Absetzkabine Kontra Ladefläche

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Gast

Absetzkabine Kontra Ladefläche

#1 Beitrag von Gast » Mi 16 Jan 2002 18:31

Hallo Leerkabinenfans,
seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun schon mit der "optimalsten Lösung" bezüglich Womos. Traditionelles Womo, Kastenwagen, Absetzkabine auf LT 28/35. Nun mein Problem. Wie sieht das mit der Ladefläche aus, wenn die Absetzkabine auf den LT kommt. Das wird doch riesig hoch, oder?!
Wenn man die Ladefläche runter nimmt, ist doch aber der Vorteil der LT Nutzung ohne Aufbau pfutsch, denn man darf doch so nicht fahren -- denke ich.?!?
Oder wie macht ihr das?

Gruß Burkhard

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Absetzkabine UND Ladefläche!

#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 17 Jan 2002 12:57

Hi, Burkhard,

Absetzkabine? Genau mein Thema!

Meines Wissens gibt es zwei Möglichkeiten, ein Pritschenfahrzeug als Basis unter einer Absetzkabine einzusetzen:
die eine Möglichkeit besteht darin, die vorhandene Pritsche abzumontieren und z.B. ein Alu-Riffelblech mit entsprechenden Radhäusern auf den Rahmen aufzusetzen. Dieses Prinzip wird u.a. von Bimobil umgesetzt. Auf dem untersten Bild auf <a href="http://www.bimobil.com/wechsel.htm">www ... sel.htm</a> siehst Du dann die verschieden Nutzungsmöglichkeiten ohne Wohnkabine. Vorteil: das Alu-Riffelblech ist deutlich leichter als die Pritsche, Du erhältst also eine deutlich höhere Zuladung für die Kabine. Außerdem ist dieses Blech sehr flach, so daß es höhenmäßig kaum einen Unterschied ausmacht, ob Du eine feste Kabine oder eine Absetzkabine hast. Nachteil: die Stabilität der Platte läßt eine Beladung mit schweren Dingen nicht zu, dazu muß dann die abmontierte Pritsche wieder aufgesetzt werden (zweite Wechselvorrichtung mit den entsprechenden Kosten notwendig).

Die andere Möglichkeit besteht darin, die Pritsche beizubehalten. Da der Pritschenboden an sich schon sehr stabil ist, kann man sich einen eventuell notwendigen Hilfsrahmen sparen; und bei Befestigung der Kabine an der Pritsche und nicht an dem Rahmen (wobei ich noch nicht weiß, ob dies zulässig ist) verringern sich auch die Spannungen bei Verwindung des Fahrzeugs auf unebenem Untergrund.
Der größte Teil der Pritschenfahrzeuge auf unseren Straßen hat eine ´Hochbettpritsche´, d.h. eine glatte, durchgehende Pritsche oberhalb der Radkästen (ich glaube, dieses Bild schwebt Dir vor). Damit wird das Gesamtfahrzeug bei gleicher Kabineninnenhöhe natürlich höher, gleichzeitig wird der Durchgang zum Fahrerhaus niedriger und bekommt eine Stufe.
Deutlich besser geeignet (und z.Z. meine favorisierte Lösung) sind Fahrzeuge mit ´Tiefbettpritsche´, bei denen die Pritsche direkt auf dem Rahmen aufliegt und dafür die Radkästen in die Pritschenfläche hineinragen. Das kann zwar bedeuten, daß die Kabine beim Auf- oder Absetzen höher gebockt werden muß, um über den Radkasten hinüber zu kommen, aber das dürfte wohl das kleinste Problem sein. Bei diesem Pritschentyp wird das Fahrzeug nur um die Pritschendicke höher als beim Festaufbau oder bei der Version mit Alu-Riffelblech. Allerdings wiegt die Pritsche über 100kg mehr als dieses Blech, was die Nutzlast entsprechend verringert; dieser Effekt wird aber durch den möglichen Verzicht auf einen Hilfsrahmen wieder etwas gemindert. Auch in Sachen Umbaukosten dürfte diese Lösung so ziemlich die günstigste sein.

Ich bin für weitere Diskussionen gerne zu haben
Leerkabinen-Wolfgang


P.S.: noch etwas zum LT: ich fahre derzeit (noch) einen Karmann Distance Wide auf LT31. Bei einer Länge von 5.7m wiegt das WoMo leer schon deutlich über 2.8t - mit einem LT 28 kommst Du also nicht allzu weit! Und noch etwas zum (alten) LT: der Wagen ist zwar mit ein bißchen Wartung so gut wie unverwüstlich und als WoMo-basis aufgrund seines kurzen Fahrerhauses geradezu ideal, aber als Basis für eine neue Wohnkabine, die ja eine Lebenserwartung von 15 und mehr Jahren hat, würde ich ein solch altes Fahrzeug nicht mehr einsetzen. Die Maße des alten LT unterscheiden sich deutlich von denen moderner Transporter, so daß ein Umsetzen der Kabine auf ein anderes Fahrgestell zwar möglich, aber aufwendig (und entsprechend teuer) ist. Bei einer Absetzkabine dürfte dieses Umsetzen noch etwas leichter sein, aber bei einem Festaufbau...
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

Gast

Re: Absetzkabine Kontra Ladefläche

#3 Beitrag von Gast » Di 19 Feb 2002 20:45

> Hallo Leerkabinenfans,
> seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun schon mit der "optimalsten Lösung" bezüglich Womos. Traditionelles Womo, Kastenwagen, Absetzkabine auf LT 28/35. Nun mein Problem. Wie sieht das mit der Ladefläche aus, wenn die Absetzkabine auf den LT kommt. Das wird doch riesig hoch, oder?!
> Wenn man die Ladefläche runter nimmt, ist doch aber der Vorteil der LT Nutzung ohne Aufbau pfutsch, denn man darf doch so nicht fahren -- denke ich.?!?
> Oder wie macht ihr das?
>
> Gruß Burkhard

Folgende Anforderungen müssen erfüllt sein, wenn Du ohne Kabine fahren möchtest
- komplette Beleuchtung hinten
- Hinteres Kennzeichen
- Überdeckung der Räder ( Radkästen oder Ähnliches )
- bei manchen Fahrzeugen gibt es eine Mindest - Hinterachslast.
- wie Wolfgang schon erklärt hat ist das Problem der Pritsche einerseits deren Gewicht, ca. 250 Kg bei Stahlpritsche und andererseits die Tatsache, daß sie relativ schmal ist.
Bei normaler Pritsche wird ausserdem der Einstieg in die Kabine um die Höhe der Pitschenwand nach oben verschoben,d. h. man muß entweder diese Wand übersteigen oder jedesmal öffnen.
Bei einer Tiefbettpritsche werden zwangsläufig die Radkästen sehr groß, die dann wieder im Innenraum stören.

m.f.G.

Reiner

Michi

Re: Absetzkabine Kontra Ladefläche

#4 Beitrag von Michi » Mo 25 Feb 2002 13:17

Hallo Leerkabinenfans,

ich beschäfte mich derzeit auch mit dem Thema, bin jedoch derzeit der Meinung, daß die Kabine sehr wohl auf der Originalpritsche aufgesetzt werden kann. Bei LT & Ducato oder Sprinter lassen sich problemlos die Seitenwände abnehmen. Dann hat man eine Basis auf der der Aufbau stehen kann. Mangelnde seitliche Breite sollte dann auch kein Thema mehr sein, was mir jedoch fehlt ist eine gute bezugsquelle für die Leerkabine, möglichst als Selbstbau aus vorgefertigten Wandteilen. Geht das, hat jemand Erfahrung??

mfg


Michi

> > Hallo Leerkabinenfans,
> > seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun schon mit der "optimalsten Lösung" bezüglich Womos. Traditionelles Womo, Kastenwagen, Absetzkabine auf LT 28/35. Nun mein Problem. Wie sieht das mit der Ladefläche aus, wenn die Absetzkabine auf den LT kommt. Das wird doch riesig hoch, oder?!
> > Wenn man die Ladefläche runter nimmt, ist doch aber der Vorteil der LT Nutzung ohne Aufbau pfutsch, denn man darf doch so nicht fahren -- denke ich.?!?
> > Oder wie macht ihr das?
> >
> > Gruß Burkhard
>
> Folgende Anforderungen müssen erfüllt sein, wenn Du ohne Kabine fahren möchtest
> - komplette Beleuchtung hinten
> - Hinteres Kennzeichen
> - Überdeckung der Räder ( Radkästen oder Ähnliches )
> - bei manchen Fahrzeugen gibt es eine Mindest - Hinterachslast.
> - wie Wolfgang schon erklärt hat ist das Problem der Pritsche einerseits deren Gewicht, ca. 250 Kg bei Stahlpritsche und andererseits die Tatsache, daß sie relativ schmal ist.
> Bei normaler Pritsche wird ausserdem der Einstieg in die Kabine um die Höhe der Pitschenwand nach oben verschoben,d. h. man muß entweder diese Wand übersteigen oder jedesmal öffnen.
> Bei einer Tiefbettpritsche werden zwangsläufig die Radkästen sehr groß, die dann wieder im Innenraum stören.
>
> m.f.G.
>
> Reiner

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