Was war Euer größter Frust beim Ausbau?

Hier geht's um den Wohnbereich, egal ob Integrierter, Kastenwagen, Alkoven oder Sondermobil.
Bitte hier nur posten, wenn euer Thema nicht in den "Installation und Technik" Bereich passt!
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agrupe
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Was war Euer größter Frust beim Ausbau?

#1 Beitrag von agrupe » Do 29 Apr 2004 19:31

Hallo Leute,

was hat Euch beim Ausbau den letzten Nerv gekostet?

Bei mir war es heute die Dusche. Nachdem ich sie gestern endlich fest eingebaut hatte waren die Leitungen darunter heute undicht. Also - alles wieder raus. PVC (war schon geklebt) wieder vom Boden loswürgen, alle Schrauben raus und alles schön trockenlegen. Grrrrr! Hoffentlich bleibt kein Wasserschaden zurück!

Andreas

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#2 Beitrag von Achim/LIP » Do 29 Apr 2004 21:58

hallo Andreas,

was kann denn da undicht sein oder werden, Druckschlauch und alles in EINEM Stück verlegt.

Erzähl mal.

Liebe Grüße Achim/LIP

Joe

#3 Beitrag von Joe » Do 29 Apr 2004 23:03

x x
Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 10:23, insgesamt 1-mal geändert.

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christel
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#4 Beitrag von christel » Do 29 Apr 2004 23:48

Hallo Gefrustete,
wie bei Joe waren bei uns auch die Tanks das Problem. Mein Wohnmobilbauer und "Ehegatte" hat beim Kunststofftank die falsche Öffnung aufgeschnitten. Soll man nun das teure Ding wegwerfen oder eine Lösung finden? Letztendlich waren die gefundenen Lösungen sehr zeitaufwendig, teuer und unbefriedigend, weil wir inzwischen glauben, dass der erfundene Verschluss nicht dicht ist, das heißt es mufft im Keller gelegentlich nach Abwasser. Es dauert eine zeitlang bis man sich entschließt, dass alles wieder raus muss und eine komplette saubere Lösung das Beste ist. Das bedeutet nämlich viel unangenehme Arbeit, viel Zeit, finanzieller Verlust, den man sich eingestehen muss, ne Menge Zeit, die man umsonst verbraucht hat und wenig Erfolgserlebnis. Am besten ist man beißt gleich in den sauren Apfel. Dann kann man das Thema schnell vergessen.
Christel
Wenn kein Wind weht, zeigt auch der Wetterhahn Charakter.

Abgemeldeter User

Apropos Nägel mit Köppen.....

#5 Beitrag von Abgemeldeter User » Fr 30 Apr 2004 01:02

Hallo an alle Tankbauer,
habe selbst alles durch, von der Holzkiste mit Teichfolie innen (war, oh Wunder, nach 4 Jahren immer noch dicht) über Selbstklebeplastik (Tangit ist ein verdammtes Zeug und die Seitenwand ist rausgeflogen) bis zum Edelstahl (eine Naht im 500 l Tank gerissen, ha, ein Profischweißer! Brüniert hatte der auch nicht, wäre nach ein paar Jahren durchkorrodiert).
Wenn´s irgend passt, reichen die in vielen Formen angebotenen Fertigtanks eigentlich meistens, jedenfalls bis 150 l. Muß man nur mit schwarzen DCFix abkleben, wenn Licht dran kommen kann, wegen der Algen.
Für größere Kaliber und Maßanfertigungen bin ich auf die Firma Almanric Plastik(c?) in Sinzig am Rhein gestoßen. Die Leute (sehr freundlich und hilfsbereit übrigens) "schweißen" auch schwierige Tanks mit vielen Ecken aus einem 10 mm dicken schwarzen Kunststoff. Das Zeug ist echt haltbar, selbst in einem 450 l Tank kam ich ohne Schwallbleche aus. Auch alle Anschlüsse können angebracht werden, von der 10mm Schlauchtülle bis zum 100 mm Industrieschieber oder zur 250 mm Reinigungsöffnung mit Schraubdeckel. War nicht billig, aber gut und haltbar. Edelstahl, richtig WIG-geschweißt und brüniert, ist nicht billiger. Die waren vor ein paar Jahren dabei, das Material für Dieseltanks zuzulassen, vielleicht hat das inzwischen geklappt.
Tel. und Adresse habe ich, nur gerade nicht zur Hand, sondern im Büro. Bei Interesse mailt mich gerne an, aber die Firma ist zur Not auch noch im Telefonbuch im Net zu finden.
Gruß Thomas

jens voshage
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das stümperhafte

#6 Beitrag von jens voshage » Fr 30 Apr 2004 09:57

zwar habe ich bislang nur partiell an wohnmobilen gebaut, zum beispiel einen california vom aufstelldach zum hochdach umgebaut. aber schon dort zeigte sich das, was mich vom selbstbau abhält: es wird einfach nicht so, wie es werden soll und dauert wesentlich länger als geplant. das ist für mich der oberfrust. man investiert stunden und tage zeit und hinterher sieht es scheiße aus oder funktioniert nur suboptimal. und dass, obwohl die theorie und planung stimmte. es fehlt einfach an der erfahrung bei der umsetzung, dem nötigen werkzeug oder dem handwerklichen geschick.

daher habe ich für mich dann auch den entschluss getroffen, zwar die ideen zu generieren, die umsetzung jedoch von fachleuten machen zu lassen. und da die stundenlöhne haben, die nicht über denen von meinen stundensätzen liegen, kann ich mir sogar noch in die tasche lügen, ich würde wirtschaftlicher handeln ...

jens

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agrupe
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#7 Beitrag von agrupe » Fr 30 Apr 2004 18:45

Achim/LIP hat geschrieben:hallo Andreas,

was kann denn da undicht sein oder werden, Druckschlauch und alles in EINEM Stück verlegt.

Erzähl mal.

Liebe Grüße Achim/LIP
Tja, ich hatte mich leider entschlossen, das Abwasser nicht im Schlauch sondern im Rohr zu verlegen. Und das mit den tollen Steckrohren, die ja ach so dicht sind. Sind sie leider nicht. Schon kleine Neigungen führen dazu, dass die Dichtung nicht mehr perfekt sitzt und man im Regen steht ...

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steckrohre: aufgepasst bei verstopfung!

#8 Beitrag von jens voshage » Fr 30 Apr 2004 19:01

bei den rohren zum zusammenstecken gibt's noch was nettes: unser küchenabfluss lief nicht richtig ab. habe dann wie zuhause etwas mehr wasser ins becken laufen lassen und mit einer hand einen kleinen druckstoß auf den ausguss gegeben. super erfolg! ratz fatz lief das wasser nun ab. leider hatte ich kurz danach nasse füße. an einer natürlich schlecht zugänglichen stelle war durch den druckstoß ein eckstück vom graden rohr abgerutscht. klar, dass das wasser jetzt gut aus dem waschbecken ablief. leider nicht in den tank. natürlich musst ich den heckstauraum ausräumen, die verkleidungen abbauen und dann konnte ich das rohr wieder hochdrücken und mit einem kleinen holzklotz und gummiunterlagen gegen abrutschen sichern ...
was lern man daraus? erstens wasser- und abwasserleitungen wo immer es geht in einem stück verlegen. und zweitens: wenn schon abzweigungen, hähne oder ähnliches notwendig sind, dann in einem bereich, den man gut einsehen und auch erreichen kann. das gilt für mich übrigens auch für die pumpe und jedwede filter. beim neuen missouri konnte ich letztes jahr genau sehen, an welcher schelle es tropft. nur um wenigstens mit einer hand hinzukommen, musste ich den halben schrank zerlegen :-(

jens

Walter
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#9 Beitrag von Walter » Fr 07 Mai 2004 19:23

Hallo Zusammen,

unser persönlicher "GAU" war das Festkleben unseres Batteriekastens mit Sikaflex: Maße ca 80x60x30 Gewicht 375 kg (Panzerplattenbatterie 24V 500A C5). Der Kasten war volleingebaut, komplett verkabelt und ringsrum zugebaut, als wir feststellen mußten, dass der KLeber nicht hält, weild er Stahlkasten eine säurefeste Speziallackierung hat, auf dem Sika nicht haftet! :oops:
Grüße
Walter + Marc

leer
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Hmm...

#10 Beitrag von leer » Mi 22 Sep 2004 15:40

Zugegeben, bisher habe ich noch nichts großes ein- oder umgebaut. Aber schon bei kleinen Arbeiten stelle ich fest, dass mir schlichtweg das Werkzeug fehlt. Und um einen Bus, LKW oder wasauchimmer auszubauen, braucht man quasi eine komplette Schreiner-Ausstattung. Wie Jens schon schrieb...
Als ich meine Seitenfenster im Hochdach eingebaut habe, sah das erst alles ganz schick aus. Aber dann standen wir bei Regen am Würzjoch, und langsam aber sicher sickerte das Wasser durch. Und so geht's mir eigentlich immer :-)
Ich gaukle mir dann auch immer vor, dass der Stundenlohn eines Ausbauers unter meinem liegt. Aber irgendwie macht das Planen und Bauen ja auch Spaß, oder? Irgendwann im Leben werde ich das noch machen :D Ernsthaft, das habe ich echt vor. Nur muss ich vorher eine Schreiner-Lehre, eine Lkw-Mechaniker-Lehre und eine Technischer-Zeichner-Lehre machen... Und dann müssten wir irgendwo ein Haus haben, damit ich nicht auf der Straße vor der Wohnung bauen muss :-) (damit hat sich das Thema in und um München eigentlich schon erledigt). Naja, und dann bräuchte ich die Zeit, damit auch durch die Weltgeschichte zu gondeln.

Ich fahr erstmal weiter meinen Ducato :-)

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#11 Beitrag von Pick-Up Jo » So 31 Okt 2004 18:01

Hi zusammen

Um mal ganz ehrlich zu sein, mein einziger, damit größter Frust war und ist eigentlich, nie genug Zeit am Stück zu haben, damit man beim bauen "auch a Stück sieht". ich baue nun ein gutes halbes Jahr an der Kiste, bin nun zu 90 % fertig und habe eigentlich sonst keinerlei unvorhergesehene Probleme gehabt (puhhh :lol: :lol: ).
Kann natürlich sein, wenn ich jetzt die gesamte Technik fertigstelle, anschließe und in Betrieb nehme, daß das eine oder andere kommt :cry:

@Niklas
Meine "Schreinerwerkstatt" war und ist ein Carport, Die Werkstattausrüstung grob zusammengefasst:
kleine Handkreissäge,kleiner Hand-Bandschleifer, Bohrmaschiene, Akkuschrauber, ein paar kleine Zwingen, Werkzeugkoffer mit allem Kleinwerkzeug. Damit kannst´de praktisch ein ganzes Womo bauen :lol:

Doch noch ein kleiner Frust: ich weiß bis heute noch nicht, wie ich meine Waschraumtüre (klappbar) konstruktiv machen kann, damit sie auch dicht schließt.

ciao
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#12 Beitrag von christel » So 31 Okt 2004 18:33

Hallo,
ungemein hat uns ein Dickenhobel geholfen. Er sollte zwar nach dem Bau wieder verkauft werden. Jetzt will mein Wohnmobilbauer ihn aber nicht mehr hergeben.
Christel
PS. Frust gibts auch nach dem Einbau noch genug. Uns ist auf der letzten Tour ein Absperrhahn aus Kunststoff gerissen ohne unser Zutun. Da gabs reichlich Wasser. Er wahr eingebaut als Absperrhahn zum Wasserboiler, damit wir den nach Bedarf füllen können. Jetzt sitzt dort ein Metallhahn, aber bis wir den mal gefunden hatten.
Wenn kein Wind weht, zeigt auch der Wetterhahn Charakter.

Gast

#13 Beitrag von Gast » So 31 Okt 2004 18:49

Hi Jo,

wie weit bist Du denn mit der Waschraumtür? Ich fange danmit jetzt auch noch einmal an, nachdem die Baumarkt Duschtür nach einer Saison ihren Geist aufgegeben hat.

Jetzt will ich mehrere Schiebeelemente einbauen. Auch da weiss ich noch nicht so recht, wie ich die "geruchsdicht" bekomme.

Gruß

Andreas

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#14 Beitrag von agrupe » So 31 Okt 2004 18:51

Oh man, ich lerns nicht mehr. Gast war ich;-)

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#15 Beitrag von Pick-Up Jo » So 31 Okt 2004 19:08

Hi, Andreas
ich hab damit noch gar nicht angefangen, weil ich noch nicht weiß, wie :oops:
-Und ne Schiebetür wirst Du nie und nimmer richtig "geruchsdicht" :lol: bekommen, das wird auch mein Problem sein.
Da hilft dann rein theoretisch eigentlich nur eine Absaugung im Wasch-Toilettenraum, der praktisch einen Unterdruck erzeugt, damit durch die Ritzen nur Luft in den Toilettenraum reingezogen wird, aber keine nach draussen in den Wohnraum gelangt.
So wird vermutlich auch meine "Geruchslösung" aussehen :lol:
Wenn ich sonst irgendeine Lösung finde, setze ich sie hier rein :lol:

ciao
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