Projekt: Nissan Umbau

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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michael7

Projekt: Nissan Umbau

#1 Beitrag von michael7 » Sa 08 Jan 2005 10:46

Die Familie wird kleiner. So haben wir unser schönes, aber inzwischen überdimensioniertes Wohnmobil verkauft, und mit dem Bau eines kleineren begonnen.
Diese Woche habe ich das neue Basisfahrzeug abgeholt: einen Nissan King Cab Navara 2,5 DI, EZ Dez. 2003, 12.000 km.
Bei der langen Überführungsfahrt ist er mir schon sehr ans Herz gewachsen, und ich bin ziemlich begeistert von dem Teil.
Nächsten Monat beginne ich mit dem Bau der Kabine und nehme dabei die Hilfe der Firma Ormocar in Anspruch. Den Ausbau werde ich dann alleine in Angriff nehmen - ist ja nicht mein erster.
Ende Mai soll dann - hoffentlich - alles fertig sein.
Einige Details:
- Thermopane - Echtglasfenster
- großer Alkoven zum Längsschlafen
- Bio-Massivholzausbau in Leichtbauweise
- voll nutzbare AHK bei 2,80 m Kabinenlänge
- Beginn der Kabine gleich hinter den Fahrerhaus-Türen, d. h., von der 1,5 - Kabine werden die hinteren 50 cm abgeschnitten.

Soviel erst mal für heute - werde dann bestimmt mal weiter berichten
Herzliche Grüße von MichaelW

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Picco
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Vorsicht: Gewicht!!!!!

#2 Beitrag von Picco » Sa 08 Jan 2005 11:16

Hallo Michael

Herzlich willkommen hier im Forum!
Tolles Projekt hast Du da ja vor!
Pick-Up-Jo hat soeben seine Kabine auf seinen Nissan KingKab gesetzt (Siehe http://www2.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1863 ) und ich bin zum Teil noch in der Planung, zum Teil schon an der Ausführung meines Nissan KingCab-Projektes (Siehe http://www2.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1806 ).
Was uns beiden aufgefallen ist, ist das Gewichtsproblem allgemein und die geringe Belastbarkeit der Vorderachse im Besonderen (Siehe http://www2.womobox.de/phpBB2/viewtopic ... c&&start=0 ).
Dein Projekt dürfte da noch etwas problematischer sein als unsere, da Dein Basisfahrzeug meines Wissens über 100kg schwerer (=weniger Zuladung) ist als unsere sind.
Lehrkabinen-Wolfgang hat da mit seinem Tread "Gewichtsberechnung einer Leerkabine" (Siehe http://www2.womobox.de/phpBB2/viewtopic ... berechnung ) ein sehr gutes Thema angeschnitten, bei dem ich ja auch meinen Senf dazugegeben habe.
Schau Dir das doch mal alles an, ich bin sicher, Du wirst da einiges, was Dir weiterhilft, finden.

Viel Glück bei Deinem Projekt und schöne Grüsse aus der Ostschweiz

Picco

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Krabbe
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#3 Beitrag von Krabbe » Sa 08 Jan 2005 11:25

Hallo michael7 und willkommen im Kreis,

auch ein zukünftiger Längstschläfer, find ich gut :D

Hast Du Deine Pläne als Datei? Dann stell Sie hier doch mal rein, wir sind doch immer so gespannt was andere so planen.
Bis Mai willst Du fertig sein - ich auch, zumindest so weit, daß ich zum TÜV kann, Restarbeiten werden wohl noch das gesamte Jahr dauern. Irgendwie bin ich jeden abend nicht so weit gekommen wie ich wollte... aber das gehört wohl so. Ich mach mir aber auch immer wieder Gedanken ob die bisherige Planung noch zu optimieren ist.
Ansonsten schon mal viel Spaß beim Bauen.
Viele Grüße
Krabbe
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Mogros
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#4 Beitrag von Mogros » Sa 08 Jan 2005 12:29

Hallo Michael7

Na dann wünsch ich dir auch mal viel Erfolg bei der Durchführung deiner Pläne...

Was mich noch interessieren würde: Wie wirst du die Fenster bauen, resp. woher wirst du sie beziehen?

Gruss
Chrigu

Gast

#5 Beitrag von Gast » Sa 08 Jan 2005 12:47

Habe ich das richtig verstanden, da will einer einen Teil der Fahrerkabine abschneiden, um dann da eine eigene Kabine draufzusetzen :?: :?:

Ich glaubs nicht :!: :shock:

Rudi

michael7

#6 Beitrag von michael7 » So 09 Jan 2005 18:22

Danke für euer Interesse, für Fragen und für Anregungen.
Bin ja noch in der Planungs-Phase. Auto steht zwar schon lockend vor der Tür - Zeit wäre auch vorhanden, sogar die Temperaturen sind januar-untypisch im angenehmen Bereich.... Aber lieber noch 3 Wochen planen und die Sache reifen lassen, bevor man zur Flex greift.
Die Echtglas-Fenster bekomme ich aus Kanada über einen deutschen Importeur.
Und was die Gewichts-Problematik insbesondere an der Vorderachse betrifft, so bin ich mir dessen voll bewußt, und habe alles genau berechnet. Vielleicht schreibe ich mal einen ausführlichen Beitrag dazu. Heute nur soviel: Bei einem Gesamtgewicht der fertig ausgebauten Kabine von 750 kg mit dem großen Alkoven werden davon 680 kg auf die Hinterachse und nur 70 kg auf die Vorderachse entfallen.
Bis demnächst mal wieder
Michael

Pick-Up Jo
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Hallo

#7 Beitrag von Pick-Up Jo » So 09 Jan 2005 18:24

Hi Michael7

auch ein herzliches Willkommen von mir.
Freut mich immer wieder, einen neuen Pick-Up´ler hier im Forum zu treffen. So langsam können wir Fraktionsstatus beantragen :lol:

Der Navara 2,5 DI ist ein Klassefahrzeug als Basis, motorseitig aus gesehen 1. Sahne. Gewichtsmäßig wirst Du ganz sicher einige Probleme bekommen, da der Navara von Haus aus weniger zul.Ges.-Gewicht hat wie die "Normalausführungen". Da wirst Du einiges ändern müssen an den Federn und vor allem andere Felgen, und das wird teuer.

Für 2 Personen tust Du das richtige und schneidest das Fahrerhaus hinter den Sitzen ab. Doch wie willst Du dann einen großen Alkoven zum Längsschlafen unterbringen? Der müsste ja mind. 2,10 m lang werden, aussen. Oder willst Du die Schlaffläche nach innen in die Kab ziehen und als Klappboden ausführen?

Frage zur AHK: glaubst Du, daß Du das eingetragen bekommst? Dafür müsstest Du eine Rahmenverlängerung anschrauben für den AHK-Bock.
Der Hebelarm der AHK wird damit extrem lang und die Fahrt mit Hänger fast schon gefährlich, besonders beim an- und einbremsten in Kurven und ganz besonders bergab.

Nimm Dir den Leichtbau wörtlich genommen vor und setze ihn um. Ich hab das eigentlich nicht gemacht und andere Kriterien wie ein bisschen Luxus in der kleinen Hütte oder resistente Oberflächen (fast alles Resopal-beschichtet) vorangestellt. Vom Gewicht her komme ich nun gerade noch so hin, aber ohne rigendwelche Reserven. :?

Bin sehr, sehr neugierig auf Deine nächsten Beiträge.
Wenn Du Dich als registriertes Mitglied anmelden würdest, könntest Du uns neugierige Nasen hier im Forum auch mit Bildmaterial versorgen, darauf sind wir alle total abgefahren :lol: (um nicht zu sagen, süchtig !!!) 8)

zunächst mal toi toi toi für Deine nächsten Schritte.

chiao
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holiday
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Gewicht

#8 Beitrag von holiday » Di 11 Jan 2005 10:05

Hallo Michael7!

Es gibt Auflastungsgutachten für den D22 bis über 3.200kg. Dabei wird offensichtlich die Summe der Achslasten einfach zusammengezählt, und das zulässige GGw steigt um über 300kg. Unter Umständen verlierst Du damit Garantieansprüche bei Nissan :oops: -was aber nach 3 Jahren wurscht ist.

Meiner Meinung nach hat der D22 auch auf der Vorderachse durchaus Reserven, denn das zulässige Gewicht für die Vorderachse wurde gegenüber dem alten Pickup (D21-hatten wir früher) um ca. 300 kg angehoben - der neue ist aber nur geringfügig schwerer als der alte. Hinten bliebs wie bisher bei 1.800 kg.

Du kannst daher, meine ich, die Vorderachse deutlich mehr als 70 kg belasten, eventuell den Navara mal achsweise leer wiegen.

Auflastungsgutachten z.B. bei
www.buesching.de/steuer_nissan.asp,
und auch diverse andere bei google.

Ciao und gutes Gelingen,


Jürgen

Gast

#9 Beitrag von Gast » Mi 12 Jan 2005 01:21

Hallo Pick up Jo.
Schön, Deine Kabine auf dem Nissan. Eine interessante Form, viele Knicke - mal was anderes.
Deine Bedenken sind mir allerdings nicht ganz einsichtig,
Wenn mein fertiger Nissan ein Leergewicht von 2450 kg hat - optimal auf Vorder- und Hinterachse verteilt - wo soll dann das Problem sein?
Warum sollten dann andere Federn und Felgen erforderlich sein?
Vielleicht weißt Du ja noch etwas, was ich nicht weiß.
Dann verrate es mir.
Mit der Ahk, das ist schon mit dem Tüv geklärt.
Kann original so bleiben, bei 40 cm Überstand, die aber mit 45 Grad abgeschrägt sind (wichtig). Es mag zwar auch Anhänger mit sehr kurzer Deichsel geben, die man dann besser nicht dranhängt. Aber für über 90 % aller Hänger werden sich keine Probleme ergeben.
Der Alkoven soll tatsächlich 2 m lang werden.
Klingt beängstigend - wird aber besser als es sich anhört.
Auf meinen maßstabsgetreuen Zeichnungen sieht er ganz gut aus. Beeindruckend ist wohl das richtige Wort.
Auf jeden Fall nicht unförmig. Wird auch nach vorne hin etwas schmaler.

Und danke Jürgen für Deine Auflastungs-Tips.
Wenn er fertig ist, und ich noch ein paar Reserven auf der Vorderachse habe, dann gönne ich mir noch eine Winde.

Ich grüße Euch

Michael

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#10 Beitrag von Pick-Up Jo » Fr 14 Jan 2005 18:50

Hi Michael,

ich dachte halt nur, weil ein Bekannter von mir einen D 22 King Cab hat.
Der hat nur eine Hinterachslast von etwas über 1.500 kg eingetragen. Wegen der beim D 22 Navara eingebauten, weicheren und damit komfortableren Blattfedern hinten und der Original-Alufelgen, die nur bis zu einer Traglast von 800 kg zugelassen sind. Ausserdem ist bei ihm das Gesamtgewicht deswegen auf 2.520 kg begrenzt, so seine Aussage.

Wenn Du auf ein Gesamtgewicht von leer 2.450 kg kommst, bei einer Bodenlänge von 2,8 m und zusätzlich Alkoven über 2 m, dann hast Du wirklich klasse gebaut. Meinst Du Leergewicht im Sinne der StVZO??, Das würde heissen: Voller Tank, 90 % Frischwasser eingefüllt, volle Gasflaschen drin.

Dein D 22 2,5 DI wiegt doch vollgetankt ca. 1.850 kg ???
o.k., Du machst die Pritsche runter, aber der Hilfsrahmen mit allem drum und dran ist fast genauso schwer, eigene Erfahrung !

Die leere Kab, wie Du sie von Ormocar bekommen wirst, wird mindestens so an die 500 kg wiegen, bei der Größe. Dann der kpl. Innenausbau, der haut gewichtsmäßig voll rein, ebenfalls eigene Erfahrung :? Dann noch Wasser, Gas dazu (+100 kg ???) .

Ich wollte eigentlich auch mal bei 2.400 enden. kanpp über 2.500 sind´s dann geworden, und mein Basisfahrzeug ist 100 kg leichter !

Trag mir meine Bedenken bitte nicht nach, ich hab halt nur selbst die Erfahrungen mit dem Gewicht gemacht :?

Hast Du selbst schon Berechnungen angestellt?? Wäre interessant .

Meine fertig ausgebaute Kab wiegt übrigens auch ca. 700 kg, ohne Wasser und Gas und ohne Aufbau-Akkus. Und mein Alkoven ist ebenfalls 2,1 m lang und er sieht ebenfalls "beeindruckend" aus :lol: :lol:

ciao, bis dann
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#11 Beitrag von Krabbe » Fr 14 Jan 2005 19:58

Hallo Pick-Up Joe,
...Die leere Kab, wie Du sie von Ormocar bekommen wirst, wird mindestens so an die 500 kg wiegen, bei der Größe...
Da muß ich Dir wiedersprechen. Das kann Herr Bohrer auch für 400 kg. Meine Kabine (Bodenlänge 2,7 m, Alkoven 2m, Breit 2m und hoch innen 2,07 + 22 cm "Keller" in der Mitte) wog mit Tür und ohne Fenster ziemlich genau 400 kg. Und auf besonderen Wunsch kann er mit einer anderen Holzplatte im Boden noch mal ca. 20 kg einsparen.

Aber ansonsten gebe ich Dir im Grunde recht, daß Problem ist immer das Gewicht.
Viele Grüße
Krabbe
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#12 Beitrag von Pick-Up Jo » Sa 15 Jan 2005 17:05

Hi Krabbe

also 400 Kilo´s wären wirklich ein Klassewert !!
.....Dann wird´s vielleicht doch nicht ganz so eng :lol:
Michael7 wird´s freuen, das zu lesen :lol:

ciao
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Gast

#13 Beitrag von Gast » Mo 17 Jan 2005 15:08

Hallo Ihr!
Bei meinem Navara sind eingetragen: 2860 kg gesamt und 1800 kg hinten.
Was die Tragfähigkeit der Alufelgen betrifft: Keine Ahnung, aber mind. 900 kg, sonst könnten ja nicht 1800 kg für die Hinterachse genehmigt sein.
Er wiegt im Moment 1830 kg mit AHK, Standheizung und halbvollem Tank.
Nach meiner Abbau-Aktion werden es noch 1700 kg sein - wahrscheinlich weniger.
Dazu kommen dann (alles genau berechnet und nach oben aufgerundet:
Kabine mit Tür 370 kg.
Hilfsrahmen 50 kg.
Echtglas Fenster abzügl. der Ausschnitte 40 kg.
Holz für den Ausbau 90 kg
Technik 110 kg
Schaumstoff 20 kg
Wandverkleidung und Kleinteile 30 kg
halbvoller Wassertank 40 kg.
Ergibt zusammen genau 750 bzw 2450 kg.

Eine Gasanlage habe ich nicht, sondern eine Diesel-Standheizung, einen Kompressor-Kühlschrank und einen Spirituskocher.
Möchte dann gerne noch 6 Sitzplätze eingetragen bekommen - bin auch zuversichtlich, daß es gelingt.
Soviel für heute
Grüße von Michael

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