Alu-Koffer auf Stahlrahmen

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
Antworten
Message
Autor
Dagmar
frisch-dabei
Beiträge: 8
Registriert: Mo 27 Sep 2004 10:02
Wohnort: Ludwigsburg

Alu-Koffer auf Stahlrahmen

#1 Beitrag von Dagmar » Di 28 Sep 2004 08:56

Hallo,

bin neu hier :shock: und habe eine Frage (habe ich auch schon in einem anderen Forum gestellt - danke Joe für deine dortige Antwort) und ich glaube, ich bin hier an der richtigen Stelle.

Habe einen Unimog und möchte auf der Stahlpritsche einen Alu-Koffer (Shelter) der Bundeswehr befestigen. Aus Stabilitätsgründen wird der wohl verschraubt werden müssen. Ich fahre ab und zu im Gelände und vermute nur ein Verkleben auf einen Rahmen könnte auf Grund der höheren Belastung problematisch werden.

Wie verhindere ich den Lochfraß beim Alu duch den Kontakt mit dem Stahlrahmen????

Unterlegen mit Gummi, Sikaflex als Klebe- und Isolations/Trennfläche?
Welche Schrauben benutze ich, Edelstahl oder verzinkt?
Wie machen das die professionellen Ausbauer?
Was gibt es sonst noch für Lösungen und worauf muss ich noch achten.

Bin für jede Antwort dankbar.


Danke schon mal im Voraus :D

Dagmar

Joe

#2 Beitrag von Joe » Di 28 Sep 2004 09:15

x x
Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

Dagmar
frisch-dabei
Beiträge: 8
Registriert: Mo 27 Sep 2004 10:02
Wohnort: Ludwigsburg

#3 Beitrag von Dagmar » Di 28 Sep 2004 09:46

Hallo Joe,

für meine Reaktion auf deinen Beitrag gibt es hier ein Smilie :oops:

So wild sind die Sachen nun auch nicht die ich in meinem alten Koffer eingebaut habe, nur halt so ein bißchen dekadenter Luxus.

Und da ich nun recht günstig einen Alu-Sandwich Koffer von der BW ersteigern konnte, geht die Reise in den Luxus weiter. Im Koffer habe ich das erstemal Stehhöhe, mein jetziger Koffer hat innen nur an einer Stelle Stehhöhe, ansonsten ist er innen nur 1,60 m hoch (ehemaliger San-Koffer der BW). Und durch die besseren Isolationseigenschaften sind auch mal Reisen im Winter in den hohen Norden möglich (ohne Eiszapfen an der Decke - durch Kältebrücken)

Außerdem habe ich nach längerer Lektüre hier im Forum schon den Eindruck gewonnnen, daß die Koffer aus Sandwichplatten derzeit wohl die optimale Womobox Lösung sind.

Und da ich in meinem alten Koffer die Inneneinrichtung komplett aus Alu-Profilen hergestellt hatte, kann ich die mit einem vertretbaren Aufwand an den neuen Koffer adaptieren. Auch Kühlboxen, Kocher, Backofen, Heizung etc. können wieder eingebaut werden, so daß auch in diesem Bereich nicht noch hohe Kosten entstehen.

Aber da dieser Aufbau die nächsten Jahr(zehnte) halten soll, möchte ich keinen Lochfraß etc. riskieren.


Dagmar

hwk
womobox-Guru
Beiträge: 2110
Registriert: Sa 01 Mai 2004 17:23
Wohnort: Wuppertal

#4 Beitrag von hwk » Di 28 Sep 2004 10:03

Hallo Dagmar,

mal erst ein herzliches wilkommen hier !!

Die von Dir angesproche Problematik ist sicher nicht ganz so einfach zu lösen (Rover kann da ein Lied von singen). Alu und einfaches Eisen (Stahl) vertragen sich unter Umständen nicht.

Oberstes Gebot ist hier, dass direkter Kontakt von Alu und einfachem Eisen und Feuchtigkeit unbedingt vermieden werden muß, da es sonst zu einer elektrochemischen Reaktion kommt, wobei sich das Alu dann auflöst. Eine Verbindung von Alu mit VA-Stählen ist jedoch auch unter Feuchtigkeitseinfluß möglich; das Alu ist hier beständig, da die elektrochemische Reaktion durch die Wirkung der Legierungsbestandteile des VA-Materials unterbunden wird. Ich würde aus diesem Grund immer die Verschraubungen in VA der Güte 70 ausführen (verzinkte Schrauben gehen theoretisch auch, sofern die Zinkschicht nicht beschädigt ist - aber wer kann das kontrollieren). Zwischen dem Leiterrahmen und dem Aluaufbau sollte eine scheuerbeständige nichtleitende Schicht gelegt werden (so Selbstklebefolien in der entsprechenden Stärke gibt es im Fahrzeugbau zu kaufen, Siebdruckplattenabschnitte mit Sikaflex versiegelt gehen ebenfalls) und wie gesagt mit VA Güte 70 verschrauben. Dann kann der TÜV auch nicht meckern, da für Verschraubungen von Aufbauten meist 8.8 Schrauben gefordert werden (Zugfestigkeit mindestens 640 N/mm², VA Güte 70 hat 700 N/mm²). Wenn dann auch der Hilfsrahmen verzinkt ist, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, sofern man keine Anbauteile aus Eisen hinterher verwendet (z.B. Radioantenne etc.).

Viel Spaß und als Aufmunterung, ich habe eine Fahrzeug mit Aluaussenhaut und Eisengerippe innen und es hält schon 165000 km ohne irgendwelche Probleme.

Besten Gruß

HWK

Ragnhild
womobox-Halbgott
Beiträge: 821
Registriert: Di 08 Jul 2003 08:59

#5 Beitrag von Ragnhild » Di 28 Sep 2004 23:28

SingSangSingSingSingSang :twisted: :twisted: :twisted:
.




***

Benutzeravatar
AndreasU1300
Experte
Beiträge: 64
Registriert: So 16 Nov 2003 18:11
Wohnort: Holzminden
Kontaktdaten:

#6 Beitrag von AndreasU1300 » Mi 27 Okt 2004 20:26

Hallo Dagmar

Hast Du die Pritsche noch im Original Zustand, also nur die Bordwände abgenommen, dann sollte doch eine 9mm Siebdruckplatte auf der ganzen Ladefläche als Trennung genügen.
Das Ganze dann mit o. G. Schrauben befestigen und gut.
Hat der Shelter nicht sogar einen äußeren Stahlrahmen ?

Gruß Andreas

Dagmar
frisch-dabei
Beiträge: 8
Registriert: Mo 27 Sep 2004 10:02
Wohnort: Ludwigsburg

#7 Beitrag von Dagmar » Do 28 Okt 2004 16:22

Hallo Andreas,

ich habe mir die Original Pritsche besorgt. Aus Gewichtsgründen wird diese so umgebaut (Entfernung der Siebdruckplatte, des äußeren Rahmens etc.), daß der Shelter zum einen möglichst tief auf dem "Pritschen"rahmen liegt und zum anderen eine feste Befestigung über Schraubverbindungen mit den Containerlocks des Shelters erfolgen kann.

Stahlrahmen ist nicht im Shelter, komplett alles aus Alu, selbst die stabilen Eckbefestigungen / Containerlocks sind wohl aus einer Aluspeziallegierung oder Edelstahl (Magnettest).

Von daher benötige ich eben die Trennung der Materialien.


Danke


Dagmar

Antworten