Ja, es ist möglich - Antowrt auf ein früheres Thema

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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hwk
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#16 Beitrag von hwk » Fr 01 Okt 2004 10:15

Hallo zusammen,
hallo Lorenz,

nach intensivem Studium der Mängelliste und der Diskussionsbeiträgen kann ich Lorenz sicherlich verstehen; denn einige der Mängel sind sicherlich unter der Rubrik " Pfusch am Womo " abzubuchen und es ist einfach unglaublich, wie eine Firma in obersten Preis-Segmentan so arbeiten kann.

Aber - nimms mir bitte nicht übel - einige der Mängel sind sicherlich leicht behebbar oder auch nur Schönheitsfehler und auch damit aus der Welt. Ich kann zwar die persönliche Situation verstehen (Erinnerung an negative erfahrungen), aber ich kann mir auch vorstellen, dass man durch eine konsequente Beseitigung (z.B gewendeten Einbau anderer Schrauben mit gerundetem Kopf im Bereich der Luftfeder, Einfügen von Gummipuffern in der Luftfeder, Änderung des Lenkstockhebels, Änderung der Leitungsverlegung) dieser Mängel dann wirklich zu seinem Traumauto ohne Macken kommen kann. Eventuell hilft ja diese positive Erfahrung dann, um über die Erinnerungen wegzukommen.

Ich wünsche hier wirklich alles Gute !!

HWK

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Leerkabinen-Wolfgang
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#17 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 01 Okt 2004 13:25

Hallo, Lorenz,

wie Du vielleicht mitbekommen hast, habe ich gerade ein WohnIMMObil gebaut. Ich denke, der Ärger damit war ähnlich groß wie bei Dir mit Deinem WoMo - nicht zuletzt wegen 16 Monaten Fertigstellungsverzögerung und Insolvenz des Bauträgers.

Seit Monaten bin ich - größtenteils in Eigenleistung - dabei, die vorhandenen Mängel zu beseitigen, und so langsam habe ich das Gefühl, irgendwann wirklich einmal das Thema 'Haus' beeenden (oder zumindest hintenan stellen) zu können... Zwischenzeitlich wäre ich beim Kampf mit Handwerkerpfusch, Bauträger, Anwälten und Insolvenzverwalter liebend gerne die 'Bauruine' losgeworden und wieder in meine alte kleine Wohnung gezogen.
Aber ganz langsam verblassen die ganzen unschönen Erfahrungen und ich fange an, statt eine 'Bauruine' ein Heim in dem Haus zu sehen... Klar, es ist noch vieeeeel Arbeit, bis alles so ist, wie wir es uns vorstellen, und manche Baufehler sind überhaupt nicht mehr zu korrigieren, aber eigentlich haben wir uns ja genau dieses Haus an diesem Platz gesucht, weil wir es so un nicht anders haben wollten! Und ob ein (stark verlustbehafteter) Verkauf und anschließender Neubau besser wäre, vermag niemand zu sagen. Vielleicht würden wir alle bei diesem Bau gemachten Fehler nicht noch einmal machen, aber bestimmt andere, und weniger Geld würde uns dann auch zur Verfügung stehen...

Wenn ich von mir auf Dich schließen darf, lieber Lorenz, würde ich trotz all der negativen Empfindungen im Zusammenhang mit Deinem WoMo, die Du im Augenblick verspürst, versuchen, das Beste aus dem verkorksten Fahrzeug zu machen - in vielfacher Hinsicht ist es ja immer noch das, was Du anfangs angestrebt hast...

Viele Grüße von einem Leidensgenossen (wenn auch auf anderem Gebiet)
Leerkabinen-Wolfgang
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#18 Beitrag von Gast » Fr 01 Okt 2004 15:06

Da ich die Entwicklung verfolgt habe und die Liste der bereits beseitigten Mängel kenne würde ich auch sagen, dass man den Rest jetzt in den Griff bekommen kann.
Es sei denn, einer der verbleibenden Mängel, (zB. Löcher im Rahmen)wäre nicht reparabel und würde einer Wiederzulassung im Wege stehen.

Einige der Mängel sind ja Peanuts verglichen mit dem, was bei einen Selbstbau auf dich zukäme.

(Wobei ich mit Peanuts nicht meine, das ein Nobelhersteller sich diese Mängel leisten darf.)


Ich würde auch sagen lass das Fahrzeug instandsetzen und freue dich daran.

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dm
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#19 Beitrag von dm » Fr 01 Okt 2004 16:59

Ups, der Gast war ich!
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selbst bauen und andere ärgern...

#20 Beitrag von urologe » Fr 01 Okt 2004 19:37

hallo Lorenz,
nachdem ich mich ja nun im Clinch mit dem vorgeschobenen Phoenix-Mitarbeiter sehr aus dem Fenster gelehnt hatte, will ich Dir auch heute den Rücken stärken. Vernünftig wäre natürlich die Mängel im do-it-yourself-Verfahren zu beseitigen und das Fahrzeug solange zu fahren bis es auseinander fällt - aber was ist schon vernünftig wenn man jeden Tag etwas findet (oder sucht ) was einen ärgert. :evil: Ich würde in Deinem Fall ganz sicher das Mobil verkaufen lassen nachdem die bekannten Mängel beseitigt wurden und dann auf diesen Erfahrungen aufbauend in den Selbstbau gehen - mit eigenen Fehlern geht man viel gnädiger um und freut sich über das Gelungene weit mehr, als das ein Stück von der Stange jemals ermöglichen könnte. :lol: :lol:
Ich drücke Dir einen Daumen - der andere ist für mich selbst - wir werdens brauchen... :D
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Phoenix zum letzten Mal

#21 Beitrag von tta6n5 » Fr 08 Okt 2004 14:13

Liebe Selbstbauer

danke für alle Ratschläge!

Ich habe bis heute kein Angebot erhalten.
Drum bleibt mir nichts anderes übrig, als die Fehler selbst zu beheben.

Ich werde die Wasser- und Abwassertanks nach hinten verlegen. Damit sollte die Überlastung der Vorderachse behoben sein. Es müssen allerdings Tanks in Sonderanfertigung gebaut werden. Ein teuerer Spass - aber wohl immer noch billiger als ein Riesenverlust und dann ein Selbstbau.

Das überall verbohrte Fahrgestell ist zwar ein Pfusch sondergleichen. Dieser Fehler führt aber "nur" zu mehr Ärger je älter das Fahrzeug wird (Stichwort Rost). Grad auseinanderbrechen wird das Fahrzeug deswegen nicht. Mal sehen was sich da noch verbessern lässt und dann damit leben.

Heut hat mich ein weiterer Phoenix Kunde angerufen. Er hat einen Liner auf MAN 9,5 t erhalten nach dem Erscheinen von meinem Bericht. Er hat mir über praktisch alle Fehler auch berichtet. Insbesondere auch die Überlastung der Vorderachse bereits im Leerzustand. Er ist Sachverständiger für KFZ. Was er über das Verhalten von Schell als Erbauer erzählt, entspricht genau meiner Erfahrung und den in anderen Foren veröffentlichten Berichten von Phoenix-Geschädigten.

Als er mit Erzählen fertig war, da war ich schon fast der Meinung, dass ich mit meinem Fahrzeug noch eines der besseren Phoenix Exemplare erwischt habe.
:roll: :roll: :roll:

Mit der bekannten Qualität und dem heutigen Kundendienst schaufelt sich Phoenix sein eigenes Grab. Laut dem Lexikon Brockhaus ist soll ja Phoenix auch ein Vogel sein, der sich von Zeit zu Zeit selbst verbrennt und dann wieder aus der Asche aufersteht.

Dies waren meine letzten Worte zum Thema Phoenix in diesem Forum.
Danke nomals für die Aufmunterung.

Mit den besten Grüssen und Wünschen für jeden von Euch mit seinen Problemen. Ich drück Euch die Daumen!

Lorenz

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#22 Beitrag von dm » Fr 08 Okt 2004 15:10

@ Lorenz:
Dann schließ dich mal mit "Joe" kurz. Der hat so seine Erfahrungen mit maßgefertigten Tanks gemacht.

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#23 Beitrag von frebeka » Fr 08 Okt 2004 20:12

Hallo Lorenz,

auch ich kann dir bei massgeschneiderten Tanks in Alu oder Edelstahl helfen.
freundliche Gruesse aus der Suedpfalz

www.frebeka.de

Abgemeldeter User

noch was zu Tanks.....

#24 Beitrag von Abgemeldeter User » Sa 09 Okt 2004 11:33

Hallo Lorenz,

in der Nähe von Koblenz am Rhein gibt es die Firma AMALRIC PLASTIC, Kreuzweiher Weg 25, D 53489 Sinzig, Tel. +49-2642-42621, Fax --49342.
Die baut Dir Tanks aus 10 mm dickem schwarzen Kunststoff auf Maß mit allen gewünschten Anschlüssen.
Als ich die das letzte Mal besucht habe, waren die grade dabei, die Zulassung dieser Tanks auch für Diesel zu erreichen, was draus geworden ist weiß ich jedoch nicht.
Ok, Sinzig ist weit für einen aus der Schweiz, aber die liefern halt gute Qualität, bei mir z.B. einen 450 l Frisch-, einen 250 l Grauwasser- und einen 300 l F-Tank, die alle auch mit voller Beladung in allen Fahr- und Temperatursituationen meine Erwartungen übererfüllt haben. ´Ne halbe Tonne Wasser mit nur einem Schwallblech drin......das spricht für die Solidität der Verweißungen. Außerdem: Schwarzes Material....wenig oder keine Algen....

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Leerkabinen-Wolfgang
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#25 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » So 17 Okt 2004 21:15

Den Empfehlungen zu Amalric-Plastic kann ich mich nur anschließen: http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?t=911...

Ein Tip am Rande: Entlüftungsöffnung oben mittig am Tank anbringen - ich hatte sie oben seitlich anbringen lassen, wonach in jeder Kurve das Wasser durch die Entlüftung 'rauslief...


Alternaitver Anbieter von individuellen Tanks: http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1540


Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

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gelöscht1

#26 Beitrag von gelöscht1 » Mo 18 Okt 2004 06:19

Hallo Lorenz

Ich hab meine Tanks bei FA. Frewag, Dällikon auf Mass machen lassen. PE schwarz, 700l Frischwasser. Sehr saubere Ausführung. Achte darauf, dass der Wassertank eher hoch als breit wird, ich habs umgekehrt. Dies gibt mit dem Ansaugen Probleme, wenn das Fahrzeug schräg steht. Abwasser und Toilettentank getrennt aber in einem Gehäuse, durch Frewag direkt am Tank angeflanschte Schiebeventile. Die Tel.: 01/847 40 90. Und - ich hab da keine Aktien und bin auch sonst nicht verbändelt :wink:

Gruss Manfred

tta6n5
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#27 Beitrag von tta6n5 » Mo 18 Okt 2004 10:19

Guten Morgen

danke schön für all die Tips betreffend Tankbau.
Bin noch am Planen.
Wie jeder von Euch weiss, ist das ja die Phase in der man Fehler noch am günstigsten korrigieren kann (Radiergummi und Bleistift).
Es ist aber auch die Phase in der man die gröbsten Fehler machen kann.
Mein Fahrzeug ist der Beweis, dass selbst Profi's davon nicht gefeit sind.

Danke nochmals und Gruss,
Lorenz

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