Erfahrungen mit Windgeneratoren?

  • Moin allerseits,

    hat hier jemand Erfahrungen mit Windgeneratoren wie sie im Bootsbereich verbreitet sind? Ich hatte die Idee so etwas an einem Kurbelmast wie sie für Funkantennen und Scheinwerfer beim Militär und Katastrophenschutz verwendet werden, zu montierten...


    MFG S

  • Moin,

    ob sich der Aufwand dafür wirklich lohnt? Solar ist da deutlich weniger aufwändig und funktioniert automatisch wenn man irgendwo rumsteht, auch während einer Wanderung oder beim Einkaufen.

    Der Windgenerator lohnt sich eigentlich nur wenn man im Norden ohne Sonne länger an einer Stelle steht. Machst du das?


    Wir haben das Thema grad im Wohnkabinenforum diskutiert, da kannst du ja mal was lesen.

    Gruß, Holger


  • Ich Frage ja explizit nach Erfahrungen im Betrieb die dutzenden Diskussion ob das Sinnvoll oder nicht ist kenne ich natürlich, dumm nur das 90% der Diskussionsteilnehmer nie ein Rad tatsächlich in Betrieb hatten...

    Zum Thema Solar, das Dach ist voll und es wird Winter ;)

    Die Idee kam die letzten Tage als ich festgestellt habe das es an meinem "Heimatstellplatz" ganz gut weht also nein ich mache mir da keine großen Illusionen aber es wäre halt ein Beitrag zum Energiekonzept...

    Außerdem könnte ich es alternativ auch auf dem Boot Nutzen, im Vergleich zu Solarzellen ist es ja fast schon handlich...

  • Mein Bruder hat sich mal so einen vertikalen Windradgenerator gekauft und ein paarmal ausprobiert.

    Das Teil war nicht sehr überzeugend. Es musste schon ordentlich Wind gehen und so viel Strom kam da nicht bei rum. Dafür laut ohne Ende.

    Er hat inzwischen für den Winter ne Brennstoffzelle im Van.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ahoi,


    Ich find Windkraft ja prinzipiell spannend und hab deswegen ne Zeitlang Recht intensiv danach geschaut (auch für meine Eltern für stationären Betrieb)...


    Du musst nur mal schauen was für Windgeschwindigkeiten für die Nennleistung angegeben sind und dann die Leistungskurve über die Windgeschwindigkeiten anschauen.

    Hoch genug über dem Boden am einem windigen Ort funktioniert das, Süddeutschland in Bodennähe kommt quasi nichts rum wenn man nicht mitten auf einem Feld oder in einer Windschneise ist.


    Horizontale leider noch viel weniger als bei vertikalen Windrädern.


    Gruß

    Sven

  • Mir kommt gerade die Erkenntnis das ich ja einfach mal mit einem Windmesser schauen könnte wie die Lage so ist. Man verschätzt sich da sicher...

  • Zeitlang Recht intensiv danach geschaut

    Geht mir auch so: Ich habe beim Haus eine Windschneise, da ist es i.d.R. nie Windstill.
    Dann habe ich mir die Daten von einem Vertikale Windrad angeschaut - und.... naja - ich brauche STURM bei den meisten Dingern.

    Der C-Rotor (Nicht kommerziel zu kaufen) scheint vielversprechend zu sein...
    http://www.daswindrad.de/forum…ic.php?f=2&t=124&start=30

    Oder aber der offene Savonius;
    https://www.buch-der-synergie.…l/c_08_08_02_savonius.htm
    (und deren Ableitung: https://www.windkraft-journal.…r-ausgangsleistung/103751)

    Aber ja...
    Für 300W muss man schon ein "Klotz" haben, der auch bei normalen Windstärken schon arbeitet.... und nicht erst bei BFT7

  • Auch da liegt der Teufel aber im Detail. Ein einfacher Savonius, C-Rotor oder welche andere statische Art eines vertikalen Windrads liegt von der effizienz leider hinter den horizontalen Windrädern. (Ich war oben übrigens genau falschrum, horizontal bzw vertikal bezieht sich ja auf die Rotationsachse)

    Klar dafür funktionieren sie (in der Theorie) auch schon bei vergleichsweise geringen Winden und sind dabei deutlich geräuschärmer, von den ganzen "revolutionären" Windrädern dieser Bauart die in den letzten Jahren angekündigt wurden wüsste ich aber keines das inzwischen erhältlich ist...


    Ich fand dazu dieses YouTube Video von Engineering With Rosie sehr interessant und dieser Hackaday eintrag war für mich sowohl von der Thematik als auch dem DIY/3D-Druck Ansatz interessant.


    Wie gesagt hatte ich immer den statischen Betrieb im Blick, zwischendurch hatte ich lediglich den Gedanken etwas kleines zu bauen das auf dem Dachträger am Bus leben und durch den Fahrtwind Strom produzieren könnte, aus rein logischen Gründen hab ich das aber nie weiter verfolgt.


    Was mir gerade noch einfällt, da ja auch im Bezug auf die Anlagen aus dem Yacht Bereich verwiesen wurde: Auf See sind die Bedingungen natürlich deutlich besser als an Land.


    Hach, ich komm schon wieder ins Träumen^


    Gruß

    Sven

  • ........etwas kleines zu bauen das auf dem Dachträger am Bus leben und durch den Fahrtwind Strom produzieren könnte, aus rein logischen Gründen hab ich das aber nie weiter verfolgt.


    ....

    Bei Fahrwind mit dem Windrad Strom zu produzieren ist suboptimal! Ist wie Warmwasserboiler mit Motorwärme aufzuheizen. Liest sich im ersten Moment gut, ist aber in der Praxis so lala.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • ... und dann reißt du das Ding unterwegs noch irgendwo ab :) Ein Ladebooster ist da wesentlich effektiver.

    Gruß, Holger


  • Ahoi,

    Bei Fahrwind mit dem Windrad Strom zu produzieren ist suboptimal!

    wie gesagt, aus rein logischen Gründen nie weiter verfolgt ;)


    Mit dem Warmwasserboiler ist denke ich ein wenig abhängig vom Fahrzeug und dem Alter des Motors (lies: der Motorbauart).

    Mit der originalen JX (1,6l Vorkammer-Turbodiesel) der mal bei mir im Bus gewerkelt hat hätte das sicher einigermaßen funktioniert, aber selbst mit dem jetzt verbauten TDI würde das vorne und hinten nicht funktionieren.

    Der produziert schon für die Innenraumheizung kaum genug abwärme, zusätzlich noch x Liter Wasser erwärmen wird nicht funktionieren.

    Soll heißen: bei den modernen Motoren kann ich mir das immer schlechter Vorstellen (nicht umsonst werden gerne "Zuheizer" verbaut damit man eine ordentlich funktionierende Heizung hat), bei einem älteren Motor kann ich mir das eher vorstellen und selbst da würde ich es mir nicht antun einen weiteren Wärmetauscher in den Kühlkreislauf vom Motor einzuschleifen... man denke nur an die ganzen Verbindungen die dazu kommen und undicht werden können... aber wir schweifen ab, das Thema ist ja eigentlich Strom aus Wind...


    Gruß

    Sven

  • Naja, und für die X-Liter mehr muss man aber auch passend Platz im Ausgleichsbehälter haben ... kenne das Problem von meinem Ford V6 Umbau im T3.
    Wenn ich zu viel Wasser im Kreislauf hatte, dann drückte es über die Überdruckkappe raus.

    welche andere statische Art eines vertikalen Windrads liegt von der effizienz leider hinter den horizontalen Windrädern

    Da hast du recht. Das liegt daran, dass das Horziontalwindrad nach oben Hin keine Grenze kennt in der Drehzahl (bis zum Fliehkraftzerknall)
    Vertikale Räder bremsen sich selbst aus, haben dadurch halt ein "Ende".

    Hab es auch für mich im statischen Einsatz erträumt.. aber... Solar geht halt nunmal einfacher.

  • Wo ist das Problem mit dem Anzapfen vom Kühlwasser?

    Du musst entweder das Kühlwasser nach hinten, oder das Duschwasser nach vorne transportieren zum Wärmeaustausch. Das geht ja auch nur wenn der Wagen läuft. Da habe ich auch genügend 12/24 Volt Strom und der ist viel einfacher zu transportieren. Wenn der Wagen steht kann man bei entsprechenden Batteriereserven mit dem 12-Voltheizer das Wasser aufheizen.

    Ich will aber keine Glaubenskriege auslösen. Mir war das mit der Motorwärme zuviel Aufwand bei wenig Nutzen.


    Gruß Nunmachmal

    Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

  • Du musst entweder das Kühlwasser nach hinten, oder das Duschwasser nach vorne transportieren zum Wärmeaustausch. Das geht ja auch nur wenn der Wagen läuft. Da habe ich auch genügend 12/24 Volt Strom und der ist viel einfacher zu transportieren. Wenn der Wagen steht kann man bei entsprechenden Batteriereserven mit dem 12-Voltheizer das Wasser aufheizen.

    Ich will aber keine Glaubenskriege auslösen. Mir war das mit der Motorwärme zuviel Aufwand bei wenig Nutzen.


    Gruß Nunmachmal

    Da bin ich voll und ganz bei nunmachmal. Strom ist immer einfacher zu verlegen als Wasser und dazu noch ohne große Risiken bezüglich undichtigkeiten.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Das warme Wasser kostet halt keinen zusätzlichen Sprit...

    Aber gut anderes Thema, ich bestellte mir jetzt einen Windmesser, kann ich am Boot so oder si brauchen und Messe dann am Stellplatz was so geht äh weht ;)

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