Selbstbau Dachluke Scharniere

  • Ich stand Silvester neben anderem Womo am Strand bei Gibraltar (Wind, also richtig Wind dort)

    Der hatte dann auch eine Dachluke mit 180 Grad Öffnung, aber unfreiwillig. Finde die Idee, den Deckel nicht schräg in den Wind stellen zu müssen, gar nicht so schlecht.

    Das Teil war aber kommerziell, also Schrott ab Werk.

    Wusstet Ihr, dass diese schrottigen Riesen-Womo-Dachluken der Grund sind, warum die Bahn keine Womos auf Autoreisezügen mehr mitnimmt? Die können die Fahrtrichtung vom Waggon nicht garantieren, und mussten für eine abgerissene Luke geradestehen, weil diese bei 100 km/h rückwärts + Seewind nicht gehalten hat.

    Der Schaden erklärt die hohen Defizite der Bahn.

  • Wusstet Ihr, dass diese schrottigen Riesen-Womo-Dachluken der Grund sind, warum die Bahn keine Womos auf Autoreisezügen mehr mitnimmt? Die können die Fahrtrichtung vom Waggon nicht garantieren, und mussten für eine abgerissene Luke geradestehen, weil diese bei 100 km/h rückwärts + Seewind nicht gehalten hat.

    Der Schaden erklärt die hohen Defizite der Bahn.

    Äh, nein.

    Ja, die Wohnmobil-Dachhauben sind auf dem Sylt-Autozug regelmäßig fliegen gegangen, weil sie eben nicht dafür gebaut sind, von hinten so stark angeströmt zu werden. Zumal da auf dem Autozug noch diverse Verwirbelungen dazu kommen.

    Der Rest ist aber falsch. Zum einem nimmt die DB (ebenso wie ihr Mitbewerber) inzwischen wieder Wohnmobile mit. Früher wurden Wohnmobile auf der Sylt-Strecke immer rückwärts gefahren, was an der Lage der Verladerampen liegt. Einen möglichen Fahrtrichtungswechsel gab es nicht. Heute werden Wohnmobile wieder transportiert, müssen aber rückwärts auf den Zug auffahren. (und dann weiter rückwärts auch wieder runter).

    Und das Defizit der Bahn liegt garantiert nicht an den runtergeflogenen Dachhauben. Zum einen waren das nun auch nicht so viele. Vom Defizit der Bahn könnte man ja mehr Dachhauben kaufen, als es Wohnmobile gibt. Klappt also rechnerisch schon nicht. Abgesehen davon hat die Bahn die Schäden auch nicht erstattet. (Außer vielleicht ganz zu Anfang). Später (und aktuell) ist die Haftung für solche Schäden in den Beförderungsbedingungen ausgeschlossen worden.

    Die Deutsche Bahn bietet bis auf Sylt auch schon länger keine Autozüge mehr an. Und auf den anderen Strecken der Mitbewerber werden m. W. nur Doppelstockwagen eingesetzt. Passen also keine Wohnmobile drauf.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Danke für die Präzisierung. Ich war so blöd und habe wiedergegeben, was ich der Presse gelesen habe.

    Ja und klaro, das mit dem Defizit sollte ein ironischer Scherz oder sowas werden.

    Und ja, habe mir fast gedacht dass die Bahn irgendwo ein Satz in ihren AGBs hat, dass sie nicht haften muss.

    Unterm Strich: schade, dass es die Autoreisezüge in dieser Form kaum/gar nicht mehr gibt. Bin da jetzt nicht tagesaktuell. Für den Transport unseres Womos +2 Personen von Mittelthüringen nach Südspanien wäre ich bereit gewesen, 1000. EUR zu zahlen.

    Mache auf dieses Thema jetzt aber die Klappe zu, damit es nicht mehr abdriftet.

  • Danke Allerseits,

    jetzt lass uns bei den Scharnieren und vielleicht bei den Auslegungen einer selbstgebauten Dachlucke sprechen.

    Wie ein Fensterglas ausgelegt werden soll und ob die Luke abreißen kann, soll hier nicht Thema sein. Ein Hinweiß ist natürlich gerne gesehen, aber es ist nicht Fokus meiner Fragen.

    Beste Grüße

    Peer

  • Hallo Peer,

    du wolltest eine möglichst flache Dachluke. Dazu muss der Abstand von Deckel und Loch möglichst gross sein, dass kein Wasser z.B. vom Wind durchgedrückt wird. Vielleicht kann eine doppelte Dichtung mit punktuellen Abläufen grosse Wassermengen fernhalten. Welches Scharnier ist dann fast egal.

    Noch flacher bedeutet Wasserabläufe im Inneren der Kabine. Kann ich mir nicht gut vorstellen.

    Viele Grüsse Sebastian

  • Halla Sebastian,


    danke für die Skizze, das sieht sehr gut für mich aus. Solch eine Konstruktionsweise liesse sich relativ einfach umsetzen.. Was meinst du mit punktuellen Abläufen?


    Beste Grüße

    Peer

  • Hellau Peer,

    ich meine zum Beispiel, dass die Dichtung an drei Seiten des Deckels Wasserströme behindert, eingedrungenes Wasser aber an den vier Ecken wieder ablaufen kann. An der Scharnierseite, wenn es denn ein Bandscharnier wird, ist abdichten schwierig, vielleicht nicht notwendig.

    Viele Grüsse

    Sebastian

  • Hoi zämä

    Vielleicht wäre es besser aussen eine an der Haube befestigte Lippendichtung als äusseres Hinderniss und weit innen eine am Dach verklebte Hohlkammerdichtung, die von der Haube etwas plattgedrückt wird, zu nehmen. Dann kann das die äussere Dichtung überwindende Wasser auf demselben Weg zurück und wenn sichs innen staut dann an der Hohlkammerdichtung, die ja dicht mit dem Dach verklebt ist.
    Das Scharnier würd ich ausserhalb der Lippendichtung aufkleben oder besser in ein aufgeklebtes Teil verschrauben.

  • An der Scharnierseite, wenn es denn ein Bandscharnier wird, ist abdichten schwierig, vielleicht nicht notwendig.

    Hallo


    bei einem Stangenscharnier ist ein abdichten nicht nötig. Wir haben ähnlich wie in der Skitzze von Sebstian in #47, und die Luken sind dicht.

    Allerdings haben wir eine etwas höhere Aufkantung von ca. 4cm und der Lukendeckel ist rundum 45 Grad abgeschrägt damit er nicht so im Wind steht. Die Dichtung ist lediglich die Evazote-Matte in der Alulucke die gleichzeitig als Dämmung dient.

    Viele Grüße

    Anton

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