Fußbodenheizung

Heizung, Warmwasser-Erzeugung, Kochen, Backen, Kühlschränke, Klimaanlagen
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Heiko
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Fußbodenheizung

#1 Beitrag von Heiko » Di 12 Okt 2004 22:00

Hallo,
ich war bisher sehr interessiert an einer Kombitherme für Warmluft und Warmwasser. Ich empfände es jedoch als wesentlich angenehmer, wenn ich meine Kabine mit einer Fußbodenheizung ohne Luftzug heizen könnte . Ich denke auch, daß unser Hund das besser fände. Wer kann mir sagen, welche Art von Gerät hierfür geeignet ist.
Danke
Gruß Heiko
Das geht auf keine Kuhhaut !

hwk
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#2 Beitrag von hwk » Mi 13 Okt 2004 09:04

Hallo Heiko,

du kannst hier das System von Alde oder auch von Eberspcher oder Webasto (als Kraftstoffheizung) als Warmwassergenerator nutzen. Bitte - wie beim Häuslebau - aber auf einen thermisch leitfähigen Fußbodenbelag und die richtige Vorlauftemperatur achten. Hier müssen dann ggf. ein Mischer eingebaut werden, um nicht mit zu hoher Temperatur zu arbeiten.

Einige neuere Mobile von der Stange nutzen diese Möglichkeit um im Bereich der Dinette eine gemütliche Wärme zu verbreiten; hier würde ich mal versuchen, eine geistige Anleihe in Form einer Besichtigung zu machen, um auch die Frage nach den geeigneten Schläuchen bzw. Rohren zu klären. Die im Hausbau eingesetzten Materialien sind wegen der Sprödigkeit hier nicht einsetzbar.



Besten Gruß

HWK

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Warme Füsse.....

#3 Beitrag von Abgemeldeter User » Mi 13 Okt 2004 12:48

Hallo Heiko,

die Firma KABE Wohnwagen stattet seit langem ihre Wohnwägen serienmäßig mit Warmwasserfußbodenheizung aus, System ALDE (was im Prinzip TUMA ist, denn ALDE gehört zu denen). Der Generalimporteur, Fa. Stumpf in Celle, hat bestimmt Prospekte und ggf. technische Infos, die Dir vielleicht weiterhelfen können.

Heiko
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Fußbodenheizung

#4 Beitrag von Heiko » Do 14 Okt 2004 23:30

Hallo und vielen Dank für Eure Antworten. In meinem Fahrzeug ist eine Dieselstandheizung ( Wasser- ) vorhanden. Kann ich diese zum Betrieb einer Fußbodenheizung verwenden? Kann ich dann während der Fahrt meine Kabine über die Motorabwärme heizen, da es sich ja dann um ein und denselben Kreis handeln müßte? Wie verhindere ich dann, daß die Standheizung auch den Motor aufheizt, wenn ich nur eine warme Kabine haben will, nicht jedoch beabsichtige, in absehbarer Zeit das Weite zu suchen? Schafft die Pumpe der Standheizung die Wasserbewegung duch die Leitungen der Fußbodenheizung?
Bis bald und vielen Dank

Gruß Heiko

Joe

#5 Beitrag von Joe » Fr 15 Okt 2004 08:38

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Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 10:21, insgesamt 1-mal geändert.

hwk
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#6 Beitrag von hwk » Fr 15 Okt 2004 09:55

Hallo Heiko,

sicherlich kann man die Dieselstandheizung zur Erwärmung des Innenraumes nehemen. Viele Hersteller von Womos "von der Stange" experimentieren mit solch einem System um zusätzlich oder auch an Stelle der Gasheizung die Wärme zu generieren.

Die Pumpe, die in der Standheizung integriert ist, sollte auch stark genug sein, das Wasser durch die Leitungen der Fußbodenheizung zu drücken, sofern die Querschnitte der Leitungen nicht zu eng gehalten worden sind.

Zur Kopplung des Motorkreislaufes mit der Fußbodenheizung werden in der Regel Wärmetauscher eingesetzt, um die beiden Kreisläufe zu trennen, eine schnelle Aufheizung des Fahrerhauses zu gewährleisten und auch eine Erwärmung des Motors beim Stand zu vermeiden. Man kann aber sicherlich auch durch entsprechende Ventile die Führung des Wassers so gestalten, dass man auf einen Wärmetauscher verzichten kann. Wichtig ist hierbei nur, dass der Kühlwasserkreislauf zum Motor nicht unterbrochen wird, sonst kann der Motor den Hitzetod erleiden. Da die Standheizung im Moment sicherlich im kleinen Kreislauf (Ausgang Motor, dann Heizung, dann Heizregister für Heizung innen, dann wieder Eingang Motor) geschaltet ist, müssen vor und hinter der Heizung Y-Ventile geschaltet werden, damit wahlweise eine Heizung des Motors oder der Kabine möglich ist. Das wäre sicherlich die einfachste Lösung und läßt sich mit einfachen Kugelhähnen realisieren.

Bei allen Lösungen ist aber zu beachten, dass die Standheizung bei einer Temperatur von ca. 60 Grad C auf demWasser abschaltet, was m.M. nach aber als Vorlauf für die Fußbodenheizung zu warm ist. Hier würde ich nochmals Anleihen bei Kabe machen.

Besten Gruß

HWK

Gast

#7 Beitrag von Gast » Fr 15 Okt 2004 12:36

Zitat HWK


Bei allen Lösungen ist aber zu beachten, dass die Standheizung bei einer Temperatur von ca. 60 Grad C auf demWasser abschaltet, was m.M. nach aber als Vorlauf für die Fußbodenheizung zu warm ist. Hier würde ich nochmals Anleihen bei Kabe machen.

Dafür dürte doch ein Haushaltsüblicher Heizungsthermostat reichen.
So kann man sich auch einen Kugelhahn schenken.

hwk
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#8 Beitrag von hwk » Fr 15 Okt 2004 14:10

Hallo Christianus,

das geht leider nicht so einfach, da die Standheizungen einfach nur über die Wassertemperatur im Kühlkreislauf geregelt werden. Schaltet man einen Heizkörperthermostat in die Leitung, dann drosselt er den Durchfluß des Wassers aber nicht die Vorlauftemperatur. Das bewirkt dann aber, dass die Standheizung das Wasser in der Heizung schneller aufheizt und dann abschaltet. Diese An- und Abschalten braucht bei den Kraftstoffheizungen aber recht viel Strom (Glühzündung), was ja auch nicht im Sinne des Erfinders ist.

Besten Gruß

HWK

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dm
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#9 Beitrag von dm » Fr 15 Okt 2004 14:51

Im Ursprung dieses Threads schrieb Heiko:

[u]Auszug:[/u] .....mit einer Fußbodenheizung ohne Luftzug heizen könnte .......


Ich habe es so gelöst, das ich mit der Standard 3400er Truma zunächst zum schnellen Aufheizen ganz normal über Luft-Auslässe den Innenraum heize.
Hat dieser eine angenehme Temperatur schließe ich die Ausströmer.
Die warme Luft geht dann in den Doppelboden und heizt das Fahrzeug wie mit einer Fußbodenheizung.
Die warme Luft zirkuliert übrigens im Doppelboden, da die Heizung auch hier ihre Luft ansaugt.

Damit wäre doch die Ursprungsforderung (Fußbodenheizung ohne Luftzug ) erfüllt.

Gut, jetzt habe ich zufällig einen Doppelboden.


Die Frage ist , ob der konstruktive und finanzielle Aufwand für einen Doppelboden nicht geringer ist, als für eine "normale" Wasser-Fußbodenheizung.
Zumindest die Neukonstruktionen haben doch mehr oder minder große Bereiche sowieso "unterkellert" (Tanks, Batterien, Kabelführungen).
Dann noch den Rest der Fläche mit ein paar cm Zwischenboden ausrüsten und gut ist.

Joe

#10 Beitrag von Joe » Fr 15 Okt 2004 15:12

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Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 10:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Fußbodenheizung auf 220 Volt

#11 Beitrag von Michl » Fr 15 Okt 2004 16:46

hallo, ich habe eine Fußbodenheizung auf 220 Volt, die in einer Matte eingebaut ist und unter den Teppich gelegt wird, ist für mich die billigste Lösung, da ich immer auf Campingplätzen bin, wenn es kalt ist. Man braucht auch keine kompliziertes Wasserleitung o.ä.
Gruß Michael

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#12 Beitrag von Torsten » Fr 15 Okt 2004 18:19

Hallo Heiko,

hab´mich grade auf dem SAT-Treffen am Stand von Alde umgeschaut, da ich vorhabe meine Primus -Warmwasserheizung mit der Motorheizung zu kombinieren. Dies geht grundsätzlich nicht ohn Wärmetauscher, da der Heizungskreislauf drucklos ist, der Motorkühlkreislauf aber unter Überdruck steht.
Da ich eine Wohnkabine auf einem Pickup habe, also beides auch trennbar sein muß, kommt zumindest noch folgendes Problem hinzu: Beim Verbinden mittels Schnellkupplungen gelangt immer etwas Luft ins System, der Heizungskreislauf aber muß manuell entlüftet werden, der Motorkühlkreislauf ist in der Regel selbstentlüftend, sodaß die Trennung hier stattfinden sollte.
Die Fußbodenheizung habe ich mir dort auch im Detail anschauen können. Erkundige Dich doch einfach mal auf welcher Messe demnächst Alde vertreten ist.

Viele Grüße und tschüß

Torsten

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dm
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#13 Beitrag von dm » Fr 15 Okt 2004 19:04

@ Joe:
Bier ist vorne im Führerhaus, im unbeheizten Teil und im Urlaub essen wir Nudeln!
:P :lol: :P


Also die Erhitzung des Brauchwassers sehe ich nicht so dramatisch. Denn ich heize ja nur im Winter und nur auf ca. 22 Grad.
Und etwas angewärmtes Wasser ist ja nicht soooo schlecht.

Aaaaaaber, ich habe keine großen Wasser-Vorräte, so dass recht schnell frisches Wasser reinkommt. Bei großen Tanks mag das anders aussehen.

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Leerkabinen-Wolfgang
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#14 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » So 17 Okt 2004 21:25

Was die Warmwasser-FB-Heizung angeht: bei allem Komfort gibt es ein erhebliches Risiko - Undichtigkeiten.
Bei aller Vorsicht kann es ja einmal passieren, daß einem etwas Größeres/Schwereres auf den Boden fällt. Dabei könnte das Rohr beschädigt werden, ohne daß man es sofort bemerkt. Bis man es dann bemerkt, kann sich das Wasser schon entlang der Heizungsrohre im ganzen Boden verteilt haben... Viel Spaß dann beim Reparieren!

Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

Pick-Up Jo
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#15 Beitrag von Pick-Up Jo » So 31 Okt 2004 18:57

Hallo zusammen:

Nu auch mein Senf dazu:

Ich habs für meinen Eigenbau auch überlegt, bin aber davon abgekommen, weil:

Fußbodenheizung kanst Du nur bis max. 35 Grad Fußbodenoberflächentemperatur betreiben, und das ist dann schon unangenehm warm an den Füßen, viele Leute kommen damit überhaupt nicht zurecht !
Wenn Du nun die zur Verfügung stehende Fläche Deines Womos nimmst, die überhaupt dafür in Frage kommt, also nicht zugebaut ist, so kommst Du auf ganz wenige qm.
Und diese Fläche reicht bei weitem nicht aus, den Wärmebedarf zu decken, besonders, wenn es kälter wird. Frag mal dazu hier im Forum nach einem Heizungsfachmann, der könnte Dir ausrechnen, wie wenig so eine FB-Heizung auf 1 qm abgibt.
Man kann sie meiner Ansicht nach nur als Zusatzheizung gegen kalte Füße verwenden, aber dafür lohnt der Aufwand ganz bestimmt nicht.

ciao

P:S: In meiner Immobilie habe ich nur FB-Heizung, dort ist sie Obersuperklasse, aber da haste dann auch die qm, die Du dafür brauchst.
Wo ein Pick Up ist, ist auch ein Weg (nicht immer, aber immer öfter)

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