Wassertanks- in der Kabine oder unten drunter?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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sids
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Wassertanks- in der Kabine oder unten drunter?

#1 Beitrag von sids » Di 16 Dez 2003 23:05

Hallo,

unser WoMo in Umbau ist zur Zeit mit 2 Taks gesegnet, je ca. 70l gross.
Einer im Sitzkasten in der Kabine, einer unten Drunter.
Ich glaube nicht, dass ich 140l wasservorrat brauche.
Welchen tank soll man behalten, Welche Vor und Nachteile haben die beiden?
Der Tank in der kabine hat eine undichte stelle, scheinbar sind die Stutzen nur mit Heisskleber (!) reingebackt.
Wie macht das der ordentliche Mensch? Da die Abläufe wirklich ganz unten sind werden Verschraubungen nicht funktionieren...

Grüße,
Stefan

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Leerkabinen-Wolfgang
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#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 17 Dez 2003 13:45

Hi, Stefan,

könnte es vielleicht sein, daß der innenliegende Tank ein Frischwasser- und der aussenliegende ein Abwassertank ist? Außenliegende Frischwassertanks sind ehr ungewöhnlich, und wenn Du keinen doppelten Boden oder eine hochgesetzte Duschtasse hast, sind Abwassertanks im Fahrzeuginnern (ohne zusätliche Pumpe) nicht möglich (Oberkante Tank immer niedriger als Unterkante niedrigster Wasserablauf aus Waschbecken bzw. Dusche).

Wenn beide Tanks für Frisch- oder beide für Abwasser sind, würde ich immer den innenliegenden Tank nutzen, da dieser (relativ) frostsicher ist.

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang

jens voshage
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ist doch nicht übel

#3 Beitrag von jens voshage » Mi 17 Dez 2003 21:43

wolfgangs vermutung hört sich schon ziemlich gut an. aber: es könnte auch anders sein.
warum nicht zwei tanks (70 liter sind ja doch etwas wenig, wenn man unterwegs ist). im sommer nimmt man beide und im winter nur den innenliegenden.
jens

sids
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#4 Beitrag von sids » Do 18 Dez 2003 12:01

Es sind tatsächlich 2 Frischwassertanks. Es befindet sich noch ein zusätzlicher Abwassertank unter der Kabine.
Die Idee von Jens finde ich auch nicht schlecht... vielleicht doch beide behalten???

ABER: wie Setzt man denn nun die Schlauchstutzen ein?
"Heissluft Kunstoffschweissen"?
Oder kann man in Polyethylen auch Gewinde Schneiden, die man dicht bekommt?

Viele Grüsse,
Stefan

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Leerkabinen-Wolfgang
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#5 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 18 Dez 2003 13:48

Hi, Sids,

Wasser kann man an Bord nie genug haben - zumindest wenn man einige Zeit autark sein will oder einen gewissen Luxusanspruch (1* täglich duschen) hat... Ich habe mir deshalb seinerzeit in meinen Karmann zusätzliche Tanks eingebaut, um rund 150l Frisch- und Abwasser zu haben.

Was den Anschluß angeht - da kannst Du ein Verschrauben im Tank vergessen. Die Tankstärke reicht einfach nicht, um eine zuverlässig dichte Verschraubung zu erreichen. Da hilft nur Verschweißen (macht z.B. die Fa. Amalric Plastic) oder eine Verschraubung wie sie z.B. von Reimo (Artikel Nr. 8) angeboten wird.

Leerkabinen-Wolfgang

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Sven Strumann
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#6 Beitrag von Sven Strumann » Do 18 Dez 2003 15:37

Am besten ist es sowieso wenn alle Tankanschlüße von oben in den Tank geführt werden. So ist die Gefahr einer Leckage am geringsten.
Bei dem geschilderten Fall schließe ich mich Wolfgangs Empfehlung voll und ganz an. Bei geklebten Verbindungen wäre ich im Womobereich sehr vorsichtig.

Ragnhild
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#7 Beitrag von Ragnhild » So 21 Dez 2003 21:53

HalliHallo
hab in meinem jetzigem Bus den Abwassertank/Kanister, der innen steht, unten eine Schlauchverschraubung aus dem Elektrobereich genommen (IP68) und noch zusätzlich vor dem zuschrauben alles mit Silikon verschmiert. Ist nun schon sechs Jahre dicht.
Aber im nächsten: Wie schon erwähnt, wenn es geht, alles von oben.
Und Abwasssertank aussen ran, hinaus mit dem Mief :P :lol: .
.




***

UweN
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#8 Beitrag von UweN » Mo 22 Dez 2003 11:14

Hallo,

70 l Frischwasser sind tatsächlich etwas wenig. Genau so viel hatten wir in unserem letzten Bimobil. Das haben wir dann durch einige Kanister ergänzt. Diese haben den Vorteil, daß man die Last besser verteilen kann, wenn es bei einer Achse mal eng wird.

Das halten wir auch bei unserem jetzigen Bimobil so. Sind immer noch 32 l im Fahrerhaus.
Unser Frischwassertank liegt genau über der Hinterachse und wenn der ganz voll ist und hinten das Mopped drauf, dann wird schon mal die Vorderachse leicht.
Also hinten weniger Wasser und vorne die Kanister, das bringt schon was.

Frohes Weihnachtsfest und viel Spass mit Deinem Womo!
Uwe
Endlich wieder bi-mobil

wohnmog

#9 Beitrag von wohnmog » Mo 22 Dez 2003 16:13

@ uwe
also wenn du mit 30 kg Wasser spielst, dann solltest du mal überlegen, welche Kräfte beim Beschleunigen bzw. an Steigungen auf die Hinterache kommen- denn dein Problem wird nicht die leichte Vorderachse, sondern die überladene Hinterachse sein??
Liegst du wirklich in dem Grenzbereich wo es auf 30 kg ankommt, so solltest du die ernsthaft Gedanken über die Sicherheit in o.g. Fällen machen!
Vielleicht doch etwas anderes als Bimobil :)
Grüße und frohe Weihnachten
Markus

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roadrunner
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#10 Beitrag von roadrunner » Mo 22 Dez 2003 23:35

Hai,
hab meine 3x 80l auch mit diesen Tankanschlußverschraubungen 1/2" bis 1 1/4"(teilweise von Reimo) angebunden.
Von außen mit Dichtung gesteckt, von innen gekontert.
Letzters stellte sich etwas schwierig dar ( 3 Gelenke im Unterarm :) )
Aber bis jetzt ist alles dicht.

Bild

ups... fast a bisserl groß
gruß
roadrunner

UweN
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An Gast Wohnmog

#11 Beitrag von UweN » Di 23 Dez 2003 11:04

Hallo Markus,

wenn ich Dir jetzt sagen würde, daß unter der Kabine vorher ein 3,2 Tonner gelaufen ist, der auf 2,8 to abgelastet war, was meinst u dazu?

Ich hab jetzt einen 3,5 to und bleibe grad so innerhalb der zulässigen Achslasten. Und was beim Beschleunigen oder Bremsen, bei Berg- oder talfahrt, beim Durchfahren von Schlaglöchern usw für Kräfte auftreten interessiert ja Gottseidank die Polizei nicht. Da zählt nur was die Waage anzeigt.

Und hinten hab ich extra 10 PR-Reifen mit ca. 100 kg höherem LI aufgezogen als vorgeschrieben. Meine Sorge ist nämlich eher, daß die Reifen platzen, wenn sie ständig am Limit belastet werden.
Und bei welchem Womo bis 3,5 to ist das nicht der Fall?

Nix für ungut!

Frohes Fest
Uwe
Endlich wieder bi-mobil

Ragnhild
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#12 Beitrag von Ragnhild » Di 23 Dez 2003 21:50

Da lobe ich mir doch meine Hinterreifen mit 1470kg Belastung :lol:
Hatte auch Angst bei 2,8zGGW
.




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UweN
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#13 Beitrag von UweN » Do 25 Dez 2003 10:26

@Alle,

Frohe Weihnachten!

@Markus,

was ich noch vergessen habe:
Ich hab hinten manchmal ein Motorrad mit 185 kg dranhängen, plus Fahrräder und natürlich den Träger. Nur wenn so beladen ist, komm ich an´s Limit. Sonst haben wir auch hinten noch 200 kg Reserve. Das ist bei manchen Womos die verfügbare Zuladung bei Leergewicht.

Wieso hast Du Reifen mit so einem LI? Ist das nicht ein bischen übertrieben, oder hat sich das einfach so ergeben?

Gruß
Uwe
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#14 Beitrag von Ragnhild » Fr 26 Dez 2003 22:02

Hab auf dem Landy(3,5to) 235er/85R16 MT oben. Die halten das halt aus ;-)
Die nächsten 255er, sind aber nicht besser, nur mehr Auflagefläche.

Welches Basisfahrzeug habt Ihr?
.




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UweN
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#15 Beitrag von UweN » Sa 27 Dez 2003 22:33

Hallo Markus,

ich dachte mir schon sowas. Die Geländekutschen haben doch immer Hochlast-Reifen drauf.
Wir haben jetzt einen alten Ducato Pritsche 3,5 to. Da krieg ich nur 195/75 - 16 drauf.
Vorher hatten wir eine kleinere Bimobil-Kabine auf einem Ford Ranger. Der hatte zGG 2,9 to und jeder Reifen konnte 1250 kg tragen. C`est la vie!

Dafür hab ich nur 1 m Überhang über die Hinterachse. Da geht das mit dem Mopped grad noch. Wenn´s mehr wäre, könnte ich´s vergessen.
Hab mir aber trotzdem schon ein leichteres besorgt: Die legendäre XT 600.
Mit der fahr ich dann die Etappen, wo das Womo nicht mehr hinkommt.

Gruß und Guten Rutsch!
Uwe
Endlich wieder bi-mobil

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