Schaum im Kabinenbau

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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wohnmog

Schaum im Kabinenbau

#1 Beitrag von wohnmog » Do 20 Nov 2003 20:44

So, nun stehe ich vor dem nächsten Problem:

Aluplatten auf lackiertem Stahl sind schon dran, und ich bin gerade dabei die Isolierung ( Styrodur - so etwas ähnliches zumindest) vollflächig aufzukleben.
Kann ich auch die unzugänglichen Kanten , z.B. dass U- Profil des Stahlrahmens, mit einem Bauschaum schliesen? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der Stahl danach extrem rosten würde. Mir fallen aber wiklich keine vernünftigen Gründe ein,die dagegen sprechen???? Schaum ist meines Wissens wasserdicht, da geschlossenporig. Er kommt auch nur auf lackierte Oberflächen- Tauwasserausfall am Stahl- ich meine so viel kann da nicht kommen- von außen Alu 1,5mm- von innen geschlossenporiger Schaum???.
Zudem klebt er auch noch, quillt in jede Ecke und später schneide ich ihn mit einer Bündigsäge eben ab. Stelle mir das ganze recht einfach vor- wenn nicht diese Aussage über Rostbefall in meinem Hinterkopf wäre.......
Was meint ihr dazu?
Grüße
Markus

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Leerkabinen-Wolfgang
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#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 21 Nov 2003 05:52

Zwar keine Antwort auf Deine Schaum-Frage, aber ein "Uiuiuiuiui!". Du schreibst, Du hast Alublech auf - wenn auch lackierte - Stahlprofile aufgebracht. WIE? Ich hoffe sehr, du hast keine Verbindung zwischen den Metallen, auch nicht nach vielen Kilometern, wenn sich Alu und Profile vielleicht stellenweise gegeneinander bewegt und dabei die Lackierung beschädigt haben? Alu-Lochfraß wäre dann vorprogrammiert... :-(

Viele Grüße aus Rheinhessen
Leerkabinen-Wolfgang

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Marc_S
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#3 Beitrag von Marc_S » Fr 21 Nov 2003 11:42

Zum "Bauschaum/Montageschaum":

Der ist NICHT geschlossenporig! Und somit nimmt er Feuchtigkeit auf (und gibt sie so gut wie nie wieder her)...

Das Zeug hat im Haus-Bau sicher seine Existenzberechtigung, im WoMo-Bereich hat es aber definitv nix zu suchen!!!

Gruß
Marc
Carthago Genius 41 auf LT35 TD (das "Raumwunder")
T4 Caravelle TDI+ (der "Kleinwagen")

Gast

#4 Beitrag von Gast » Fr 21 Nov 2003 22:34

@ Wolfgang:
Klar habe ich alles nur verklebt, ausreichend dicke Schicht, da habe ich absolut keine Bedenken- wird ja auch sehr oft so gemacht.
@ Marc und andere:
Ja was nehm ich dann am Besten? Gibt es Alternativen?- und wenn er nicht geschlossenporig ist, wie ist er dann dicht?? Oder ist er es nicht?
Grüße
Markus

Joe

#5 Beitrag von Joe » Sa 22 Nov 2003 07:24

x x
Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 02:45, insgesamt 1-mal geändert.

Gast

#6 Beitrag von Gast » Sa 22 Nov 2003 10:40

X-Trem Isolator ist "PE" Schaum, das selbe Zeug wie Isomatten.

wohnmog

#7 Beitrag von wohnmog » Sa 22 Nov 2003 20:12

Diese Styrodur-ähnliche Zeug wird im Sandwichbau verwendet- denke ist ok:)
Klar ist mein Rahmen komplett lackiert, so dass ihm etwas Feuchtigkeit nichts ausmacht. Der Extremisolator ist sicher eine feine Sache, doch für meine Zwecke ungeeignet, da er flexibel ist.
Ich kome ja fast überall hin, nur dachte ich daran mir etwas Arbeit zu ersparen, die U-Profile innen passgenau auszukleben. Aber vielleicht kennt ja jemand einen geschlossenporigen Schaum???
Falls nicht werde ich auch gerade in den unteren Ecken einen weiteren Rostschutz aufbringen- dachte hier eigentlich an Hohlraumversiegelung, da dies etwas kriechfähiger ist- mal sehen.
Das mit dem 1 Liter pro PPerson ist sicherlich noch sehr vorsichtig geschätzt, doch werde ich mich eher selten im Fahrzeug aufhalten, und nachts meist in Gefielden sein, wo ich gerne ein Fenster öffne:)
Hilft wohl alles nichts, ich werde einfach alles genau zuschneiden:( und komplett verkleben.
Danke aber
Markus

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urologe
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#8 Beitrag von urologe » So 23 Nov 2003 16:39

hallo wohnmog,
ich nehme für meine sandwich-herstellung zwischen 2 betoplanplatten 2-komponenten-pu-schaum ,der zu 90% geschlossenporig ist und nur co2 abdampft - siehe http://www.yachtcare.de/cct/files/vossc ... sovoss.pdf

1k-bauschaum ist nicht geeignet. das problem der 2k-schäume ist,dass man nicht einzeldosen aus der flasche abgeben kann, sondern die sprüh- oder schüttelflasche einmal aktiviert und dann den gesammten inhalt verbrauchen muß.
für Deine zwecke hilft nur die getrennte einzeldosage kleiner mengen aus den beiden komponenten, da man nur 1-max 2min zeit hat, den schaum zu verarbeiten.
aber ich bin auch noch bei vorversuchen.
viel glück
der Urologe

Vorsorge tut gut - KAT fahren

Claus Merkle

Isoschaum

#9 Beitrag von Claus Merkle » Di 25 Nov 2003 17:28

Hallo zusammen,
wegen jedem Schmarrn surft man durchs IN, unter PUR-Schäume... ist sicher was zu finden.
Es muss nicht immer der Baumarkt sein, fragt doch mal beim Profi z.B. WÜRTH nach. PUR oder PU-Schäume gibt es für fast alles, auch "geschlossenporig" und für "Brandschutz" usw. in Dosen für Schaumpistolen mit denen man perfekt dosieren und über einen längeren Zeitraum verarbeiten kann.
Also nichts für ungut und viel Spass beim Bauen.
Musso a.d.S.

wohnmog

#10 Beitrag von wohnmog » Di 25 Nov 2003 19:00

Danke erst mal- mach ich gleich nach dem Urlaub..... :D
Konnte ich mir auch nicht anderst vorstellen- klar gibt es den auch geschlossenporig- Danke!
Grüße
Markus

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#11 Beitrag von urologe » Mi 26 Nov 2003 20:36

hallo wohnmog,
mach mal nicht zu lange urlaub - denn so einfach ist das mit dem surf tip von claus merkle dann doch nicht. die handelsüblichen 2k-schäume in dosen oder klein pistolenkartuschen müssen in einem zug verspritzt werden, sonst reagieren die beiden komponenten in der dose - es wird heiß und platzt unter umständen aufgrund der unkontrollierten druckentwicklung. die oben aufgeführten unterbrechenbaren pistolenschäume sind professionelle maschinenschaumanlagen,die unter kontrollierter temperatur, druck und fließgeschwindigkeit getrennt in ein mischrohr geführt werden und erst dort reagieren - der preis dieser anlagen dürfte den der zu erstellenden kabine überschreiten...
ich habe lange im netz gesucht und bisher keine unterbrechbare 2-komponenten-dosenschäume gesehen - schon garnicht bei würth,häfele oder dübelherstellern, die auch nur weitgehende geschlossenporige schäume anbieten , wasimmer das dann heißt. Ich verlasse mich da lieber auf originalhersteller wie vosschemie, r&g,gaugler und lutz etc. -da bin ich bisher immer auf kleine 750ml dosen oder schütteldosen zum sofortigen gesamtverbrauch nach initialisierung der 2 komponenten verwiesen worden.
iCH WÄRE FÜR JEDEN ANDERSLAUTENDEN KONKRETEN HINWEIS DANKBAR :roll:
http://www.swiss-composite.ch/pdf/ttt-P ... m-4545.pdf
der Urologe

Vorsorge tut gut - KAT fahren

Uwe adsV

#12 Beitrag von Uwe adsV » So 30 Nov 2003 10:50

Hallo zusammen,

der gewöhnliche Bauschaum hat ja das Problem das er sich bei feuchtigkeit zersetzt oder gar schimmelt. Aber es gibt ja noch den sogn. Brunnenschaum, welcher wasserdicht sein soll und zB beim Aufsetzen von Betonringen zu Wasserspeichern usw. benutzt wird.
Der könnte vielleicht geeignet sein. Nun ist das große problem die Schnittflächen, wo das übergeqollene Zeugs abgesäbelt wird. Kann man diese nicht mit Unterbodenschutz oder irgendetwas überstreichen ?

Gruß Von Uwe aus dem schönen Vogtland

wohnmog

#13 Beitrag von wohnmog » Fr 19 Dez 2003 21:12

Urlaub ist leider um:(
Hole mir auf jeden Fall die gebrauchsfertigen Dosen, da ich mit 2 min kein Problem habe. Danach werde ich mit einer Bündigsäge wieder eine Ebene herstellen, um darauf wasserfest verleimte Sperrholzplatten zu kleben. Auf die Profile kommt vorher nochmals Hohlraumversiegelung- aber nur an den problematischen Stellen.
Danke für die Tipps!
Markus

jens voshage
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warum überhaupt?

#14 Beitrag von jens voshage » So 21 Dez 2003 13:31

immer wieder wollen ja womo-bauer holme ausschäumen und so die isolierung verbessern. das ist aus meiner sicht völliger schwachsinn. denn die holme aus metall sind viel bessere wärme/kälte-leiter als die luft innendrin. somit ist das metall selber die kältebrücke. durchs ausschäumen erhöhst du also maximal das gewicht deines fahrzeugs - evtl. könnte es noch etwas lärmschutz bringen.
wenn du die isolation verbessern willst, musst du die profile isolieren. und das geht nunmal nur, indem du sie "verkleidest". ansonsten bleibt die kältebrücke komplett bestehen.
jens

wohnmog

#15 Beitrag von wohnmog » So 21 Dez 2003 14:53

@ Jens,
nun ich habe ja kein 4 Kant Rohr! Sondern ein nach innen offenes U-Profil, dessen Kantenlänge 38mm beträgt- bei einer 50mm Isolierung bleiben dann auch an den Flanken noch 12 mm Schaum über- sollte eine Kältebrücke rel. verhindern.
Hat schon mal Jemand eine Kimamembran als Dampfbremse verarbeitet?- Meine natürlich im WOMO , nicht untern Häusle!
GRüße
Markus

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