Strombegrenzer

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Huber
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Strombegrenzer

#1 Beitrag von Huber » Mi 17 Dez 2003 09:57

Hallo.

Kann mir jemand einen Rat geben ich habe mir einen regelbaren Strombegrenzer mit einer Leistung von bis zu 2500W eingebaut der auch gut funktioniert. Da ich den hauptsächlich benötige um meinen Wechselrichter nicht zu überlasten fehlt mir das Grundwissen wie das Ding funktioniert wenn statt der normalen Sinus Spannung ein rechteck Spannung vom Wechselrichter anliegt oder ob dann irgend ein Teil schaden nimmt??

Vielen Dank im voraus Alfred :idea:

jens voshage
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schau mal im wohnmobile.net-forum nach

#2 Beitrag von jens voshage » Mi 17 Dez 2003 21:46

sieh dir da die älteren diskussionen im teilforum "elektro" an. da findest du fast jede mögliche und unmögliche schaltung - nicht nur in der theorie. kleiner tipp: die antworten von hans kroeger sind besonders fundiert.

jens

Manfred
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Externe Laststrombegrenzung bei Wechselrichtern

#3 Beitrag von Manfred » Do 18 Dez 2003 22:08

Ohne den Strombegrenzer gesehen zu haben, ist eine Antwort ansich nicht möglich, da es mehrere Verfahren gibt.
Eine Strombegrenzung in einem Wechselstromkreis ohne Beeinflussung der Hüllkurve ist steuerungstechnisch aufwendig und teuer. Ich denke deshalb, dass der vorhandene Strombegrenzer einfach gehalten ist und im Prinzip arbeitet wie ein Dimmer, nur dass hier die Ansteuerung über den Vergleich des eingestellten maximalen Ausgangsstrom mit dem tatsächlichen Strom erfolgt.
Diese Steuerungen kann man für Rechteckspannungen bauen, die meisten sind aber für sinusähnliche Spannungen ausgelegt.
Viel wichtiger ist die verwendeten Verbraucher, Es ist ein Unterschied, ob man einen Fön betreibt oder eine Trennscheibe o.ä. Elektronische Geräte insbesondere die mit Schaltnetzteilen sind erheblich gefährdet, insbesondere bei einsetzender Strombegrenzung.
Mich machen die 2500 Watt stutzig. Diese aus Batterien sauber und dauerlastfest zur Verfügung zu stellen, bedarf einiger Kenntnis und Aufwandes. Bei falscher Montage ist das Reisemobil schnell abgefackelt.

Gruß Manfred

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Huber
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#4 Beitrag von Huber » Fr 19 Dez 2003 10:29

Hallo vielen Dank fuer deine Antwort. Es handelt sich um einen dimmer aehnlichen Strombegrenzer der normal ca 800 Watt dimmt und mit einem Kühlkörper und einem Poti regelbar bis 2600 Watt belastbar ist! bei diesen Fahrzeug ist ein Wechslrichter mit 1700W Dauerleistung eingebaut und mit den dazu gehörenden kurzen Leitungen die ausreichend Querschnitt haben sollten an einem Batteriepaket mit ca 1000Ah angeschlossen.Die 230V Verkabelung ist standart maesig verlegt. Auf Grund der Abfackelung ist bei mir kein Gas an Bord weil diese Abfackelung habe ich schon hinter mir. Zu meiner Frage ich bin mir nur nicht sicher was mit dieser Sinus aehnlichen Spannung passiert wenn ich sie dimme. Zu den Verbrauchern es sind lauter ohmsche Verbraucher Herd Boiler und ein Kühlschrank der eigentlich nur Probleme hat das beim ersten Start wenn sonst kein Verbraucher dranhaengt die Spannung unter 200V ist und erst bei Belastung auf 220V steigt. Vielen Dank. :idea:

Alfred

Manfred
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Regelung der Leistungsaufnahme bei Wechselstrom

#5 Beitrag von Manfred » So 21 Dez 2003 13:48

Wenn dein Gerät aussieht wie ein Dimmer, gibt es zwei Möglichkeiten der Strombegrenzung:
1. durch Phasenanschnittsteuerung
2. durch Periodengruppensteuerung
Im 2. Fall behält der Verbraucherstrom die Form der Ausgangsspannung des Wandlers und es entstehen keine störenden Oberwellen.
Im 1. Fall, der wahrscheinlicher ist, wird die Form der Ausgangsspannung wesentlich verändert, weil während des Spannungsanstieges einer Halbwelle der Stromfluß zum Verbraucher unterbrochen wird.
Wie das genau aussieht bei dir, kann man nur auf einem Oszilloskop sehen. Vielleicht kennst du jemand mit so einem Teil.
Des weiteren: Die meisten "Dimmer" brauchen für die richtige Funktion eine Mindestlast.
Vorsicht. Auch ohmsche Verbraucher hönnen gefährdet sein, wenn sie eine elektronische Regelung enthalten.
Nochmals zur Erklärung (stark vereinfacht):
Eine Wechselspannung besteht aus positiven und negativen Halbwellen. Die Dauer von zwei Halbwellen nennt man Periodendauer, die Anzahl der Perioden ergibt die Frequenz (Lichtnetz: 50 Hz entsprechen 50 Perioden pro Sekunde).
Während einer Periode erreicht die Spannung zweimal ihren "Nullwert" und zweimal ihr Maximum. Bei unserem Stromnetz von 230 Volt beträgt dieses Maximum ungefähr 300 Volt. Die 230 Volt sind also ein gemittelter Wert über die Dauer einer Periode.
Bei einem Dimmer werden die Halbwellen nur teilweise zum Verbraucher durchgelassen. Damit sinkt dieser gemittelte Wert am Verbraucher und es fließt dadurch ein geringerer Strom.
Im Fall 2 werden die Halbwellen nicht verändert, sondern gruppenweise zum Verbraucher durchgelassen. Über mehrer Perioden gesehen ergibt das auch einen niedrigen Mittelwert.

Gruß Manfred

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