Camping auf der Fähre (Link inside)

Ihr seid auf einem schönen Stellplatz oder Campingplatz gewesen? Oder habt genau das Gegenteil gefunden?
Dann ist hier das richtige Forum, um es allen zu erzählen!
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leer
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Herr (oder Frau?) Gast

#31 Beitrag von leer » Mo 18 Okt 2004 10:23

Regt Euch doch über den Gast nicht weiter auf - zu schade um den wahren Inhalt des Threads.
Natürlich kann man über den Sinn und Unsinn von solchen "Zuwendungen" wie Bier etc. bei den Einweisern verschiedener Meinung sein. Nur sollte man darüber doch fair diskutieren, oder?
Und, lieber Gast, Dir scheint es doch mehr darum zu gehen, das Klima hier zu stören. Dazu nur zwei Punkte:
1. Schaffst Du es sowieso nicht
2. Bringen Deine Äußerungen womobox eher noch mehr Traffic...

Also mach ruhig weiter. Nur wunder Dich nicht, wenn Du im Leben einfach zu wenig Spaß hast. So geht es Miesmachern nämlich für gewöhnlich :-)

Niklas

Sylvia
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Griechische Fähren

#32 Beitrag von Sylvia » So 13 Nov 2005 00:25

Hallo,

also ich bin Minoan-Lines Stammkunde und bin total zufrieden. Die ersten Fahrten "stampften" zwar was man gut hören konnte bei der Übernachtung auf dem Deck aber ich habe mich immer sicher gefühlt. Heute sind die Fähren auch keine Ausgemusterten, das weiss ich aus einem ADAC Bericht. Die Fähren bei Minoan-Lines werden jetzt auch regelmäßig nach einer bestimmten Anzahl der Touren zwischen Italien-Griechenland ausgetauscht.

Wie auch immer, ich fahre gerne von Venedig aus auch wenn es eine lange Fahrt ist aber auf der Fähre beginnt mein Urlaub. Wenn ich in Patras ankomme, dann habe ich bereits von allem so ziemlich abschalten können und kann mich auf meinen Trip begeben. Das ziehe ich einer längeren Autofahrt vor, zumal ich in Griechenland sowieso ständig mit dem Auto unterwegs bin.

Weiß eigentlich jemand ob in 2006 Camping on board noch möglich ist? Soweit ich weiß sollte das auch bei Minoan-Lines aus Sicherheitsgründen abgeschafft werden.

Wer hat Erfahrungen mit "Wild-Camping" in Griechenland? Ich weiß dass es nicht erlaubt ist, sehe aber bei jedem Urlaub dass es ganz viele Deutsche machen. Bin da immer unsicher, weil ich allein unterwegs bin. Vor allem seit meiner letzten Griechenland-Reise in 2004 mit meinem alten Wohnmobil. In Igoumenitsa wurde ich vor Abfertigung an der Fähre von den Griechen rausgezogen. Meinen Hund musste ich ca. 25 Meter entfernt an einen Pfahl anleinen, dann wurde mein Wohnmobil komplett mit Handschuhen durchsucht. Mir keiner Schuld bewusst, ist mir das Herz in die Hose gerutscht und alle Krimis die ich in meinem Leben gesehen habe, gingen mir durch den Kopf.

Nach ca. einer halben Stunde war ich erlöst aber offensichtlich ist es nicht üblich, dass eine Frau allein mit einem rostigen Wohnmobil durch die Gegend gondelt und da mache ich mir natürlich auch ein paar Gedanken zum Campen/Übernachten am Strand o.ä.

Kennt einer die Strafen bei Missachtung des Wild-Campings in Griechenland oder hat jemand negative Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße eines Griechenland-Fans

Sylvia
"Die mit den Hunden beim Campen tanzt"

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Rudi
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#33 Beitrag von Rudi » So 13 Nov 2005 21:13

Hallo Sylvia

Hab mir grad den ganzen Bericht wieder durchgelesen
Muß immer noch lachen über den fertigen Typen :D :D :D :D

<<<Kennt einer die Strafen bei Missachtung des Wild-Campings<<<
mindestens 5 Jahre verschärfter Knast

Spass beiseite : Mit ist kein Maßnahmenkatalog bekannt der über die Strafe was aussagt.
Wenn du Probleme hast dann meistens in der Hauptsaison . Dann wirst du aber freundlich aufgefordert den Platz bis abends zu verlassen.

Aber mir gefällt das Wort Wild Camping nicht so recht .
Unter Camping versteh ich Tische, Stühle Markise/Vorzelt und das ganze Gerödel raus.
Das sollte natürlich beim Wild -Stehen/Übernachten vermieden werden.



Gruß Rudi

Sylvia
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Hallo Rudi

#34 Beitrag von Sylvia » Mo 14 Nov 2005 20:47

Danke für die Antwort! Diese hatte ich auch Vorort erhalten und tröstet. Werde das im nächsten Jahr glatt mal ausprobieren. Glaube aber, dass die "Camper-Stellplätze" nicht geeignet sind, bin sicher dass diese kontrolliert werden. Ist schade, die haben nämlich Duschen. Wenn ich irgendwo am Strand übernachte, dann muss ich irgendwann das Salz von der Haut bekommen und so vielversprechend wie mein Fahrzeug ist, eine Dusche baue ich nicht ein. :-)

Da ich immer in der Vor-Saison unterwegs bin und die Strände in der Regel leer sind, wird das höchstwahrscheinlich auch keine Probleme geben.

Mach´s gut!

Liebe Grüße

Sylvia
"Die mit den Hunden beim Campen tanzt"

Gerhard Tetzlaff
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Wildcampen in Griechenland

#35 Beitrag von Gerhard Tetzlaff » Di 15 Nov 2005 22:20

Hallo zusammen!
Wildcampen in Griechenland ist immer anders, eine unendliche Geschichte.
Zuerst mal die rechtliche Seite:
Es ist seit 1974 verboten, davor war es einfach ungeregelt.
Weder davor oder danach hatte das im Großen und Ganzen etwas am Verhalten der Touristen geändert.
Damals wollte man an einigen wenigen Stellen (z.B. Matala auf Kreta oder Mykonos) keine Hippies (unmotorisiert) mehr am Strand haben, wegen des Nacktbadens und der katastrophalen Hygiene.
An 99% aller Strände war kein Mensch, auch in der Sommerzeit nicht.

Ich campe seit damals wild, seit Anfang der 80iger motorisiert, anfangs waren wir mit PKWs unterwegs, haben im Käfer geschlafen. Trotzdem kann ich selbst heute noch nicht zu keiner mir auch noch so gut bekannten Stelle sagen, wie die nächste Nacht verlaufen wird, dazu habe ich zu viele Überraschungen des Nachts und selbstverständlich am Tage erlebt. Wirklich gefährlich ist es nie geworden, Griechenland ist immer noch ein sehr sicheres Reiseland. Das soll nicht bedeuten, daß dort nichts passiert, aber es ging nie um Leib und Leben, wie dies aus Frankreich schon seit den Fünfzigern bekannt ist (z.B. Stahlseil über die Straße gespannt und den Verunfallten ausräumen). Summa summarum ist selbst Deutschland viel gefährlicher (z.B. Narkosegas auf Autobahnparkplätzen).
In Griechenland ist im Sommer die Konkurrenz zu Einheimischen Wildcampern, in Griechenland ein volllkommen tolerierter Volkssport, doch so groß, daß es schon mal dazu kommen kann, daß einem ein guter Platz vermiest wird, wenn sich da der Grieche hinstellen will. So haben wir mehr als einmal erlebt, daß spätnachts ankommende Griechen den Motor laufen lassen, voll die Mucke aufdrehen und mein Womo ins Scheinwerferlicht genommen haben, bis wir entnervt abgefahren sind. Das geschieht aber nur an ganz wunderschönen, ganz einsamen Geheimtips, um die es sich wohl aus der Sicht der Griechen zu kämpfen lohnt.

Das Gesetz Nr. 2741/1999 besagt, daß Wildcampen verboten ist und 147 Euro pro Nacht und Nase kostet. Mit fünf Nasen im Womo riskiere ich da schon einen derben Schlag in die Urlaubskasse. Ich habe noch nicht erlebt, daß das durchgezogen worden ist, aber selbstverständlich stelle ich mich nicht mehr an die Strände, wo solche Schilder stehen, auch wenn ich 20 Jahre lang dort eine oder zwei Nachte stand. Wer das Foto eines solchen Schildes sehen möchte, soll mir eine Mail schicken.

Man ist im Frühsommer, zur Osterzeit, sicherlich kaum mit Kontrollen konfrontiert, obwohl durchaus Wohnmobile in Mengen herumfahren, meistens Rentner, weniger Familien mit Kindern. Allein- die Griechen bleiben noch zu Hause. Campingplätze sind meist noch geschlossen und kein Campingplatzbesitzer läßt sich Kunden von der Polizei zutreiben (gegen Bakschisch). Die Griechen sind nicht nur Fischer, sondern vielmehr Hirten und wir sind ihre Schafe. Wenn wir frei stehen, sind wir sozusagen der Herde entlaufen.
Das ist kein Zynismus, sondern noch die sachlichste Weise, das Problem zu sehen. Ich campe immer wild, aber nicht an den Stränden, Buchten, wo nebenan ein Campingplatz halb leer steht. Jeder Mensch ist anders und die meisten wollen zusammen stehen, jedenfalls ist das mein Eindruck. So ergeben sich an etlichen Stellen, etwa auf der Peloponnes, Häufungen von Wohnmobilen auf Parkplätzen am Meer. Nach ein paar Jahren hat an fast jeder Stelle eine imbißartige Frittenbude (Kantina) oder eine Taverna aufgemacht. Die Wohnmobilisten gehen mit dem Frittenbudebesitzer eine Wirtschaftsbeziehung ein, gehen ein paarmal dort essen, bekommen dort Wasser und werden geduldet. Manch ein Tourist ist von der kommerziellen Charmebolzerei dieser Gastronomen total begeistert und kommt jedes Jahr wieder. Dabei ist er nur ein Schaf. Die Polizei dreht dort ihre Runden über den Platz und nur selten werden mal alle Fahrzeuge zur Weiterfahrt aufgefordert. Dann hat der Frittenbudenbesitzer "vergessen", seine wiederkehrende Bestechungszahlung an die Polizisten zu leisten. Das wird er anschließend gern nachholen, denn ein leerer Platz ist ja nicht in seinem Sinne.
Auf dem Festland sind Wohnmobilisten eine erhebliche Einkommensquelle, das ist zum Beispiel auf Kreta ganz anders, da ist der Flugtourist die Haupteinnahmequelle und man hat als Wohnmobilist eher Probleme mit Strandliegen-und-Sonnenschirm-Verleihern, die immer den Strand, für den sie eine Lizenz haben, als ihr Eigentum ansehen und deshalb echtes Wildstehen vermiesen. Und es gibt jedes Jahr mehr Sonnenschirmverleiher, auch wenn es keine 10 Reihen wie in Italien gibt.

So wird an manchen Stellen das vermeintliche Wildcampen zum geduldeten Stehen im Einflußbereich einer Wirtsfamilie.

Ich habe mir einen 4x4 KleinLKW, manch Einer hier weiß, welchen, zulegen müssen, um wirklich noch diese "Einflußbereiche" in Richtung Strand verlassen zu können. Oder Richtung wilde Bergwege. Dort kommt auch erst etwas von der Entspannung früherer Jahre auf, als es für die Griechen noch unter Ihrer Würde war, einen Fremden zu bedrängen dies oder das zu lassen oder zu tun.

Gruß Gerhard

Hermann
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#36 Beitrag von Hermann » Mo 21 Nov 2005 11:45

Hi

kleine Ergänzung
wir campen oft ganz gut an stellen mit einem Gesetz Nr. 2741/1999 Schild.

Die 147 Euro sind nicht pro Nacht und Nase, sondern pro Erwachsenem und Vertreibung :wink:

Haben dieses Jahr welche erlebt, die das Zahlen mußten :P

Is aber doch gar nicht so teuer,
das kriegt man auf einem Campingplatz auch schnell zusammen, also was solls?

Gruß
Hermi
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Gerhard Tetzlaff
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Wildcampen in Griechenland

#37 Beitrag von Gerhard Tetzlaff » Mo 21 Nov 2005 18:18

Hallo Hermann!

Die Information, wie das inzwischen mit dem Anti-Wildcampen-Gesetz von 1999 gehandhabt wird, ist sehr wertvoll. Ich habe den Eindruck, daß ganz langsam die Daumenschrauben angezogen werden.
Das Verfahren, nur für die Erwachsenen und nur einmal zu kassieren, könnte eben noch gesteigert werden, bis hin zur "amtlichen Schätzung" der wildcampend verbrachten Nächte.
Kannst du mitteilen, wo Du überall diese Schilder gesehen hast?
Ich habe eines im Gemeindebereich des Dorfes Agios Johannis gegenüber in der Bucht von Monemvassia gesehen und fotographiert, in Monemvassia an der Seglermole neben der Brücke zur Altstadt gesehen. Ein paar Jahre früher gab es in Methoni am großen Strand und an einem Platz dahinter Schider, die sogar drei Monate Gefängnis offerierten. An anderen Stellen (Kyllini) haben sich diese großen Schilder nicht lange gehalten, möglicherweise haben "interessierte Kreise" diese wieder demontiert. Kleinere Schilder mit durchgekreuzten Zelten oder Wohnwagen gibt es sicher so oft, daß ich sie ebenfalls schon mal ignoriere.
Weil die Spannungslage sich doch je nach Küstenabschnitt stark unterscheidet, wäre ich daran intersiert zu erfahren, wo kassiert wurde und wo Du die 147 Euro-Schilder noch gesehen hast.
Ich habe mal versucht, das Schild hier "anzuhängen"
Gruß Gerhard
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