Karmann Colorado H Edition - Qualität

Du weißt noch nicht welches Fahrzeug oder welche Kabine zu Dir passt? Du möchtest Erfahrungen über einen Hersteller o.ä. austauschen?
Dann ist hier der richtige Ort dafür...
Antworten
Message
Autor
DirkWillers

Karmann Colorado H Edition - Qualität

#1 Beitrag von DirkWillers » Sa 10 Jan 2004 12:56

Hat jemand Erfahrung mit der Qualität eines solchen Mobils und dem Umgang der Fa. Karmann mit der Lösung von Problemen ?
Kurz die Geschichte. Nach längerem suchen und Überlegen habe wir uns für den Kauf eines Karmann Colorado H Edition EZ 04/03 entschieden. :)
Bisher hatten wir nach 4 Westfalia AD Bussen einen Carthago Malibu 32.2.
Der wurde uns aber zu klein ( Thema Komfort beim Wohnen) und daher die Überlegung ein neues Mobil zu kaufen.
Zur Auswahl standen letztlich ein Robel Delmun und eben der Karmann.
Wir haben den Karmann vor ca. 6 Wochen geholt, mittlerweile steht das Fahrzeug bereits 17 Tage zu Nachbesserungen bei Volkswagen bzw. einem
WOMO Hdl.
Hier nur einige Auszüge. Ladegerät defekt, Truma Heizung brummt, Schaltung total hakelig ( Kupplung defekt), Lichtmaschinen "Prozessor" defekt, starker Rostbefall am Motorhaubenscharnier, Windschutzscheibe komplett lose, Distance Böcke für die Alko Stützen fehlten, :evil: Frischwassertank verliert über den Überlauf enorm viel Wasser während der Fahrt, der Abwassertank lässt sich nicht komplett entleeren (rd. 12 ltr. bleiben drin, da der Ablaufstutzen zu hoch angebracht ist).
Hat speziell für die Wasser Thematik jemand ideen ?
Ja, das waren nur die wirklich gravierenden Mängel, der ganze "kleinkram" wie z.B. - hochkommender Fußboden, verknitterte Heki Rollos, auf Teufel komm raus klappernde Aufbautür usw. regen uns schon gar nicht mehr auf. :twisted:
Hier stellt sich wohl insgesamt die Frage - weiter ärgern und reklamieren oder Fahrzeug zurück geben ? :oops:
Was meint ihr dazu ?

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

mängel eines gebrauchten sollte man vor dem kauf suchen!

#2 Beitrag von jens voshage » Sa 10 Jan 2004 22:55

sehe ich das richtig? ihr habt euch ein gebrauchtes womo gekauft, euch es nicht richtig angesehen und schiebt es nun dem hersteller in die schuhe?
nun gut, nichts desto trotz, sollte ein womo auch nach einem jahr in der vermietung besser daher kommen. hatte euer womo vielleicht einen unfallschaden? (rost motorhaube, windschutzscheibe, fußboden). grundsätzlich habe ich solch eine mängelliste bei einem karmann colorado noch nicht gehört. das ladegerät und die zerknitterten rollos werden ja wohl auf die verantwortung des vorbesitzers gehen. und wenn das ladegerät hin ist, wird sicherlich auch der akku das zeitliche gesegnet haben.
die tanks verlieren normalerweise nur wasser während der fahrt, wenn man sie zu voll macht (überlauf des einfüllstutzens). du kannst es minimieren, indem du einfach die "entlüftungsschläuche" in einem etwas höheren bogen führst.
die aufbautür würde ich bei vw bemängeln, da karmann hiermit probleme hatte und die vw-betriebe im austausch der türen und einstellen der schlösser sehr geübt sind.
die anderen sachen (lima, kupplung) haben wohl nichts mit einem karmann zu tun. allerdings wundert mich grundsätzlich, dass du einen schaden an der lima und dem ladegerät hast. hat es vielleicht mal einen kurzschluss im aufbau gegeben?
ach ja, noch eine frage: was sind denn das für distanzböcke bei den stützen? will mal nachsehen, ob die bei mir auch fehlen.
jens

Benutzeravatar
Dirks Bimo
Experte
Beiträge: 53
Registriert: Mo 05 Jan 2004 18:48

#3 Beitrag von Dirks Bimo » So 11 Jan 2004 17:49

Also zur Klarstellung: Das Fahrzeug war auf die VW AG höchst selbst zugelassen und nicht in der Vermietung und natürlich haben wir uns das Mobil vorher angesehen.
Insgesamt war der Colorado blos 10 Wochen auf VW Zugelassen.
Wenn man bei Mobile de oder auch bei Karmann selbst auf die Website geht findet man übers Bundesgebiet verteilt eine ganze Reihe von diesen
Colorado H Edition.
Das müssten alles welche aus der letzten Serie gewesen sein.
Unser Fahrgestell wurde im Jan. 03 in Hannover gefertigt und dann in Sprendlingen aufgebaut.
Bauzettel/Übergabelisten/Kontrollzettel und auch der bereits abgearbeitete
Mängelbericht von VW lagen noch im Fahrzeug.
Nach Aussage mehrerer Händlerwurde diese Fahrzeuge von MA der VW AG als "Dienstwagen" genutzt.
Die Unfallfreiheit ist überprüft und schriftlich bestätigt.
Wenn Dein Fahrzeug auch mit Alko Stützen ausgestattet ist solltest Du die Kurbel problemlos gerade auf die Kurbelaufnahmen unterhalb der "Stoßstangen Seitenblende aufsetzen können.
Bei unserem ging das nicht ( das habe ich vor Kauf tatsächlich nicht probiert).
Die Stützen waren direkt am Fgst. befestigt und sassen zu hoch, d.h. man konnte die Kurbel nur im Winkel nach oben - also total verkantet draufsetzen.
Die Truma Hzg. habe ich natürlich vorab probiert, daß "Brummen" trat aber erst nach so ca. 3 stündigem Betrieb auf.
Bei Truma war der Fehler allerdings bekannt, der Fehler in der Schaltung war nur bei Minusgraden festzustellen und das zwischenzeitliche Blinken der Batterieleuchte trat auf der Probefahrt nicht auf.
Auch dieser Fehler ist bei VW bekannt. Die LIMA Prozessoren werden reihenweise ähnlich wie die Lutmassenmesser ausgetauscht.
Die Türfangbänder sind mittlerweile genau der gleiche billige Mist der auch bei Opel verwendet wird.
Die Windschutzscheibe wurde vom VW Hdl. bereits bei Anlieferung ausgetauscht (Lt. Mängelliste VW ein Steinschlag) und ganz einfach schlampig eingesetzt.
Auch das Rostproblem ist bei Volkswagen bekannt.
Die Rostsuppe lief nach dem erten Regen da raus.
Man kann schließlich nicht alles sofort sehen und so pingelig bin ich auch nicht, daß ich bei einem 8 Monate alten Fahrzeug schon nach Rost suche.
Karmann ( Hr. Schmitt) bestätigte bereits telefonsich das Problem mit dem Abwassertank.
Mach mal Deinen Tank über die Reinigungsöffnung total leer, kippe dann mal so ca. 10 ltr. Wasser ins Waschbecken und öffne dann den Abwasserablauf.
Da kommt dann nix.
Vorher natürlich den Deckel wieder rein.
Das ist übrigens bei allen Karmännern so, da der Ablauf aufgrund des Gewindes für das Rohr zu hoch angebracht ist !!!!!!!!.
Das mit den Blasen im Fußboden ist bei Karmann auch bekannt.
Bei den Editions Modellen musste es was besonderes sein und man hat halt was neues statt dem bewährten ausprobiert.
Wenn man die Nachbesserung erfolglos ist gibts von Karmann dafür dann den Teppich ohne Berechnung oder Alternativ das Fahrzeug ab nach Sprendlingen und dann das volle Programm. Seitenwand raus, Küchenblock raus usw. und dann den Fußboden neu.
Aber wird der dann wieder so dicht wie er mal war ?
Wir werden sehen was sich in Zukunft so ergibt.
Insgesamt sind wir nur erstaunt über die Vielzahl der zum Teil gravierenden Mängel.
Das lässt vermuten, daß die bei VW das mit der Qualität wohl nicht so ernst nehmen.

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

pech gehabt ...

#4 Beitrag von jens voshage » So 11 Jan 2004 20:03

gerade bei den werkswagen gibt es solche und solche. unser erster missouri war ein werkswagen. hatte zwar 10.000 km auf der uhr, war aber im wohnbereich wie neu. die klappen "klebten" noch, von den drei flammen des kochers war nur eine kurz benutzt (die chromhalter waren etwas angelaufen aber noch nicht verrußt). einzig: nach 7 monaten war bereits die batterie hinüber, da tiefentladen und einfach so den winter über stehen gelassen.
ich habe von einem bekannten, der vw-womos bei einem händler verkauft, aber auch schon ganz anderes gehört: der hat auch schon halbe totalschäden von den führungskräften auf den hof gestellt bekommen.

doch nun zur karmann-qualität: das mit der truma-heizung geht ja wohl kaum auf die arbeit in sprendlingen zurück. und die ganzen mängel am t4 kannst du denen auch nicht vorwerfen (das die lima-regler bei vw massenweise ausgetauscht werden, hab ich allerdings noch nicht gehört und auch die rostprobleme kenne ich nicht - aber sei's drum).
wie der ablass des abwassertanks bei unserem missouri montiert ist, weiß ich nciht, da ich an den tank nicht herankomme. aber fakt ist, dass in jedem tank wasser bleiben muss, da man den ablauf nun mal nicht an die tiefste stelle "kleben" kann. ich sehe immer zu, dass ich etwas schräg beim entsorgen stehe und selbst wenn da noch fünf liter drin bleiben: was soll's. übrigens: mach mal deine frischwassertanks leer und kipp dann zehn liter rein: da kommt auch noch nichts zur pumpe. das ist der bodensatz, den ein tank benötigt.

zur dichtheit: eigentlich kann man bei einem karmann doch hervorragend die wände raus und wieder rein nehmen. allerdings muss dazu wohl auch das dach angehoben werden, vermute ich. was ist denn das für ein problem mit dem boden? löst sich der belag von der bodenplatte?

zur vw-qualität: bekanntermaßen ist die höher als das, was mercedes vorgibt. ich vermute mal eher, du hast ein montagsauto erwischt.

jens

Benutzeravatar
Dirks Bimo
Experte
Beiträge: 53
Registriert: Mo 05 Jan 2004 18:48

Wo ist der Missouri gebaut

#5 Beitrag von Dirks Bimo » So 11 Jan 2004 21:07

Hallo, das mit dem Montagsauto könnte stimmen,
uns ärgert halt die Vielzahl der Mängel.
Insgesamt hat die Qualität wohl nachgelassen seitdem die Mobile bei " Eura" in Sprendlingen und nicht mehr in Rheine gebaut werden.
3 - 5 ltr. wären ja ok aber so ca 12 ?
Das mit dem Tank stimmt nicht so ganz !
Westfalia, Carthago und Fischer z.B. verwenden Tanks an denen kleinere Abläufe montiert sind, die dafür auch tiefer sitzen.
Auch die Tanks an Ami Womos haben vor dem Ablauf eine Mulde - somit kann bis auf einen kleinen Rest alles Grauwasser ablaufen.
Selbst der Bürstner von meinem Nachbarn hat sowas.
Auch der Frischwassertank lässt sich bis auf Grundfeuchtigkeit komplett leer pumpen.
Ist mit euerer Pumpe was nicht i.O. ?
Das mit den Mitteilungen zu den halben Schrotthaufen gibt uns allerdings zu denken.!! - Macht ja nicht gerade mut.
Der Fußboden schlägt blasen im Bereich hinter der Naßzelle, also in Richtung Hecksitzgruppe.
Da war nicht genug Kleber.
Es ist bereits mit einer Spritze von Fachleuten ( Karmann hat da in Ol einen Partner) versucht worden das Nachzubessern - geht aber nicht.
Da sitzt jetzt zuviel Spannung drauf - nur Aufschneiden würde die Blasen beseitigen - wir werden in der kommenden Woche mal sehen was wir da machen.
Ärgerlich ist halt, das bei VW und Karmann sich scheinbar keiner so richtig zuständig fühlt.
Eben genau das ist uns passiert : Das mit der Heizung ist Sache von Truma.
Wir haben haben ein komplettes Auto bei Volkswagen gekauft - die sind aufgrund fehlender Erfahrung nicht in der Lage das in den Griff zu bekommen - Der Schmitt von Karmann sagt - die müssen aber und diskutiert mit mir 45 Minuten die Funktion eines Ladegerätes um dann nach Rückfrage bei den eigenen Technikern zugeben zu müssen, das ich recht habe. ( Wobei - eigentlich will ich garnicht rechthaberisch sein).
Nun ja wir werden sehen wie sich die ganze Sache in der kommenden Woche entwickelt.
Zum Thema Qualität bleibt zu sagen: Ich habe so gut 14 Jahre für die AO AG in Rüsselsheim im AD gearbeitet und kann da denke ich ein klein wenig mitreden.
Das war bei uns jahrelang wirklich "scheiße"
Aber der Lopez hat auch bei VW spuren hinterlassen.
Der Kostendruck ist mittlerweile auch in Wolfsburg angekommen und unser letzter T4 ein Marthago Malibu 32.2( der Karmann ist der 4 te) hatte lange nicht solche Aufbau/Ausbaumängel.
Allerdings habe ich auch da am Fahrgestell den LMM, den Klimakompressor,den Turbolader, Antriebswellen und diversen Kleinkram tauschen müssen - weil defekt und das alles in 4 Jahren und nur 60000 km.
Bei Neupreisen in der Liste von so um die 50000,-- € ist das denke ich nicht ok.
Gerade bei "Werkswagen" sollte ein Hersteller doch darauf bedacht sein, daß diese Fahrzeuge leidlich Ordentlich abgeliefert werden.
Auch dem Hdl. ist sicherlich ein Vorwurf zu machen.
Da hat - so ist unser Eindruck - keiner so richtig hingesehen.
An der Shureflowpumpe waren die Schellen lose, beim pumpen lief Wasser
in die Stauklappe, Winterreifen gekauft ( Komplettrad) alle Räder mit 3,3 bar erhalten - Da klebt ein großes Schild in der Tür vorn 3,8 hinten 4.5 Bar, 3/4 liter Öl nachgefüllt.
Aber nun ist gut der Meckerei, wir werden sehen was dabei herauskommt und hoffen,das die Jungs das in den Griff bekommen.

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

jeder hätte genug zu tun

#6 Beitrag von jens voshage » So 11 Jan 2004 23:46

ich habe unseren aktuellen karmann als neuwagen vor einem jahr in sprendlingen selber abgeholt. was wurde da auf die inkompetenz von vw geschimpft. ohne vw könnte man viel bessere womos bauen war das kredo. fiat würde sich schließlich bei eura auch nicht reinhängen. dabei würden sich die kunden freuen, wenn womo-hersteller wenigstens die qualitätsansprüche von vw erfüllen würde. aber darüber hat in sprendlingen leider noch niemand nachgedacht. warum auch. schließlich klappts's wie bei allen womo-herstellern: die kunden arbeiten die womos nach, bis sie im guten zustand sind.

bei vw schimpft mein werkstattmeister über den murks aus sprendlingen. recht hat er. schön wäre jedoch, wenn seine jungs in der werkstatt nicht solchen müll abliefern würden.

allgemein: unter eura-regie schwenkt karmann auf die linie der womo-hersteller ein. man merkt das an den weichen polstern, plüschigen stoffen und lösungen, die vielleicht eine nette optik aber leider eine schlechte funktion haben. den ruf hat sich karmann in rheine jedoch aufgebaut mit womos, die "automotiv" sind. also eher anleihen an pkw denn an wohnwagen nehmen. das hat bei eura leider niemand verstanden. schade.

noch ein letztes zu den werkswagen: die sind hatl sozialisiert. da kümmert sich niemand um die akkus oder den wassertank. ich habe mal einen im februar probegefahren und wollte den abwasserschieber mal ausprobieren. da kam mir gleich die suppe entgegen - abwassertank war noch voll ...

jens

Benutzeravatar
Dirks Bimo
Experte
Beiträge: 53
Registriert: Mo 05 Jan 2004 18:48

Das trifft den Nagel auf den Kopf

#7 Beitrag von Dirks Bimo » Mo 12 Jan 2004 00:32

Tja - vermutlich ist das genau so wie Du das sagst.
Ein riesen Manko ist denke ich beim "finish", daß unter anderem die VW Hdl. immer größer werden und da auch keiner mehr nachguckt.
Ich bin "zwangsläufig" Kunde eines solchen Ketten Betriebes geworden, da der ehemalige Nutzfahrzeugbetrieb aufgrund zu geringer Größe und was weiß ich sonst noch nicht mehr ins Konzept passte.
Der Schmitt ( Kd Mensch bei Karmann) erzählte mir am Telefon, daß man in 2004 noch die 1000 Stck marke knacken wolle - die Kapazitäten in der neuen Halle seien dafür ausgelegt.
Was da dann wohl die Qualität macht ?
Wir haben uns bei der " Neuanschaffung " zwischen dem Colorado und dem Delmun von Robel für den Karmann entschieden, 1. Weil ein 560 er Delmun so gut wie nicht zu bekommen ist, 2. die Karmänner meistens etwas jünger waren, 3. er uns optisch besser gefällt, 4. weil wir früher schon gute Erfahrungen mit Karmann gemacht haben, 5. weil es auf jeden fall diese Fgst. Größe sein sollte, 6. weil die Editons Modell schon ganz schön komplett sind , 7. der Robel uns eigentlich zu hoch ist - unter 3 Meter war Bedingung und und und...
Ich habe mir vor einiger Zeit mal die Fertigung von Robel in Emsbüren angesehen - normal bauen die Rettungswagen Kabinen und Lastaufbauten hauptsächlich auf VW Fahrgestellen.
Reisemobile werden da nur so ca. 60 - 70 Stck. p.a. gebaut.
Mein Eindruck war: Das ist aller erste Sahne ins Verhältnis zum "Geldbeutel" gesetzt - also der Bereich bis so ca 55000 € Neu.
Hätten wir doch einen Robel nehmen sollen.
In Loxstedt bei Bremerhaven steht einer - allerdings ein Mieter - so wie wir uns das in etwa vorstellen.
Ganz neu sitzt leider noch nicht drin - das Haus muß ja schließlichauch noch bezahlt werden.
Der "alte" Herr Robel war soweit ich weiß früher mal bei Karmann Mobil in Rheine und hatte da was zu sagen.
Die Grundrisse sind so gut wie identisch - nur der Möbelbau ist wohl doch etwas besser.
Das liegt wohl doch ander individuelleren Fertigung und noch ist das ja auch nicht sone Massenware.
Mal sehen was Eura aus Karmann macht.

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

alles hat seine nachteile

#8 Beitrag von jens voshage » Mo 12 Jan 2004 02:41

klar, in die robels steige ich auch bei jeder gelegenheit rein. aber auch da ist nicht alles gold was glänzt.

wenn du im kmc wärst, könntest du ja mal über das forum dich mit anderen in verbindung setzen, wie die den boden der editions instandgesetzt haben ...

www.karmann-mobil-club.de

Abgemeldeter User

WOMO - Gurke

#9 Beitrag von Abgemeldeter User » Mo 12 Jan 2004 15:02

Hallo Dirk, zum Karmann kann ich Dir nichts sagen, wohl aber zur Möglichkeit, das Ding zurückzugeben, habe das gerade mit einem Hyundai Terracan durchgezogen.
Nach dem neuen Schuldrecht, das seit 1/2002 in Kraft ist, muß Dein Vertragspartner, also der Händler, entweder ein einwandfreies Gerät hinstellen, also nachbessern, oder er muß es zurücknehmen und Dir das Geld wiedergeben, allerdings darf er für jede angefangene 1.000 km Laufstrecke 0,67% vom Kaufpreis abziehen. Er ist sogar zum Schadenersatz verpflichtet, wenn Du überproportional hohen Aufwand oder Folgeschäden gehabt hast. Grundsätzlich gilt das für 2 Jahre, es gibt aber eine wichtige Halbjahresfrist nach Übernahme: In diesen 6 Monaten gilt jeder Mangel als automatisch beim Kauf vorhanden, der Händler müsste beweisen, daß Du den Schaden oder Mangel verursacht hast. Nach diesem halben Jahr mußt Du gute Argumente oder Beweise liefern, daß der Mangel beim Kauf vorhanden war.
Wie in jedem Verfahren ist es wichtig, die vorhandenen Mängel zu beweisen. Also reichen mündliche Verhandlungen mit dem Händler mit der Zusage:"Bringen wir schon in Ordnung..." nicht aus. Du brauchst was schriftliches vom Händler über jede versuchte Nachbesserung. Und wichtig - der Händler muß nachbessern, also nicht selbst zur VW - Werkstatt fahren, wenn Du´s vom WOMO-Händler gekauft hast, oder zum WOMO - Händler oder gar nach Sprendlingen, wenn ein VW-Händler der Partner ist.
Außerdem solltest Du per Einschreiben mit Rückschein dem Händler eine Mängelliste mit restlos allen Beanstandungen, einer Schilderung der bisher erfolglosen Nachbesserungsversuche und der Aufforderung, alle Mängel zu beseitigen bis...(Frist einsetzen!) ins Haus schicken. Ab da alles protokollieren und vom Händler abstempeln lassen, nur was schriftliches hilft Dir im Prozeß weiter. Wenn der sich weigert, schick ihm Dein Protokoll wieder per Einschreiben mit Rückschein zu, er muss widersprechen, sonst gilt dein Vortrag als von ihm akzeptiert.
Etwa einen Monat vor Ablauf der Halbjahresfrist, wenn dann die Mängel nicht zu deiner Zufriedenheit abgestellt sind, forderst Du ihn wieder per EmR auf, das Fahrzeug zurückzunehmen und dir den Kaufpreis zu erstatten, abzüglich Nutzungsentgelt (0,67%....).
Das Problem wird sein, daß die Jungs sich heute noch nicht darüber im Klaren sind, was da bei Pfusch auf sie zukommt. Die werden versuchen, sich auf irgend etwas kleingerucktes im Kaufvertrag zurückzuziehen, aber können sie nicht, denn alles was die gesetzliche Haftpflicht einschränkt im Kaufvertrag, ist unwirksam. Aber ich denke mal, Du wirst Dir zur Durchsetzung einen Anwalt suchen müssen. Achte dabei darauf, einen zu finden, der sich bereits mit dem neuen Schuldrecht auskennt.
Bei mir hat der Händler ganz schnell "den Schwanz eingezogen" und einem für ihn schlimmen Vergleich zugestimmt, nachdem er sich ausführlich mit seinem sehr guten Anwalt beraten hatte. Wäre nicht nötig gewesen, hätte über 4000 Euro Kosten gespart, wenn er mir vorher geglaubt hätte.

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

ob einen das wirklich weiterbringt?

#10 Beitrag von jens voshage » Mo 12 Jan 2004 21:11

ich ziehe bei meinem karmann ja auch gerade einige sachen durch. alles noch in der halbjährigen gewährleistungsfrist (1) gemeldet oder mängel im verborgenen, die erst jetzt aufgetaucht sind. aber erstens hat man kein recht ein fahrzeug mit mängeln zurückzugeben. vielmehr muss man dem verkäufer erst gelegenheit geben, die mängel zu beseitigen. und das ist auch gut so, schließlich will man ja ein funktionstüchtiges womo und nicht in erster linie ein zurückgegebenes.
ich verfolge lieber das motto zuckerbrot und peitsche. gerade bei vw-händlern ist das erfolgreich, da die nach meinen erfahrungen seriöser arbeiten als viele wohnwagen-verkäufer und außerdem unterwerksbeobachtung stehen (ausnahmen sind logischerweise immer möglich). und ich weiß zwei sachen, bei denen es wahrscheinlich noch hoch hergehen wird: einmal die wasseranlage, die zu verkeimung neigt (das bauen fast alle womo-hersteller so wie es jetzt bei karmann gemacht wird. aber karmann hatte es früher besser gelöst.). und zweitens die mückenschutztüt, die eine verriegelung hat, die nicht hält. beides sind konstruktionsbedingte mängel - also kein fusch im werk oder beim händler, sondern fehlerhafte planung. da wird sich karmann verständlicher weise nicht drauf einlassen. schaun mer mal.

bei womos ist das grundsätzliche problem, dass praktisch alle neuen voller mängel stecken. viele besitzer sind jedoch schon froh, wenn die wände nicht feucht sind und ziehen lockere klappen nach einem halben jahr eben schnell selber wieder an. nur weil die kunden sich schlechte qualität gefallen lassen, können sich händler und hersteller den fusch erlauben. ich gege daher den aufwändigen weg: jede kleinigkeit lasse ich bei vw in ordnung bringen. wenn das alle machen würden, würde sich auch schnell die qualität der werksarbeit verbessern.

jens

Abgemeldeter User

Nachbesserung oder Rückgabe

#11 Beitrag von Abgemeldeter User » Di 13 Jan 2004 15:57

Hallo Dirk, die Rücknahme (Anwaltsdeutsch: Rückabwicklung des Kaufvertrages) durch den Händler ist natürlich, da hat Jens recht und das hatte ich auch in meiner vorherigen Stellungnahme angedeutet, die "ultima ratio", die Lösung für den Fall, dass die Nachbesserung wegen Unwilligkeit des Händlers, wegen dessen Inkompetenz (Werkstatt taugt nix oder es handelt sich um Pfusch des Herstellers in Konstruktion oder Fertigung, die der Händler nicht beseitigen KANN) oder anderen Gründen scheitert. Der Kunde kann aber auf Rücknahme bestehen, wenn die Nachbesserungsversuche des Händlers mehrmals gescheitert sind oder nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben. Drei Nachbesserungsversuche ohne Erfolg werden meist als maximal zumutbar angesehen. Dabei will ich nicht verkennen, daß dies "befriedigend" u.U. zu Problemen führen kann. Letzten Endes kann es im Prozessfall auf eine Begutachtung durch einen Sachverständigen hinauslaufen mit der Chance, daß dieser eine von Dir als unbefriedigend empfundene Mangelbeseitigung als zumutbar einstuft - Prozeßrisiko!
Wenn sich die Nachbesserungen über die sechsmonatige Frist hinaus hinziehen, z.B., wenn das Fahrzeug zum Hersteller des Aufbaus verbracht werden muss, gibt es die Möglichkeit, mit dem Händler eine Fristverlängerung zu vereinbaren. Diese betrifft §§ 476 BGB neue Fassung (n.F.). Zeigt sich bei einem Verbrauchsgüterkauf, dem Kaufvertrag zwischen Verbrauchern als Käufer und Unternehmen als Verkäufer (vergl. § 474, 13 ff. BGB n.F.) innerhalb von sechs Monaten ein Sachmangel, so wird grundsätzlich vermutet, daß die Sache bereits ab Gefahrübergang (Auslieferung) mangelhaft war. Diese Frist kannst Du über eine schriftliche!!! Vereinbarung mit dem Händler verlängern, z.B. bis zur Übergabe nach Rückkehr des Fahrzeugs aus dem Werk + 1 Monat, damit Du prüfen kannst, ob die Nachbesserung erfolgreich war.
Aber wie bereits vorher gesagt, laß Dich nicht auf eine Diskussion mit dem Werk über irgendwelche rechtlichen Konsequenzen ein, das geht nur den Händler und Dich als Vertragspartner an, auch wenn der Händler für einen Mangel, den der Hersteller zu vertreten hat, "ungerechterweise" haften muss - dafür kannst Du nichts, so ist das Gesetz! Das hindert Dich jedoch nicht daran, mit Leuten des Werks über die Technik des Autos zu sprechen oder mailen, nur gib keine Erkärungen ab!!.
Wenn Du das Gefühl oder die Information hast, daß der Händler sich redlich bemüht und deinen Mängelrügen im Prinzip offen gegenübersteht, ist nichts dagegen einzuwenden, nach Jens´ Methode vorzugehen und die Mängel in Kooperation zu beseitigen, allerdings, Du solltest auf die Fristen achten und auf die Beweisbarkeit der Nachbesserungsversuche. Wenn er "mauert", musst Du leider knallhart vorgehen und besser jetzt schon einen Anwalt einschalten (hoffentlich hast Du eine vernünftige Rechtschutzversicherung). Händler spielen in solchen Fällen gern auf Zeit und man kann auch von einem freundlich lächelnden und angenehmen Gesprächspartner beschi..... werden. Ich wünsche Dir, daß das Auto erfolgreich nachgebessert werden kann und du viel Spass damit hast.

Benutzeravatar
Dirks Bimo
Experte
Beiträge: 53
Registriert: Mo 05 Jan 2004 18:48

Es tut sich was

#12 Beitrag von Dirks Bimo » Di 13 Jan 2004 17:29

Hallo zusammen,
es tut sich was, komme gerade von der "Dienstreise" und habe mal nachgefragt was so los ist.
Sie kommen nach meiner " Drohung" das Fahrzeug zurückzugeben in Wallung.
Der Schmitt von Karmann hat heute eine ganze Reihe von Teilen, unter anderem eine neue Tür losgeschickt ( Versandbest. liegt vor), selbts der zuständige Kd. Leiter von S & K in OL war gestern und heute beim Womo Hdl. und hat sich nach dem Stand der Dinge erkundigt.
Die Taktik von Jens scheint zu fruchten.
Vielen Dank !
Die Mitgliedschaft im Karmann Mobil Club ist beantragt.
Die Mängel sind schriftlich mitgeteilt und vom Hdl. bestätigt.
Eine gute Rechtsschutzvers. habe ich - Anwalt ist Notfalls auch vorhanden, der sich im Schuldrecht auskennt.
Jens hat mit seiner Sichtweise sicherlich recht.
Als aller erstes haben wir uns den Karmann gekauft, um damit Spaß zu haben.
Ohne Womo geht auch irgendwie nicht !!!.
Nichts desto trotz - ich hatte heute morgen etwas Zeit und war in Emsbüren bei Robel.
Auch da ist sicherlich nicht alles Gold was glänzt, aber besser is das schon.
Das Finisch im Möbelbau z.B. ist schon Klasse.
Die Rollschienen der Auszüge sehen bei Robel eher nach profi Möbelbau aus, die von Karmann verwendeten eher nach Baumarkt.
Aber das sind schließlich änderbare Details.
Erstmal vielen Dank für die guten Tipps.
Ich werde - denke ich - so gegen Ende der Woche mal berichten wie weit der Stand ist.
Bis dahin
Gruß
Dirk

Antworten