Idee für Wechselsystem

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Ragnhild
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#16 Beitrag von Ragnhild » Di 17 Feb 2004 22:39

Die Idee finde ich auch lustig und vor allem den Gedankenansatz. Aber wenn Ronny schon schreibt, dass es sich um einen HZJ handelt, dann wäre mir das ganze Schlittengerutsche zu anfällig von der Haltbarkeit und der Verdreckung. Bei einem Bimobil_System, hab ich nichts dergleichenwas mechanisch anfällig wäre, das einzige was sich bewegt sind die Schneckengetriebe der Hubstützen, gekapselt. Und dann wenn die Kabine auf das Fahrzeug abgelassen ist, steht sie fest und einfach verankerbar. Du mußt nach der Reise nicht die Führungsschienen etc vom Dreck und Schlamm befreien, denke nicht an kleine Steine :? die du zwischen Kabine und Rahmen herrauspopeln mußt :lol:
Hydraulikhuber gibt es von zwei bis fünf To ganz günstig als Wagenheber :P
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wohnmog

#17 Beitrag von wohnmog » Do 19 Feb 2004 00:28

@Rudi:
was hast du den da für einen Akkuschrauber- meine nicht nur Volt sind hier aussagefähig- ich kenn da ein paar, die qualmen lange nicht...
Grüße
Markus

Ronny

#18 Beitrag von Ronny » Do 19 Feb 2004 08:36

Hallo,
ich denke Ragnhild hat recht, dass die ganze Mechanik zu sehr verdreckt auf einer Reise, da muss man nun nicht mal in die Wüste.
Meine derzeitige Lösung sind auch 4 Kurbelstützen, allerdings selber gebaute, auf alten VW-Bus Wagenhebern (die mit der Spindel und dem klappbaren Arm). Ich hab sie natürlich modifiziert, funktioniert ganz gut, aber bequem ist die Lösung nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass man für jeden Aufbau, den man hat 4 solche Stützen benötigt. Im moment habe ich zwar nur 2 Aufbauten (Pritsche und Wohnkabine) aber es könnten ja mal mehr werden.
Die Sache mit dem Luftsack find ich persönlich jetzt nicht so sympathische, aber die Idee das Fahrzeug selbst anzuheben oder die Kabine mit einer Hubvorrichtung, die am Fahrzeug montiert ist, anzuheben.

Hat man z.B. so Hubstützen am Fahrzeug (so ähnlich wie ein Autokran), dann kann man diese fest installierten Wagenheber auch gleich zum Reifenwechsel etc. benutzen. Nur sollten die elektrisch oder hydraulisch funktionieren und die Bodenfreiheit nicht einschränken. Hat denn jemand von Euch Preise für Spindelgetriebene Heber oder Bezugsquellen?

Ein Kanckpunkt der Kabinenaufsetzerei ist ja auch, dass ich meine Kabine ans Fahrerhaus ranziehen möchte, um den Abdichtungsgummi des Durchgangs etwas zu pressen. Damit veringern sich dann auch die Schwingungen zwischen Fahrerhaus und Wohnkabine.

Viele Grüße,
Ronny

Ronny

Idee

#19 Beitrag von Ronny » Do 19 Feb 2004 10:17

Hallo,
wie wäre es mit folgender Idee:
Man hebt die Wohnkabine/Aufbau über eine Hubvorrichtung am Fahrzeugrahmen. D.h. man hat z.B. vier Scherenwagenheber, die auf dem Fahrzeugrahmen befestigt sind. Scherenwagenheber sind relativ flach gebaut und bieten mit ca. 18cm ausreichend Hub (denke ich). Die Wagenheber müssen den Aufbau halt soweit hochheben, dass dieser über die Räder/Radkästen passt, wobei das ausfedern des Fahrzeugs bei verminderter Last auch noch dazugerechnet werden muss.
Nun hätte man ja wieder vier "Kurbelstellen", es sei denn, man verpasst jeder Stütze den Motor von nem Billigakkuschrauber oder einen günstigen 12Volt Getriebemotor. Bezüglich letzterem bin ich leider noch nicht fündig geworden. Über ein Schaltpult könnte man dann jeden "Schrauber" einzeln ansteuern, oder alle gleichzeitig, Strom gibts von der Fahrzeugbatterie. Die Stützen des Aufbaus selbst könnten dann recht primitiv ausfallen, evtl noch mit einer Höhenverstellung über Bolzen.

Kommentare erwünscht.
Viele Grüße,
Ronny

wohnmog

#20 Beitrag von wohnmog » Do 19 Feb 2004 11:01

Hallo Ronny,

hatte schon mal jemand mit der Idee, die Billigheimer rauchen aber bald weg...- er suchte damals nur Motor und Getriebe eines gewerblichen Schraubers- mußte aber feststellen, dass dies einiges kostete:(
Generell bin ich nicht so der Freund von den normalen Scherenwagenhebern, da die alle nicht für öfteren Betrieb ausgelegt sind- zumindest nicht die aus den Fahrzeugen, die ich kenne??
Werden 18cm nicht auch etwas knapp, wenn man bedenkt, dass die Stützen nicht direkt auf dem Boden aufstehen, und dieser vielleicht noch etwas nachgiebt?
Perfekte Lösung wären zwei Hydraulikstempel, doch das wird teuer- alleine die Zuleitungen. Vom Platzbedarf im Motorraum mal abgesehen.
Luft scheidet meiner Ansicht durch zu niederen Druck und die dann nötigen Stempeldurchmesser auch aus. Außer jemand kennt einen vernünftigen Kompressor mit weit mehr als 10 bar, der auch standfest ist- und 12V- und günstig...
Die 2 hydraulischen Wagenheber kommen mir immer noch am sinnvollsten vor- aber 2xpumpen ist angesagt...
Getriebemotoren, das wärs, doch wer kennt die passenden Motor/ Getriebe-Kombies?
Grüße
Markus

Ronny

#21 Beitrag von Ronny » Do 19 Feb 2004 12:37

Hallo wohnmog,
wenn ich Deinen Nicknamen richtig deute hast Du nen Unimog mit Wohnkabine? Dann reden wir über verschiedene Kabinengrößen und Gewichte.
Um die Haltbarkeit der Scherenwagenheber hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, denn wie oft wird man wohl im Jahr die Dinger gebrauchen? Man kann Sie ja in ne stabile Folie einpacken, damit kein Dreck ran kommt, oder so.
Was die Getriebemotoren anbelangt ist mein Hauptproblem, dass ich nicht weiss, wie stark so ein Teil sein muss. Da ist ja meist ein Drehmoment angegeben, aber wie ermittele ich den Drehmomentnedarf des Wagenhebers bei einer bestimmten Last? Wäre folgendes möglich:
Last auf den Heber, an die Spindel statt ner Kurbel nen 1m langen hebel und dann Gewichte ans Ende des Hebels, solange bis sich die Spindel dreht. Gewicht in kg mal 10 ist dann Newton, könnte so doch klappen, oder?

Viele Grüße,
Ronny

Abgemeldeter User

Re: Idee

#22 Beitrag von Abgemeldeter User » Do 19 Feb 2004 14:21

Hallo Ronny, erstmal zwei Zitate von Dir:
Ronny hat geschrieben:Man hat z.B. vier Scherenwagenheber, die auf dem Fahrzeugrahmen befestigt sind. Scherenwagenheber sind relativ flach gebaut und bieten mit ca. 18cm ausreichend Hub (denke ich). Die Wagenheber müssen den Aufbau halt soweit hochheben, dass dieser über die Räder/Radkästen passt, wobei das Ausfedern des Fahrzeugs bei verminderter Last auch noch dazugerechnet werden muss.
"Ein Knackpunkt der Kabinenaufsetzerei ist ja auch, dass ich meine Kabine ans Fahrerhaus ranziehen möchte, um den Abdichtungsgummi des Durchgangs etwas zu pressen. "

Zusätzlich noch aus dem Vorlauf die Info, daß Deine Kabine 650 kg wiegt und auf einem HZJ79 von Toyota montiert werden soll.

Fehlen noch die Abmessungen und die Form. Ich geh mal davon aus, daß die Form und die Abmessungen der Bimobil Husky in etwa Deiner Kabine entsprechen.

Als Bewegung beim Absetzen hast du als erstes eine "Schiebung" von einigen cm nach hinten, um die Kabine von Fahrerhaus zu lösen. Dann muß sie angehoben auf ihren Stützen fixiert werden, damit du mit dem Auto drunter wegfahren kannst.

Die Bewegung nach hinten (und vorn) setzt voraus, daß unter dem Rahmen eine Gleit- oder Rollvorrichtung angebracht ist, es sei denn, du hast im Hubmechanismus eine Bewegung, die im letzten Teil auch schräg nach vorn/hinten versetzt. Das bringt mich gerade auf eine Idee, die ich mal weiter durchdenken muß, ist auch zu lange für hier, ich mail Dich an.

Aber weiter zu Deiner Idee mit den Scheren zwischen Auto und Kabine: Mit der Hubhöhe von 18 cm kommst Du nicht aus, denn neben dem Ausfedern des Autos (exakt auf Beton vermessen!!) brauchst Du Reserve für fast unsichtbare Geländeunebenheiten/Steine im Gras etc. und für das Einsinken der Stützen in weichen Boden.

Also rechne mit einem Hubweg von 25 cm, besser noch was mehr, um auf der sicheren Seite zu sein.

Im Übrigen würde ich eine Dreipunktlagerung vorsehen, beim mittleren Punkt als Pendel ausgeführt, um die Verwindungen von der Kabine fernzuhalten. Hätte auch den Vorteil, daß Du nur an drei Stellen anheben mußt, wenn du die Hubbewegung zwischen Auto und Kabine durchführst.

Abgemeldeter User

Oh, mailen wohin?

#23 Beitrag von Abgemeldeter User » Do 19 Feb 2004 14:38

Hallo Ronny,
sei so gut und mail mir Deine e-mail-Adresse über womobox, schreib bitte in den Betreff:

Womobox Ronny

damit ich´s aus dem Spamfilter fischen kann. Danke.

Ronny

#24 Beitrag von Ronny » Do 19 Feb 2004 14:58

Hallo Thomas,
meine e-mail Adresse ist ronnyhzj79@gmx.de

Bis später,
Ronny

wohnmog

#25 Beitrag von wohnmog » Do 19 Feb 2004 15:19

@Ronny,
ja, so könntest Du das Moment feststellen. Leider legen die verschiedenen Hersteller unterschiedliche Prüfsysteme voraus. Generell solltest Du den "weichen " Schraubfall nehmen. Versuche es einfach mit verschiedenen Geräten aus dem Bekanntenkreis.
@Thomas
Denke du meinst so eine Art Scherenfunktion. Mit einem Zwischenrahemn könnte es klappen. Bedenken hätte ich nur wg des Gewichtes?
Grüße
Markus

Ronny

#26 Beitrag von Ronny » Do 19 Feb 2004 15:43

Hallo,
@ wohnmog
werd das Drehmoment mal bei Gelegenheit messen

Beim Ranziehen der Kabine an das Fahrerhaus handelt es sich lediglich um den letzten 1cm. Ich hab schon versucht die Kabine mit Hilfe des Trägheitssatzes nach vorne zu bringen (nach vorne rollen und vollbremsung), die Gummidichtung drückt die Kabine aber immer wieder nach hinten in die Ausgangsposition. Ich denke, das Ranziehen könnte ich auch mit Seilspannern/Spannschlössern realisieren oder mit einer Spindel/Schraube hinten an der Kabine.

Gruß,
Ronny

Gast

#27 Beitrag von Gast » Do 19 Feb 2004 19:56

wohnmog hat geschrieben:@Thomas
Denke du meinst so eine Art Scherenfunktion. Mit einem Zwischenrahmen könnte es klappen. Bedenken hätte ich nur wg des Gewichtes?
Hallo Markus,
ich dachte an eine Hebelei, mit der die Kabine zwangsgeführt wird. Das würde im Prinzip auch klappen, auch für die Energieeinleitung gibt es 3 gute Möglichkeiten. Nur scheitert das ganze an der Aufnahme der Kabine auf die Hebel, vor allem bei drunterfahren. Der :twisted: sitzt im Detail.

Abgemeldeter User

Sorry

#28 Beitrag von Abgemeldeter User » Do 19 Feb 2004 19:58

Hallo Markus, das letzte war von mir, hatte das einloggen vergessen.

wohnmog

#29 Beitrag von wohnmog » Do 19 Feb 2004 20:25

deswegen meinte ich ja mit Zwischenrahmen- aber ich glaube das sprengt den Gewichtsrahmen. Bewegen könnte es man nat hydraulisch, oder aber mit eine guten, mehrmals umgelenkten Elektrowinde, was den Aufwand etwas vereinfacht.
Das ganze geht aber mit der Winde sicher auch zu Lasten der Bodenfreiheit. Vor allem wird es für einen Pickup zu schwer!- kenne eh kaum einen, der nicht überladen auf eine (lange) Reise geht.
Mal gespannt, ob sich daraus noch was entwickelt.
Grüße
Markus

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Leerkabinen-Wolfgang
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#30 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 20 Feb 2004 06:25

Rudi hat geschrieben:Ist bereits gescannt und an Wolfgang gemailt.Gruß Rudi
... und jetzt endlich auch im Forum:
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