Bitumenparty auf dem Dach - oder was lernt mich mein Koffer..... :)?

  • Moin,

    mein UPS-Koffer steht jetzt wieder bei mir, nachdem eine Fachfirma den Unterboden saniert hat (Schweißarbeiten, Hohlraumversiegelung, Unterbodenversiegelung).

    Die Regale hatte ich schon herausgebaut. Dabei habe ich festgestellt, dass im Bereich der Befestigungen an der Innendecke blechartige Streifen unter der GfK-Schicht eingezogen sind. Dort haben die Nieten zur Befestigung der Regale gesessen.

    Der erste Regen hat (natürlich...;(:cursing:) gezeigt, dass irgendwo Wasser hereinkommt. Das hat sich jetzt seinen Weg zu diesem freigelegten Blechstreifen und den Nietlöchern gebahnt und tropft dort von der Decke auf den Boden.

    Ein Blick auf das Dach zeigt, dass dort bitumenähnliches Material (wird jetzt in der Sonne weich und riecht spezifisch finde ich) verstrichen ist. Diverse Dichtnähte sind ebenfalls zu sehen.

    Mein Plan war von vornherein, das Dach prophylaktisch zu "versorgen". Die Dichtnähte außen im Übergang hätte ich daher eh entfernt und dann neu verfugt. Durch die Bitumenschicht sind die aber nicht zu sehen. Die Frage ist jetzt die folgende:

    a) Große Baustelle: Bitumen komplett runter, undichte Stellen (hoffentlich) finden und abdichten; die Nähte neu; Dichtschicht (was auch immer).

    Fragen hier: Wie bekomme ich am besten das Bitumen herunter? Womit flächig dichten? Für die Nähte habe ich Material.

    b) Kleinere Baustelle: Nur die Dichtnähte freilegen und neu machen. Das klärt dann aber mögliche Undichtigkeiten in der Fläche nicht.

    c) Ganz große Baustelle: Bitumen runter; GfK komplett neu auf das vorhandene und rundherum abdichten. Ist wahrscheinlich die beste (und aufwendigste) Variante. Das umso mehr, weil bisher noch nichts auf dem Dach ist (Durchbrüche; Fenster; Solar).

    Was sagt ihr?

    Hier noch zwei Bilder zum besseren Verständnis:

    womobox.de/attachment/18454/

    Gruß

    Michael

  • Hoi Michael

    Hast Du genügend Innenhöhe um einige Zentimeter zu verlieren?
    Wenn ja würd ich die Wände knapp unter der Decke schneiden und ein neues Sandwich als Dach auf die Wände setzen, neue Leisten dran und schon ist all das Gebastel weg und ein neues, stabiles Dach da.
    Ist wohl kaum mehr Aufwand als die Eckleisten neu abzudichten, denn da musst Du ja auch erst das Bitumen entfernen.

  • Moin,

    wie lange willst Du den Koffer fahren?

    Macht es Sinn viel Geld in den Ausbau zu stecken, wenn Du nicht sicher sein kannst, ob das Dach dicht ist/bleibt?

    Ich würde mich dem Vorschlag von Picco anschließen. Vernünftig gemacht hält das dann ewig.

    Zum entfernen des Bitumens würde ich ansonsten einen Betrieb anfragen, der Trockeneisstrahlen anbietet.

    Mit der Spachtelklinge am Multimaster geht es vermutlich auch, aber das wollte ich mir nicht antun.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Michael,

    um was für einen Koffer handelt es sich denn genau? UPS ist nur der Kunde gewesen nicht Der Hersteller.

    Je nachdem was es für eine Konstruktion ist welche Wände und Dach miteinander verbinden würde ich versuchen das Dach abzuheben und eine durchgängige Sandwichplatte drauf setzen und mit Winkeln Verschließen/verbinden. Das sollte ohne große Einbußen an Raumhöhe gehen. Was natürlich ein großer aber dichtenden Aufwand ist wäre die Bitumenmasse runter zu spachteln und dann ein, zwei Lagen Glasfasermatte mit Harz drauf laminieren. Das ganze so das die Kanten mit einlaminiert werden.

    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Moin,

    danke für den Input.

    Der UPS soll schon ein paar Jahre fahren - sonst lohnen die Investitionen ja nicht. Mit RKB hatte ich schon Kontakt, da werde ich Platten zum Verschließen der Türen ordern.

    Zum Dach: Ich weiß ja gerade noch gar nicht, wo das Wasser herkommt - durch die Dichtungsnähte an den Rändern oder das Dach selbst. Auf die Trockeneisidee bin ich auch gerade gekommen - habe den Laden angeschrieben der gerade den Unterboden gemacht hat. Handarbeit bei 10m2 muss ich dann auch nicht haben - den Rest würde ich dann selbst machen.

    Ein neues Dach wäre für mich die letzte Option - bisher habe ich meine Dächer auch alle wieder dicht bekommen. Zuvor würde ich noch überlegen, GfK von der Rolle aufzukleben. Dazu gab es doch hier gerade etwas - habe ich aber auf die Schnelle nicht gefunden. Das vorhandene Dach sieht von innen ansonsten tiptop aus (was nichts heißen muß - ich weiß) und hängt auch nicht durch.

    Gruß

    Michael

  • Hast Du bei RKB schon mal angefragt was ein neues Dach kosten würde?

    Die wissen genau was sie tun müssen um das alte Dach abzuheben und dann ein neues drauf machen. Egal was Du machst, es wird schwerer als ein neues Dach. Die Kosten für die Materialien zum abdichten sind auch nicht Kostenlos.

    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Zu beachten wäre auch, daß nach dem entfernen der Bitumenkacke, die Oberfläche angeschliffen werden sollte, für optimalen Halt der GfK-Schicht. Bitumenreste setzen aber sehr schnell das Schleifblatt zu.

    Gruß, Andre

    Ich weiß nicht ob das richtig ist was ich mache, aber wenn ich´s lasse, werde ich es nie erfahren.

  • Moin nochmal,

    Ich werde bei RKB auf jeden Fall auch nach einer passenden Platte fürs Dach fragen - Quadratmeterpreis ca 100€ für die Seitenwände. Dach wird ähnlich sein - ca. 10m2 .... . Einen Karosseriebauer habe ich hier. Da werden ich in der nächsten Woche mal hinfahren.

    Wie gesagt: Trockeneis / neue Dichtnähte sind überschaubar. Vielleicht ergibt sich dann ja schon ein klareres Bild.

    Gruß

    Michael

  • Ich finde, ein neues Dach ist eine gute Idee. Die Odyssee mit immer wieder nachdichten hab ich auch hinter mir, und würde heute, nachdem ich auch Erfahrungen mit Sandwichplattenbau gesammelt hab, sagen, neues Dach ist halb so schlimm, wie man es sich vorstellt. Das kann man in Eigenregie an einem Wochenende schaffen. Für das Sandwich muss es auch gar nicht original RKB sein, jeder andere Hersteller tuts genauso. Hauptsache die Abmessungen stimmen. Die Profile kannst du ja (nach einer Reinigung) wieder verwenden. Oder die neue Sandwichplatte direkt auf die Wände kleben, und innen/aussen Alu L-Pofile. Auf diese Weise wird es nie mehr undicht werden.

    Einzig der Preis der Dacherneuerung halt. Ich tippe mal knapp 1500€ fürs Material. Nachdichten ist deutlich billiger. Kommt halt drauf an was dir das wert ist. So ein Paketkoffer ist jetzt auch kein Auto mit Ewigkeitsgarantie.

  • Moin,

    ein Update nach dem langen WE: Ich habe zunächst mit so einem Nadelaufsatz (eigentlich für Bohrmaschine oder Flex - ich habe den Akkuschrauber verwendet, das ist die Drehzahl niedriger) eine Ecke freilegt. Das Bitumen geht ganz gut ab, man sieht (hoffentlich) auch die Haarisse. Der Nadelaufsatz ritzt allerdings auch die Oberfläche an - das will ich ja eigentlich nicht. Als nächstes probiere ich einen Schwingschleifer. Da befürchte ich aber, dass sich das Schmirgelpapier sehr schnell zusetzt. In zwei Wochen gibt es noch eine "Probeecke" Eisstrahlen.

    Weiteres (aktualisiertes) Vorgehen (hatte ich ja schon skizziert): Das Dach wirkt so stabil und eben - einen Neuaufbau kann ich mir bisher einfach nicht vorstellen. Wenn es (Stand gerade jetzt...8)) beim Abtragen des Bitumens bliebe, bleibt die Frage nach dem weiteren Vefahren danach:

    1) Gfk Platte 1-2mm flächig verkleben, dann die Nähte neu und abschließend lackieren.

    2) Flüssigkunststoff oder Ähnliches (habe inzwischen diverse Berichte dazu gelesen - "spaltschließend/überbrückend") - MEM oder Ähnliches (wieder Bitumen) - einfacher Lack (das hält bei meinem Iveco jetzt schon seit drei oder vier Jahren).

    Hier Bilder: Ich hoffe ihr seht was.

    Gruß

    Michael

  • Moin,

    ein weiteres Update:

    a) Der Bootsbauer vor Ort würde 1-2 Lagen Epoxy (?) auftragen. Vorarbeiten müsste ich leisten. Ca. 2t €.

    b) Vom Aufbauhersteller könnte ich eine GfK-Bahn bekommen (ca. 450€).

    c) Mit "Bautenschutz Dime" habe ich gerade Kontakt. Klingt interessant, aber auch teuer. Hat da Jemand Erfahrungen?

    Gruß

    Michael

  • Hallo, hatte immer wieder Undichtigkeits Probleme bei meinem Iveco Mir Saxas Aufbau. Habe mir dann von Jansen Flüssig Kunststoff gekauft und das Dach damit gestrichen. Ist jetzt 4 Jahre her, keine Probleme mehr. Kontrolle einmal im Jahr, eventuell mal etwas nachbessern, dadurch wird der alte Kunststoff angelöst und verbindet sich mit dem neuen .
    Viele Grüße Rainer

  • Moin,

    das klingt ja schon mal nicht schlecht - danke für die Info.

    a) Irgendeine Grundierung? Primer?

    b) Das bedeutet aber wohl auch, dass das alte Bitumen (so gut wie möglich) runter muss, oder?

    c) Wo gekauft? Ich frage, weil ich bei Bedarf auch zuvor gerne Kontakt aufnehme, um beraten zu werden.

    Gruß

    Michael

  • Hallo Ivo,

    schon mal daran gedacht, Gfk selber auf dem Dach zu laminieren und anschliessend zu streichen?

    Anleitungen und Materialien gibt´s im www ja zuhauf.

    Gruß, Andre

    Ich weiß nicht ob das richtig ist was ich mache, aber wenn ich´s lasse, werde ich es nie erfahren.

  • Moin,

    sozusagen "ganz entfernt" ..... - da traue ich mich nicht so recht ran und/oder befürchte, mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein.

    Ich habe in den letzten Tagen diverse Mails an Hersteller verschiedener Mittelchen geschrieben. Knackpunkt gerade ist die Entfernung des bitumenartigen Zeugs. Ich hatte gestern noch auf einer Probeecke Heissluftfön und Spachtel im Einsatz - war auch nicht der Knaller. Ich hoffe jetzt sehr auf das Eisstrahlen.

    Gruß

    Michael

  • Hallo Michael, mein Dach besteht aus Gfk, entfetten und dann einfach streichen. Mit Bitumen gibt es Probleme, fängt an zu schmieren und wird nicht trocken. Bezugsquelle bei Google, gibt große Preisunterschiede

    Viele Grüße Rainer

  • Moin,

    danke erneut.

    Erstmal muss ja das bitumenartige Zeug herunter - das ist m. A. nach die schwerste Aufgabe gerade.

    Die Firma Jansen hat übrigens geantwortet. "Das Produkt sei dafür völlig ungeeignet...":/8). Ich behalte es trotzdem erstmal auf dem Zettel, bin ja gerade eh mehrgleisig unterwegs.

    Gruß

    Michael

  • Schon mal mit Waschbenzin oder ähnliche Lösemittel versucht. Das Zeug anweichen und mit der Spachtel entfernen ?

    Trockeneis sollte gehen, kostet halt entsprechend

  • Moin,

    jo - Terpentinersatz und Aceton hatte ich im Einsatz. Spachtel und Schaben geht aber eigentlich gar nicht, die Nadeldings auf dem Akkubohrer tut es einigermaßen. Ein Zehntel habe ich jetzt wohl .... .

    Könnte jetzt auch auf das Probeeisstrahlen warten, bin aber zu ungeduldig .... 8). Wenn das nicht klappt, hat sich die Arbeit vorher gelohnt. Wenn es klappt, habe ich Stunden umsonst auf dem Dach verbracht. Ein Teufelskreis..... .

    Gruß

    Michael

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