegt und damit vom leergewicht wegfällt und mein T4 eh aufgelastet ist, habe ich doch genug Spielraum für eine variable Inneneinrichtung.
Die Platten bekomme ich bis zur Größe von 2x3m direkt von meinem Zulieferer. Muß der halt bestellen.
Bin grad dabei einen Wandaufbau mit Eckverbindung für ein Vorgespräch beim Tüv zu bauen.

viele Grüße und Dank an alle für Eure Beratung und Tips
Ich werde die Sache jetzt langsam angehen und mir Zeit lassen.

frank
> Gruss Matze
>
>

Gast

Re: Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK

#10 Beitrag von Gast » Di 16 Apr 2002 08:41

Hallo Frank,
die Multiplexplatten wirst Du wohl in 2x3m oder vielleicht sogar in 2x4m bekommen. Das 0,8mm Alu bekommt man aber definitv nur in 1,5x3m, selbst beim Hersteller.
Viele Grüße,

Ronny

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Leerkabinen-Wolfgang
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T4 synchro aufgelastet?

#11 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Di 16 Apr 2002 09:26

Hi, Frank,

laut VW gibt es doch gar keine Auflastung des T4 über 2.81t hinaus - hast Du mehr geschafft? Wenn nein, wirds gewichtsmäßig doch eng: Leergewicht mit Pritsche und Fahrer 1.710kg (lt. www.vwn.de) + Kabine 650kg macht 2.360kg - bleibt eine Restzuladung von 450kg! Und das reicht beim besten Willen nicht, oder wie siehst Du das?

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

Frank

Re: T4 synchro aufgelastet?

#12 Beitrag von Frank » Di 16 Apr 2002 12:22

> Hi, Frank,
>
> laut VW gibt es doch gar keine Auflastung des T4 über 2.81t hinaus - hast Du mehr geschafft? Wenn nein, wirds gewichtsmäßig doch eng: Leergewicht mit Pritsche und Fahrer 1.710kg (lt. www.vwn.de) + Kabine 650kg macht 2.360kg - bleibt eine Restzuladung von 450kg! Und das reicht beim besten Willen nicht, oder wie siehst Du das?
>
> Gruß
> Leerkabinen-Wolfgang

Hi Wolfgang,

klar wird das eng. Ich hab auch nur 2810Kg zlGG

Hier Meine Berechnung:
zlGG 2810 kg
- Leergewicht Pr+Fhr 1710 Kg
+ Pritsche ca. 250 kg
------------------------------------------------
bleibt Zuladung 1350 Kg
- Koffer mit ca. 21m² 399 Kg
- Geräte u. Inneneinr. 200 Kg
------------------------------------------------
bleibt Zuladung 751 Kg


Ich werde halt überall Gewicht sparen wo es nur geht.
Ist nicht einfach aber ich denke ich bekomm das hin und glaube für zwei Personen wird es schon reichen.

bin aber für jede Anregung dankbar

grüße Frank

Frank

Re: Dustdevil-Aufbau vs. PU/GfK Plattengröße @Ronny+Matze

#13 Beitrag von Frank » Di 16 Apr 2002 12:34

Hi,

Mir langt ja auch eine Kabinenhöhe von 1,5m.
Meine Kabine soll ja auch nur 2,2 x 1,9 x 1,5m werden.
Das müßte doch für zwei Personen langen oder.
Wir wollen darin ja auch nur schlafen, sitzen, kochen.
ist doch immer noch besser als im Zelt. stehen kann ich draußen auch.
Mein letzter T3 hatte auch net mehr Stehhöhe und ich war immer zufrieden.
Man muß sich halt etwas einschränken. Aber dafür hat man ja Urlaub und ist eh die meiste Zeit mit dem Fahrzeug unterwegs damit man was vom Land mit bekommt.

seht Ihr das anders?

Gruß

Frank

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