Wechselpritsche eintragen?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Marco
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#16 Beitrag von Marco » Sa 05 Jun 2004 09:03

Hallo Andreas,
das ist nicht ganz richtig. Mein L200 ist als PKW eingetragen.
Ich darf mit Kabine fahren, ich darf auch mit Hardtop fahren.
Ich darf ohne alles fahren aber die Klappe darf hinten nicht offen sein.
Damit ist es ein PKW geschlossen.

Nach dem dies hier ein allgemeines Problem geworden ist, bin ich zum TÜV und habe gefragt warum es keine klare Linie gibt.
Die Antwort ist einfach.....
Jeder TÜV-Sachverständige ist berechtigt eine Zulassung zu erteilen und das liegt im Ermessen des Prüfers.
Somit ist alles klar. Es könnte jeder etwas anderes erlauben oder verbieten die Verantwortung trägt der Prüfer.

Das mit den Lichtern wurde mir auch gesagt, und sofort eine Lösung angeboten. Man hängt eine sogenannte Beleuchtungsampel an die Kabine und schon ist es wieder eine Ladung.

Nach dem ganzen Hin und Her habe ich meine Kabine so gebaut dasss die hintere Klappe geschlossen werden kann. Damit hatte ich Ruhe!

Alles was ich geschrieben habe ist nur meine Erfahrung und jeder sollte sich selber beim TÜV oder DEKRA erkundigen. Ein Problem ist mir auch geblieben. Bis jetzt habe ich all das gesagte noch nicht schriftlich und es ist auch keiner bereit mir das zu geben!

Das bedeutet, bei einem Unfall wird es Probleme geben. Und das mit der gemischten Eintragung stimmt auch. Dann kann ich ihn gleich wieder als LKW anmelden und die teure Versicherung zahlen.

Man sollte in Deutschland ein neues Schulfach einbinden. "Gesetzesauslegung" Ich habe damit jedenfalls erhebliche Probleme. Nur weil ich versucht habe alles ordnungsgemäß zu machen.

Überlegt mal was man aus der Eintragung "Geschlossener PKW" alles machen kann. Mit einer Plane ist er auch geschlossen usw.

Wer ganz sicher gehen will, der lässt die Kabine als WOMO eintragen. Damit ist auch die Kabine versichert, was bei mir nicht der Fall ist.

Servus
Marco

Gast

#17 Beitrag von Gast » Sa 05 Jun 2004 09:09

Hi Marco,

lohnt sich die Eintragung als PKW? Da zahlst Du dich doch an Steuern zu tode, oder?

Zur versicherung der Kabine: Ich habe die meine bei der Versicherung als "wertsteigernde Ladung" gemeldet, zahle nun 200 Euro mehr pro Jahr und die Kabine ist mit versichert.

Gruß

Andreas

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agrupe
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#18 Beitrag von agrupe » Sa 05 Jun 2004 09:10

uups - Gast war ich, sorry!

Ragnhild
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#19 Beitrag von Ragnhild » Mo 07 Jun 2004 22:05

HalliHallo
die neueSteuerauslegung war mir unbekannt. Wenn ich also WoMO drin stehen hab, mit: wahlweise ohne Aufbau/Absetzkabine, dann darf ich die nicht runternehmen??? Das wollen die wohl geschickt einfädeln. Und sonst heist es, das die SoKfz Vergünstigung bestehen bleiben soll?
.




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Marco
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#20 Beitrag von Marco » Di 08 Jun 2004 05:59

Hallo,
Versichert ist meiner als PKW und die Steuer bleibt als LKW.

Das mit der Zusatzversicherung werd ich mal bei meiner Versicherung ansprechen.

Das neue Steuergesetz warte ich erst mal ab.

Ciao
Marco

Gast

#21 Beitrag von Gast » Di 08 Jun 2004 11:09

Wäre es nicht zu überlegen Eure Autos auf über 2,8 Tonnen auflasten zu lassen ? Soll dieses Jahr noch gehen, danach plant die Beamtendiktatur wieder eine Ändereng zu ihren Gunsten, nach dieser Änderung genießen die bis dahin aufgelasteten Bestandschutz.
Über 2,8 T wird noch nach Zuladung versteuert was wesentlich günstiger ist als PKW ist. (gilt nicht für LKW)
Womo über 2,8 T ist somit kein PKW mehr.
Ich zahle zB 173 Steuer.
Ihr müsst nur noch der Versicherung verklickern das Ihr überwiegend als WoMo unterwegs seid und nur ganz gelegentlich :D als Pritsche.

hwk
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#22 Beitrag von hwk » Di 08 Jun 2004 11:42

Hallo zusammen,

da kann ich Christianus nur zustimmen! Bei einer Auflastung auf mindestens 2,81 to kann man den Wagen wahlweise nach Gewicht besteuern lassen (habe ich selbst auch so gemacht). Es fallen dann nur noch Steuern von ca. 180 Euro pro Jahr an :P . An der Fahrzeugart SoKfz, PKW etc. ändert das nichts! Wichtig ist nur, dass man die Besteuerung nach Gewicht beim Finanzamt beantragt, sonst wird nach der Fahrzeugart besteuert! Nach dem Gang zum Tüv und Auflastung habe ich mir nur beim Straßenverkehrsamt einen neuen Schein geholt und dann beim Finanzamt die Gewichtsbesteuerung beantragt. Ab diesem Termin wurden dann die geringeren Steuern berechnet.

Besten Gruß und viel Spaß beim Steuernsparen

HWK

Gast

#23 Beitrag von Gast » Di 08 Jun 2004 11:53

Das hängt mit dem jeweiligen Bundesland zusammen.
In Bayern zB geht das von der Zulassungsstelle automatisch ans Finanzamt, nach kurzer Zeit bekommt man einen geänderten Steuerbescheid, da muß man nicht mehr hin.

Gast

#24 Beitrag von Gast » Di 08 Jun 2004 19:18

@ christianus: Das mit dem Bestandsschutz glaube ich leider nicht.
Bei einer Änderung der Besteuerung ist es mir bisher mehrmals passiert, das ich die neuen und höheren Sätze zahlen musste.
Bevor hier jemand protestiert, beweisen kann ich es nicht, wartet ab --wie gesagt: Ich glaube es nicht.
dm

Gast

Bestandsschutz Steueränderung Gewichtsbesteuerung

#25 Beitrag von Gast » Mi 09 Jun 2004 08:00

was so bisher passiert (in diesem unserem Lande) gibt leider Grund zu der Befürchtung, das "dm" recht hat mit seiner Vermutung, das der Bestandsschutz aus steuerrechtlicher Sicht nicht greifen wird. Statistiken sprechen von rd. 40 Mio´s Mehreinnahmen, wenn die bis dato "aufgelasteten" nicht mehr als LKW, sondern fortan als PKW besteuert werden. Unsere Blutsauger (Politiker) werden sich diese Chance wohl kaum entgehen lassen.
Ich habe mal eine zeitlang für einen Lohnsteuerhilfeverein gearbeitet. Daher weiß ich, das Steuergesetze rückwirkend geändert werden. Bestandsschutz ist nicht!! Beispiel sei hier die sogenannte Spekulationsfrist bei Immobilien. Die wurde nämlich von 2 auf 10 Jahre erhöht und zwar nicht nur für die, die danach erst kauften, sondern auch die, die schon gekauft hatten!

Also, besser jetzt noch was unternehmen, bevor sich das Finanzamt hinterher quer stellt, z.B. LKW mit Plane und Spriegel, wahlweise mit was weiß ich WOmo-Aufbau, Wechselaufbau usw.
Ein Bekannter von mir ist Versicherungsonkel und hat auch gleich eine Lösung parat: als LKW mit Zuladung bis 1T, in dem Fall seiner Versicherung nciht mehr als 990 kg, gibt es selbst als Versicherung für LKW einen günstigen Tarif. Da lohnt sich die Denke, ob man vielleicht mit einer Ablastung um ev. 20 kg unter die 990kg kommt und dafür jede Menge Kohle spart.

Das war im Übrigen mein erster Beitrag im Forum. Das was ich bisher gelesen habe, war schon sehr hilfreich in Bezug auf meinen geplanten Selbstbau einer WOMO-Kab.

Schönen Gruß
Mike

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#26 Beitrag von Torsten » Mi 09 Jun 2004 14:32

Hallo zusammen,

so gern es mir Leid tut, muß ich nun auch noch etwas zum Thema beitragen, was den Wirrwar, so fürchte ich, nur noch größer machen wird. Habe bekanntlich eine T4 Doka mit Wechselaufbau Nordstar 9L. Im Fahrzeugschein als LKW eingetragen, wahlweise als SOKfZ WOHNMOBIL über 2,8 t. Somit gelte ich Steuertechnisch als LKW und Versicherungstechnisch als Womo. Soweit so gut, weil zumindest jetzt noch günstig und die Kabine auch im abgestellten Zustand versichert ist.
Nun muß ich von Andreas hören, daß, wenn die Kabine überhängt und die ursprünglichen Leuchten verdeckt sind, Zusatzleuchten angebaut sein müssen. Dies führt jedoch dazu, daß die Kabine nun als fest mit dem Fahrzeug verbunden gilt und folglich auch keine Ladung mehr ist. In meinem Fall ist die Kabine sowieso noch zusätzlich mit 4 Bolzen fest an der Pritsche veschraubt und somit, wenn ich richtig verstanden habe, also erst recht keine Ladung mehr.
Man möge mir die lange Einleitung verzeihen, war aber denke ich zum Verständnis der Problematik notwendig, jetzt die eigentliche Frage:
Wieso brauche ich zur Hauptuntersuchung die Kabine nicht mitzunehmen, da sie ja anscheinend doch keine Ladung ist? Beim TÜV nachgefragt erhielt ich natürlich die Antwort, daß sie Ladung sei. Oder anders ausgedrückt: Bezieht sich dann die HU nur auf den LKW? Was ist aber im Falle eines (Un)Falles mit Kabine?
Versteht mich bitte nicht falsch, ich wil ja gar nicht mit Aufbau zum TÜV! Nur hätte ich mich gern durch eine verbindliche Aussage, von wem auch immer, abgesichert, daß ich, mit Aufbau, nicht mit einem Fahrzeug ohne Zulassung unterwegs bin.
Sind meine Befürchtungen vielleicht übertrieben? Andererseits bin ich ja, wie man sieht, nicht der einzige der Probleme in diesem Zusammenhang hat.

Viele Grüße und tschüß
Torsten

Gast

#27 Beitrag von Gast » Mi 09 Jun 2004 15:35

Halllo
Verbindlich ist von meiner Seite generell Nichts, schon gar nicht schriftlich :D :D
Du musst alle 2 Jahre zum Technischen Überwachungs Verein um Dein Fahrzeug auf Verkehrstüchtigkeit überprüfen zu lassen, rein technisch betrachtet hat die Kabine damit nichts zu tun.

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KlauDa
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#28 Beitrag von KlauDa » Mi 09 Jun 2004 18:17

Es dürfte wohl die Sache des Prüfers sein, ob er bei der Vorführung des Fahrzeuges auf die Besichtigung und Überprüfung der ( eingetragenen ) Wechselkabine Wert legt oder nicht. So zumindest meine Erfahrung in 22 Jahren mit einem solchen Gefährt.
Gruss ; Klaus

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agrupe
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#29 Beitrag von agrupe » Mi 09 Jun 2004 20:00

Hi,

zum Thema Auflasten über 2,8 Tonnen - das ist mein L200 von Haus aus schon.

Ablasten - oh nee, ich fahre mit Kabine eh immer schon bei >100% :oops:

Verbindliche Aussagen kann hier wohl kaum jemand treffen. Ich bin ja schon froh, wenn mir in meiner ganz speziellen Situation der TÜV eine für mich verbindliche Aussage gibt (und das dann auch noch schriftlich!).

Aber mal ganz ernst - wo ist eigentlich das Problem, die Kabine im Fall eines Falles zur HU mitzunehmen? Das schlimmste, was passieren kann ist doch, das der Prüfer sagt, dass das Teil verkehrsunsicher ist. Und darüber sollte doch jeder Besitzer froh sein. Problem erkannt - Gefahr gebannt; es wird dann halt verkehrssicher gemacht. Wir fahren doch auch alle mit Gasprüfung rum, oder??

Wenn mir die Kabine z.B. aus irgend einem Grund, den ich nicht vorhersehen konnte, auf der Autobahn abrutscht und meinem Hintermann auf den Twingo fällt, werde ich bestimmt mein Leben lang nicht mehr froh, denn der ist dann platt.

Na ja, vielleicht bin ich etwas übervorsichtig, aber ich sehe jetzt in dieser ganzen Diskussion den Sinn nicht mehr. (Obwohl ich sie selbst angezettelt habe :? ).

Wo liegt denn nun der Vorteil der "Ladung" abgesehen von einem Besuch weniger beim TÜV bzgl. der Abnahme?

CU

Andreas

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#30 Beitrag von KlauDa » Mi 09 Jun 2004 22:39

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Zuletzt geändert von KlauDa am Do 10 Jun 2004 09:10, insgesamt 1-mal geändert.

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