Glasfaserverarbeitung - 2 Fragen

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Gast

Glasfaserverarbeitung - 2 Fragen

#1 Beitrag von Gast » Fr 23 Nov 2001 20:23

Hallo Alle

Das R&G buch über glasfaserverarbeitung ist wirklich gut – war ein toller tip, und gratis als PDF downloaden kann man es auch (und auch andere glasfaser dokumentation) sehr empfehlenswert.
http://www.r-g.de/ und dann auf “downloads”

Ich hab das buch durchgelesen, hab aber noch ein paar fragen, vielleicht kennt sich einer von euch aus:

Mit glasfaser kann man anscheinend fast alles dicht und stabil herstellen, wäre also für den geplanten kabinenbau auch interessant. Da könnte ich eine sehr leichte holzkiste mit oder ohne rahmen bauen, und mit glasfaser und epoxyharz zur verstärkung/dichtung aussen überziehen. Es ist mir schon klar dass man nur mit “negativ-formen” eine glatte oberfläche hinkriegt, ist aber ein riesen aufwand die genauen formen erst herzustellen und die fertigen teile dann zusammenzufügen. Eine holzkiste aussen zu überziehen wäre für mich einfacher, aber wenn man die glasfaser-teppiche mit harz über die holzkiste klebt gibt das eine unebene, strukturierte fläche.

Frage: Kann man durch viel abschmirgeln die oberfläche doch einigermassen glatt kriegen und mit finishing product anmalen oder wird das nichts?
Und noch: wie stark riecht (stinkt??) epoxy-harz, und wie lange?

Vielen dank für eure antworten
Tschüss
Christopher

Gast

Re: Glasfaserverarbeitung - 2 Fragen

#2 Beitrag von Gast » Sa 24 Nov 2001 12:44

>
> Hallo Alle
>
> Das R&G buch über glasfaserverarbeitung ist wirklich gut &8211; war ein toller tip, und gratis als PDF downloaden kann man es auch (und auch andere glasfaser dokumentation) sehr empfehlenswert.
> http://www.r-g.de/ und dann auf &8220;downloads&8221;
>
> Ich hab das buch durchgelesen, hab aber noch ein paar fragen, vielleicht kennt sich einer von euch aus:
>
> Mit glasfaser kann man anscheinend fast alles dicht und stabil herstellen, wäre also für den geplanten kabinenbau auch interessant. Da könnte ich eine sehr leichte holzkiste mit oder ohne rahmen bauen, und mit glasfaser und epoxyharz zur verstärkung/dichtung aussen überziehen. Es ist mir schon klar dass man nur mit &8220;negativ-formen&8221; eine glatte oberfläche hinkriegt, ist aber ein riesen aufwand die genauen formen erst herzustellen und die fertigen teile dann zusammenzufügen. Eine holzkiste aussen zu überziehen wäre für mich einfacher, aber wenn man die glasfaser-teppiche mit harz über die holzkiste klebt gibt das eine unebene, strukturierte fläche.
>
> Frage: Kann man durch viel abschmirgeln die oberfläche doch einigermassen glatt kriegen und mit finishing product anmalen oder wird das nichts?
> Und noch: wie stark riecht (stinkt??) epoxy-harz, und wie lange?
>
> Vielen dank für eure antworten
> Tschüss
> Christopher
>
>
Hallo Christopher,

Ich glaube das wird nichts, der Tüv verlangt für eine GFK-Aussenhaut einSplittergutachten. Ich bin da auch drann ...suche aber noch...

Rudi

Re: Glasfaserverarbeitung - 2 Fragen

#3 Beitrag von Rudi » Sa 24 Nov 2001 13:02

>
Hallo zusammen

Interessantes Thema
Bin gerade dabei mir das Handbuch runter zu laden.
Hab zu dem Thema auch ein paar Fragen.
Zur Frage v.Christopher--glatte Oberfläche durch abschmiergeln.
Mag vielleicht gehen ist aber eine Riesen-Sklavenarbeit mit jede Menge Staub u. fragwürdigen Endergebnis
Da die Wände in der Regel alle gerade u. ohne Krümmungen sind müßte es doch möglich sein auf das noch nasse Harz eine dicke glatte Holzplatte v. Baumarkt(mit Trennwachs beschichtet)aufzusetzen. Befestigung mit Schraubzwingen o.ä.
Das Ergebnis müßte dann nach Aushärtung eine relativ glatte Oberfläche sein!! Oder lieg ich da falsch ??
Wie verbindet sich das Harz mit Hartschaum oder mit Holz??
Ist das ganze eine feste u. dauerhafte Verbindung oder löst sich das Ganze irgendwann mal auf??
Letzte Frage :Kann man das Harz vorher einfärben um sich evtl. eine Lackierung zu sparen?
Da fällt mir noch was ein.Hab mal wo gelesen das GFk im Laufe der Jahre Wasser binden soll?? Stimmt das ??

Danke im vorraus für die Antworten

Gruß Rudi
>
>

Gast

Re: Glasfaserverarbeitung - 2 Fragen

#4 Beitrag von Gast » Sa 24 Nov 2001 15:04

Hallo,

> Kann man das Harz vorher einfärben um sich evtl. eine Lackierung zu sparen?

Ja, kann man: Handbuch s. 56 und 83

Gruß Christopher

Gast

Re: Glasfaserverarbeitung - Rechtsfragen

#5 Beitrag von Gast » So 25 Nov 2001 13:37

>Ich glaube das wird nichts, der Tüv verlangt für eine GFK-Aussenhaut einSplittergutachten. Ich bin da auch drann ...suche aber noch...


Ist das mit dem Splittergutachten Amtlich? ich habe davon noch nie was gehört, was auch wiederum nichts heissen will.
Wer kann den Rechtlichen Aspekt eines Kofferselbstbaus etwas erhellen.

dank im voraus

Martin

Gast

Re: Glasfaserverarbeitung - Rechtsfragen

#6 Beitrag von Gast » So 25 Nov 2001 19:03

> Ist das mit dem Splittergutachten Amtlich? ich habe davon noch nie was gehört, was auch wiederum nichts heissen will.
> Wer kann den Rechtlichen Aspekt eines Kofferselbstbaus etwas erhellen.
>
> dank im voraus
>
> Martin
>
Na, so ganz genau weiss ich das auch nicht aber ich habe diese Beschreibung auf einer Site des Tüv-Süddeutschland gefunden.......

"Schwer entflammbare und splittersichere Werkstoffe" werden für die äußeren Teile des Fahrzeugaufbaus gefordert. Wer da eine Umrüstung vornimmt, sollte auf "Nummer Sicher" gehen: Indem er vom Verkäufer der neuen Teile einen entsprechenden schriftlichen Materialnachweis verlangt............
http://www.tuev-sued.de/freizeit/wohnmo ... fsymo.html

Gruss Ewald

jens voshage
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meine erfahrungen aufs womo übertragen

#7 Beitrag von jens voshage » Mo 26 Nov 2001 11:42

vorab: ich bin laie und alles was ich sage beruht auf erfahrungen aus zwei selbstgebauten surfbrettern und gesprächen beim sat in wietzendorf.
erstens: gfk ist ein genialer werkstoff, mit dem auch laien unglaubliches bauen können.
zweitens: nicht alles, was machbar ist, ist im straßenverkehr erlaubt - bezüglich der grundstoffe müsst ihr zum beispiel auf das splitterverhalten achten.
drittens: gfk wird mit unterschiedlichen harzen verarbeitet (die geben dem ganzen erst die härte, das gfk-flies ist ja ein stoff), die ihre vor- und nachteile haben. so sind manche uv-beständiger, andere nicht so spröde.
viertens: sofern ich weiß, werden die meisten gfk-kabinen noch lackiert - ich denke um die uv-beständigkeit zu verbessern.
grundsätzlich lässt sich ein gfk-objekt mit dem schwingschleifer glätten. dabei sollte jedoch nicht das glasfaserflies angeschliffen werden, sondern nur das harz. surfbretter werden übrigens unter dem gfk lackiert.
die geschichte mit den holzplatten zum glätten wird wohl nicht gehen, da es zum einschluss von luftblasen führt.
übrigens gilt beim bauen mit gfk nicht: um so mehr harz, desto besser.
jens

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Glasfaserverarbeitung - Schleifen und Lackieren

#8 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 26 Nov 2001 12:49

Aus Gesprächen mit mehreren Leerkabinenherstellern:

in dem Moment, wenn das Glasfasergewebe nicht mehr durch Harz geschützt ist, wird es geschwächt - die Glasfasern können brechen, durch Kapilarwirkung ist damit zu rechnen, daß Wasser in den Verbund eindringen kann und den GfK weiter erodiert.

Aus kostengründen hatte ich vor, die Kabinenlackierung (immerhin rd. DM 5000m- bei meiner Traumkabine) ein oder zwei Jahre aufzuschieben - davon ist mir aber allenthalben unbedingt abgeraten worden. Insbesondere das Dach sollte nicht allzu lange der UV-haltigen Sonnenstrahlung ausgesetzt sein, weil das das Harz brüchig werden lassen kann mit den oben angesprochenen Folgen. Auch vom Schleifen ist mir abgeraten worden, besser wäre es, satt einen Füller aufzutragen und den dann glatt zu schleifen (ist auch weniger Aufwand, da der Füller dem Schleifpapier viel weniger Widerstand entgegen setzt als GfK, außerdem ist der Füller wahrscheinlich sogar leichter als eine entsprechend dickere Harzschicht). Und anschließend unbedingt lackieren.

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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harze

#9 Beitrag von jens voshage » Mo 26 Nov 2001 16:40

vorhin viel es mir nicht mehr ein: entweder nimmt man epoxid- oder polyester-harze. welche welche vor- und nachteile haben, ist mir entfallen. was mich in dem zusammenhang mit der uv-beständigkeit immer wundert: mein erstes surfbrett ist mittlerweile 15 jahre alt - und es zieht kein wasser. allerdings steht es auch nicht das ganze jahr über draußen, sondern liegt meistens in der garage.
jens

Gast

Re: harze gfk

#10 Beitrag von Gast » Di 27 Nov 2001 01:06

ich denke ihr muesst in den bootsbau ueberschwenken da gibts einige buecher ueber gfk und holz
die firma www.r-g.de faserverbundwerkstoffe hat alles was ihr braucht . harze haerter ,glas, carbon, gel coat. das ist die aussenhaut an den booten meistens weiss oder crem farben.
eine andere loesung ist die gfk ueberzogenen balsa platten leicht stabil und wasserdicht wenn man die kannten beklebt mit epoxy .

Frank

Re: Glasfaserverarbeitung - Rechtsfragen

#11 Beitrag von Frank » Sa 01 Dez 2001 10:51

> >
> >
> > >Ich glaube das wird nichts, der Tüv verlangt für eine GFK-Aussenhaut einSplittergutachten. Ich bin da auch drann ...suche aber noch...
> >
> >
> > Ist das mit dem Splittergutachten Amtlich? ich habe davon noch nie was gehört, was auch wiederum nichts heissen will.
> > Wer kann den Rechtlichen Aspekt eines Kofferselbstbaus etwas erhellen.
> >
> > dank im voraus
> >
> > Martin
> >
> >Na, so ganz genau weiss ich das auch nicht aber ich habe diese Beschreibung auf einer Site des Tüv-Süddeutschland gefunden.......
>
> "Schwer entflammbare und splittersichere Werkstoffe" werden für die äußeren Teile des Fahrzeugaufbaus gefordert. Wer da eine Umrüstung vornimmt, sollte auf "Nummer Sicher" gehen: Indem er vom Verkäufer der neuen Teile einen entsprechenden schriftlichen Materialnachweis verlangt............
> http://www.tuev-sued.de/freizeit/wohnmo ... fsymo.html
>
> Gruss Ewald
> >
> >
Hallo
Ich bin gerade bei der Planung einer Teilintegrierten Kabine.
Zur Zeit beschäftige ich mich mit der Herstellung von Formen für Sandwichplatten,Formstück über Fahrerhaus und Kantenprofilen.
Eine Sandwichplatte im Kleinformat habe ich bereits in Vacuum-Verfahren Hergestellt.
Diese Platte befindet sich gerade in einer Werkstoffprüf-Anstalt zwecks Materialprüfung mit Gutachten.
Ich kann eventuell in absehbarer Zeit weiterhelfen.

Gruß Frank
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Gast

Re: Glasfaserverarbeitung - Rechtsfragen

#12 Beitrag von Gast » Mo 03 Dez 2001 23:01

Hallo Ewald,
ich denke nicht, dass ein extra Materialgutachten erforderlich ist, wenn Du mit gebräuchlichen Werkstoffen arbeitest. Sandwichplatten sind im Fahrzeugbau weit verbreitet ( Kühlfahrzeuge ) so dass ihre Eignung eigentlich nicht in Zweifel gezogen werden kann. Evtl. kannst Du vorher ein Materialmuster beim TÜV vorzeigen, oder der Verkäufer der Platten kann ein Gutachten mitliefern.
Diese Angaben ohne Gewähr.
Viel Erfolg

Gruß Reiner

Gast

Re: Glasfaserverarbeitung - Rechtsfragen

#13 Beitrag von Gast » Mi 05 Dez 2001 17:33

> Hallo Ewald,
> ich denke nicht, dass ein extra Materialgutachten erforderlich ist, wenn Du mit gebräuchlichen Werkstoffen arbeitest. Sandwichplatten sind im Fahrzeugbau weit verbreitet ( Kühlfahrzeuge ) so dass ihre Eignung eigentlich nicht in Zweifel gezogen werden kann. Evtl. kannst Du vorher ein Materialmuster beim TÜV vorzeigen, oder der Verkäufer der Platten kann ein Gutachten mitliefern.
> Diese Angaben ohne Gewähr.
> Viel Erfolg
>
> Gruß Reiner


Danke, probier ich mal. Selbst bei Pecolit ist von diesem geforderten Gutachten nichts bekannt...seltsam, seltsam.

Gruss Ewald
>

Gast

Re: Glasfaserverarbeitung - Rechtsfragen

#14 Beitrag von Gast » Mi 05 Dez 2001 17:38

> > >
> > >
> > > >Ich glaube das wird nichts, der Tüv verlangt für eine GFK-Aussenhaut einSplittergutachten. Ich bin da auch drann ...suche aber noch...
> > >
> > >
> > > Ist das mit dem Splittergutachten Amtlich? ich habe davon noch nie was gehört, was auch wiederum nichts heissen will.
> > > Wer kann den Rechtlichen Aspekt eines Kofferselbstbaus etwas erhellen.
> > >
> > > dank im voraus
> > >
> > > Martin
> > >
> > >Na, so ganz genau weiss ich das auch nicht aber ich habe diese Beschreibung auf einer Site des Tüv-Süddeutschland gefunden.......
> >
> > "Schwer entflammbare und splittersichere Werkstoffe" werden für die äußeren Teile des Fahrzeugaufbaus gefordert. Wer da eine Umrüstung vornimmt, sollte auf "Nummer Sicher" gehen: Indem er vom Verkäufer der neuen Teile einen entsprechenden schriftlichen Materialnachweis verlangt............
> > http://www.tuev-sued.de/freizeit/wohnmo ... fsymo.html
> >
> > Gruss Ewald
> > >
> > >
> Hallo
> Ich bin gerade bei der Planung einer Teilintegrierten Kabine.
> Zur Zeit beschäftige ich mich mit der Herstellung von Formen für Sandwichplatten,Formstück über Fahrerhaus und Kantenprofilen.
> Eine Sandwichplatte im Kleinformat habe ich bereits in Vacuum-Verfahren Hergestellt.
> Diese Platte befindet sich gerade in einer Werkstoffprüf-Anstalt zwecks Materialprüfung mit Gutachten.
> Ich kann eventuell in absehbarer Zeit weiterhelfen.
>
> Gruß Frank


Warte mal gespannt auf das Ergebnis.

Gruss Ewald
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Sandwichformteile selbst herstellen

#15 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Di 11 Dez 2001 13:04

> Hallo
> Ich bin gerade bei der Planung einer Teilintegrierten Kabine.
> Zur Zeit beschäftige ich mich mit der Herstellung von Formen für Sandwichplatten, Formstück über Fahrerhaus und Kantenprofilen. Eine Sandwichplatte im Kleinformat habe ich bereits in Vacuum-Verfahren Hergestellt.

Hi, Frank,

wie hast Du das hinbekommen? Sandwichformteile selbst herzustellen, das würde einiges erleichtern! Kannst Du Dich dazu etwas mehr auslassen?

Danke
Leerkabinen-Wolfgang
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