Was haltet ihr von folgender Geschäftsidee?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
Antworten
Message
Autor
Benutzeravatar
Dirk16
womobox-Spezialist
Beiträge: 208
Registriert: Mo 21 Jul 2003 12:52
Wohnort: Out of Rosenheim
Kontaktdaten:

Was haltet ihr von folgender Geschäftsidee?

#1 Beitrag von Dirk16 » Mo 21 Jul 2003 14:09

Hi zusammen!

Ich brauch mal eure seriöse Meinung zu folgender Idee, die kürzlich geboren wurde:

Eine "Do It Yourself-Werkstätte" speziell für Wohnmobil - und Kabinenausbauten. Zum Selberausbauen für Jederfrau - und -mann.

Im Prinzip wie die Mietwerkstätten, die es jetzt schon gibt, nur zusätzlich oder spezialisiert auf Ausbauten.

Die Basis: meine bessere Hälfte ist selbstständige Schreiner(meister)in, ich Ing. (Maschbau Konstruktion) und mittlerweile Besitzer von einem Haufen Werkzeug als Basis. Als da wären so Sachen wie Drehmaschine, Kantbank, Schlagschere, WIG-Schweissgerät, um nur mal ein paar Exoten zu nennen. Die Doppelgarage quillt mittlerweile über.

Mittelfristig planen wir die Flucht auf's Land - und die Einrichtung einer eigenen Schreinerei. Was natürlich sauteuer ist. Also liegt es nahe, das Equipment auch von anderen nutzen zu lassen und ich will ja auch was zu tun haben Untervermietung ist weit verbreitet, aber dann beschränkt sich das Ganze auf das Holzhandwerk mit allen Risiken einer Spezialisierung.

Andere Lösung: man lässt auch andere ran, die so ein Equipment brauchen können!

Amateure muss man natürlich erstmal schulen, bevor man sie an eine Kreissäge lässt usw., das ist klar. Aber dazu ist Frau ja Meistern

Ich hab so den Eindruck, dass es immer mehr Leute werden (Merker: die kommende Rentnergeneration), die gerne würden aber nicht können. Wir bieten dann Platz, Werkzeuge, bedingt Material, Erfahrung, handwerkliches Können und Beratung, CAD-Unterstützung, aktive Hilfe, Deckenkran, Nähmaschinen, Folienschweissmaschinen etc.
Grundstock wäre die Schreinerei, genutzt zum klassischen Schreinern, und eben als "Eigenbaugarage" mit ein paar Stellplätzen, plus ergänzend vielleicht Ausbauten, die man verkauft. Und noch ein Haufen Detailideen vom Kaffeeautomat, Teileverkauf, Schrauben etc., Bezugsadressen vermitteln, Imbiss, Übernachtungsmöglichkeit, Besorgungsfahrzeug, Schulungen in Schweissen/Schreinern/Metallbearbeitung (da kann man ja Profis ins Boot holen, wir kennen da genügend), Fahrzeugunterstellung...beliebig erweiterbar.

Rechnen tut sich das über Werkzeug - und Platzvermietung und Abrechnung von "Support" etc.

Das Ausbauspezifische Know-How käme überwiegend von den Leuten selbst, ansonsten kan man alles lernen, was man noch nicht weiss. Betonung liegt ja auf "DoItYourself" und nicht "DanebenstehenUndMachenLassen".

Also die Frage: wie schätzt ihr den Bedarf an so was ein?

Was sind eure ersten und tiefergehenden Gedanken? Risiken? Chancen? Was würdet ihr von so einem Laden erwarten? Jeder Tip wird interessiert angenommen!

Die Gegend ist erstmal uninteressant, es geht nur um's Prinzip.

Gruss,
Dirk

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

ein hotel nicht vergessen!

#2 Beitrag von jens voshage » Mo 21 Jul 2003 15:56

so ein womo-ausbau dauert ja etwas länger als das wechseln des auspuffs. daher solltet ihr noch unbedingt ein hotel vorsehen. noch besser wäre es natürlich, wenn ihr die werkstatt auf ein oder zwei sattelauflieger verteilen könntet und damit zu den ausbauwilligen fahrt ...

ne, jetzt aber ganz im ernst: werkzeug kann man sich mittlerweile an jeder ecke leien. und wenn man ein womo ausbauen will, benötigt man eine halle in der nähe der wohnung oder macht es auf der straße vor seinem haus. und bevor ich für eine spezialarbeit hunderte kilometer fahre, lasse ich es schnell von einer fachwerkstatt machen.

kannst ja mal das marktpotenzial prüfen. wie viele leerkabinen- und kawa-ausbauer benötigst du denn, um deine werkstatt wirtschaftlich zu führen? und wie viele womos werden überhaupt in der nähe eines standortes gebaut? und wie viele leute sind bereit richtig geld für deine leistungen auszugeben?
jens

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

nachtrag: selber womos bauen

#3 Beitrag von jens voshage » Mo 21 Jul 2003 15:58

wenn ihr euch schon damit selbstständig machen wollt und das unternehmerische risiko mögt, dann baut doch womos auf kundenwunsch aus. bocklets und ferbers gibt es doch zu wenige ...

jens

Wolfgang
Experte
Beiträge: 80
Registriert: Mi 30 Apr 2003 12:49

#4 Beitrag von Wolfgang » Mo 21 Jul 2003 16:19

Hallo Dirk,
jede Idee ist erst einmal eine gute. :D Ich baue seit Mitte der 70ger meine "WoMos" selbst aus, verfüge über ein gesundes Basiswissen! Es wäre aber gelogen zu behaupten, ich schaffe ALLES aus eigenem Wissen und Können heraus. Ich habe schon gerne mal einen Fachmann an meiner Seite. Im Herbst ist voraussichtlich der nächste Wagen dran. Also: Ich könnte rein theoretisch zu Deinem potentionellen Kundenkreis gehören. Zumal ich mit den Jahren doch ein Haufen fauler geworden bin.
Wenn überhaupt, dann würde ich
1.Viel Hilfe bei evtl. notwendiger Sanierung der Basis (bin kein Schrauber)
2.Wenig Mitarbeit beim Aufbau, Ausbau (auch Technik), aber Beratung
3.Übernahme der einen oder anderen Arbeit (z.B. fachgerechtes Schweissen .-) )
einkaufen. Dabei wäre das WO zweitrangig.
Nur: Ich komm aus einer Zeit, als weitaus mehr Selbstausbauten rumdüsten als fertig konfektionierte GFK- Kisten :oops:. Heute ist es anders, die Selbstausbauer suchst Du mit der Lupe. Und 80% (oder mehr) derer, die es noch gibt, haben alles selbst im Griff. 20 % von wieviel? bleiben. Und davon taucht nur ein kleiner Prozentsatz bei Euch auf – lieg ich falsch? Bedenke auch: Ausbauen frisst wahnsinnig viel Zeit, das geht nicht in ein paar Tagen über die Bühne. Mich stört es nicht, kann alle Zeit der Welt fern der Heimat (auch Fam.) bei Euch stehen, aber wie viele Ausbauer können das noch (Urlaub in der Werkstatt :D ??). Klar, zu jeder auftauchenden Frage gibt es die passende Antwort und weiter geht`s. Ihr habt ja auch mehr vor, als nur Ausbauern zur Seite zu stehn. Vielleicht wäre es auch gut, nicht nur an Selbstausbauer zu denken, sondern das Geschäftsmodell auf Sanierung/Umbauten/Aufrüstung von StandardWoMos zu erweitern. Viele von denen –schau in die Foren- haben mit ihrem Wagen ausbaumäßig noch das eine oder andere vor, trauen sich aber nicht oder es fehlt ihnen schlicht der Platz.
Nur Gedankensplitter, nicht mehr. Ich wünsche Dir allen Erfolg der Welt. Und: Lasst euch nicht von Bedenkenträgern den Schwung nehmen :D
Gruss wolfgang

dj
Experte
Beiträge: 109
Registriert: Di 06 Mai 2003 23:08
Wohnort: Ostwestfalen mit der wasserreichsten Quelle Europas

überlegenswert

#5 Beitrag von dj » Mo 21 Jul 2003 17:30

grundsätzlich halte ich Eure Idee für gar nicht so schlecht.

Dabei gehe ich von folgenden Faktoren aus:
1. Das wirtschaftlich, politische Umfeld in Deutschland wird zunehmend nerviger, sodaß für viele eine "finanzierbare Auszeit" erstrebenswert wird - mit der Folge einer weiter zunehmenden Käuferschicht für WoMos aller möglichen Facetten- vom Zirkuswagen hinterm Trecker bis zum LuxusLiner.
2. Zur Zeit wird im Bereich Freizeit, Hobby noch Geld verdient, während andere Wirtschaftsbereiche doch stark eingebrochen sind.

Weiter gehe ich davon aus, daß der ländliche Raum weniger geeignet ist für Euer Vorhaben, da hier zum einen ausreichend "Scheunen, Schuppen, etc." zur Verfügung stehen und zum anderen vermutlich die "Gegenseitige Hilfe" gut entwickelt ist.

Die obigen Punkte 1+2 machen sich besonders im städtischen Raum und Ballungszentren bemerkbar. Von daher würde ich als Standort eine Industriebrache, die man z.Zt. günstig anmieten/kaufen kann , vorziehen.

Aufgrund der langen Verweildauer von WoMo´s bei ihrer Entstehung, Reparatur, etc. in Hallen, muß ebenfalls eine Gebühr für Hallennutzung kalkuliert und bezahlt werden, ansonsten, wirst Du die Fahrzeuge nicht wunschgemäß raus bekommen oder Deine Nerven werden stark strapaziert.
Man könnte überdachte Freiplätze für Zwischenlagerung der Fahrzeuge anbieten und isolierte Halle/n für direkte Ausbauarbeiten - und nichts davon unter 4m Höhe.

Ich könnte mir vorstellen, daß Deine Idee angenommen wird, wenn Du das Risiko eingehst, auch weiterführende Serviceleistungen anzubieten, sprich Du stellst noch Fachkräfte ein, die sich mit der Thematik auskennen und allerlei Serviceleistungen erbringen.

Das waren meine ersten Gedankenansätze.

Gruß Dieter

Benutzeravatar
Dirk16
womobox-Spezialist
Beiträge: 208
Registriert: Mo 21 Jul 2003 12:52
Wohnort: Out of Rosenheim
Kontaktdaten:

Re: ein hotel nicht vergessen!

#6 Beitrag von Dirk16 » Mo 21 Jul 2003 17:54

jens voshage hat geschrieben: ne, jetzt aber ganz im ernst: werkzeug kann man sich mittlerweile an jeder ecke leien. und wenn man ein womo ausbauen will, benötigt man eine halle in der nähe der wohnung oder macht es auf der straße vor seinem haus. und bevor ich für eine spezialarbeit hunderte kilometer fahre, lasse ich es schnell von einer fachwerkstatt machen.

Bei hunderten von km wird das sicher uninteressant, ich stell mir einen Einzugsbereich von unter 100km vor. Das schliesst dann München mit ein.

kannst ja mal das marktpotenzial prüfen. wie viele leerkabinen- und kawa-ausbauer benötigst du denn, um deine werkstatt wirtschaftlich zu führen? und wie viele womos werden überhaupt in der nähe eines standortes gebaut? und wie viele leute sind bereit richtig geld für deine leistungen auszugeben?

Der Trick ist ja das Sparen durch Eigenarbeit. Ich lass mich natürlich gerne zahlen, wenn ich was beitrage (z.B. Zuschnitt, Schweissarbeiten etc.), aber mit dieser Werkstatt will ich ja genau die Lücke füllen zwischen den rel. teuren Ausbauprofis ("schlüsselfertig") und den verhinderten Hobbyschraubern ohne Werkstatt.

jens
Das Konzept ist flexibel, das ist ja das Schöne. Ich kann ja nebenher auch selber WoMo's ausbauen und weiterverkaufen oder auch was ganz anderes machen.

Das mit dem Hotel und den Übernachtungsmöglichkeiten ist gar nicht so unrealistisch, hab ich schon drüber nachgedacht! Natürlich ganz simpel sonst sprengt das die Dimensionen, eher auf dem Niveau "Alpenhütte oder JH mit Dusche".

Gruss,
Dirk

Benutzeravatar
Dirk16
womobox-Spezialist
Beiträge: 208
Registriert: Mo 21 Jul 2003 12:52
Wohnort: Out of Rosenheim
Kontaktdaten:

Eigentlich wärst du der ideale Mitarbeiter ;-)

#7 Beitrag von Dirk16 » Mo 21 Jul 2003 18:07

Wolfgang hat geschrieben:Hallo Dirk,
jede Idee ist erst einmal eine gute. :D

Danke!

Ich baue seit Mitte der 70ger meine "WoMos" selbst aus, verfüge über ein gesundes Basiswissen!

Könnte gut sein, dass wir noch öfter voneinander hören ;-)

Es wäre aber gelogen zu behaupten, ich schaffe ALLES aus eigenem Wissen und Können heraus. Ich habe schon gerne mal einen Fachmann an meiner Seite.

Bist du nicht selber einer?

Im Herbst ist voraussichtlich der nächste Wagen dran. Also: Ich könnte rein theoretisch zu Deinem potentionellen Kundenkreis gehören. Zumal ich mit den Jahren doch ein Haufen fauler geworden bin.

Idealer Kunde ;-)

Wenn überhaupt, dann würde ich
1.Viel Hilfe bei evtl. notwendiger Sanierung der Basis (bin kein Schrauber)

Das geht dann schon in Richtung KFZ-Technik und wäre eher eine Domäne für eine Mietwerkstatt oder richtige Werkstatt.

2.Wenig Mitarbeit beim Aufbau, Ausbau (auch Technik), aber Beratung

In welcher Hinsicht? Was kann man dir noch erzählen?
Auch wenn davon lebt weiss man nicht alles, da bin ich ehrlich: meine Erfahrung ist noch sehr ausbaufähig ;-)
Ansatz war ja erstmal, die Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen und technisches Grundwissen bereitzustellen.

3.Übernahme der einen oder anderen Arbeit (z.B. fachgerechtes Schweissen .-) )
einkaufen.

Ist i.O. dafür gibt's Schulungen. So was seh ich auch als "Bringschuld", wenn man so was betreibt, dafür kommt der Hobbyschrauber zum Profi.

Dabei wäre das WO zweitrangig.
Nur: Ich komm aus einer Zeit, als weitaus mehr Selbstausbauten rumdüsten als fertig konfektionierte GFK- Kisten :oops:. Heute ist es anders, die Selbstausbauer suchst Du mit der Lupe.

Vielleicht werden's ja wieder mehr, wenn man die Möglichkeiten hat? ;-)

Und 80% (oder mehr) derer, die es noch gibt, haben alles selbst im Griff. 20 % von wieviel? bleiben. Und davon taucht nur ein kleiner Prozentsatz bei Euch auf – lieg ich falsch?

Könnte stimmen. Aber wir wollen ja nicht allein davon leben, das soll erstmal eine Ergänzung sein.

Bedenke auch: Ausbauen frisst wahnsinnig viel Zeit, das geht nicht in ein paar Tagen über die Bühne. Mich stört es nicht, kann alle Zeit der Welt fern der Heimat (auch Fam.) bei Euch stehen, aber wie viele Ausbauer können das noch (Urlaub in der Werkstatt :D ??).

An Übernachtung hatte ich auch gedacht. Es bringt ja schon mal was, wenn man die Kabine oder die Wände hat, den Rest kann manch einer zu Hause mit Handwerkszeug weitermachen.

Klar, zu jeder auftauchenden Frage gibt es die passende Antwort und weiter geht`s. Ihr habt ja auch mehr vor, als nur Ausbauern zur Seite zu stehn. Vielleicht wäre es auch gut, nicht nur an Selbstausbauer zu denken, sondern das Geschäftsmodell auf Sanierung/Umbauten/Aufrüstung von StandardWoMos zu erweitern.

Gute Idee! Aber eins nach dem anderen...ich dachte auch schon an Werkstattwägen (Regale, Schubkästen etc.)

Viele von denen –schau in die Foren- haben mit ihrem Wagen ausbaumäßig noch das eine oder andere vor, trauen sich aber nicht oder es fehlt ihnen schlicht der Platz.

And here we are! ;-)

Nur Gedankensplitter, nicht mehr. Ich wünsche Dir allen Erfolg der Welt.

Gut die Hälfte davon würd mir schon reichen ;-)

Und: Lasst euch nicht von Bedenkenträgern den Schwung nehmen :D

Meinst du dich selbst? Immer her mit konstruktiver Kritik, ich will ja keine Bauchlandung machen!

Gruss wolfgang
:wink:

Danke und Gruss,
Dirk

Benutzeravatar
Dirk16
womobox-Spezialist
Beiträge: 208
Registriert: Mo 21 Jul 2003 12:52
Wohnort: Out of Rosenheim
Kontaktdaten:

Hoppla, irgendwie raff ich das mit dem Antworten hier nicht

#8 Beitrag von Dirk16 » Mo 21 Jul 2003 18:09

Man möge mir verzeihen, ich bin dieses Script noch nicht gewohnt!

Gruss,
Dirk

Benutzeravatar
Dirk16
womobox-Spezialist
Beiträge: 208
Registriert: Mo 21 Jul 2003 12:52
Wohnort: Out of Rosenheim
Kontaktdaten:

Re: überlegenswert

#9 Beitrag von Dirk16 » Mo 21 Jul 2003 18:17

dj hat geschrieben:grundsätzlich halte ich Eure Idee für gar nicht so schlecht.

Dabei gehe ich von folgenden Faktoren aus:
1. Das wirtschaftlich, politische Umfeld in Deutschland wird zunehmend nerviger, sodaß für viele eine "finanzierbare Auszeit" erstrebenswert wird - mit der Folge einer weiter zunehmenden Käuferschicht für WoMos aller möglichen Facetten- vom Zirkuswagen hinterm Trecker bis zum LuxusLiner.

Ich weiss nicht ob das DER Kundenkreis mit dem grössten Potential ist...

2. Zur Zeit wird im Bereich Freizeit, Hobby noch Geld verdient, während andere Wirtschaftsbereiche doch stark eingebrochen sind.

Hoffe ich mal. Reisen war immer in.

Weiter gehe ich davon aus, daß der ländliche Raum weniger geeignet ist für Euer Vorhaben, da hier zum einen ausreichend "Scheunen, Schuppen, etc." zur Verfügung stehen und zum anderen vermutlich die "Gegenseitige Hilfe" gut entwickelt ist.

Denke ich nicht, denn "der Schuppen" hat keine vollausgestattete Schreiner- und Metallwerkstatt mit Materiallager hintendran. Und die wenigsten kennen jemand mit solchen Möglichkeiten, wo man auch noch selber ran kann.

Die obigen Punkte 1+2 machen sich besonders im städtischen Raum und Ballungszentren bemerkbar. Von daher würde ich als Standort eine Industriebrache, die man z.Zt. günstig anmieten/kaufen kann , vorziehen.

Ja, ist ein Gedanke. Widerspricht nur leider dem wunsch auf's Land zu ziehen und eben nicht zur Arbeit im täglichen Stau stehen zu müssen. Und ob das billiger ist weiss ich nicht.
Was nicht in Frage kommt ist eine Halle mieten. Dann bist du im Zugzwang mit Einkünften. Eigene Bude und klein anfangen!

Aufgrund der langen Verweildauer von WoMo´s bei ihrer Entstehung, Reparatur, etc. in Hallen, muß ebenfalls eine Gebühr für Hallennutzung kalkuliert und bezahlt werden, ansonsten, wirst Du die Fahrzeuge nicht wunschgemäß raus bekommen oder Deine Nerven werden stark strapaziert.

Völlig korrekt. Würd ich ganz genau so machen.
Wobei vielleicht der "Grundausbau Wände und Kabine" der Schwerpunkt sein könnte.

Man könnte überdachte Freiplätze für Zwischenlagerung der Fahrzeuge anbieten und isolierte Halle/n für direkte Ausbauarbeiten - und nichts davon unter 4m Höhe.

Auch völlig d'accord! Genau so.

Ich könnte mir vorstellen, daß Deine Idee angenommen wird, wenn Du das Risiko eingehst, auch weiterführende Serviceleistungen anzubieten, sprich Du stellst noch Fachkräfte ein, die sich mit der Thematik auskennen und allerlei Serviceleistungen erbringen.

Jepp! So was wie Schulungen, Kurse u.ä.
Arbeitslose KFZ-Leute auf Basis "freier Mitarbeiter" sollten zu finden sein.

Das waren meine ersten Gedankenansätze.

Gruß Dieter
Super! Danke und Gruss,
Dirk

jens voshage
womobox-Spezialist
Beiträge: 281
Registriert: Do 09 Aug 2001 12:29
Wohnort: hannover

Re: Eigentlich wärst du der ideale Mitarbeiter ;-)

#10 Beitrag von jens voshage » Mo 21 Jul 2003 18:19

Dirk16 hat geschrieben:
Wolfgang hat geschrieben: Klar, zu jeder auftauchenden Frage gibt es die passende Antwort und weiter geht`s. Ihr habt ja auch mehr vor, als nur Ausbauern zur Seite zu stehn. Vielleicht wäre es auch gut, nicht nur an Selbstausbauer zu denken, sondern das Geschäftsmodell auf Sanierung/Umbauten/Aufrüstung von StandardWoMos zu erweitern.

Gute Idee! Aber eins nach dem anderen...ich dachte auch schon an Werkstattwägen (Regale, Schubkästen etc.)
:wink:

Danke und Gruss,
Dirk
so ähnlich ist das ja bei ferber. die bauen unter anderen fahrzeuge für die hamburger polizei und HEW (oder bauten es zumindest mal). und nebenher lief die produktion von ausgebauten kastenwagen an. und auch bocklet verdient nur einen teil seines geldes mit wohnmobilen - nun, vielleicht verdient er den größeren - aber zur auslastung der produktion sind die professionellen auftraggeber bestimmt wichtig.

jens

Benutzeravatar
christel
Experte
Beiträge: 158
Registriert: So 23 Mär 2003 19:50
Wohnort: Wolken

#11 Beitrag von christel » Mo 21 Jul 2003 19:34

Zufällig haben wir uns am Wochenende über dieses Thema mit Freunden unterhalten. Ein Freund hat meinem Mann beim Ausbau geholfen, weil er das schrecklich gerne tut, aber selber keins ausbauen kann, weil ihm der Platz fehlt. Alleine ausbauen ohne in Serie arbeiten zu können, dauert neben Berufstätigkeit irre lang. Jedes Teil wird ja irgendwie ein Unikat. Bis der Wagen zum TÜV kann, dauert wohl ein halbes Jahr. In der Zeit muß ein Privatplatz zum Stehen da sein. Da müsste neben der Werkstatt ein großer gesicherter Privatparkplatz sein, wo alle nicht angemeldeten Wagen auf ihre Schrauber und Bastler warten. Jeder Bastler hat ja auch seine Stärken, was er gut kann, will er bestimmt selber machen. Bei anderen Leistungen würde er bestimmt gerne bezahlte Hilfe anfordern. Wahrscheinlich müsste man man mit jedem Schrauber genaue Absprachen treffen und ein Ausbauplan mit Art und Menge des Ausbaumaterials, benötigte Arbeitsgeräte, und Zeitplanung. Dabei würde es den Ausbauern sicher gefallen, wenn sie das gesamte Ausbaumaterial aus einer Hand erhielten und der Dickenhobel auch frei ist, wenn sie ihn brauchen.
Christel
Wenn kein Wind weht, zeigt auch der Wetterhahn Charakter.

dj
Experte
Beiträge: 109
Registriert: Di 06 Mai 2003 23:08
Wohnort: Ostwestfalen mit der wasserreichsten Quelle Europas

Standortfrage

#12 Beitrag von dj » Mo 21 Jul 2003 19:37

Hallo Dirk,
habe Deine Antwort auf mein Posting gerade gelesen und möchte meine pers. Meinung deshalb noch einmal bekräftigen.

Ich wohne in einer ländlichen Gegend. - und es ist hier kein Problem für Monate einen Scheunenteil oder ähnlich zu mieten. Die Kosten dafür sind im Verhältnis zum Ausbau kaum wahrnehmbar. Wer auf dem Lande wohnt, kennt einen Tischler, kennt einen Fahrzeugbauer oder hat von einem gehört, kennt einen Autoelektriker, usw. und alle Handwerker haben Lust bei so einem "Projekt mitzuwirken" und die haben alle privates Werkzeug vom Feinsten - genau für so etwas.

Und wer keinen Handwerker kennt, kann auch beim Arbeitsamt nachfragen. Die Mentalität auf dem Lande ist eine andere als in der Stadt. Hier heißt es: Selbst ist der Mann - und es darf nichts kosten. Dafür ist natürlich reichlich "Knete" vorhanden. Schließlich wird sehr wenig ausgegeben.

Aus obigen kannst Du entnehmen, daß ich Dein Kundenpotenzial nach wie vor ausschließlich im "Städter" sehe.
"Der Städter ist m.E. bequemer, zahlungswilliger für Serviceleistungen und hat deutlich weniger Möglichkeiten."
Bei Eurem Wunsch Euch auf dem Lande anzusiedeln wäre also zu bedenken: Wieviel Fahrminuten Wegezeit möchtet Ihr Euren Kunden zumuten wenn sie allabendlich oder in der Urlaubszeit Eure Hallen stürmen sollen?

Du wirst auch keinen Bauernhof im Außenbereich für den Zweck kaufen können, da es Schwierigkeiten geben wird, entspr. Genehmigungen zu bekommen, mal ganz abgesehen von Genehmigungen für eine Tischlerei (Emissionen). Es käme also dann nur der ländliche Ortskern infrage. Gibt es da günstige Kaufobjekte?
Du wirst Dein Vorhaben nur in einem ausgewiesenen Gewerbegebiet realisieren können oder Du müßtest das Glück haben, eine alte Betriebsstätte im Außenbereich zu finden, die wg. "Bestandsschutz" gewerblich fortgeführt werden kann.

Das alles natürlich nur meine pers. Meinung.

Gruß Dieter

Joe

#13 Beitrag von Joe » Mo 21 Jul 2003 21:07

x x
Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 02:01, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Dirk16
womobox-Spezialist
Beiträge: 208
Registriert: Mo 21 Jul 2003 12:52
Wohnort: Out of Rosenheim
Kontaktdaten:

Re: Standortfrage

#14 Beitrag von Dirk16 » Mo 21 Jul 2003 22:10

dj hat geschrieben:Hallo Dirk,
habe Deine Antwort auf mein Posting gerade gelesen und möchte meine pers. Meinung deshalb noch einmal bekräftigen.

Nur zu, wir freuen uns sehr über konstruktive Kritik!

Ich wohne in einer ländlichen Gegend. - und es ist hier kein Problem für Monate einen Scheunenteil oder ähnlich zu mieten.

Klar. Aber nicht mit einer angeschlossenen Schreinerei und Schlosserei und Leuten, die dir helfen können.

Die Kosten dafür sind im Verhältnis zum Ausbau kaum wahrnehmbar. Wer auf dem Lande wohnt, kennt einen Tischler, kennt einen Fahrzeugbauer oder hat von einem gehört, kennt einen Autoelektriker, usw. und alle Handwerker haben Lust bei so einem "Projekt mitzuwirken" und die haben alle privates Werkzeug vom Feinsten - genau für so etwas.


Klar, aber nicht jeder, der auf dem Land lebt, kennt sämtliche Bauern in der Umgebung und hat eine Schreinerei im Keller. Wenn du gute Connections hast bist du einer der Glücklichen, aber das sind bei weitem nicht alle, wir kennen auch einen Haufen Leute auf dem land.
Tendentiell hast du aber Recht, der typische Kunde kommt eher aus Gegenden, wo man eben keinen Platz hat.


Und wer keinen Handwerker kennt, kann auch beim Arbeitsamt nachfragen. Die Mentalität auf dem Lande ist eine andere als in der Stadt. Hier heißt es: Selbst ist der Mann - und es darf nichts kosten. Dafür ist natürlich reichlich "Knete" vorhanden. Schließlich wird sehr wenig ausgegeben.

Sicher gibt es von deiner Sorte Viele, aber es gibt auch viele, die nicht mit so was aufgewachsen sind. Die vielleicht später erst auf's Land gezogen sind. Oder zwei Linke Hände haben.

Aus obigen kannst Du entnehmen, daß ich Dein Kundenpotenzial nach wie vor ausschließlich im "Städter" sehe.
"Der Städter ist m.E. bequemer, zahlungswilliger für Serviceleistungen und hat deutlich weniger Möglichkeiten."

Tendentiell sicher richtig, aber ich würde das nicht so ausschliesslich sehen. Dennoch bietet das Gebiet "München - Rosenheim (beides Hochschulstädte!) eine Menge Leute und Geld.

Bei Eurem Wunsch Euch auf dem Lande anzusiedeln wäre also zu bedenken: Wieviel Fahrminuten Wegezeit möchtet Ihr Euren Kunden zumuten wenn sie allabendlich oder in der Urlaubszeit Eure Hallen stürmen sollen?

Wie viel Zeit spart ein meinetwegen städtischer Kunde, wenn er statt auf der Strasse im Regen mit Baumarktwerkzeug in einer trockenen Halle mit Profiwerkzeug arbeiten kann? Ich denke mal, dass eine halbe Stunde kein Problem darstellt, denn in jeder Grossstadt brauchst du schon eine halbe Stunde vom Randbereich ins Zentrum zu kommen - und wie oft macht man das, um ins Kino zu gehen, in der Innenstadt einzukaufen o.ä.? Auch eine knappe Stunde Fahrzeit ist für jemanden, der sonst keine Möglichkeit hat, noch erträglich. Ist halt ne Frage, wie oft man das machen muss, über Monate wird's natürlich nervig, aber ein paar Mal bis der "Rohbau" steht sollte das gehen.


Du wirst auch keinen Bauernhof im Außenbereich für den Zweck kaufen können, da es Schwierigkeiten geben wird, entspr. Genehmigungen zu bekommen, mal ganz abgesehen von Genehmigungen für eine Tischlerei (Emissionen). Es käme also dann nur der ländliche Ortskern infrage. Gibt es da günstige Kaufobjekte?

Seh ich nicht so. Wir kennen einige Schreinereien auf dem Land und im Dorf, mit Emissionen gibt's da keine Probleme, wenn man nicht exzessiv lackiert (Absauganlage) Für den Staub gibt's Absauganlagen, zwingend notwendig

Du wirst Dein Vorhaben nur in einem ausgewiesenen Gewerbegebiet realisieren können oder Du müßtest das Glück haben, eine alte Betriebsstätte im Außenbereich zu finden, die wg. "Bestandsschutz" gewerblich fortgeführt werden kann.

Haben wir schon angeboten bekommen. Leider passte da einiges andere nicht.

Das alles natürlich nur meine pers. Meinung.

Gruß Dieter

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Wird in jedem Fall in die Überlegungen mit einbezogen! Das Ganze ist ja erstmal eine Idee, die wächst.

Gruss,
Dirk

Benutzeravatar
Dirk16
womobox-Spezialist
Beiträge: 208
Registriert: Mo 21 Jul 2003 12:52
Wohnort: Out of Rosenheim
Kontaktdaten:

Variation/Konkretisierung der Idee

#15 Beitrag von Dirk16 » Do 24 Jul 2003 12:26

Hi!
Nach vielen Meinungen von euch (Danke!) und auch anderen scheint sich eine Strategie herauszubilden und die Idee zu festigen.

Aber noch immer ist es eine formbare Idee:

1. An erster Stelle steht natürlich eine Immobilie (Hof), die solche Aktivitäten wie Wohnmobilausbau zulässt, d.h. sowohl vom gewerberechtlichen Standpunkt aus (Schreinerei ist eh zwingend) als auch vom räumlichen aus. D.h. das Potential muss da sein.

2. An zweiter Stelle wird der Betrieb der Schreinerei im klassischen Sinne stehen. Als Ergänzung könnte ich dann die Werkstatt nutzen, um selbst WoMo's auszubauen und damit einen Start hinzulegen. Das können Auftragsarbeiten sein oder Eigeninitiative, Module oder kpl. Konzepte.

3. Im dritten Schritt dann Übergang zu "RentAWorkshop" und DoItYourSelf in variablem Verhältnis zu meinem Beitrag - ja nach Bedarf und Kostenstruktur. Mit Erweiterung meines eigenen Arbeitsplatzes und Einrichtung weiterer Stell- und Arbeitsplätze, wenn sich das Konzept bewährt.


Zudem ist noch der Bereich "Ausbau Firmenfahrzeuge" interessant.

Inwieweit es praktikabel und rentabel ist, Fremdlinge an die Grossmaschinen zu lassen wird sich zeigen.

Das Konzept ist flexibel und beliebig ausbaufähig. auch im Kleinen kann schon was gehen: Module für Eigeneinbau, pfiffige Ideen in Details am Markt anbieten. Konstruktion in CAD ist auch jetzt schon mein Job.

So in etwa stell ich mir das vor. In der Anfangsphase ist ein paralleler nromaler Job durchaus denkbar. Leider gibt's für Inschenöre so gut wie keine Halbtagsjobs, aber vielleicht tut's auch was anderes.


Gibt's zu diesem Grobkonzept Anmerkungen? Klar, dass der Teufel im Detail steckt: Genemigungen, Kundenentfernung, Auslastung, Bedarf am Markt, Konkurrenz...

Derweil halte ich mich natürlich auch hier auf dem Laufenden, wie sich der Markt entwickelt ;-)


Gruss,
Dirk
Gruss,
Dirk
_______________________________________________________________

Es ist einfach, glücklich zu sein. Es ist nur schwer, einfach zu sein.

Antworten