Wann kippt ein Pickup mit Aufsetzkabine nach hinten?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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agrupe
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Wann kippt ein Pickup mit Aufsetzkabine nach hinten?

#1 Beitrag von agrupe » Do 19 Feb 2004 15:15

Hallo Leute,

ich bekomme nächsten Monat meine MaBu Kabine für einen L200 Doppelcab. Nun überlege ich schon die ganze Zeit, wie ich die max. Steigfähigkeit testen kann, ohne Fahrzeug oder Kabine zu zerlegen :cry:

Bin für jeden Tipp dankbar. Der ADAC hat schon abgewunken, die haben keine Möglichkeit. Ich habe schon überlegt, einen Gurt locker über die Haube zu spannen und die Vorderachse mit Böcken/Wagenheber so lange anzuheben, bis die Vorderräder die Haftung verlieren. Hoffentlich hält dann der Gurt ;-).

Merci

Andreas

wohnmog

#2 Beitrag von wohnmog » Do 19 Feb 2004 17:18

Hallo Andreas,
das wäre die eine Möglichkeit;)
Aber ich galube die Jungs von
www.tour-off-road.de
habe eine mobile Rampe, mit de sie auch die mögliche Seitenneigung ( sicher ) testen können.
Frag mal dort an
Grüße
Markus

Abgemeldeter User

Dynamit tanken, der wheelie kommt bestimmt :-))

#3 Beitrag von Abgemeldeter User » Do 19 Feb 2004 20:13

Hallo Andreas,

vielleicht kann Dir Deine Werkstatt helfen. Du fährst mit der Vorderachse auf eine Hebebühne, aber eine mit Fahrbahnen, nicht die mit den Ärmchen, und machst die Vorderachse mit Kette(n) fest. Bremse los, Gang raus, vorsichtig anheben, bis die Vorderachse die Kette(n) stramm zieht. Messen, alles klar.

Übrigens, wenn Dir dein L 200 zu lahm erscheint und zu viel braucht, mail mich mal privat an über "pn", schreib aber womobox andreas in den Betreff, damit ich Dich aus dem Spamfilter fischen kann. Ich hätte da einen Tip für Dich. Kein Chiptuning, nix, was die Garantie unterbricht.

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Rudi
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#4 Beitrag von Rudi » Do 19 Feb 2004 22:59

Hi Thomas

Nicht nur Andreas fährt einen L 200 der wie die meisten L zu viel verbraucht u. etwas spritziger sein könnte.
Könntest du deine Tip´s nicht öffentlich ins Forum stellen.
Schick dir auch eine pn,wenn möglich möchte ich auch gerne daran teilhaben. :D :D

@ Andreas
Ich versteh den Sinn dieser Aktion nicht ganz.
Willst du mit dem L 200 u. Alkovenkabine etwa ins grobe Gelände ??
Vergiß es. Kabine machts vermutlich mit, der L auf Dauer nicht.

Tatsache ist ,wenn du einen Pass so um die 20 % rauffährst kippt das Teil natürlich nicht nach hinten aber du merkst ganz schön das da hinten ca. 600-700 kg dranhängen.

Gruß Rudi

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agrupe
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#5 Beitrag von agrupe » So 22 Feb 2004 16:15

Hi Andreas,

nun ja, in Australien war ich schon mit einem umgebauten und dann verschifften Transit. Ich will natürlich nicht in extreme Gegenden aber dort unten gibt es viele Pisten, die sich auch mit einem L200 lohnen.

Aufhänger war aber eine 20%ige Steigung auf einer Matschpiste auf Island. Hätte nie gedacht, dass mein damaliges WoMo (selbst umgebauter Karmann) da hochkommt, hat er aber geschafft.

Und wegen der blöden Gewichtsverteilung beim Pickup mache ich mir so meine Gedanken ...

Gruß

Andreas

P.S. Hat jemand Interesse in 2005 sein Mobil nach down under zu verschiffen?

Ragnhild
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#6 Beitrag von Ragnhild » Di 24 Feb 2004 22:10

Hab damals Eure beiden Reisen auf der Seite verfolgt. (Gegeben Tipps 310) --- Schön.
(Man wird Überall erkannt) :twisted:
.




***

UweN
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#7 Beitrag von UweN » Mi 25 Feb 2004 22:51

Hallo Andreas,

wir hatten 4 Jahre lang ein Bimobil, erst auf Nissan MD21, dann auf Ford Ranger Ext. Cab. Die Bimobil-Kabine ist ja schon ein ganz schöner Brocken, der da kurz vor der Hinterachse beginnt und ca. 160 cm hinten übersteht. Aber Steigungen wo nach hinten Kippen ein Thema gewesen wäre sind mir nicht unter die Räder gekommen. Wenn man sich den Pickup so ohne Pritsche anschaut, erkennt man ja auch gleich, daß die Hauptlast von vornerein vor der Hinterachse liegt. Ohne Aufbau ist dahinter ja praktisch nichts. Und die 1000 kg die eine reisefertige Bimobil-Kabine dann auf die HA bringt, verkraftet das Vehikel ganz gut.

Man hat dann schon eher das Problem mit dem geringen Böschungswinkel, das Heck setzt schon gerne mal auf, wenn das Fzg in den Federn hängt.

Gruß
Uwe
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#8 Beitrag von agrupe » Di 24 Aug 2004 17:41

HI,

in Finnland hatten wir eine unbefestigte Steigung mit 20%. Die Kabine hat es zwar mitgemacht, für mich war das aber ein rechter Adrinalin-Push. In der Mitte blieben wir hängen (hatten vergessen, die Untersetzung einzuschalten).

Die Kids hinten am heulen (Mama, ich hab Angst!), meine Gedanken waren (Warum hast Du so viel Abwasser hinten drin? Waum das Klo so voll mit Wasser hinten ...)

Na ja, nachdem wir mit Untersetzung dann locker rauf gekommen sind, waren alle am zittern und jeder mußte erst mal auf Klo :oops:

Ich denke, viel mehr muß ich mir nicht mehr geben ....

Gruß

Andreas

leer
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Kipp-Problem

#9 Beitrag von leer » Mi 25 Aug 2004 08:52

Hm, also hier war der Motor definitiv zu leicht. Aber ich denke, dass wird bei einem L200 besser verteilt sein :-)

Was Ihr mit Euern Autos so fahrt ist schon eindrucksvoll. 20% Steigung auf lockerem Boden mit einer Kabine und hinten sitzen die Kinder drin. Mutig! Ich würde mal gerne wissen, wieviel mein Ducato schaffen wurde. Der kippt zwar nicht nach hinten um, aber irgendwo ist da ja auch Schluß :-)

UweN
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#10 Beitrag von UweN » Mi 25 Aug 2004 11:33

Hallo Niklas,

wir waren im Juni in Griechenland auf einer Schotterpiste unterwegs,
89er Bimobil auf Ducato 2,5 TD Maxi, 3,55 m Radstand, Motorradträger mit 150 kg Last, vorne 2 Personen und ein Hund mit 40 kg. Die Kabine selbst hat kaum Überhang, da sie mit der Stossstange der Pritsche endet, der Träger ca. 1,80 m.

In einer Serpentine hatte ich allergrößte Mühe das Mobil auf Kurs zu halten, weil es permanent nach aussen schob. Das war wohl der Zustand kurz vor dem Abheben der Vorderräder. Dabei war die Steigung meiner Meinung nach nicht zu groß. Die Strasse wird von den Einheimischen ja ständig befahren.

Dasselbe hatte ich im April in Süditalien auf einer Asphaltstrasse (Auffahrt vom Hafen in den Ort) auch schon. Die Strasse war aber so steil wie so manche auf Madeira, wo man zu Fuss schon ganz schön ausser Puste kommen kann.
Allerdings waren im April noch keine Luftfedern montiert. Die haben eine Heckanhebung um min. 4 cm gebracht.

Von der Motorleistung her wäre viel mehr drin gewesen, aber Womos sind wohl doch nicht für extreme Steigungen gebaut.

Mit unserem vorherigen Bimobil auf Ford Ranger hatten wir so ein Phänomen aber nie, abwohl wir da mehr "Offroad", also Feldwege gefahren sind. Anscheinend ist die Lastverteilung bei den Pickups schon etwas anders als bei den Pritschenwagen.

Gruß
Uwe
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schwerkraft ist dagegen

#11 Beitrag von Wuestenindianer » Mo 30 Aug 2004 10:56

HALLO Leute,
die Schwerkraft kann viel aber einen Pick up nach hinten umkippen geht gar nicht.......
Mit einem 110er Landy bin ich mit Ausstelldachaufbau und 120Liter Diesel auf dem Dach eine Dünenabfahrt in Libyen gefahren. 30°Grad Schüttkante - da müsste das Fahrzeug nach Eurer Rechnung nach vorne kippen. Tut es aber nicht. Das hat was mit den Hebeln zu tun ist meine Unterstellung. Nun zur Ursprungsfrage, ein Pick up nach Hinten geht schon deshalb nicht, weil er ja vorher auf der hinteren Kante der Kabine aufsitzt. Bei den Überständen geht Geländefahre so oder so nicht. Das war der Grund, daß meine Kabine nicht länger ist als der ursprüngliche Pritschenaufbau. Also bevor das Auto nach hinten kippt, ist die Kupplung weg usw....
Gruß von Horst :lol:
meine Enkel sind goldiger als Deine !!!

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Kippen

#12 Beitrag von Pick-Up Jo » So 05 Sep 2004 19:20

Hi, Niklas

das mit dem Kippen, egal ob nach vorne, nach der Seite oder nach hinten, hat i m m e r mit dem Schwerpunkt und den Reifenaufstandspunkten zu tun.
Der Schwerpunkt beim Pick-Up mit Kab dürfte so ca. 1m v o r der Hinterachse in ca. 1 m H ö h e liegen.
Mach Dir eine einfache Skizze oder nimm ein Foto von der Seitenansicht von deinen Pick Up, mach am Schwerkunkt einen Punkt rein und ziehe eine Linie durch diesen Punkt und dem Punkt, an dem Dein Hinterreifen die Straße berührt. Drehe nun das Foto oder die Skizze so lange, bis diese Linie senkrecht steht, dann hast Du deinen Kippwinkel nach hinten.
Und der ist gewaltig :lol:

ciao
Wo ein Pick Up ist, ist auch ein Weg (nicht immer, aber immer öfter)

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Marco
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#13 Beitrag von Marco » Mi 08 Sep 2004 12:57

Hallo Andreas,
bevor Du den Steilwinkel mit der Kabine testest, fahr erst mal ohne Kabine einen Steilhang rauf und hinten wieder runter. Das war das erste was ich mit meinem L200 gemacht hatte. Ich bin lange mit einer Enduro gefahren, aber im L ist mir ganz schön die Düse gegangen! Nicht beim rauf oder runter fahren, sondern beim langsamen überkippen!
Das möchte ich mit meiner Kabine nicht probieren.
Viel Glück und schreib uns Deine Erfahrung!
Ciao
Marco

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#14 Beitrag von O-302 » Mi 08 Sep 2004 22:03

.
Zuletzt geändert von O-302 am Mi 22 Sep 2010 16:38, insgesamt 1-mal geändert.

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#15 Beitrag von Picco » Mo 13 Dez 2004 18:49

Hallo zusammen
Ich hab zwar selbst noch keine Erfahrung mit einer Kabine auf meiner KingCab, aber nachdem bei www.dustdevil.de einige Schauergeschichten
betreffend überladener hochhausbestückter PickUp's gelesen habe, hätte ich meinen Plan von der Absetzkabine beinahe aufgegeben.
Zum Glück hab ich mal nachgerechnet und meinen PickUp gewogen.
Herausgekommen sind trotz (beruflich bedingt) recht guter Kenntniss der Naturgesetze deutlich andere Werte als beim Dustdevil.
Mein PickUp wiegt an der Vorderachse (alle Gewichte vollgetankt) exakt 950kg bei einer maximal erlaubten Achslast von 1160kg. :shock:
Gruss an alle, die Gewicht auf die Vorderachst bringen wollen: Vergesst es! :(
Die Hinterachse trägt leer exakt 740kg (Alupritsche) bei einer zulässigen Achslast von 1800kg. :D
Die von Nissan im Prospekt angegebene maximale Steigfähigkeit beträgt 38° (entspricht circa 78%).
Wenn ich von meiner geplanten Kabine ausgehe, deren Gewicht auf 760kg setze und die Schwerpunkthöhe des leeren Autos auf 900mm
annehme (=knapp unterhalb des Türschlosses), dann kann die Karre theoretisch bis zu 44.7° (entspricht beinahe 100%) kraxeln, ohne sich zu überschlagen!
So steil darf ich ja nicht mal mit dem leeren PickUp fahren! :shock:
Bei einer angenommenen Schwerpunkthöhe des leeren Autos von 900mm ergibt sich bei meiner Kabine (CAD sei Dank) mit 760kg gerechnet eine
Schwerpunkthöhe von 1161mm.
Wer daran zweifelt, sollte mal überlegen, wo das Gewicht der Kabinen steckt und wie das Gewichtsverhältniss zwischen Fahrzeug und Kabine ist...
Bei Kabinen, die in die orginale Pritsche gestellt werden, ist der Schwerpunkt natürlich deutlich höher, niemals aber so hoch, dass die Kiste nach hinten kippt!
Der Überschlag nach hinten kann also nicht das Problem sein, viel mehr hätte ich Angst um die Vorderachse, wenn's mal wieder steil runtergeht!
Erstaunlicherweise habe ich bis jetzt aber immer nur gelesen, dass die Hinterachse überladungsgefährdet ist...Bei meinem Auto ist sicher nicht die Hinterachse das Problem...
Wie seht Ihr das?
Hats zwischenzeitlich mal jemand nachgemessen?

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