Frage zu Wasserfiltern

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dj
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Frage zu Wasserfiltern

#1 Beitrag von dj » Mi 19 Mai 2004 23:01

Mir fehlt noch der richtige Ansatz für die Wasserfilterung oder Reinigung.

Sollte man chemisch reinigen oder filtern oder eine Kombination aus beidem.
Wer hat Erfahrung bei diesem Thema.

Grundsätzlich möchte ich in der Lage sein, auch mal Wasser aus einem x-beliebigem Teich zu ziehen.
Ich habe 2 hintereinander geschaltete Wassertanks Edelstahl, Tauchpumpe mit 1,4 bar Druck, ca. 20 l Durchflußmenge, 2 Zapfstellen, elektr. 10l Druckspeicher.

Gruß Dieter
Wo ein Wille, dort ein Weg

Joe

#2 Beitrag von Joe » Do 20 Mai 2004 00:06

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Leerkabinen-Wolfgang
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#3 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 21 Mai 2004 09:08

Hallo, Dieter,

ich schwöre auf den Seagull-Wasserfilter. Diesen hatte ich direkt hinter die Druckwasserpumpe (Shurflo Whisper King, eine der leistungsstärksten Shurflo-Pumpen) gehängt, so daß alles Wasser, das wir gebraucht haben, durch den Filter mußte.

In Norwegen haben wir einmal Wasser direkt aus einem See getankt - nach zwei Tagen herrschte reges Leben im Frischwassertank (wir haben Stunden gebraucht, den Tank später wieder sauber zu bekommen); das Wasser, daß wir sofort nach Tankbefüllung aus dem Wasserhahn in eine Flasche gefüllt hatten, war nach zwei Tagen noch klar.

Bei einem Urlaub in Kroatien direkt nach dem Krieg haben wir auf einem Campingplatz wie auch die anderen Campingplatznutzer Wasser aus einem Hahn auf dem Platz getankt. Eines Tages war so gut wie der gesamte Campingplatz auf dem Klo, nur wir (und einige wenige andere, die teilweise den gleichen Filter eingebaut hatten), lagen noch am Strand...

Ich denke auch, daß der Einsatz dieses Filters beim THW und in den Übersee-Fliegern der Lufthansa sind eine gute Referenz. Auch der test in der Promobil vor einiger Zeit spricht für diesen Filter.

Was die Beschränkung des Filters auf den Trinkwasserbereich angeht, so bin ich skeptisch. Beim Duschen atmet man schließlich auch Wasserdampf ein, was zumindest bei Legionellen einen 'unangenehmen' Effekt haben kann.

Für mich ist ganz klar - zwei Dinge braucht das WoMo: Seagull Wasserfilter für den gesamten Wasserbedarf (teuer, aber sehr gut) und SOG-WC-Entlüftung!

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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Gast

#4 Beitrag von Gast » Fr 21 Mai 2004 09:53

Hallo Wenn schon Wasser aus Seen getankt werden soll, oder auch aus undefinierbaren Quellen, ein Wasserhahn verspricht keine 100 % Keimfreiheit, rate ich auf jeden Fall zusätzlich zu einem Filter, zu Micropur.
Das ist geschmacksneutral und zuverläßig. Keime werden im Tank abgetötet (es gibt auch UV Systeme, für den großen Geldbeutel) bleiben zusammen mit anderen Schwebeteilen im Filter hängen.
Seagul ist optimal, damit er aber länger hält kann noch ein günstiger Grobfilter davor gesetzt werden.

hwk
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#5 Beitrag von hwk » Fr 21 Mai 2004 10:22

Hallo zusammen,

durch meinen Beruf muß ich mich leider häufiger mit dem leidigen Thema Wasser herumschlagen. daher ienfach mal ein paar Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema:

Wie auch schon Leerkabinen-Wolfgang schrieb, gib es reges Treiben im Wassertank, wenn nicht einwandfreies Wasser getankt worden ist! Die kleinen Viecher können sich pro Stunde in der Anzahl verdoppeln und haben im Womo-Tank beste Lebensbedingungen !! Wehe, wenn dann Krankheitserreger dabei sind. Die Strategie kann deshalb eigentlich nur sein, im Tank schon für "geordnete Verhältnisse" zu sorgen.

Ich schwöre daher immer auf eine Zugabe von Micropur oder ähnlichen Präparaten auf Silbersilikat-Basis, da dann die Keime im Tank abgetötet werden und sich nicht mehr vermehren können. Und was nicht da ist, brauche ich auch nicht herausfiltern!! Leider funktionieren diese Präparate nicht im Edelstahltank und brauchen auch ca. 4-6 Stunden, um die Keime zu töten.

Filteranlagen sind sicherlich nicht schlecht, wenn sie gepflegt und gewartet werden (Desinfektion), sonst sind sie eigentlich mehr Brutstätten für diese Keime. Wer mal Wasseranlagen (auch von reinen Wässern) geöffnet hat, wird sich wundern, was für "Gammel" dort manchmal rumschwabbert.

Ein Trost kann dann noch sein, dass wir auch leicht verkeimtes Trinkwasser durchaus verdauen können, sofern die Krankheitserreger nicht vertreten sind (hier meist die Fäkal-Keime).

Bisher hatten wir mit einer Kombination aus Silbersilikat im Tank und einem nachgeschalteten Filter, der regelmäßig gereinigt und desinfiziert wird keine Probleme.

Besten Gruß

HWK

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#6 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 21 Mai 2004 12:24

Wir haben bei unserem Seagull-System vor jeder längeren Nichtbenutzung die beiden Filterkartuschen (für Vor- und Feinfilter) herausgenommen, gründlich gegen die normale Fließrichtung ausgespült und dann trocknen lassen und entsprechend gelagert. Der größte Teil der unangenehmen Gesellen, die sich in Tank und Filter eingenistet haben, mag diese Trockenheit ganz und gar nicht. Wir hatten daher auch ohne Desinfektion nie Probleme.

Vielleicht wäre auch ein Filter zwischen Zulaufstutzen und Tank sinnvoll, aber hier besteht das Problem, daß die Durchflußmenge ziemlich beschränkt ist (beim Seagull m.W. auf etwa 12l/min - steinigt mich aber nicht, wenn diese Angabe falsch ist), dadurch dauert der Tankvorgang dann ewig. Eventuell tut es an dieser Stelle aber auch ein einfacherer Filter.

Was die Silberionen im Wasser angeht: die töten zwar die Keime ab, aber wer sagt mir, daß die Ionen im menschlichen Körper nicht auch Unfug anrichten? Im menschlichen Körper gibt es ja auch genügend Keime, die wir brauchen. Und DDT ist ja auch sehr wirksam gegen Schädlinge - allerdings auch gegen den Menschen...

Meine Philosophie: was nicht im Wasser ist, kann mich auch nicht schädigen. Also lieber einen guten Filter, der Schädliches herausfiltert, als etwas hinzugeben, das evtl. selbst zu einem Problem werden kann (siehe Chlor im Trinkwasser). Aber ob jemand Chemie einsetzen will, muß jeder wohl selbst entscheiden. Auf jeden Fall lieber Silberionen als Eschera Coli und ähnliche unfreundliche Gesellen!

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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Marco
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#7 Beitrag von Marco » Fr 21 Mai 2004 12:39

Hallo,
mit Erfahrung kann ich bei meiner Minikabine mit 20Liter Frischwasser nicht dienen.
Aber....
Ich benutze im Seewasseraquarium einen UV-Filter. Ob das für Euch auch gut kann ich nicht sagen aber das Gerät ist nicht so teuer wie die Euren.

Kann ja sein das dies ein TIP ist und kein Flopp :cry:
Ciao
Marco

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Zusammengefaßt

#8 Beitrag von dj » Fr 21 Mai 2004 22:32

Ihr seid wirklich fix mit fundierten Antworten. Besten Dank.

Wenn ich noch mal zusammenfasse (bitte um Korrektur, wenn ich etwas falsch verstanden habe).

Bei meinen Edelstahltanks würde die Silber-Ionen-Mittel nichts bringen (stimmt das ?). Von daher wären Filter z.B. Seagull 1. Wahl. Dies funktioniert nur einwandfrei bei regelmäßiger Reinigung/Wartung des Filters/der Filter.

Seagull Filter benötogen mind. 2 bar Druck, die stärkste mir bekannte Tauchpumpe liefert 1,9 bar bei 20l/min, ansonsten wäre eine selbstansaugende Pumpe nötig (ist lauter).

Eine zentrale Filterung hinter der Pumpe gefällt mir gut (trotz höherer Kosten).

Gibt es Alternativen zu Seagull?

Besten Dank für Eure Hilfe,

Dieter
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Joe

#9 Beitrag von Joe » Sa 22 Mai 2004 08:09

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KlauDa
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#10 Beitrag von KlauDa » Sa 22 Mai 2004 08:55

Auch mein Tip sieht aufgrund guter Erfahrung ( 120 Liter Kunststofftank ) so aus :
Im Tank Micropur verwenden ; für die Trinkwasserentnahme zusätzlich einen Katadyn-Filter einsetzen.
Hier eine ganz informative Doku - http://www.katadyn.ch/lib/file/Global/wasserfibel.pdf
Ist die Unwirksamkeit von Micropur etc in Edelstahltanks tatsächlich belegt ?

Gruss aus Weil am Rhein

hwk
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#11 Beitrag von hwk » So 23 Mai 2004 19:59

Hallo zusammen,

leider komme ich erst jetzt dazu, zu antworten, da ich mich doch glatt am Wochenende mal wieder auf Stellplätzen rumdrückte! :lol:

Hier die Antwort zu den Silberpräparaten und den Edelstahltanks. Das Prinzip der Silberionen ist, dass sich Silber in sehr geringer Konzentration im Wasser befindet und Bakterien etc. durch eine Schädigung der Zellen nach ca. 4 Stunden abtötet. Wenn nun auch noch Eisen als unedleres Element zugegen ist. schlägt sich das Silber-Ion als Silber-Metall nieder und Eisen geht dafür in Lösung (elektrochemische Spannungsreihe). Da dann das Silber nicht mehr gelöst vorliegt, kann es leider nicht mehr wirksam sein. Darum soll man die Silber-Präparate möglichst nicht mit Edelstahltanks oder mit Eisen- oder auch Kupferleitungen in Kontakt bringen.

Ich möchte hier nur nochmal vor schlecht gewarteten Filtern warnen, da die kleinen Viecher hier wirklich alles haben, was sie brauchen: Wasser, Schmutz und Sauerstoff und meist auch noch Wärme. Da geht die Post dann richtig ab. Also wenn Filter genutzt werden (was auch vernünftig ist, mache ich selbst), dann bitte regelmäßig reinigen und desinfizieren (z.B. durch Erhitzen oder durch Wasserstoffperoxyd-Lösung oder durch andere Desinfektionsmittel. Das Wasserstoffperoxyd in richtiger Konzentration (bloß nicht unverdünnt) ist eigentlich ein Super-Zeug, da es nur aktiven Sauerstoff abspaltet und dann zu Wasser wird. (Die meisten Tankreiniger haben solche Verbindungan als wirksame Substanzen drin).

Bisher hatte ich persönlich aber noch keine Probleme mit dem Wasser und der Mensch kann auch eigige Keime ab, bevor wirklich etwas passiert.

Besten Gruß

HWK

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#12 Beitrag von agrupe » So 23 Mai 2004 20:14

Hi,

wir haben vor den beiden Zapfstellen (Bad & Küche) je einen Reich-Aktivkohlefilter gehängt. Da wir Wasser meist aus einem Hahn (Campingplatz, Daheim, Tanke) bunkern, denke ich, reicht das. Wir hatten auf jeden Fall noch nie Probleme.

Ich habe dieses Mal mit nur einem zentralen Filter direkt hinter dem Wassertank geliebäugelt, aber dann steht doch so viel Wasser im Schlauch, dass die Filterung evtl. für Zähneputzen und ein Glas Wasser nicht ausreicht. Also doch einen Filter a 25 Euro vor jeden Hahn.

Für üble Gegebnden haben wir Micropur zusätzlich dabei.

Gaaaanz früher (Australien im Transit) haben wir zum Trinken und Zähneputzen immer einen 5L Kanister frisch im Supermarkt gekauft, den ganz oben im Schrank aufbewahrt und per "Gravitation" gezapft. War nur etwas umständlich, jeden Tag so einen Kanister zu organisieren bzw. den Stauraum dafür zu opfern.

Gruß

Andreas

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Wo gibt es die Seagull Filterpatronen am günstigsten.

#13 Beitrag von tta6n5 » Di 25 Mai 2004 16:40

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Hallo, Dieter,

ich schwöre auf den Seagull-Wasserfilter. ................

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
Hllo Dieter

auch ich nutze einen Seagull-Wasserfilter allerdings mit einem vorgeschalteten Dockside Filter:

http://www.generalecology.com/DockSide.htm

Dieser hält schon vieles zurück und der teure Seagull verstopft nicht so schnell.

Wir kaufen normalerweise kein Mineralwasser, wir trinken das was aus dem Filter kommt.

Duschwasser wird auch filtriert wie bei Wofgang.
Die Spülung für das Klo wird vor den Filtern abgezweigt, das gibt auch mehr Druck.

Dieter Frangart hat mal in einem der WOMO Hefte diese Kombination beschrieben.
http://www.frangart.de

Frage: Wo kann man die Seagull Filterpartronen am günstigsten kaufen?

Campergruss, Lorenz

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Marco
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#14 Beitrag von Marco » Di 25 Mai 2004 19:08

Hallo,
jetzt helft bitte den kleinsten.....
Wie lange kann ich Leitungswasser ohne alles stehen lassen, so dass ich es noch trinken kann. Z.B. für den Kaffee?

Ich habe nur eine Mini-Kabine und war erst einmal für ein Wochende unterwegs.

Jetzt werden es 7 Tage. Ja, ja ich seh Euch schon schmunzeln.....

Ciao
Marco

Gast

#15 Beitrag von Gast » Di 25 Mai 2004 20:33

nach 12 Stunden kann es schon kippen. Du brauchst keine Filteranlage, wenn
Du Micropur nimmst, ist alles propper, ich mach das im Syncro seit vielen Jahren nicht anderes.

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