Wie bekomme ich das alles sinnvoll verkabelt?

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Krabbe
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Wie bekomme ich das alles sinnvoll verkabelt?

#1 Beitrag von Krabbe » Di 23 Nov 2004 12:53

Hallo Zusammen,

hat jemand von Euch noch eine Idee wie ich folgende 12V Versorgung für meine Absetzkabine am besten realisiere?

Im Basisfahrzeug habe ich erst mal die Fahrzeugbatterie (Säure/Starterbatterie). Dazu soll ein 40 AH Blei-Gel-Akku für die Versorgung einer Kompressorkühlbox.
In die Absetzkabine soll jetzt auch noch ein Akku mit ca. 100 AH. (Ob Blei-Gel o. Säure weis ich noch nicht, ist auch ein bißchen von der Zuladung abhängig, die nach dem Ausbau übrig bleibt.) An diesen sollen eine 2. Kompressorkühlbox sowie Heizung, Wasserpumpe, Licht, ... angeschlossen werden.

Geladen werden soll das ganze während der Fahrt über die Lichtmaschine, im Stand über 3 Solarpanele bzw. über ein Ladegerät mit 2 Ausgängen (oder zwei einzelnen kleineren Ladegeräten). Die Starterbatterie braucht im Stand nicht geladen werden.

Vorhanden sind zur Zeit bereits die 3 Solarpanele, 1x 50 W und 2x. 35 W mit 2 einfachen Solarreglern und der 40 AH Blei-Gel-Akku.

Jetzt die Frage. Wie schalte ich das alles am besten zusammen, kann ich die beiden Aufbaubatterien zum Laden über die Lichtmaschine mit der Starterbatterie über ein Trennrelais zusammenschalten? Muß oder sollte ich zwei getrennte Solarkreise aufbauen oder gibt es einen Laderegler, an den man verschiedene Solarpanele (die auch noch unterschiedliche Neigungswinkel haben werden) anschließen kann, ... Fragen über Fragen.

Ich habe hier http://photos.yahoo.com/krabbavan mal einen Schaltplan hinterlegt, wie es evtl. gehen könnte. Was sagt Ihr dazu?
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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tommy
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#2 Beitrag von tommy » Di 23 Nov 2004 23:11

du solltest auf jedenfall schauen, das deine lichtmaschine genügend leistung hat. denn sonst fährst du ständig mit halbvollen batterien rum.
was hast du denn für eine basis? ich habe in meinen t3 bulli 2 lichtmaschinen eine 65Ah die andere 90Ah bei zwei batterien (eine 63Ah die andere 74 Ah). sollte man haben, es ist viel besser als vorher mit nur einer lichtmaschine.

also ich denke das es mit den zusammenschalten kein problem gibt, solltest nur !vor! und !nach! dem trennrelais ne passende sicherung packen, ich habe die mal ausgerechnet, lag bei mir bei 50A, würde die aus dem hifi-bereich nehmen, sind auch die halter recht günstig.

wenn du 12 und 220V verlegst, denk dran diese fachgemäß zu trennen, sonst kann es beim blankscheuern lebensgefährlich werden!

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Krabbe
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#3 Beitrag von Krabbe » Mi 24 Nov 2004 09:10

Hi,

ich baue auf T4 TDI. Bei der Lichtmaschinenleistung sehe ich weniger das Problem. Bisher fahre ich meinen 3. T3 und hatte beidenen noch nie ein Problem.
(Ladespannung ging erst in die Knie bei Kühlschrank, Radio und Fernlicht an.)

Sicherungen sind klar. Ich hatte Sie nur der Übersicht halber weggelassen. Ich werde wohl auf 50 A Flachsicherungen zurückgreifen, um die Batterien abzusichern.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

O-302
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Re: Antwort

#4 Beitrag von O-302 » Mi 24 Nov 2004 13:17

.
Zuletzt geändert von O-302 am Mi 22 Sep 2010 16:30, insgesamt 1-mal geändert.

hwk
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#5 Beitrag von hwk » Mi 24 Nov 2004 13:30

Hallo Krabbe,

aus meiner Sicht ist das so ok! Auch die Lima-Leistung sollte ausreichen - eventuell wird in den ersten Kilometern halt mit "reduziertem Dampf" nachgeladen.

Die beiden Dioden in den Zuleitungen sind mir schon klar, um eventuelle Verschiebeströme zwischen den Akkus auszugleichen. Diese Dioden haben aber (als einfache Dioden ausgeführt) den Nachteil, dass ca. 0,5 -0,7V an den Dioden abfallen und so die Batterien nie die volle Ladespannung erhalten. Ich würde hier separate Trennrelais einsetzen, da diese Verschiebeströme im Ladebetrieb nur dann auftreten, wenn die Akkus wirklich sehr unterschiedliche Ladezustände haben, sonst wird halt der tiefer entladene bevorzugt (was ja auch sinnvoll ist).

Alternativ kann ein Wechselrichter über das Trennrelais angesteuert werden, der dann die 220 V für das Ladegerät zur Verfügung stellt. Diese Lösung hat den Charme, dass man 220 V auch bei nicht vorhandenem Netzbetrieb hat und die Batterien durch das Ladegerät immer optimal geladen werden (was bei der Ladung via LIMA nicht der Fall ist). Einen Schaltplan kann ich gerne zur Verfügung stellen.

Bei der Auswahl der zweiten Bordbatterie würde ich immer zum gleichen Typ greifen, wie er auch als erste Bordbatterie verwendet wird, da die meisten Ladegeräte nur eine Kennlinie für beide Batterien speichern können (ich habe hier zu Gel- bzw. Vlies-Akkus gegriffen).

Viel Glück und Spaß

HWK

Ragnhild
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#6 Beitrag von Ragnhild » Mi 24 Nov 2004 23:18

Ich würde hier separate Trennrelais einsetzen, da diese Verschiebeströme im Ladebetrieb nur dann auftreten, wenn die Akkus wirklich sehr unterschiedliche Ladezustände haben, sonst wird halt der tiefer entladene bevorzugt (
Zwei Batterien parallel geschaltet ahebn den Nachteil, das wenn eine leer und die andere "voller" ist, die volle die Spannung "bestimmt", die "leere" nimmt nur eine Oberwellenspannung auf und der Regler der LiMa macht langsam zu. Besser sind digitale Ladegeräte mit zwei Ausgängen, einer für jede Batterie, die mindestens mit IU Kennlinie laden.
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Krabbe
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#7 Beitrag von Krabbe » Mi 24 Nov 2004 23:34

Hallo Stefan,

warum meinst Du die 50 A Flachsicherungen taugen nicht?

Hallo hwk,

bei den Dioden dachte ich im ersten Moment an Schotky-Dioden (bestimmt falsch geschrieben).
Die wollte ich in zwar auch wegen der Verschiebeströme eisetzen (insbesodere, weil ich zwei unterschiedliche Batteriekapazitäten plane), der zweite und für mich ausschlaggebendere Grund ist für mich die Trennung der beiden Solarkreise. Oder sollte das garnicht so wichtig sein?
Die Idee mit dem Wechselrichter und dann aufs Ladegerät hört sich gut an, zumal ein Wechselrichter eh geplant ist. Nur wie sieht es denn da mit den Verlusten aus und wie wieviel Strom zieht eigentlich ein Ladegerät beim Laden von zwei Akkus (bzw. wie groß muß der Wechselrichter sein) und wie verträgt das Ladegerät die mehr o. weniger Rechteckspannung? Fragen über Fragen...
Danke für den Hinweis, das die Ladegeräte i.d.R. keine zwei Ladekennlinien gleichzeitig können, hätte ich jetzt nicht dran gedacht. Dann evtl. doch zwei einzelne Ladegeräte, oder beides Blei-Gel-Akkus.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

Ragnhild
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#8 Beitrag von Ragnhild » Do 25 Nov 2004 00:21

Die Idee mit dem Wechselrichter und dann aufs Ladegerät hört sich gut an, zumal ein Wechselrichter eh geplant ist. Nur wie sieht es denn da mit den Verlusten aus und wie wieviel Strom zieht eigentlich ein Ladegerät beim Laden von zwei Akkus (bzw. wie groß muß der Wechselrichter sein) und wie verträgt das Ladegerät die mehr o. weniger Rechteckspannung? Fragen über Fragen...
Ist auch sehr gut. Die laden dir die Akkus schneller und voller als deine LiMa, die nach oben langsam zu macht.
Naja, wie viel A können den deine Ladegeräte? Bei 10A und ~14Volt haste 140 Watt, bei nicht erreichbarem 100% Wirkungsgrad. Bei 230Volt Netzeingang sagen wir mal ~0,7A :? . Es gibt Ladegeräte mit 95-97% Wirkungsgrad (z.B.Ctek) Also sollte dein Wechselrichter die 140 Watt können. Zu berücksichtigen sind aber EInschaltspitzen. Würde ich schon 200Watt sagen :roll: Jetz noch etwas Sicherheit, dann sind es schon 300Watt :twisted: Oder Du machst es wie Joe der ist bei 11000/5500Watt Wechselrichterleistung, das langt fürs erste :twisted: :twisted: :twisted:
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#9 Beitrag von hwk » Do 25 Nov 2004 09:32

Hallo Heiko, hallo Markus,

leider muss ich dem Markus etwas widersprechen bezüglich der beiden Batterien. Beim Anschluss beider Batterien an die Spannungsquelle fließt ein hoher Strom von der volleren Batterie (die hat nämlich eine höhere Quellspannung) zu der entladenen Batterie.

Das Konzept mit dem Wechselrichter habe ich bei mir eingebaut (wg. 24 V im Fahrzeug und 12 V im Aufbau). Es funktioniert wirklich einwandfrei, sofern man für sich für einen getakteten Lader entscheidet und auch einen Sinuswechselrichter einsetzt. Anlaufströme - wie bei den Trafogeräten oder auch starke Störsignale - wie bei den sekundär gesteuerten Ladern - gibt es in dieser Form nicht. Für die Dimensionierung kann man von einem 80%igen Wirkungsgrad ausgehen (Verluste des Wechselrichters und des Laders zusammen). Bei mir läuft ein 45 A Lader an einem 600 W Wechselrichter ohne Probleme. Man sollte hier "etwas Mut zur Lücke" zeigen, da auch der 45 A Lader nicht immer die 45 A zur Verfügung stellt, sondern nur in der ersten (kurzen) Phase beim Laden. Dann wird eigentlich der Ladestrom von der Batterie bestimmt und sinkt schnell auf die Hälfte und weniger ab (bei 400 AH Batteriekapazität).

Besten Gruß

HWK

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